Petition A13 für Grundschullehrer_innen - Eure Meinung

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    • Petition A13 für Grundschullehrer_innen - Eure Meinung

      Möchte euch auf diese Online-Petition gestoßen. Was haltet ihr davon? Soll man das unterstützen? Bin auf eure Argumente gespannt.
      openpetition.de/petition/online/a13-fuer-alle-lehrkraefte


      A13 für alle Lehrkräfte
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      Seit Jahren fordert die GEW gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Die Arbeit der Kolleg_innen hat sich in den letzten Jahren stark verdichtet. Der Heterogenität der Schüler und dem Anspruch einer individuellen Förderung begegnen die Grundschulen in ihrer Tradition als Schule für alle Kinder sehr innovativ - und das trotz unzureichender Ressourcen und zu hoher Pflichtstundenzahl.

      Die Grundschulen haben mit ca. 90% den höchsten Frauenanteil bei den Lehrkräften.
      Reasons:
      In einem Gutachten für die GEW kommen die Europa-Rechtswissenschaftlerinnen Prof. Dr. Eva Kocher, Dr. Stefanie Porsche und Dr. Johanna Wenckebach sowohl hinsichtlich der Ausbildung als auch hinsichtlich der tatsächlichen Tätigkeit von Grundschullehrkräften zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Besoldung nach A12 um eine mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts handelt. Dies ist nicht länger hinnehmbar!

      Die Auseinandersetzung mit dem Antidiskriminierungs-, dem Verfassungs- und Besoldungsrecht liefert dafür die Argumente.

      Eine Monetäre "Aufwertung" des Gerundschullehrberufs könnte diesen Beruf auch für Männer attraktiver machen und eine wünschenswerte Parität der Geschlechter in der GrundschullehrerInnenschaft befördern. Denn die ungleiche Geschlechterverteilung unter den Lehrkräften befördert Geschlechterstereotypen in vielerlei Hinsicht.
    • Mir geht der Gender-Mist-Koste-Was-Wolle gehörig auf den Zeiger. Auch der Schluss der dort gezogen wird "diskriminierung aufgrund des geschlechts" halte ich für Schwachsinn.

      Was ich aber gut finde: Gleiches Geld, da die Bildungs- und Erziehungsarbeit aller schultypen ähnlich wenn nicht sogar gleich wichtig ist.
      Ob ein Weg sich lohnt gegangen zu werden weiß man erst wenn man ihn gegangen ist. - Peregrinatio maiores Weisheit
    • Ich bin dagegen. Es ist schon einfach ein Unterschied, ob man so etwas wie das Abitur abnimmt. Der inhaltliche Aspekt des Unterrichts bliebe unberücksichtigt. Einen vier- oder fünfstündigen Leistungskurs zu führen ist inhaltlich schon einmal etwas ganz anderes und erfordert eben auch ein höher qualifiziertes Studium. Ganz zu schweigen von der Vorbereitung, der nötigen Fähigkeit anspruchsvollen Fragen begenen zu können und so weiter. Ich würde mich bei einem A13 für alle dann schlichtweg weigern eine Oberstufenklausur in Bio, wo 25 Leute jeweils knapp 2000 Worte schreiben zu korrigieren im Abitur. Denn da sitze ich tagelang dran. Warum sollte ich deshalb nicht höher bezahlt werden, wenn ich solche Zusatzbelastungen habe, die mit dem Abitur beziehungsweise dem Einsatz als Lehrkraft in der Oberstufe einhergehen? Ich würde mich einfach weigern in der Oberstufe zu unterrichten, Unterstufe und Mittelstufe müsste dann ja reichen.
      Meine Unterrichtsvorbereitung würde dadurch entspannter, denn eine Doppelstunde in der 5. Klasse Bio zum Thema "Blütenpflanzen" mit Praktikum ist deutlich einfacher zu planen und durchzuführen als eine Stunde in meinem Chemie Profilkurs zum Thema "pH-Wert Berechnungen und chemisches Gleichgewicht" mit Praktikum.


