Konferenzen und Team-Sitzungen

    • Offizieller Beitrag

    Ich schrieb es schon. In der GeKo kann jeder "Chef" sein, wenn die Geschäftsordnung, die sich die GeKo sek er geben kann, vorsieht. Zum Beispiel wenn rotierende Moderation oder ein Moderationsteam festgelegt wurde.

  • Danke für die vielen hilfreichen Beiträge!


    Ich habe jetzt eine erste Rohversion für meinen zu schreibenden Text angefertigt, der nächste Schritt wäre dann eine Strukturierung nach den tatsächlichen Schwierigkeiten in der Praxis. Im Grunde geht es bei diesem Schritt darum, rauszufinden, was in der Praxis die häufigsten/größten Energiefresser sind. Ich möchte ja nach Möglichkeit weniger einen globalen Das-alles-gäbs-über-Teamsitzungen-zu-wissen-Text schreiben sondern einen, der bei Anwendung des Gelesenen möglichst fokussiert konstruktive Ergebnisse bringt. Ich versuche mal den bisherigen Thread diesbezüglich zusammenzufassen:


    - unfähige Moderation/ausschweifendes Gelaber/kein Fokus
    - Geistiges Abschalten, in der Zeit Anderes, subjektiv Produktiveres machen (Grund: siehe oben, bzw. gar kein Interesse an den Themen)
    - kein Zeitplan/kein offizielles Ende/viel zu lange (>1h)/niemand hält sich dran/maximale Arbeitszeit überschritten
    - Unpassende Kommunikationsmittel (z.B. Infos vorlesen statt schriftlich zum Lesen geben)
    - Beschlüsse werden nicht eingehalten/keine Handhabe bei Nichteinhaltung (Abhängigkeit von SL, die als einzige Handhabe hat)
    - Beschlüsse/Diskussionen vergangener Sitzungen werden vergessen
    - Kein Gefühl von Abschluss, "ewige" Themen


    Habe ich etwas vergessen?


    Ein Bunterrichter

    • Offizieller Beitrag


    Ich finde die Liste gut. Aus meiner Erfahrung würde ich die grünen Punkte ergänzen.

  • Mangelnde Kenntnisse der jew. Konferenzordnung! Folgen z.B.: Abstimmen von Themen, die nicht beschlussfähig sind, Nichtabstimmen über Themen, die es wären, Beschlussfähigkeit zu Beginn überprüfen, wird gar nicht nicht für notwendig gehalten, Anträge werden nicht eingereicht...

  • Danke für die Ergänzungen!


    Mir ist noch eine Problematik eingefallen, die bisher schwierig zu lösen war da die Schulleiterin sich jeweis quergestellt hat:


    Einige Kollegen fühlen sich zu alt/unfähig, um noch den Umgang mit Emails zu lernen.


    Vielleicht ist das ein österreichisches Problem, aber an drei Schulen war es jetzt ein Problem, dass kein Mailverteiler eingerichtet werden durfte (laut SL) weil nicht alle Kollegen eine Email-Adresse haben oder wollen, was bedeutete dass der Schriftverkehr schon einmal großteils analog verlief (Büchlein im Konferenzzimmer). Da wusste man aber nie, wer jetzt was wirklich gelesen hatte (könnte man über Unterschriften lösen aber ist auch irgendwie nervig). Habt ihr da Erfahrungen dazu bzw. Lösungen?


    Danke,
    Ein Bunterrichter

  • Bei uns läuft auch nix über Mail. Wer nicht da war, zeichnet das Protokoll gegen. Ich vermisse da aber auch nichts- müssen Daten, die Anwesenheitsliste z.B., unbedingt vielfältig durchs Netz geistern?

    • Offizieller Beitrag

    2016 fühlt sich jemand, der noch im Arbeitsprozess ist, "unfähig, mit emails umzugehen"?? Im Ernst? Bei einem 30 Jahre alten Medium? Als Arbeitnehmer einfach weigern, 25-30 Jahre lang, ein minder komplexes, allerorts übliches Arbeitsmittel zur Kenntnis zu nehmen?


