Suchergebnisse

Suchergebnisse 1-20 von insgesamt 458.

  • Ich denke, dass die leistungsstarken Schüler mit dieser Lehrmethode wohl genauso gut zurechtkämen wie jetzt, dass aber die leistungsschwachen Schüler damit überfordert wären, weil sie die Sprache als beliebig empfänden würden, obwohl ihnen gewisse Regeln gerade als Stütze dienen könnten. Nach deinem Beitrag fiel mir dazu ein, dass der (deutsche) Rechtschreibunterricht in der Regel phänomenorientiert unterrichtet wird und dass dies womöglich auch damit zu tun hat, dass sich die deutsche (Schrift-…

  • Ein entscheidender Punkt ist wohl, dass Schüler (in der Regel) die deutsche Sprache mündlich einige Jahre vor dem Einsatz des Schriftspracherwerbs lernen, während das Erlernen von der Aussprache und Verschriftung englischer Wörter weitestgehend gleichzeitig erfolgt. Ich habe mal in die Curricula meines Bundeslandes geschaut: Am Ende der Grundschule (nach 2 Jahren Englisch- bzw. 4 Jahren Deutschunterricht) spielt Rechtschreibung (bis auf evtl. einzelne Phänomene der Groß- und Kleinschreibung) im …

  • @Krabappel: Für das Geburtsland kann man selbst natürlich reichlich wenig. Die blöde (oder vlt. auch gute?) Sache ist nur, dass die Kriterien, um jemandem die einzige Staatsbürgerschaft entziehen zu können, dermaßen hoch sind, dass sie quasi nie vorkommt. Deutsche kann man bei Störung des gesellschaftlichen Friedens zwar sanktionieren, aber dann geht es eher in Richtung Geld- oder Haftstrafe. Bei Ausländern hingegen hat man mehr Möglichkeiten und bei ihnen kann man wählerisch sein, wer den dauer…

  • @Seph: "bösen bösen Ausländern" ist genauso Provokation und Polemik. Ich habe, denke ich, schon mehrfach den Unterschied zwischen Ausländern/Migranten/callitwhatyouwant, die durch ihr Handeln und Wirken das Land bereichern, und solchen, die den Staat durch zusätzlich erzeugte Probleme eher belasten, kenntlich gemacht. Wenn man Migration als Privileg betrachtet (das tue ich), sollte es sich eigentlich ausschließlich um Bereicherung handeln. Deutschland ist (noch) kein Failed State, aber ohne irge…

  • @kodi: Ich verstehe, was du meinst. Im Grunde hätte man das Problem mit Schulen mit 80% Migrationsanteil u.ä. wohl nicht, wenn man bereits vorher (vlt. getrieben durch Schuldgefühle durch die Ereignisse im 2. WK), also in den 60ern bis 80ern, eine deutlich geringere Anzahl an Ausländern den dauerhaften Aufenthalt in Deutschland gewährt hätte. Jetzt muss man aber mit der Ist-Situation umgehen und die heißt, entweder damit rechnen, dass aus den 80% in absehbarer Zeit 100% werden oder den Anteil du…

  • Migrationshintergrund ist wissenschaftlich genau festgelegt. Jemand hat einen Migrationshintergrund, wenn man selbst oder die Eltern migriert sind. Je nach Auslegung weitet sich das auch teilweise noch auf die Generation der Großeltern aus. Ein Migrationshintergrund muss nicht zwangsläufig zu einem Hindernis werden, entscheidend ist vielmehr die Identifikation mit dem Land, seiner Sprache, seiner Kultur, seinen Normen und Gesetzen. Es gibt Migranten, die sich bedingungslos als Teil des Landes an…

  • Das ist auch meistens die Art von Eltern, die ihren Kinder von klein auf erzählen, dass Ehre etwas ganz Wichtiges sei . Natürlich hat Deutschland als eines der reichsten Länder der Welt den einen oder anderen Vorteil, aber wer absolut nicht mit den deutschen Werten, Gesetzen und der Kultur zurechtkommt, der soll sich doch bitte ein anderes Land aussuchen - gibt ja genug. Und wenn man Erdogan so toll findet, warum nicht z.B. das Land, in dem auch Erdogan tatsächlich Präsident ist?