      Kapa schrieb:

      Was ich aber gut finde: Gleiches Geld, da die Bildungs- und Erziehungsarbeit aller schultypen ähnlich wenn nicht sogar gleich wichtig ist.
      Kann ich gar nichts mit anfangen mit dem Argument. Was ist denn bitte diese ominöse gleiche Wichtigkeit? Nur, weil man mit Kindern arbeitet kann man doch nicht auf einmal die Gehälter gleich machen. Mit diesem Argument müsste jede Krankenschwester ein Gehalt wie A15 bekommen, weil ohne ihre Tetanus-Spritze der Wundstarrkrampf zurückkäme in Deutschland. Dann müssten auch Müllmänner deutlich besser bezahlt werden oder Menschen, die sich um die Pflege und Versorgung unserer Ältesten kümmern. Mit dem Argument der Wichtigkeit (die auch irgendwie extrem subjektiv ist) kommt man beim Gehalt nicht wirklich weit.
      Es geht bei der Bezahlung unter anderem darum, wie qualifiziert eine Person ist und, wieviele Personen in der Lage sind den Beruf auszuüben. Es finden sich mit Sicherheit ungleich mehr Leute, die die Voraussetzungen mitbringen ein Grund- und Hauptschulstudium zu packen, als Leute, die die Voraussetzungen haben ein Physik-, Chemie- oder Mathestudium für das Gymnasiale Lehramt zu packen. Täuscht euch nicht, das sind inhaltlich Welten. Die schmeißen in Mathe und Physik mit einem Abstraktionsgrad herum, der sich gewaschen hat.

      Um noch einmal deiner Argumentation zu folgen: Die Erziehungsarbeit aller Schultypen mag ähnlich sein, da stimme ich dir zu. Die Erziehungsarbeit ist aber nichts, für das man viel Geld bekommt und bekommen sollte. Schau Dir mal die Gehälter von Erziehern an. Oder willst Du etwa sagen die Erziehungsarbeit eines Erziehers sei weniger wichtig als die eines Lehrers? Kinder erziehen ist nun einmal etwas, für das man nicht zwangsläufig ein kompliziertes Hochschulstudium abgeschlossen haben muss. Es gibt hervorragende Erzieherinnen ohne jegliches Hochschulstudium, die hervorragende Erziehungsarbeit leisten. Ebenso Eltern, die hervorragend erziehen ohne, dass sie auch nur etwas darüber gelernt hätten in irgendwelchen Kursen. Aber keinen von denen wäre auch nur in der Lage in der Mittelstufe, geschweige denn in der Oberstufe und im Abitur Kurse in Chemie zu unterrichten.
      Da würden sie nicht einmal den grundlegendsten Anspruch, nämlich die sachliche Richtigkeit, erfüllen. Dafür studiert man viele Jahre. Das muss man mühsam erlernen, das ist nichts, was man auch ohne kompliziertes Studium leisten kann. Und dafür gibt es eben die höheren Gehälter.

      Das ist in jedem Beruf so, der Ingenieur, der im trockenen Büro die Tiefbohrung berechnet und mit geologischem Sachverstand den richtigen Ort für diese aussucht verdient mehr als der Arbeiter, der sich die Hände schmutzig macht. Wessen Arbeit ist da eigentlich wichtiger? Ohne den Arbeiter würde da auch kein Loch entstehen und er hat sogar die körperlich anstrengendere, vielleicht auch gesundheitsschädlichere Arbeit. Sollen wir jetzt eine Petition starten: Ingenieursgehälter für jeden Bauarbeiter, weil deren Arbeit genauso wichtig ist?

