VERA-Deutsch: Erhalten Legastheniker mehr Zeit?

  • Wie der Titel sagt:
    Die Frage taucht auf, ob Legastheniker bei VERA einen Nachteilsausgleich (längere Bearbeitungszeit, Vorlesen des Lesetextes) erhalten, oder ob hier der "De-facto-Status-Quo" erfasst wird.
    Kennt jemand dazu verlässliche Quellen?


    Wie immer in derartigen Fällen - Eltern fordern dies ein. Mit Recht?

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll


  • In der Lernstandserhebung VERA wird eine förmlich festgestellte Lese-Rechtschreib-Schwäche nicht berücksichtigt.
    Die Lernstandserhebung sollen abbilden, ob und in welchem Ausmaß bestimmte Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern tatsächlich erreicht werden. Die Ergebnisse bieten den Lehrkräften diagnostische Informationen für Maßnahmen zur gezielten individuellen Förderung der Schüler/innen und zur Unterrichtsgestaltung. VERA wird daher nicht benotet. Schülerinnen oder Schüler, bei denen eine Lese-Rechtschreib-Schwäche förmlich festgestellt wurde, nehmen folgerichtig teil, ohne dass Ausgleichsmaßnahmen wirksam werden. Sie erhalten wie alle anderen eine individuelle Rückmeldung zu ihrem Testergebnis.

  • ...Wie immer in derartigen Fällen - Eltern fordern dies ein. Mit Recht?


    Wenn deren Kinder an einem IQ-Test teilnehmen, bekommen sie dann auch ein bisschen mehr Zeit, wenn sie etwas langsamer denken?


    Der Sinn solcher Vergleichstests ist doch der Vergleich :gruebel:

    • Offizieller Beitrag

    Bei uns stand im Anleitungsheft, dass sie mehr Zeit erhalten könnten. Das hätte jedoch keinem meiner LRS-Schüler etwas genützt.

    SCHOKOEIS!


    Ich lese und schreibe nach dem Paretoprinzip.

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