Planstelle aber Übergewicht

  • Hallo,


    ich habe gerade eine Übernahmezusage an einer staatlichen Schule in Bayern bekommen, muss ich nochmal zum Amtsarzt. Leider habe ich Übergewicht und frage mich nun, was passiert. Werde ich dann trotzdem angestellt oder sitze ich dann auf der Straße?


    Vielen Dank für hilfreiche Antworten!


    Drachenfliege

  • Hallo,


    ich bin auch Beamtin, allerdings in der Verwaltung.


    Es kommt, so glaube ich, darauf an, wie viel Übergewicht man hat und ob dadurch gesundheitliche Beeinträchtigungen entstanden sind.


    Warst Du denn schon im Referendariat übergewichtig? Da wurdest Du ja auch vorher untersucht. Was hat der Arzt denn da gesagt?


    Aber zu deiner Beruhigung: Würden wirklich alle übergewichtigen Kandidaten nicht verbeamtet, wären einige meiner Kollegen nicht verbeamtet worden.


    Versuche, etwas abzunehmen, ein paar Kilos könnten die Blutwerte bzw. den Blutdruck (falls nicht ok) etwas beeinflussen. Aber dies ist nicht zwingend. Bei ein paar Kilos sagt niemand etwas.


    Du wirst ja eh erst Beamter auf Widerruf. Bis zur Lebenszeit hat man dann ja noch Zeit, etwas abzunehmen. Danach fragt niemand mehr, ob man zu viel auf den Rippen hat.


    Ist aber irgendwie unfair. Dabei ist man als Beamter verpflichtet, seine Gesundheit zu erhalten. Nur kontrolliert das niemand.


    Ich drücke die Daumen, so schlimm wird es bestimmt nicht sein.


    Doris

  • Es wäre wohl wichtig, zu wissen, ob dein Übergewicht für einen Arzt "im normalen Rahmen" oder "extrem" ist, wobei ich damit keine Wertung verbinden möchte.


    Bei mir war es so: Bei der Übernahme nach dem Referendariat stellte die Amtsärztin bei mir Übergewicht fest, ohne eine Größenordnung anzugeben, es waren wohl so 10 - 15 kg, und meinte, die Lebenszeitverbeamtung ginge damit nicht, ich solle einige Kilogramm abnehmen.


    Das gelang nur sehr eingeschränkt, und bei der nächsten Untersuchung war dann - oh Wunder - vom immer noch vorhandenen Übergewicht keine Rede mehr; diese letzte Untersuchung war bei mir die lascheste.


    Ich würde mir also keine allzu negativen Gedanken machen, wobei das Abnehmen von einigen Kilos sicher auf jeden Fall Sinn macht.


    Andreas

  • Hatte heute auch die unsägliche Amtsarztuntersuchung (Niedersachsen) zur Einstellung für eine Planstelle. Leider war es dieselbe Ärztin, die ich zur Einstellung im Ref auch hatte. Die hat nicht lange gefragt, sondern - obwohl überhaupt keine Gründe vorliegen, außer dem Übergewicht (BMI 32) - gleich die Verbeamtung abgelehnt. Ich muss erneut die Risikofaktoren untersuchen lassen und dann sehen wir weiter...
    Wo steht denn eigentlich, wie hoch der BMI sein darf... Und was passiert, wenn sie mich nicht verbeamtet, kriege ich dann den Job nicht? *angsthab*
    grüße vom panischen woelkchen

    • Offizieller Beitrag

    Einer Freundin von mir wurde in RLP vom Amtsarzt gesagt, das Übergewicht dürfe maximal 20% betragen. Ob das nun eine verbindliche Vorgabe ist, weiß ich nicht.


    Gruß leppy

  • Zitat

    Doris schrieb am 03.07.2004 18:02:


    Du wirst ja eh erst Beamter auf Widerruf. Bis zur Lebenszeit hat man dann ja noch Zeit, etwas abzunehmen. Danach fragt niemand mehr, ob man zu viel auf den Rippen hat.



    Das kann ich so nicht bestätigen, man ist als Assessorin Beamtin auf Probe, nicht auf Widerruf, das gilt für Referendare.
    Die Untersuchung vor der Probezeit der Assessorenzeit, StR z.A., ist bereits die endgültige, danach kommt nix mehr - zumindest in NRW.
    So viel Zeit ist also nicht, wenn man was tun will ...


    mfg
    der unbekannte Lehrer

    "Get thee back into the tempest and the Night´s Plutonian shore!...
    Take thy beak from out my heart, and take thy form from off my door!"
    Quoth the raven: "Nevermore." (E.A.Poe,The Raven)

  • Hallo!


    Ich war im Juli beim Amtsarzt. Er meinte, ab einem BMI von 30 wäre es kritisch. Ich liege drunter, bin aber nicht mehr normalgewichtig. Der Arzt wollte nur wissen, wieviel Sport ich mache und ob ich gedenke, dies auch in Zukunft so zu handhaben.

  • Ja, ich habe ihm auch gesagt, dass ich nach dem stressigen Ref wieder mehr für mich machen will. Und das geht nicht von heute von morgen, sondern ist ein langer Weg.


    Ich bin jetzt z.A. und bin gespannt wie es bei der Lebenszeitverbeamtung wird.

  • Hallo ihr beiden!


    Kenne eine Bekannte, die mit BMI von 28 verbeamtet wurde, und der Arzt legte sogar im Gespräch größten Wert darauf, dass sie langsam abnimmt und nicht eine Crashdiät macht, um in wenigen Wochen (sie musste - wenn ich mich nicht schlecht erinnere - sogar zweimal wiederkommen) massenhaft an Gewicht zu verlieren. Bei dem zweiten Termin sollte erkennbar sein, dass sie eine Diät begonnen hatte (hatte dann auch Essenspläne, vom Hausarzt ausgestellt) dabei.
    So, das war aber ein Schachtelsatz!
    ;)
    Liebe Grüße,
    slumpy

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