      Ich finde auch, dass man durchaus die Gehälter der Lehrer anheben müsste. Speziell für Naturwissenschaften, aber das ist noch einmal ein anderes Thema. Aber A13 für alle ist nicht die Lösung, A13 für Grundschullehrer absolut okay, aber dann auch in einem Zug gleich A14 für Gymnasiallehrer. So eine Petition würde ich unterschreiben.
    • Ich finde den Beitrag von Firelilly arrogant und teilweise auch an der Realität vorbei - merkwürdiges individuelles Berufsbild. Ein Blick in das Schulgesetz und die Kerncurricula würden Firelilly zumindest zeigen, das auch ihre Aufgabe wäre, sehr viel mehr als nur "fachliche Inhalte" zu vermitteln - von daher bekommt man durchaus auch für Erziehungsarbeit Geld. Die Argumentation mit den Erziehern oder der Krankenschwester ist wenig zielführend (auch wenn diese Leute sicherlich zu Recht mehr Geld verdient hätten), unsere Besoldung bzw. die Einstufung als Beamter findet nach ganz anderen Kriterien statt - das ist nicht wirklich vergleichbar. Auch hier hilft der Blick ins Buch... Zum Thema Arbeitsbelastung kann ich nur sagen, dass genügend durch das geringere Deputat und i.d.R. auch durch weitere freie Zeiten für abiturbelastete Lehrer augeglichen wird. Mein Bruder ist ebenfalls Gymnasiallehrer, meine Freundin auch, ich arbeite von 1 bis 10 und habe vom Förderschulkind bis zum Gymnasialkind alles bunt gemischt in den Klassen - da bereite ich die Stunden sehr differenziert und normalerweise auf 4 Niveaustufen vor. Ich kann nicht feststellen, dass das irgendwer mehr oder weniger arbeitet, nur weil er einer bestimmten Schulform angehört. Es gibt nur Menschen, die sich vielleicht mehr engagieren und Menschen, die sich weniger im Beruf engagieren. Und zum Studium: In meinem Studium saßen alle Lehramtler in denselben Seminaren, je nach studierter Schulart gab es zusätzliche Seminare. Bei den "tatsächlichen Fachmenschen" saßen auch die angehenden gymnasialen Lehrkräft nicht in den Seminaren - die sollten fachlich unter sich bleiben. Nach Firelillys Argumentation müssten dann die Förderschulkräfte ja ganz gering bezahlt, demnach also runtergestuft werden - schließlich brauchen die ja kaum fachlichen Background :autsch:
      Sei immer du selbst! Außer, du kannst ein Einhorn sein - dann sei ein Einhorn! :verliebt:
    • Ich schließe mich Firelilly vollumfänglich an... Eine Faustklausur kann nunmal nicht mit einem Aufsatz aus der dritten Klasse verglichen werden, damit würde unsere inhaltliche Arbeit in keinster Weise gewürdigt werden.
      Welche Fächer hat dein Bruder? Das spielt schließlich auch eine Rolle.
      Ich hab den Rotstift in mir!
    • Ich würde eine Petition unterschreiben, die eine weniger qualifizierte Ausbildung für Grundschullehrer bei gleichbleibendem Gehalt fordert. Ich verstehe nicht, warum ein Grundschullehrer überhaupt Abitur haben muss und studiert haben muss. Bei uns in der Schweiz führt der Bildungsweg zum Primarschullehrer über die Fachmittelschule und nicht über das Gymnasium, ist also mit einem deutschen Realschulabschulss vergleichbar. Das finde ich angemessen. Ein Grundschullehrer braucht kein vertieftes Fachwissen sondern in erster Linie eine hohe Sozialkompetenz!
    • Firelilly schrieb:

      Die Erziehungsarbeit ist aber nichts, für das man viel Geld bekommt und bekommen sollte.
      .....


      Ich finde auch, dass man durchaus die Gehälter der Lehrer anheben müsste. Speziell für Naturwissenschaften, aber das ist noch einmal ein anderes Thema.
      Wie Du hier diese wichtige Arbeit der Grundschullehrer runtermachst, finde ich einfach traurig!
      Wenn ich Deine Beiträge mal hintereinander lesen, frage ich mich, warum Du Lehrerin geworden bist. Es spricht aus nahezu allen Beiträgen von Dir völlige Unzufriedenheit.

      Und nun hetzt Du auch noch, weil Absolventen (ebenfalls universitärer Studiengänge) anderer Schulformen, aber anderer Schwerpunkte, gleich bezahlt werden wollen. Was ist Dir im Leben bisher widerfahren, dass Du dermaßen rummotzen musst.

      Und: typische Arroganz von Gymnasiallehrern. Klischee voll erfüllt. Ich Oberstufe, Du Grundschule! Ich Boss, Du nix!
      Zeigst Du Dich im Kollegium eigentlich auch so? Sagst Du Deinen Deutsch-Kollegen ernsthaft, dass DU mehr als sie verdienen müsstest, weil Du Chemie unterrichtest? Da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln.
    • Sissymaus schrieb:

      Und: typische Arroganz von Gymnasiallehrern. Klischee voll erfüllt. Ich Oberstufe, Du Grundschule! Ich Boss, Du nix!
      Zeigst Du Dich im Kollegium eigentlich auch so?
      Bitte keine Verallgemeinerungen. Du ärgerst Dich hier zu Recht über die Meinung einer Einzelperson. Es gibt aber auch andere Sichtweisen auf das Thema - siehe mein Beitrag Nr. 7. Grundschule ist nicht "nix", sondern einfach was anderes, für das man nach meiner Auffassung kein universitäres Studium braucht. Bei uns hier läuft das ja sehr gut mit den FMS-Absolventen/-innen.
    • Wollsocken schrieb:

      Ein Grundschullehrer braucht kein vertieftes Fachwissen sondern in erster Linie eine hohe Sozialkompetenz!
      Selten las ich größeren Käse.

