Lehramt Gymnasium oder Realschule?

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    • Lehramt Gymnasium oder Realschule?

      Hallo! :)

      Ich bin Abiturient und habe vor, ein Lehramtsstudium in Deutsch und Geschichte mit Drittfach Sozialkunde aufzunehmen. Ich schwanke jedoch seit langem zwischen den Schulformen Gymnasium und Realschule. Ich war selbst von der 5.-10. Klasse in einer Realschule und bin dann, nach dem Realschulabschluss, in die Oberstufe eines Gymnasiums gewechselt. Ich habe auch bereits ein kurzes Praktikum in einer Gesamtschule (Haupt/Real) absolviert, was mir sehr gefallen hat.

      Dennoch fällt mir die Entscheidung schwer: einerseits gefiel mir das Klima an der Realschule sehr gut und der soziale/pädagogische Aspekt stand dort mehr im Vordergrund. Jedoch fehlt auch bei der Realschule die Oberstufe, in der man mit den SuS ernsthaftere Diskussionen führen kann. Der Unterricht bleibt in der Realschule ja relativ oberflächlich.
      Von den Einstellungschancen her wäre das Realschullehramt aber wieder besser, da das Gymnasiallehramt ja total überlaufen sein soll, gerade in meinen angestrebten Fächern. Ich weiß nicht was ich machen soll...

      Danke für jede Nachricht und Rückmeldung :)
    • Von der Fächerkombination würde ich dir dringend abraten, da Deutsch, Geschichte und Sozialkunde im Kontext Lehrerbedarf aufgrund der hohen Studentenzahlen in diesen Fächern eher Ladenhüter sind. Suche dir eines dieser Fächer aus und kombiniere es mit einem Mangelfach!

      Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass der Unterricht an der Realschule "realativ oberflächlich" ist, das hängt stark vom Einzugsgebiet und sicher auch deinen Anforderungen an Untericht ab. Aber natürlich: Systembedingt besteht am Gymnasium immer ein höheres Niveau als an der Realschule. Wenn du jedoch grundsätzlich an der Realschule positive Erfahrungen gemacht hast, könnte das die richtige Wahl für dich sein, und du hast es ja schon angedeutet, die Einstellungschancen sind an der Realschule besser als am Gymnasium.
    • a) kombi ist keine sichere kombi, aber wenn du (sehr) gut und v.a. mobil bist, bekommst du auch damit eine planstelle. wird schon. außerdem kann man nicht nur in schulen arbeiten. geistes- udn sozialwissenschafler kommen überall unter (von personal training über bmw bis informatik, praktika vorausgesetzt). muss man halt frühzeitig drauf hinarbeiten und sich nicht auf den weg "schuleschuleschule" fixieren.

      b) rs oder gym: gym ist eher was, wenn du fachwissenschaftlich in die tiefe willst. fang doch erstmal mit dem studium an, du siehst dann schon, was dir eher gefällt. wechseln kannst du vermutlich eine weile problemlos. lass dich doch mal diesbezüglich von der studienberatung der uni deiner wahl informieren. oft gibt es auch eine extra-lehramts-studienberatung, die können dir kompetent und v.a. zugeschnitten auf die bedingungen vor ort weiterhelfen.

      c) überlaufen oder nicht - ländersache. in bayern ist die kombi für rs und gym völlig überlaufen. jetzt zumindest. was in sechs oder vielmehr acht jahren ist, wenn du mit dem ref fertig wärst, wenn du dich beeilen würdest, das weiß´die glaskugel. gib nicht zuviel auf prognosen, mach was du gut kannst und dir freude bereitet.
    • Ich habe keinerlei Realschulerfahrung, daher kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen. Eines würde ich aber doch zu bedenken geben: Zumindest in NRW ist die Realschule meiner Erfahrung nach eine aussterbende Schulart. In meiner und den Nachbarstädten wurden in den letzten Jahren einige Realschulen geschlossen bzw. in Sekundarschulen umgewandelt. Eventuell ist das aber auch eine regionale Entwicklung :weissnicht: . Daher würde ich dir dazu raten, dich mal zu informieren, ob es einen generellen entsprechenden Trend gibt. Nicht dass du ein Lehramt studierst, für das es wenn du fertig bist keine Schulen mehr gibt... Eine Angabe des in Frage kommenden Bundeslandes wäre hier natürlich (wie immer) hilfreich um dich besser beraten zu können.
    • Lehramtsstudent schrieb:

      Aber natürlich: Systembedingt besteht am Gymnasium immer ein höheres Niveau als an der Realschule. Wenn du jedoch grundsätzlich an der Realschule positive Erfahrungen gemacht hast, könnte das die richtige Wahl für dich sein, und du hast es ja schon angedeutet, die Einstellungschancen sind an der Realschule besser als am Gymnasium.
      aber natürlich: wenn die sonne scheint, dann regnet es gerade nicht. wenn du doch grundsätzlich positive erfahrungen mit regen gemacht hast, dann könnte regen für dich das richtige sein, und du hast es ja schon angedeutet, es regnet eher, als dass die sonne scheint.
    • Lehramtsstudent schrieb:

      Von der Fächerkombination würde ich dir dringend abraten, da Deutsch, Geschichte und Sozialkunde im Kontext Lehrerbedarf aufgrund der hohen Studentenzahlen in diesen Fächern eher Ladenhüter sind. Suche dir eines dieser Fächer aus und kombiniere es mit einem Mangelfach!

      Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass der Unterricht an der Realschule "realativ oberflächlich" ist, das hängt stark vom Einzugsgebiet und sicher auch deinen Anforderungen an Untericht ab. Aber natürlich: Systembedingt besteht am Gymnasium immer ein höheres Niveau als an der Realschule. Wenn du jedoch grundsätzlich an der Realschule positive Erfahrungen gemacht hast, könnte das die richtige Wahl für dich sein, und du hast es ja schon angedeutet, die Einstellungschancen sind an der Realschule besser als am Gymnasium.
      Der TE ist Abiturient. Wie soll man wissen, was in sechs, sieben Jahren Mangelfach ist? Ich habe angefangen zu studieren, da war Mathe noch Mangelfach. Heute unterrichte ich fast nur noch Englisch... Zu viele Mathematiker. Mit Deutsch und Geschichte wiederum würden sie sich hier um dich reißen mit den vielen VABO-Klassen...

      Trotzdem finde ich diese Kombi gewagt. Alle drei Fächer sind sehr vorbereitungs- und korrekturintensiv. Aber wenn nur diese drei Fächer infrage kommen, mach es!

      Ob der Unterricht an der Realschule relativ oberflächlich ist... Ich weiß nicht ob man das so bezeichnen kann. Die fachlichen Anforderungen sind sicher niedriger als in der Oberstufe eines Gymnasiums. Aber am Gymnasium gibt es ja auch Unter- und Mittelstufe. Würdest du denn gerne Oberstufe unterrichten?

      Zu den Einstellungschance: Auch das kann man sechs, sieben Jahre vorher unmöglich beurteilen. In dieser Zeit kann sich soviel ändern. Bei uns geht der Trend allerdings immer mehr zur Gemeinschaftsschule, d.h. evtl wird es die Realschule an sich gar nicht mehr lange geben?
    • @Kecks: Nach irgendwas muss man ja gehen, vor der Studienwahl macht man ja immer höchstens eine begrenzte Anzahl an Praktika. Das ist noch besser als reines Hörensagen. Im schlechtesten Fall empfindet man die Arbeit an der Einsatzschule als deutlich negativer als die an der Praktikumsschule - das lässt sich jedoch nicht vermeiden.

      @Mrs. Pace: Natürlich gibt es Schwankungen im Lehrerbedarf, es gibt aber schon ein paar Tendenzen, die eigentlich fast immer passen. Ich will engagierten und fachlich versierten Deutschlehrern nicht zu nahe treten, aber in dem Fach passiert es häufiger, dass man sich für Deutsch als kleineres Übel entscheidet als z.B. bei Physik. Physik wählen die Meisten nur, wenn sie sagen "Ja, das ist genau mein Ding!", da es genug Abiturienten gibt, die froh sind, Physik in der Oberstufe abwählen zu können. Dann kommt noch der hohe Anspruch des Studiums dazu - wenn man das Deutschstudium larifari macht, hat man zwar nicht die besten Noten, man schafft es aber auch so irgendwie. Beim Physikstudium sieht das anders aus. Aus dem Grund kann es z.B. im Fach Physik nie einen ernsthaften Überschuss an Lehrern geben. Bei dem Mathebeispiel kann das so an einzelnen Schulen sein, an den meisten werden jedoch Mathelehrer mit Handkuss angenommen - dafür sorgen allein die hohen Durchfallquoten im Studium.
      Grundschule und Gymnasium sind die beliebtesten Schulformen bei Lehramtsstudenten aufgrund der eigenen Schulerfahrung und des positiven Images dieser Schulformen in der Gesellschaft. Daher dürfte es selten dazu kommen, dass an anderen Schulformen ein großer Lehrerüberschuss besteht.

