Bis 2025 eine Million Schüler mehr als gedacht

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    • Bis 2025 eine Million Schüler mehr als gedacht

      Guckt ihr hier, wobei die Meisten es wohl schon gelesen haben: spiegel.de/lebenundlernen/schu…att-sinken-a-1156534.html

      Durch Flüchtlinge, erhöhte Geburtenraten etc. sollen jetzt deutlich mehr Schülerchen an die Bildungsstätten gespült werden, als erwartet.
      Was bedeutet das für uns? Was bedeutet das für jetzige Lehramtsstudenten?

      Müssen wir noch mehr arbeiten für das gleiche Geld? Kommt die EInheitsbesoldung A12? Und haben Lehramtsstudenten nun durch die Bank bessere Berufssaussichten, als oft erwartet?
    • immergut schrieb:

      Josh schrieb:

      Gibt es in Deutschland keine bezahlten Überstunden?
      Wenn du zwei Jahre auf dein Geld warten möchtest und dem Amt wöchentlich hinterher telefonieren magst, nur um dann immer noch kein Geld zu sehen - klar. Theoretisch gibt es bezahlte Überstunden.
      Unsere SL kommuniziert noch nicht einmal, wo es die Formulare für die Mehrarbeit gibt... .
    • Bezahlte Überstunden, zumindest in NRW kein Problem.

      Diese sollen innerhalb von 6 Monaten eingereicht werden (ist aber kein Muss) - wenn der Antrag bis Mitte des Monats im lbv ankommt hat man das Geld meistens bei der nächsten Abrechnung. Es sei denn, das lbv ist gerade bei irgendwelchen Gehaltsnachberechnungen - dann kann es mal länger dauern.
      In dem Fall gibt es aber in der Regel eine "Überlastungs-"Email an das Schulbüro, mit einem Hinweis.

      Da der Schulleiter (bzw.. der Vertreter oder ein Beauftragter) den Mehrarbeitsbogen ans lbv erstellt (ist eine pdf-Datei) und diesen unterzeichnet, gibt es auch kaum Nachfragen vom lbv. Die winken das gleich durch.

      kl. gr. frosch

      @frkoletta: hier ist die pdf-Datei, die normalerweise im Schulbüro ausgefüllt wird. Sollte das bei euch anders sein, kannst du es jetzt ausfüllen und einreichen.
      Free Tibet!!
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      Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
    • Ich denke, ein kontinuierlicher Rückgang der Schülerzahlen hätte für uns viel schwerwiegendere Folgen als unerwartet hohe Schülerzahlen...

      Ja, mag sein, dass wir dann unter Umständen mehr arbeiten müssen aber ich zumindest finde das besser als zwangsversetzt zu werden, weil an der eigenen Schule oder schlimmer noch im eigenen Bundesland kein Bedarf mehr ist...

      Meine Mutter ist Bundesbeamtin und wurde damals von Ulm nach Stutgart versetzt, weil ihr Posten wegrationalisiert wurde. Bald darauf sollte sie dann von Stuttgart nach Mannheim versetzt werden... Und dann von Ulm aus pendeln?! Nein, danke...
    • Laut einer Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung werden demnach:


      - für das Jahr 2025 24.000 neue Grundschullehrer (2.400 neue Grundschulen)

      - 27.000 Lehrkräfte für weiterführende Schulen

      benötigt.
      Teacher - a person who helps you solve problems you'd never have without them.
    • Zumindest die Zahl an neuen Schülern aufgrund einer gestiegenen Geburtenrate wird sich ja erst langsam aufbauen, d.h. hier gäbe es durchaus die Möglichkeit mehr Personal auszubilden und einzustellen, bis sie die Schulen erreichen. Theoretisch. Dass keine Landesregierung das gern tun wird (man müsste die Leute ja bezahlen...) steht auf einem anderen Blatt.

      Ich denke es bedeutet erst einmal das, was man schon langsam beobachten kann, nämlich dass Teilzeitanträge häufiger abgelehnt werden werden. Sollten die so gewonnenen Stunden nicht mehr ausreichen, um einen erhöhten Bedarf zu decken, werden wohl Überstunden geleistet werden und/oder die Klassenfrequenzen erhöht werden. Ich hoffe mal nicht, dass man auf die Idee kommt die Deputatsstunden zu erhöhen, denn ich kann als Beamte in Probe nicht auf die Barrikaden gehen...
    • Das dürfte nicht zu erwarten sein, nachdem in Niedersachsen eine Gericht bestätigt hat, dass die Deputaterhöhung für Gymnasiallehrkräfte nicht rechtens war. Wobei es da, wenn ich mich recht erinnere, um 24 Stunden ging, während wir in NRW schon längst bei 25,5 sind. Das dürfte hoffentlich klargemacht haben, dass keine Luft mehr nach oben ist.
      Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.
    • Zu dem Thema "mehr Schüler als gedacht": Dabei muss man vorsichtig sein, nicht zu denken, dass plötzlich mehr Schüler als früher vorhanden wären. Man hatte ursprünglich einfach sehr konservativ gerechnet und jetzt kommt heraus, dass es doch nicht ganz so katastrophal ist (in Bezug auf Geburtenrate und Zuwanderung). Dennoch muss man sich klar machen, dass, solange die Geburtenrate unter 2,1 liegt, es auf lange Sicht weniger Schüler geben wird - und bei aktuell 1,5 sind wir davon noch ein gutes Stück entfernt.
    • Keine Ahnung was kommt. Aber die Politik wird darauf reagieren und dass wir auch finanziell betroffen sein werden ist klar. Unter der Geißel der Schuldenbremse sind die Mehrausgaben irgendwie aufzufangen.