      Zur Frage: Das Problem ist die unterschiedlich lange Ausbildung, nicht die Schulform, in der man unterrichtet.
      Die Diskussion führt sonst in die immer gleiche Richtung: "Warum kriegen Sportlehrer eigentlich genausoviel, wie Deutschlehrer, die müssen doch nix korrigieren... etc.pp." Arbeitsbelastung wird nicht verrechnet im Lehrerberuf.
    • Oh, dann praktiziert hier ein ganzes Land schon seit vielen Jahrzehnten sehr erfolgreich totalen Käse. Wofür brauchst Du denn als Grundschullehrer vertieftes Fachwissen? Das erklär mir mal.

      Ach ja ... Sport- und Musiklehrer werden bei uns tatsächlich auch am Gymnasium anders eingruppiert, sprich in eine tiefere Lohngruppe.
    • @Wollsocken:
      Deiner Meinung nach ist kein universitäres Studium nötig. Ich frage mich immer, wie jemand das beurteilen kann, der nicht in diesem Beruf mit diesen Anforderungen steckt. Ich möchte nicht mit dieser Arbeit tauschen, wirklich nicht. Und ich maße mir auch nicht an, darüber zu urteilen, ob sie diesen Abschluss dafür benötigen oder nicht. Nur weil es in der Schweiz so läuft, muss es nicht besser sein. Soweit ich mich erinnere, ist es in anderen Ländern (ich meine es wären die skandinavischen Länder) umgekehrt: Je kleiner die Kinder, desto höher das Gehalt, da der pädagogische Anteil und damit die persönliche Belastung zunimmt. DAS wäre für mich logisch!

      Verallgemeinerung: Leider ist Firelilly nur eine von vielen Gymnasiallehrern, die ständig arrogant auf alle anderen Schulformen herumhacken. Das habe ich oft genug erlebt, so dass ich durchaus von "Klischee erfüllt" sprechen kann. Ich habe auch aktuelle Beispiele an meiner Schule, wo sich Gymnasiallehrer am BK "einnisten" (Mangels Stellen am Gymi!) und dann nichts anderes tun als meckern darüber, dass man mit seiner wertvollen Gymnasialausbildung in einer Berufsvorbereitung unterrichten muss. Bäh! Eklig sowas!


      Und: Danke Zweisam, für den Vergleich mit den Förderschulen. Genau hier kann man sehen, dass pädagogische Arbeit gut bezahlt werden muss!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sissymaus ()

    • Sissymaus schrieb:

      Nur weil es in der Schweiz so läuft, muss es nicht besser sein.
      Es läuft aber nun mal sehr gut und ich darf hier meine Meinung äussern, wie alle anderen auch. Ich sehe keinen Grund für eine universitäre Ausbildung eines Grundschullehrers. Wenn Du das als arrogant empfindest, kann ich Dir auch nicht weiterhelfen. Ich meine es nicht arrogant und finde, dass die Kollegen an den Grundschulen ganz hervorragende Arbeit leisten. Sie tun das aber hier in diesem kleinen Land eben ohne gymnasiale Matura und Hochschulabschluss und das funktioniert.


      Sissymaus schrieb:

      Ich habe auch aktuelle Beispiele an meiner Schule, wo sich Gymnasiallehrer am BK "einnisten" (Mangels Stellen am Gymi!) und dann nichts anderes tun als meckern darüber, dass man mit seiner wertvollen Gymnasialausbildung in einer Berufsvorbereitung unterrichten muss.
      Tja ... von der Sorte kenne ich einfach niemanden.
    • Sissymaus, nochmal: Was ist mit der inhaltlichen Leistung? Wie sollte die gewürdigt werden? Ich kann gerade nicht erkennen, dass du uns gegenüber weniger arrogant bist, sorry. Alleine wenn ich daran denke, was man im Abitur leisten muss, Abiklausuren, mündliche Prüfungen usw.
      Ich hab den Rotstift in mir!
    • Bin enttäuscht, das war - glaub ich - der erste völlig an der Wirklichkeit vorbeigedachte Beitrag von Wollsocken...
      Natürlich brauche ich keine ebenso ausführliche fachliche Ausbildung in Biologie, Chemie, Physik etc. wie "Oberschullehrer", wenn ich Sachunterricht unterrichte. In der Grundschule geht es aber um die Grundlagenvermittlung, damit die dauerfrustrierte Firelilly auch SchülerInnen bekommt, die das von ihr vorgetragene Fachwissen auch verstehen können.
      Können Wollsocken, EffieBriest und Firelilly sich eigentlich vorstellen, wie man Erstklässlern diese Grundlagen beibringt? Gehört dazu kein studierbares Fachwissen - anderer Art? Ach ja! entschuldigt - Pädagogik, Psychologie, Soziologie ist ja nur "Erziehungsarbeit" ... Schon mal im 1./2. Schuljahr hospitiert?
    • Die Rede bzw. Schreibe war von "vertieftem Fachwissen", ich habe nirgendwo behauptet, dass ein Grundschullehrer "überhaupt kein Fachwissen" braucht. Ich unterrichte ja selber Schülerinnen und Schüler an der FMS, die lernen dort doch nicht "nichts"! Im Gegenteil, sie wählen während ihrer Schullaufbahn bereits ein sogenanntes "Berufsfeld", im Falle der angehenden Primarschullehrer heisst das eben "Pädagogik". Dort lernen unsere FMS-SchülerInnen bereits während ihrer schulischen Ausbildung was sie später für den Beruf brauchen.


      primarballerina schrieb:

      der erste völlig an der Wirklichkeit vorbeigedachte Beitrag von Wollsocken
      Ich "denke" nicht, ich beschreibe die hier vorherrschende Wirklichkeit ;)
    • @Wollsocken, du musst dir nur die LPO der Grundschullehrer eines x-beliebigen Bundeslandes ansehen, ich glaube nicht, dass ich das jemand mit Studium erklären muss ;)

      Jetzt, mit "Inklusion" allerorten müsste das Studium eigentlich länger dauern und selbstverständlich genausogut bezahlt werden, wie andere Lehrämter. Oder wie weiter oben angesprochen: reicht eigentlich auch ein Zivi pro Klasse für die Geistigbehindertenschule? Wickeln kann doch schließlich jeder!
    • EffiBriest schrieb:

      Sissymaus, nochmal: Was ist mit der inhaltlichen Leistung?
      Warum sollte die mehr wert sein, als die Pädagogische?
      Ich unterrichte Auszubildende, die sich im 6. Semester eines dualen Studiums Maschinenbau befinden. Das bedeutet, dass ich inhaltlich sehr viel mehr mache, als ein Gymnasiallehrer. Beanspruche ich mehr Geld dafür? Nein! Ich freue mich darüber, dass ich in diesen besonderen Klassen unterrichten darf und ziehe nicht noch diejenigen in ihrer Leistung herunter, die mit dieses "Schülermaterial" geliefert haben.

      Ich jedenfalls habe großen Respekt vor der Arbeit aller, die im Primar- und Elementarbereich tätig sind. Insbesondere unter diesen Anforderungen wie sie herrschen (Inklusion, Flüchtlinge, große Klassen...) Ich maße mir nicht an, dass ein 6-Stunden Tag in einer 1. Klasse weniger anstrengend und anspruchsvoller ist als ein 10 Stunden Tag an meinem BK.

      Ich bin sehr gespannt, wie zB Firelilly mal urteilt, wenn ihre Kinder von unterbezahlten, wenig motivierten Kinderpflegern "verwahrt" werden oder wenn sie von einer Krankenpflegehilfe gepflegt wird, die vor lauter Arbeit und Unterbezahlung sich sicher gut um sie kümmern wird.

      So, und nun könnt ihr mich gern zerfleischen. Ich widme mich jetzt meinem Sohn. Unterschiedliche Ansichten werden sowieso selten zusammenkommen ;)
    • Schantalle schrieb:

      du musst dir nur die LPO der Grundschullehrer eines x-beliebigen Bundeslandes ansehen, ich glaube nicht, dass ich das jemand mit Studium erklären muss
      Ich kann nur wiederholen, dass es hier sehr gut funktioniert, so wie es ist. Wenn Du was anderes meinst, dann meinst Du das eben.