Referendariat Hessen Ablauf

  • Hey,


    ich habe mich für den Vorbereitungsdienst in Hessen (Gymnasium) zum 01.05. beworben. Jetzt habe ich gelesen, dass man 3 Monate lang eine Einführung bekommt und dann anschließend noch 2 Hauptsemester und ein Prüfungssemester hat. Da ich im Sommer eine Urlaubsreise geplant habe, wollte ich fragen, ob mir jemand sagen kann, wann ich dann frei hätte. Die Einführungsveranstaltungen wären ja dann im Mai, Juni und Juli und danach sind noch 2 Wochen Sommerferien im August. Könnte ich in diesen 2 Wochen dann Urlaub machen?
    Vielen Dank für eure Hilfe! :)

    • Offizieller Beitrag

    Das es irgendwelche Veranstaltungen in den Ferien gibt, wäre mir neu. Allerdings hat man als Referendar in den Ferien sowieso genug zu tun, da wäre ich mit Reiseplanungen sehr vorsichtig.

  • Also, Veranstaltung in den Sommerferien kommt mir auch komisch vor. Du musst überlegen: Diejenigen, die im 1. Halbjahr anfangen könnten diese Veranstaltungen gar nicht machen, weil das bei denen in den regulären Betrieb des 2. Halbjahres reinfallen würde. Wenn sich da nicht irgendwas komisches geändert hat... (ich unterhalte mich mit unseren Refis jetzt allerdings auch nicht über so was)
    Was in der letzten Woche sein kann, sind Konferenzen an deiner Ausbildungsschule, das würde sich auf jeden Fall beißen. Aber das kann keiner vorher sagen, die letzte Woche sollte also auf jeden Fall freigehalten werden.


    Ansonsten sehe ich es nicht ganz so eng wie Trantor, das ist dann eine Frage des Typs. Ich bin auch in den letzten Sommerferien des Refs weggefahren (10 Tage, direkt am Anfang), obwohl ich meine Examensarbeit hatte. Allerdings hatte ich da die Erholung auch bitter nötig und das Ganze auch sehr genau durchkalkuliert, sowie Vorarbeit bereits geleistet.

    Quiet brain, or I'll stab you with a Q-Tip!

  • Danke für eure Antworten.
    Vielleicht könnte mir jemand, der den Vorbereitungsdienst in Hessen zum Mai angefangen hat, sagen, wie es bei ihm war?

  • Hallo,
    Ich habe im Mai 2015 in Hessen angefangen, bin also gerade fertig mit dem Ref.
    Du hast von Mai bis zu den Sommerferien Einführungsveranstaltungen und Hospitationen an der Ausbildungsschule. Erst im neuen Schuljahr geht es dann "richtig" los mit eigenverantwortlichem Unterricht. Die letzte Ferienwoche würde ich mir für eventuelle Konferenzen frei halten. Vorbereiten in meinen ersten Ferien wollte ich viel - ging aber faktisch nicht, da ich nicht wusste, welche Klassen ich bekomme.
    Du wirst bis zum Beginn des neuen Schuljahres vermutlich die beste Zeit des Ref haben - genieße sie, fahr in den Urlaub.
    :)

    • Offizieller Beitrag

    Vorbereiten in meinen ersten Ferien wollte ich viel - ging aber faktisch nicht, da ich nicht wusste, welche Klassen ich bekomme.

    Das kommt aber auf die Schule an, bei uns kennen die Referendare als erste ihren Einsatz, in Grundzügen schon einige Wochen vor den Sommerferien.

  • Das stimmt.
    Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand für die Vorbereitung der ersten UEs die sechs Wochen im Sommer auch nur ansatzweise benötigen wird.
    Selbst wenn ich meine Klassen damals also gewusst hätte - ich hätte diese UEs nicht planen können. Mir war und ist es wichtig, den Unterricht auf meine Lerngruppen abzustimmen. Allzu ausuferndes Planen halte ich daher für wenig zielführend - mein erster und wichtigster Schritt ist es immer, die Lerngruppe und deren Bedingungen kennenzulernen. Darauf stimme ich dann meine Unterrichtsplanung ab.

  • Hallo!


    Da es bereits diesen Thread gibt, würde ich gerne ein paar Grundsatzfragen stellen, um eine genauere Vorstellung insbesondere des Studienseminars zu erhalten:
    1. Erhält man bereits vor Beginn des Referendariats die Zusage zur jeweiligen Ausbildungsschule oder erst mit Beginn dessen?
    2. Wenn ich den Ausbildungsverlauf richtig verstanden habe, wird man in 2 Unterrichtsfächern (bzw. deren Didaktiken) ausgebildet. In Hessen studiert man ja drei Fächer; darf man sich selbst auf zwei Fächer spezialisieren oder wird das für einen entschieden? Innerhalb der Bewerbungsunterlagen musste man alle Fächer angeben und konnte keines in irgendeiner Form hervorheben.
    3. Gemäß Ausbildungsverlauf gibt es acht bewertete Module und 15 weitere Module. Verläuft ein Modul ähnlich wie ein Uni-Seminar? Wie werden Module üblicherweise abgeschlossen - Hausarbeit, Klausur, etwas anderes?
    4. Ist die pädagogische Facharbeit vergleichbar mit der Abschlussarbeit im Studium vom Anforderungsgrad her?
    5. Welche Teilprüfungen werden im Rahmen der 2. Staatsprüfung zusammengefasst?


