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Sonntag, 14. November 2010, 13:37

stifthaltung erstklässler

hallo,

einer meiner erstklässler (bester schüler der klasse) hält den stift merkwürdig/ungewöhnlich: der daumen greift dabei quasi nicht mit der spitze den stift, sondern eher mittig.
aber dieser schüler hält den stift schon immer so, schreibt so sehr ordentlich und beschwert sich auch nie über schmerzende/verkrampfte hand.
seiner mutter (er kommt aus einem tollen, engagiertem bildungselternhaus) ist das auch aufgefallen. der schüler zeigt mir auch, dass er den stift "richtig" halten kann, bittet aber danach wieder wie gewohnt schreiben zu dürfen :-)
was ich sagen will:
seine stifthaltung ist ungewöhnlich, scheint aber jetzt nach 8 schulwochen keinerlei nachteile auf seine schrift etc. zu haben.

soll ich dieses kind nun trotzdem zur ergotherapie schicken??!!

ein zweiter schüler neigt zur beidhändigkeit, u.a. beim schneiden welchselt er zu links, während er ansonsten mit rechts schreibt und malt. er schreibt sehr langsam, sauber und gründlich und seine eltern meinen, seine hand wäre dabei, also mit rechts, leicht verkramapft, während es mit links lockerer aussieht. da dieses kind den stift jedoch nun immer mit rechts hält und damit klar kommt (ich sehe auch keine verkrampftheit), muss es doch auch nicht auf links wechseln, oder?
sollte es trotzdem zu rergotherapie, weil es an sich schon auffällig ist, dass er für schreiben und schneiden die hand wechselt??

bitte um eure erfahrenen einschätzungen!!! :-)

lg
silke

2

Montag, 15. November 2010, 15:56

RE: stifthaltung erstklässler

meint ihr, dass es evtl. helfen könnte, wenn die eltern mit ihrem kind einen anderen bleistift ausprobieren? einen dickeren statt dünnen, einen dreikantigen oder einen mit diesem gummigriff?
da wird ja einiges angeboten ;-)

Friesin

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3

Montag, 15. November 2010, 16:46

ganz aus dem Bauch heraus geantwortet: ich würde mit meinem Kind (im ersten Fall) NICHT zur Ergotherapie gehen. Der Junge scheint ja keine Probleme zu haben.

Auch das Wechseln der Hand im zweiten Fall halte ich nicht für therapiebedürftig. Das Umpolen macht man doch schon lange nicht mehr. Ist er halt bi, der Junge :D

Den Tipps mit den verschiedenen Stiften kannst du ja trotzdem den Eltern geben. Das schadet nie ;)
pingo, ergo sum

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Friesin« (15. November 2010, 16:46)


Schmeili

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4

Montag, 15. November 2010, 17:10

Sehe das ähnlich wie Friesin.
Ich hab mir ein paar von diesen Stifthalterungen einfach mal in die Schublade gelegt - habe die Kids dann einfach mal testen lassen. Einige mochten es - andere nicht. Irgendwann (die letzten jetzt im 2. Schuljahr) haben sie sie dann alle wieder abgegeben und nehmen den Stift "normal".

Zu dem "Wechlser" - Entweder das Kind findet noch heraus, mit welcher Hand er es besser kann, oder er hat das große Glück und ist eben beidhändig! Ich bin auch rechtshänder, aber einige Tätigkeiten kann ich mit links besser...

webe

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5

Montag, 15. November 2010, 17:26

Ich halte meinen Stift auch "verkehrt". Das mache ich, seit ich Stifte in der Hand halten kann. Meine Eltern/Schwester/Lehrer haben versucht, mich davon abzubringen, aber ich habe mich da nie beirren lassen (war sehr stur als Kind). Zur Ergotherapie wurde ich nie geschickt, gabs damals wohl noch nicht... Wenn ich heute einen Stift "richtig" halte, kann ich zwar auch schreiben, verkrampfe aber nach kurzer Zeit.

Ich habe eine normale, vielleicht nicht ganz so hübsche Handschrift, das schreibe ich aber eher dieser fürchterlichen Vereinfachten Ausgangsschrift zu, die ich lernen musste und die ein schreckliches Schriftbild erzeugt, sofern sie nicht gestochen scharf wie aus dem Lehrbuch geschrieben wird.

Wenn der Knabe mit seiner Schreibhaltung gut klarkommt dann lass ihn doch. Ich finde, wenn keine Probleme da sind muss nicht auf Kosten der Allgemeinheit (Krankenkasse) therapiert werden, die ist schon belastet genug durch wirkliche Krankheiten.

Aus mir ist auch was geworden. Wenn auch nur Lehrerin ;-)

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