Ideen UB Denken/Kreativität oder Lernstrategien

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    • Ideen UB Denken/Kreativität oder Lernstrategien

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      Hallo,

      ich sitze derzeit an der Ideenfindung für meinen nächsten UB im FS ESE und bin derzeit etwas einfallslos.
      Ich möchte den Besuch gerne im Bereich Denken/Kreativität (z.B. Handlungsplanung, kreativ-problemlösendes Denken, Kategorisierung...) oder Lernstrategien (z.B. Frustrationstoleranz, Elaborationsstrategien, Mnemotechniken, Selbstkontroll-/Selbstregulationsstrateigen, Hilfenutzungsstrategien...) machen. Gerne möchte ich auch ein anderes Fach zeigen als in den vorherigen Besuchen und hätte Lust auf Mathe, Kunst oder Englisch.
      Der Besuch findet statt in einer Klasse 2/3 ESE und viele LE Schüler, die Klasse ist eher schwach.
      Erste Überlegungen waren:
      Mathe: Problemorientiertes Rechnen mit Rätselaufgaben, die von den Schülern gelöst werden müssen (FZ Kreativ-problemlösendes Denken)
      Mathe: Zahlenmauern durch Ergänzen lösen --> FZ vielleicht Selbstkontrolle?
      Kunst: FZ Handlungsplanung. SuS sollen nach einem Plan arbeiten, ich habe da allerdings auch keine Idee, was sie erstellen müssen und wie man da eine ganze Reihe zu macht.
      Sachunterricht: Thema Erste Hilfe, FZ Handlungsplanung: z.B. Wie lege ich einen Verband an, wie setze ich einen Notruf ab (Wobei das auch schon wieder keine wirkliche Handlungsplanung ist.
      Man sieht also, ich bin noch nicht wirklich weit gekommen und würde mich freuen, falls jemand von euch irgendeine Idee hat. Ich freue mich über jegliche Inspiration.

      viele Grüße
      Jenny
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      Ich würde andersrum rangehen. Zuerst das Lehrplanziel: z.B. Die Schüler erproben Hochdruckverfahren. Dann überlegst du, was ihr machen wollt, vielleicht Moosgummistempel herstellen und am Ende Muttertagskarten drucken. Dann erst kommt die Frage nach dem wie. In diesem Fall also ggf. eine bebilderte, durchnummerierte Anleitung, wie man erst eine Skizze fertigt, ein Muster ausschneidet, aufklebt, einpinselt... und vorher Demonstration, dass das Ergebnis spiegelverkehrt ist und nur farbig ist, was stehen gelassen wurde. Die nummerierte Vorgehensweise wäre die Hilfe zur Handlungsplanung.

      In Mathe vielleicht Lösen von Rechengeschichten im ZR bis 20. Strategie: Unterstreichen der Wörter, die Addition erfordern oder sowas, weiß jetzt nicht, wo ihr inhaltlich unterwegs seid. Also erst das Lernziel, dann die Überlegung, wie die Kinder da hinkommen. Die Strategie (wie) ergibt sich erst daraus, was du vermitteln willst.
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      Danke!
      Das mit der Rechengeschichte finde ich super, allerdings habe ich einige Schüler in meiner Klasse, die nicht bzw. kaum lesen können. Da ich insbesondere den von dir angesprochene Prozess des Markierens als Problemlösekompetenz ansehe (bekannte Strategien - in dem Fall das Rechenverfahren Addition - anwenden), wäre das ja schade, wenn das wegfällt. Vielleicht kann ich die Rechengeschichte als Soundfile auf Mp3 Playern anbieten und die Schüler notieren sich daraus die relevanten Informationen? Oder eine Bildergeschichte?

      Die Moosgummistempel finde ich aber auch super. Wenn du dazu eine Reihe machen würdest, würdest du dann in der Reihe verschiedene Verfahren erarbeiten? Ich habe grade mal ein bisschen gegoogelt und mir Druckmöglichkeiten angeschaut und bin mir nicht sicher, ob es da sinnig ist, jedes Mal einen Handlungsplan zu erstellen.
      Die Idee mit den Muttertagskarten finde ich super, da gäbe es ja direkt auch noch einen Gebrauchswert für die Schüler, das finden die Fachleiter doch immer toll.