      Und dann wird das
      1. Unsere Pension direkt betreffen,
      2. Kürzungen bei der Beihhilfe verursachen
      3. Besoldungserhöhungen zeitverzögert oder gar reduziert durchgesetzt.

      Aber umso wichtiger ist es sich gut darauf vorzubereiten, indem man seinen z.B. Unterricht aufbewahrt. Alle Quellen die man bekommen kann anzapfen. Schullizenzen von Verlägen die Unterrichtsinhalte komplett durchplant haben nutzen. Klausuren sind so zu stellen, dass sie korrekturfreundlich sind.

      Wenn wir mehr Arbeit bekommen werden, dann darauf achten, dass wir keine Mehrbelastung zulassen.
    • Midnatsol schrieb:

      Zumindest die Zahl an neuen Schülern aufgrund einer gestiegenen Geburtenrate wird sich ja erst langsam aufbauen, d.h. hier gäbe es durchaus die Möglichkeit mehr Personal auszubilden und einzustellen, bis sie die Schulen erreichen. Theoretisch. Dass keine Landesregierung das gern tun wird (man müsste die Leute ja bezahlen...) steht auf einem anderen Blatt.

      Ich denke es bedeutet erst einmal das, was man schon langsam beobachten kann, nämlich dass Teilzeitanträge häufiger abgelehnt werden werden. Sollten die so gewonnenen Stunden nicht mehr ausreichen, um einen erhöhten Bedarf zu decken, werden wohl Überstunden geleistet werden und/oder die Klassenfrequenzen erhöht werden. Ich hoffe mal nicht, dass man auf die Idee kommt die Deputatsstunden zu erhöhen, denn ich kann als Beamte in Probe nicht auf die Barrikaden gehen...
      Yeah und dann sind diese abgelehnten TZler plötzlich öfter krank oder dauerkrank und wer darf das dann ausbaden und fällt irgendwann auch wegen Überlastung aus? So kurzsichtig kann doch keine Behörde denken? Nun... .
    • Josh schrieb:

      Gibt es in Deutschland keine bezahlten Überstunden?
      Das Rezept in Deutschland für solche Schülerberge (von denen natürlich keiner etwas wissen konnte :ohh: ) heißt:
      - "Untertunneln" (= keine Neueinstellungen)
      - Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung (begleitet von einer Kampagne über die "faulen Säcke")
      - Aussetzung der Besoldungserhöhungen ("Beamte runinieren den Staatshaushalt")
      - Streichung der Sonderzahlungen (Weihnachtsgeschenke sind ja sowas von gestern)
      - Erhöhung des Pensionsalters ("Wer mit 70 nicht mehr vor eine Horde pubertierender Jugendlicher stehen kann, ist einfach ungeeignet")
      - Kürzungen bei den Pensionen ("Einheitsrente reicht auch")

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

      "In theory there is no difference between theory and practice. In practice there is." (Yogi Berra)
    • frkoletta schrieb:

      Yeah und dann sind diese abgelehnten TZler plötzlich öfter krank oder dauerkrank und wer darf das dann ausbaden und fällt irgendwann auch wegen Überlastung aus? So kurzsichtig kann doch keine Behörde denken? Nun... .
      Da fehlt mir doch glatt etwas ein, wie aktuell Niedersachsen ein ähnliches Problem lösen will:
      Gemäß Urteil dürfen Teilzeitkräfte ja nur noch anteilig für "Sonderaufgaben" herangezogen werden (z.B. außerunterrichtliche Veranstaltungen, aber auch Funktionstätigkeiten, wie Sammlungsleitugen, Fachleitungen usw.). Und wie soll das Problem gelöst werden? Ganz einfach, indem die nun von den Teilzeitkräften nicht mehr zu leistenden Aufgaben auf die Vollzeitkräfte zusätzlich verteilt werden... :autsch:

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

      "In theory there is no difference between theory and practice. In practice there is." (Yogi Berra)