      Ob es die Realschule in ein paar Jahren noch geben wird, ist eine polemische Frage, da, solange es ein gegliedertes Schulform gibt, auch entsprechende Lehrer für entsprechende Schulformen gebraucht werden. Ob man das Kind Hans, Franz oder Gemeinschaftsschule nennt, spielt dabei keine Rolle - vorausgesetzt, es gibt kein explizites Gemeinschaftsschullehramtsstudium, und nur dieses qualifiziert für die Lehrtätigkeit an Gemeinschaftsschulen. Ich gehe davon aus, dass Realschullehrer so oder so in der Sek I arbeiten dürfen, egal ob man die Schule Gesamtschule, Gemeinschaftsschule oder Werkrealschule nennt.
    • Lieber @DerNeue,

      ich weiß, was du meinst mit dem angenehmen "Realschul"-Klima. Ich habe bereits Erfahrungen mit einer Gemeinschaftsschule (+Oberstufe), einem G8-Gymnasium und einer Grundschule sammeln können. Die Gemeinschaftsschule war mein erster Kontakt mit dem Schuldienst, war sehr gut organisiert und das Kollegium sehr offen und freundlich. Pädagogisch/sozial ging es da viel um die individuellen Schüler und die optimale Förderung, das fand ich großartig.
      Am Gymnasium war ich ein wahrhaftiger Einzelkämpfer, da hat jeder sein Ding gemacht. In Bezug auf die einzelnen Schüler war es deutlich anders, liegt auch an der großen Zahl an Fachlehrern pro Klasse.
      Ich muss sagen, dass das Kollegium an der Grundschule mir am allermeisten zugesagt hat von der Zusammenarbeit und Unterstützung untereinander her. Das liegt aber auch in der Natur der Sache, da man viel mehr in Teams unterrichtet und daher viele Möglichkeiten hat, sich auszutauschen und voneinander zu profitieren.

      Warum probierst du es nicht an einer Gemeinschaftsschule mit gym. Oberstufe? Da hast du alles mit drin: Grundsätzlich G9 (jedenfalls in S-H), dadurch ein entspanntes Klima, da Zeit für pädagogische Maßnahmen bleibt und die Möglichkeit in der Oberstufe zu unterrichten. ;)

      Viel Spaß jedenfalls beim Studium und beim Unterrichten =)
    • @Lehramtsstudent: Solange es keinen Schulfrieden gibt, wird es immer wieder Umschwünge geben, was Schularten und die entsprechenden Lehrerzahlen angeht.
      Es bestimmt leider das Ministerium und nicht der Bedarf, wie viele Lehrerstellen vergeben werden pro Schuljahr.

      Als die Haupt- bzw. Realschulen beispielsweise in S-H abgeschafft worden sind, gab es einen eklatanten Überschuss an Haupt- und Realschullehrern, die erstmal an anderen Schulformen anderweitig vertretungsweise eingestellt worden sind. Nun haben wir kaum Lehrer für die SekI und Primarstufe, können uns aber mit SekII-Lehrkräften totschmeißen. Daher bin ich auch z.Zt. an einer Grundschule, obwohl ich SekII studiert habe.

      Arbeitslos sind Lehrer, wenn sie jedenfalls etwas flexibel und mobil sind, eigentlich selten. (Vielleicht über die Ferien, aber hey :D *ironyoff*)
    • Lehramtsstudent schrieb:

      @Kecks: Nach irgendwas muss man ja gehen, vor der Studienwahl macht man ja immer höchstens eine begrenzte Anzahl an Praktika. Das ist noch besser als reines Hörensagen. Im schlechtesten Fall empfindet man die Arbeit an der Einsatzschule als deutlich negativer als die an der Praktikumsschule - das lässt sich jedoch nicht vermeiden.