    :staun:

    • Offizieller Beitrag

    2016 fühlt sich jemand, der noch im Arbeitsprozess ist, "unfähig, mit emails umzugehen"?? Im Ernst? Bei einem 30 Jahre alten Medium? Als Arbeitnehmer einfach weigern, 25-30 Jahre lang, ein minder komplexes, allerorts übliches Arbeitsmittel zur Kenntnis zu nehmen?


    :staun:

    Immerhin haben wir ja jetzt 2 Lehrer-PCs. Für ca. 40 Kollegen. Welcher Arbeitgeber stellt schon so etwas Modernes zur Verfügung? :pfeifen:

  • Same here. Und das W-Lan funktioniert auch ganz großartig - einmal am Tag von ca. 12 Uhr bis Mittag.
    Aber zur E-Mail-Adresse und zum Abrufen der Mails werden wir verdonnert. Nix mehr Papier.
    Die Dienst-E-Mail-Adresse wird auch ungefragt auf die Schulhomepage gesetzt.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

    • Offizieller Beitrag

    Na, wenn der Arbeitgeber keine Arbeitsmittel zur Verfügung stellt, kann er deren Nutzung natürlich auch nicht einfordern. Das ist logisch. Und wenn er es doch tut, müsste sich mal dringend ein Personalrat qua Dienstvereinbarung um die Modalitäten kümmern.


    Meine entsetzte Reaktion bezog sich auf die generelle Haltung "fühlt sich zu alt oder unfähig email zu nutzen..." - ich gehe davon aus, dass diese Menschen auch privat keine email nutzen. Und sich in Postkutschen fortbewegen und Dinge per Brieftaube schicken würden, wenn es diese Angebote noch gäbe. Unglaublich. Vor allem, weil wir bei den Kids Mediennutzung bewerten können müsen. :/

  • Meine entsetzte Reaktion bezog sich auf die generelle Haltung "fühlt sich zu alt oder unfähig email zu nutzen..." - ich gehe davon aus, dass diese Menschen auch privat keine email nutzen. Und sich in Postkutschen fortbewegen und Dinge per Brieftaube schicken würden, wenn es diese Angebote noch gäbe. Unglaublich. Vor allem, weil wir bei den Kids Mediennutzung bewerten können müsen.

    Es handelt sich meist um Einzelfälle, aber in drei unterschiedlichen Schulen hat die Schulleitung bisher jeweils aus Rücksicht auf diese Einzelfälle wirklich wichtige Kommunikation nicht über Email laufen lassen. In einem Fall gabs zwar nen "manuellen" Verteiler (=einfach alle Adressen als Empfänger reinkopiert) über den allerhand Schmarrn (österreichisch für Sinnloses) verschickt wurde aber relevante Infos gingen über ein Heftchen im Konferenzzimmer.


    An einer Schule weigerte sich die Schulleiterin völlig, irgendwelche Emails zu lesen. Ging dann soweit, dass ich an einem Donnerstag-Abend obwohl ich eigentlich krank war in die Schule radeln durfte um ihr rechtzeitig am morgen darauf ein Konzept zukommen zu lassen dass ich ihr eigentlich per Mail schicken wollte. Hab ihr dann den Ausdruck in ihr Fach gelegt, damit war sie zufrieden (und ich nochmal ein Stück kränker). Hätte per Mail ca. 1 Minute gedauert, so warns eher 45min für mich. Begründung: Für sie dauert es länger, Mails zu lesen als in Papierform - dass es umgekehrt für ihre Mitarbeiter nochmal massiv Mehraufwand bedeuten kann ihr diese Papierform zur Verfügung zu stellen, war ihr dann wiederum egal. Bin froh, dass ich nicht mehr dort bin ;)