      In dem Beispiel, dass ich habe, wurde der Handlungsplan immer mehr erweitert. Angefangen damit, erstmal das Material zu organisieren, einen einfachen Handlungsplan abzuarbeiten, bei Schwierigkeiten Hilfe durch Lehrkraft einzufordern und die abgearbeiteten Schritte zu dokumentieren. Diese schrittweise Erweiterung des Förderziels möchte meine Fachleiterin immer gerne sehen, aber ich möchte es ja dann ungern genau so machen wie in dem Beispiel. Wenn man das aber einmal hat, es ist schwierig, sich davon zu lösen....
      Eine Idee von mir wäre es noch, den Handlungsplan zunächst in eine richtige Reihenfolge zu bringen. Mhmm...

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      Hallo, die Beispiele waren x-beliebige, ich kenne deinen Lehrplan nicht. Was ich meinte, ist, dass die Strategien sich aus dem Inhalt ergeben. Bei Kunst/ Werken ist es sehr wichtig, einen knappen, konkreten Plan zu haben, an dem sich die Kinder orientieren können. Sonst rennst du von einem zum andern und hast nur frustrierte Kinder, die Käse machen.
      Also wenn das zweite Klasse Lernförderschule ist, dann ist das wahrscheinlich schon zu schwer, was ich oben erwähnt habe. Mit L-Drittklässlern habe ich aber mal ein Moosgummialphabet erstellt, so eine kleine Druckerei aus Holzwürfeln, Buchstabenvorlagen dann z.T. mit Nagelschere ausschneiden und draufkleben. War schon ein ziemliches Gefriemel, aber am Ende hatten wir doch 26 erkennbare Buchstaben.

      Was steht in eurem Kunst- oder Mathelehrplan denn als nächstes an? Vielleicht bietet sich so eine Art Projekt an? Stichwort mathematisches Modellieren, Fermi-Aufgaben oder sowas. Allerdings ist das vielleicht schwer in einer Vorführstunde umzusetzen, weil man nicht weiß, was von den Schülern kommt. Das könnte man aber im Grundschulunterforum mal ansprechen, wenn du eine passende Idee hast, vielleicht hat sich schon mal jemand getraut, offene Sachaufgaben zu thematisieren oder kennt gute Bildrechengeschichten.
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      Also die Lehrpläne werden ziemlich oft außer Acht gelassen, bzw. ich als Referendar habe da sowieso ziemlich freie Hand, was ich mache.
      In Mathe arbeiten die SuS in der Regel an ihren individuellen Aufgaben, aufgelockert durch ein paar Rechenspiele für alle. Das alle etwas zusammen machen, gibt es eigentlich nie, obwohl man da ja eigentlich gut differenzieren kann. Im schulinternen Lehrplan steht z.B.

      • Sachaufgabenals Rechengeschichte oder Bildsachaufgaben stellen, bearbeiten und lösen,aufgabenbezogene Bearbeitungshilfen kennen lernen und Ergebnisse auf ihreProblemangemessenheit prüfen
      was ja gut passen würde. Gemacht wurde das meines Wissens in der Klasse noch gar nicht.

      Fermi Aufgaben und Mathematisches Modellieren schaue ich mir mal an, ich habe leider gar keine Ahnung von Mathe, weshalb ich mich da erstmal einlesen muss.

      Das mit den Stempeln kann ich mir für meine aber ganz gut vorstellen in Kunst. Man kann ja auch Vorlagen anbieten, die die Schüler, dann aufs Moosgummi übertragen können. Wie gesagt, dass finde ich grade durch den Anlass Karten für den Muttertag zu gestalten eine sehr schöne Stunde.

      Danke für deine Mühen, sehr lieb, dass du dir so viele Gedanken machst!
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