      @Mrs. Pace: Natürlich gibt es Schwankungen im Lehrerbedarf, es gibt aber schon ein paar Tendenzen, die eigentlich fast immer passen. Ich will engagierten und fachlich versierten Deutschlehrern nicht zu nahe treten, aber in dem Fach passiert es häufiger, dass man sich für Deutsch als kleineres Übel entscheidet als z.B. bei Physik. Physik wählen die Meisten nur, wenn sie sagen "Ja, das ist genau mein Ding!", da es genug Abiturienten gibt, die froh sind, Physik in der Oberstufe abwählen zu können. Dann kommt noch der hohe Anspruch des Studiums dazu - wenn man das Deutschstudium larifari macht, hat man zwar nicht die besten Noten, man schafft es aber auch so irgendwie. Beim Physikstudium sieht das anders aus. Aus dem Grund kann es z.B. im Fach Physik nie einen ernsthaften Überschuss an Lehrern geben. Bei dem Mathebeispiel kann das so an einzelnen Schulen sein, an den meisten werden jedoch Mathelehrer mit Handkuss angenommen - dafür sorgen allein die hohen Durchfallquoten im Studium.
      Grundschule und Gymnasium sind die beliebtesten Schulformen bei Lehramtsstudenten aufgrund der eigenen Schulerfahrung und des positiven Images dieser Schulformen in der Gesellschaft. Daher dürfte es selten dazu kommen, dass an anderen Schulformen ein großer Lehrerüberschuss besteht.

      Ob es die Realschule in ein paar Jahren noch geben wird, ist eine polemische Frage, da, solange es ein gegliedertes Schulform gibt, auch entsprechende Lehrer für entsprechende Schulformen gebraucht werden. Ob man das Kind Hans, Franz oder Gemeinschaftsschule nennt, spielt dabei keine Rolle - vorausgesetzt, es gibt kein explizites Gemeinschaftsschullehramtsstudium, und nur dieses qualifiziert für die Lehrtätigkeit an Gemeinschaftsschulen. Ich gehe davon aus, dass Realschullehrer so oder so in der Sek I arbeiten dürfen, egal ob man die Schule Gesamtschule, Gemeinschaftsschule oder Werkrealschule nennt.
      Na Gott sei Dank erklärt uns erfahrenen Kollegen endlich mal ein Lehramtsstudent die Welt! Darf ich mal fragen, woher du dein Wissen beziehst?

      :musik: "Und das ist alles nur in meinem Kopf." :musik:

      Im ganzen RP-Bezirk war bei uns dieses Jahr nur eine einzige Mathestelle ausgeschrieben... Mit Handkuss werden die Mathematiker also genommem derzeit?

      Und nur weil du Deutsch als "kleineres Übel" dazugenommen hast und es "larifari" studierst, heißt das nicht, dass das auf den Großteil der Deutschlehrer zutrifft.

      Ob es Realschulen in der Zukunft noch geben wird, ist keine polemische Frage... Es zeichnet sich bereits deutlich ab, dass sie auf dem absteigenden Ast ist. Auch bei uns an den BBS bricht die Mittelstufe immer mehr weg. Erst waren es die Werkrealschulen (also 9+1), die uns die Schüler abgriffen. Nun sind es die Gemeinschaftsschulen.

      Weiterhin ist der politische Wille ganz klar, mehr Schüler zum Abitur zu führen. Ob des dreigliedrige Schulsystem noch lange bestehen wird? Ich hab da so meine Zweifel...
    • Tatsächlich habe ich ganz am Anfang Deutsch nur gewählt, weil es Pflichtfach war. Inzwischen finde ich das Fach auch ganz gut, auch wenn ich im Zweifel eher Mathe vorziehen würde. Aber glaube mir, in meinem anderen Forum haben wir sehr oft Anfragen bzgl. einem Interesse am Studium Deutsch/Geschichte für das Gymnasium - Mathematik/Physik ist nur selten dabei ;) . In den Lehrerbedarfsprognosen der einzelnen Länder kommen gewisse Fächer öfter vor als andere: Deutsch habe ich bisher noch in keinen Prognosen gelesen.