    Die Beispiele sind jeweils aus einer Volksschule (Grundschule in D), da ist Mediennutzung nur sehr rudimentär im Lehrplan verankert, und ab einem gewissen Alter sind gerade Volksschullehrer wohl doch noch seeehr veraltet bei uns was technische/soziale Errungenschaften betrifft. Der typische Ablauf einer Lehrerkarriere bei uns läuft wohl so ab, dass man die ersten 5-10 Jahre extrem viel arbeitet um sich eine Basis aufzubauen von der man dann die restlichen 30+ Jahre bis zur Pension zehrt, was auch einer der Gründe ist warum sich (laut Lehrervertretern, mit denen ich darüber gesprochen habe) so wenige Lehrer wirklich für Neues begeistern - es würde erstmal Mehraufwand bedeuten. Wenn nun eine Lehrerin vor 30 Jahren - auch im Kollegium - ohne Mails ausgekommen ist und sich ihre Basis erarbeitet hat, warum nun Energie aufwenden um Neues zu lernen? Ist zwar überhaupt nicht meine Art zu denken (mir würde es selber irgendwann zu langweilig werden immer das selbe zu machen) aber offensichtlich sehr verbreitet unter VolksschullehrerInnen bei uns in Ö.


    Ein Bunterrichter

  • ...
    ich gehe davon aus, dass diese Menschen auch privat keine email nutzen. Und sich in Postkutschen fortbewegen und Dinge per Brieftaube schicken würden, wenn es diese Angebote noch gäbe. Unglaublich. Vor allem, weil wir bei den Kids Mediennutzung bewerten können müsen. :/

    Natürlich gibts Leute, die nicht alles nutzen, was nutzbar ist! Ich kenne auch Menschen unter 60, die aus Prinzip ein fröhliches und informiertes Leben ohne Facebook und whatsapp führen. Wobei, ohne Whatsapp kann es schon passieren, dass manche (soziale) Information bei manchem gar nicht ankommt, was weniger schön ist.


    Ich nutze das Internet z.B. viel zu viel und bewundere diejenigen, die es ganz besonders im 21. Jahrhundert noch (bzw. wieder) schaffen, zu Fuß regionale Produkte einzukaufen.
    Und ich bin froh, dass ich nicht permanent mit nervigen Mails meiner chaotischen Schulleitung bombardiert werde. Wenn die SL mich anruft, dann weiß ich, dass Holland wirklich in Not ist.


    Sehr interessant finde ich nämlich in diesem Zusammenhang: Mit Privatnummern wird wesentlich sorgsamer umgegangen, als mit jeglichem Onlinegedöns. Z.B. erhält man Festnetznummern auch nur von wirklich guten Freunden, mit FB-Anfragen und Handynummern sind die Leute wesentlich freizügiger. Analog ist halt immer noch die sicherste Variante :top:

  • Immerhin haben wir ja jetzt 2 Lehrer-PCs. Für ca. 40 Kollegen. Welcher Arbeitgeber stellt schon so etwas Modernes zur Verfügung? :pfeifen:

    OT:
    LUXUS! Wir haben 2 Rechner für 110 Kollegen. An einem technischen Berufskolleg. :P

    • Offizieller Beitrag

    Meine entsetzte Reaktion bezog sich auf die generelle Haltung "fühlt sich zu alt oder unfähig email zu nutzen..."


    Hatte dich verstanden. Ich finde die Haltung auch nicht so super. Gerade wenn Kolleginnen sagen "Ich gehe doch eh in 2 Jahren in den Vorruhestand." und dann noch 5 Jahre bleiben. Früher wurde Rücksicht genommen, da der Chef es selber nicht packte. Inzwischen wird einfach Dienstamail verlangt.


    OT:LUXUS! Wir haben 2 Rechner für 110 Kollegen. An einem technischen Berufskolleg. :P


    Ja, wenn ihr alle technikbegeistert seid, dann rennt ihr doch eh mit Laptop und Notebook durch die Schule. Wozu Lehrer-PCs? *duck*

  • Hm, da ist der Schnitt bei uns ja richtig super: 4 Rechner und ein Drucker (der abgeschaltet wird, wenn wir zu viel drucken) für ca. 140 Kollegen. Bundesdeutscher Durchschnitt, juhu!

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Wow, dann sind wir ja mit 10 Rechnern, 10 Laptops, und 4 Druckern, die uns zugänglich sind bei 120 Lehrern sehr gut ausgestattet...
    Und jeder hat eine dienstliche Emailadresse, an die alle wichtigen Infos geschickt werden.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

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