    Ich weiß, viele Fragen, und sicher wird mir vieles zu Beginn des Referendariats noch einmal erklärt werden, aber es wäre gut, eine erste Vorstellung von dem Ablauf des Referendariats zu haben ( - auch, um die Fragen von Familie und Bekannten zu beantworten, was man denn genau im Referendariat so macht ;) ).


    Mit freundlichen Grüßen

  • Das würde mich auch interessieren. Besonders da ich demnächst mit dem Ref anfange und nicht weiß, ob ich die Sachen aus der Uni behalten soll oder nicht. Kann man etwas davon für die Module gebrauchen?

  • Meine Erfahrungen beziehen sich auf GHRF in Hessen, wobei es da möglicherweis auch Unterschiede in den verschiedenen Seminaren gibt:

    1. Erhält man bereits vor Beginn des Referendariats die Zusage zur jeweiligen Ausbildungsschule oder erst mit Beginn dessen?

    Dir wird vorher die Ausbildungsschule mitgeteilt. Das ist auch sinnvoll, da je nach Region Ausbildungsschule und Seminarstandort weit voneinander weg liegen können. Fahrtkosten können übrigens nur zum Seminar, nicht zur Schule abgerechnet werden.

    2. Wenn ich den Ausbildungsverlauf richtig verstanden habe, wird man in 2 Unterrichtsfächern (bzw. deren Didaktiken) ausgebildet. In Hessen studiert man ja drei Fächer; darf man sich selbst auf zwei Fächer spezialisieren oder wird das für einen entschieden? Innerhalb der Bewerbungsunterlagen musste man alle Fächer angeben und konnte keines in irgendeiner Form hervorheben.

    Du machst dein Ref im Drittfach und in Mathe oder Deutsch. Die Entscheidung soll mit der Schule abgestimmt werden, doch eigentlich bist du frei in deiner Entscheidung.

    3. Gemäß Ausbildungsverlauf gibt es acht bewertete Module und 15 weitere Module. Verläuft ein Modul ähnlich wie ein Uni-Seminar? Wie werden Module üblicherweise abgeschlossen - Hausarbeit, Klausur, etwas anderes?

    Es gibt Module und Ausbildungsveranstaltungen. Für die Bewertung der Module zählen die Vorbereitung, Durchführung und Reflexion der UBs. Uns wurde mitgeteilt, dass die Mitarbeit im Seminar die Note nur um 1 nach oben oder unten verändern kann. Ausbildungsveranstaltungen werden nicht bewertet. Teilweise bekommst du in den Modulen oder Ausbildungsveranstaltungen Aufgaben, die du erledigen musst, um am Ende den Schein zu bekommen. Das sind aber keine Hausarbeiten oder Klausuren, sondern z.B. Vorträge/Präsentationen, Arbeitspläne u.Ä. sowie ein Projekt in der Schule.

    4. Ist die pädagogische Facharbeit vergleichbar mit der Abschlussarbeit im Studium vom Anforderungsgrad her?

    Jein. Der Zeitaufwand ist ähnlich. Anders als die 1. Examensarbeit soll die pädagogische Facharbeit mehr praktisch ausgerichtet sein. Du wählst also beispielsweise eine Fragestellung aus. Anschließend machst du eine Unterrichtseinheit, in deren Verlauf du Daten mittels Beobachtungen, Interviews, Schülerdokumenten u.Ä. sammelst um deine Fragestellung zu beantworten. In Vorbereitung, Durchführung und Auswertung ziehst du Literatur heran.

  • Die Einführungsveranstaltungen wären ja dann im Mai, Juni und Juli und danach sind noch 2 Wochen Sommerferien im August. Könnte ich in diesen 2 Wochen dann Urlaub machen?

    Im August beginnt dann das Hauptsemester.


    In der Regel hast du keine Veranstaltungen in den Ferien.
    Wie bereits erwähnt wurde, finden in der letzen Woche oft Konferenzen statt.
    Dennoch würde ich im Seminar nachfragen, bevor du deinen Urlaub planst.


    Wenn du deine Klassen bereits vorher kennst, kannst du die Sommerferien auch nutzen um Arbeitspläne zuerstellen und Unterricht vorzubereiten.
    Dennoch empfand ich die allerersten Sommerferien als die entspannteste Zeit während des Refs.

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