      Was willst du mit den Schülern machen, die kein Gymnasialpotential zu besitzen und auch gar nicht ans Gymnasium wollen (auch weil bekannt ist, dass der Anspruch am Gymnasium hoch ist und manch ein Schüler andere Prioritäten als Tag und Nacht zu lernen setzt)? Sollen die an die Förderschule oder was? Es muss ja auch Schulen für die Schüler geben, die kognitiv nicht Höchstleistungen vollbringen können.
    • @Lehramtsstudent: Und da sind wir schon am Punkt X. Der Staat möchte möglichst viele Menschen zu möglichst leistungsfähigen, sehr gut gebildeten und ausgebildeten Gesellschaftsmitgliedern mit hoher Arbeits- und Kaufkraft heranziehen. Da sind Kinder mit kognitiven Dissonanzen nicht erwünscht.
      Ob das menschlich in Ordnung ist, ist eine andere Frage, die ich hier nicht beantworten kann, ohne mich über die Realitätsscheue der jeweilig Verantwortlichen zu ärgern.

      Das Mantra lautet an dieser Stelle: "Es ist politisch so gewollt."

      Der Rest ist, was du draus machst.
    • kecks schrieb:

      Lehramtsstudent schrieb:

      Aber natürlich: Systembedingt besteht am Gymnasium immer ein höheres Niveau als an der Realschule. Wenn du jedoch grundsätzlich an der Realschule positive Erfahrungen gemacht hast, könnte das die richtige Wahl für dich sein, und du hast es ja schon angedeutet, die Einstellungschancen sind an der Realschule besser als am Gymnasium.
      aber natürlich: wenn die sonne scheint, dann regnet es gerade nicht. wenn du doch grundsätzlich positive erfahrungen mit regen gemacht hast, dann könnte regen für dich das richtige sein, und du hast es ja schon angedeutet, es regnet eher, als dass die sonne scheint.
      :lach: Weißt du, kecks, jeder darf seine Meinung sagen im Forum. Dafür ist ein Forum da. Ich habe z.B. noch nie an einer Realschule unterrichtet und meine Meinung ist: ich kanns nicht beurteilen. Auf einem Gymnasium war ich selber mal und da gibt's eine Oberstufe. Das ist anders als an der Realschule. Das ist meine Meinung. Die darf ich sagen. Und draußen scheint die Sonne, das darf ich auch sagen, weil dafür ist das Forum da, für Meinungsaustausch. Wenn deine Meinung Regen vor deinem Fenster ist, dann ist das auch okay. Wir können alle voneinander lernen, denn jeder weiß was, was der andere nicht wusste. Jeder Mensch hat seine Stärken. Jeder hat eine Meinung. Jeder hat ein Recht auf Sonnenschein!

      Sorry@ TE, running gag. Und hör auf dein Bauchgefühl, dann gibts später nichts zu bereuen :top:
    • Ich würde an der Stelle hinzufügen, dass es ja auch noch Gesamtschulen mit Oberstufe gibt, die dann teilweise alle Schulformen der Sekundarstufe 1 vereinen - ob jetzt kooperativ als individuelle H-, R- und Gym-Zweige oder integrativ. In Hessen kenne ich davon einige, in RLP wurden meines Wissens nach viele IGSen in den letzten Jahren mit Oberstufen ausgestattet. Da gibt es natürlich auch als Gym-Lehrer die Möglichkeit, in weiteren Schulformen zu unterrichten. Diese Möglichkeit besteht mit einem Nicht-Gym-Lehramt nur eingeschränkt (Sek 1 ja, Sek 2 eher nicht, Ausnahme evtl. in der Einführungsphase).
      Sommerferien aktiviert.
    • Ich war selbst an der Realschule und bin dann anschließend ans Gymnasium gewechselt (also ähnliche Geschichte wie bei dir ;) ) Hab mich dann - auch aufgrund meiner Erfahrungen für Realschullehramt entschieden und bin mit meiner Wahl auch immer noch glücklich.

      In welchem Bundesland willst du denn später mal unterrichten? In Bayern z.B. sieht es im Moment nicht so aus als würde die Realschule abgeschafft, in anderen Bundesländern kann das z.T. schon anders sein. Darüber solltest du dir Gedanken machen.

      Die Kombi solltest du evlt. noch mal überdenken. Da D/G immer sehr überlaufen ist. Gibt es nicht ein anderes Fach, dass du mit Deutsch kombinieren könntest? Du könntest ja dann immer noch G als Drittfach dazu nehmen, wenn du wirklich willst.
    • Also, sooo fachlich orientiert ist das Gymnasium (mittlerweile) auch nicht mehr. ;)
      Klar, im Schnitt schon und im Schnitt wird auch die Clientel des Gymnasiums etwas angenehmer sein, obwohl das auch nicht pauschalisiert werden sollte.

      Was ich empfehlen würde: Studiere auf SEK2 und gehe dann an eine Gesamtschule! Dort hast du "Haupt- und Realschüler", aber auch die gymnasiale Oberstufe.

      Ansonsten kann ich mich den Kollegen anschließen: DIe Fächerkombi hat grottige Berufsaussichten.
    • Lord Voldemort schrieb:


      Was ich empfehlen würde: Studiere auf SEK2 und gehe dann an eine Gesamtschule! Dort hast du "Haupt- und Realschüler", aber auch die gymnasiale Oberstufe.
      Du meinst vermutlich Gymnasiallehramt (Sek I und Sek II) und die integrierte Gesamtschule, oder? An Gesamtschulen hat man, dadurch, dass es keine Einteilung in Schulformen gibt, eine größere Leistungsheterogenität. Manche Lehrer kommen damit recht gut zurecht, andere scheitern an den sich selbst zu hoch gesteckten Zielen. Studierte Gymnasiallehrer gehen häufig nur übergangsweise an die Gesamtschule, ehe sie dann doch ans Gymnasium wechseln. Wer jedoch bewusst nicht ans Gymnasium möchte, der kann auch das fachlich abgespeckte und stärker auf die Sek I bezogene H/R-Lehramts-Studium (+ Referendariat) machen, das an einigen Uni-Standorten auch zeitlich kürzer ist.
    • Lehramtsstudent schrieb:

      Lord Voldemort schrieb:

      Was ich empfehlen würde: Studiere auf SEK2 und gehe dann an eine Gesamtschule! Dort hast du "Haupt- und Realschüler", aber auch die gymnasiale Oberstufe.
      Du meinst vermutlich Gymnasiallehramt (Sek I und Sek II) und die integrierte Gesamtschule, oder? An Gesamtschulen hat man, dadurch, dass es keine Einteilung in Schulformen gibt, eine größere Leistungsheterogenität. Manche Lehrer kommen damit recht gut zurecht, andere scheitern an den sich selbst zu hoch gesteckten Zielen. Studierte Gymnasiallehrer gehen häufig nur übergangsweise an die Gesamtschule, ehe sie dann doch ans Gymnasium wechseln. Wer jedoch bewusst nicht ans Gymnasium möchte, der kann auch das fachlich abgespeckte und stärker auf die Sek I bezogene H/R-Lehramts-Studium (+ Referendariat) machen, das an einigen Uni-Standorten auch zeitlich kürzer ist.
      Du redest nicht nur am Thema vorbei, sondern auch kompletten Schwachsinn.
    • Lehramtsstudent schrieb:

      Du meinst vermutlich Gymnasiallehramt (Sek I und Sek II) und die integrierte Gesamtschule, oder? An Gesamtschulen hat man, dadurch, dass es keine Einteilung in Schulformen gibt, eine größere Leistungsheterogenität.
      Du meinst vermutlich, dass du thematisch versierter wirkst, wenn du auf angeblich unpassend gewählte Formulierungen aufmerksam machst.
      Zum Thema integrierte Gesamtschule: Nicht jede IGS hat rein binnendifferenzierte Konzepte, es gibt auch einige mit äußerlich differenzierten Kurssystemen (u.a. die IGS, an der ich gearbeitet habe).

      Daher gilt hier die Devise: Wenn du nichts Konstruktives beitragen kannst, einfach mal nichts beitragen.
    • der herr student belehrt den herrn schulleiter über orga des schulsystems. lieber lehramtsstudent, so du es jemals durchs erste examen schaffst: tu dir einen gefallen und arbeite vor dem ref sehr an deinem auftreten. du wirst sehr, sehr, sehr arg auf die nase fallen, wenn du nichts änderst. stichwort takt und einfach mal fre**** halten, wenn man keine ahnung hat. du bist ein anfänger. hier diskutieren experten. du gehst doch auch nicht zu deinem arzt, und erzählst ihm die diagnose? oder zu deinem bäcker und weist ihn auf die verschiedenen brotbackmischungen hin? etc.