  • Hast du diese Elternpaare mal gefragt, ob sie mit ihrer Lebenssituation zufrieden sind, oder ob sie nicht von einer Rückkehr in ihr Heimatland, das ihre Sprache spricht, ihren Glauben und ihre Lebensweise akzeptiert, profitieren würden? Ich habe manchmal das Gefühl, dass diese Leute dem nicht einmal so stark abgeneigt sind, dass sie aber schlichtweg gar nicht auf die Idee kommen, dass es ja auch diese Option für sie gibt. Da kann man wohl nicht oft genug betonen: "Ihr müsst hier nicht bleiben. E…

  • @chilipaprika: Gerade unter den "problematischen" Migranten gibt es viele, die von sich selbst behaupten, dass sie keine Deutschen sind, sondern sich zu einem größeren Teil mit ihrem Herkunftsland identifizieren. Diese Leute sind ja nicht dazu gezwungen, auf Ewigkeit in Deutschland bleiben zu müssen. Und wenn sie sich eh in Deutschland nicht so wohl fühlen und es auch mit dem beruflichen Erfolg nicht so sehr klappt, kann man diese Leute doch mal fragen, ob die Rückkehr in die Heimat nicht für ih…

  • @Anja: Euer Bundesland ist ja eh in der Hinsicht etwas voreingenommen. Frau von Berg, Mitglieder der Hamburger Bürgerschaft, meinte ja mal vor 2 Jahren, dass sie es gut findet, dass in einigen Jahren die Deutschen in Hamburg in der Minderheit sein werden. Und die Frau ist studierte Lehrerin. Da fehlen auch mir die Worte. Aber bei deinen genannten Zahlen wird es wohl in absehbarer Zeit dazu kommen, denn die älteren Generationen (60+) sind ja noch diejenigen, die den Migrationsanteil vergleichswei…

  • Wenn es die Fächerkombination (leider ohne Mangelfach) unbedingt sein muss, dann denke wenigstens über eine andere Schulform nach. Am Gymnasium stapeln sich die Lehrer mit entsprechenden Fächerkombinationen bereits und dürfen daher jahrelang Vertretungsunterricht machen oder an Brennpunktschulen arbeiten, ehe sie mit Glück eine Stelle erhalten.

  • Johanna Wanka hat dieses Jahr auch noch einmal eine Begrenzung des Migrantenanteils an Schulen angesprochen. Gerade in Problemvierteln ist das Bildungsniveau leider sehr niedrig, bestimmte Migrationsgruppen kommen geballt vor und deutsche Familien werden dadurch abgeschreckt. In Berlin hat man vor einiger Zeit an einer Schule mit hohem Migrationsanteil extra für eine für deutsche Schüler angenehme Lernatmospähre geworben, mit dem Ziel, mehr deutsche Schüler an die Schule zu bringen. Das Resultat…

  • OT dazu: Im ersten Schulpraktikum war in der Klasse eines Kommilitonen regelmäßig eine weitere Person (ich komme gleich dazu) im Klassenraum dabei. Er erzählte mir irgendwann, dass er die Lehrerin mal fragte, warum dieser eine Schüler dauernd schlafe und auch sonst wenig produktiv sei. Dann meinte diese, dass es sich um den FSJler handeln würde .

  • Genau, ich meine Asperger. Ich hatte in der Oberstufe ein Mädchen mit entsprechender Krankheit/Verhaltensstörung in zwei Kursen und dann noch einmal zwei Jungs im Praktikum (Sek I). Gerade bei den Jungs merkte man, dass sie einiges wissen, aber es fiel ihnen zum Beispiel schwer, angemessen auf die Fragen der Lehrkraft zu antworten (Das wäre, wie als ob man fragen würde: "Was ist 1+1?" und einen Vortrag darüber erhält, welche unterschiedlichen Grundrechenoperationen es gibt), und die Interaktion …

  • Es kommt natürlich immer auf den Einzelfall an, wobei ich insbesondere bei (leistungsstarken) Autisten doch recht unsicher bin, ob die wirklich auf dem Gymnasium am besten aufgehoben sind. Was sagt die Expertin, Krabappel, dazu?

  • Das klingt ja nach Spaß: Da ist man nach ewig und drei Tagen endlich im Berufsleben und darf immer noch seine Schulden von anno dazumal abstottern. Mit der Ausgangslage kann Familienplanung und Hausbau ja kommen .

  • In einer idealen Welt wäre es natürlich schön, wenn alle Kinder ein top Arbeits- und Sozialverhalten hätten und es ausschließlich nach dem Grad der Ausprägung der fachlichen Kompetenzen gehen würde. Ich schrieb ja auch, dass das Fachliche Priorität hätte. Nur, was machen mit den Kindern, die Defizite in den Bereichen Arbeits- und Sozialverhalten haben? Ganz ehrlich: Die haben am Gymnasium nichts verloren. Davon abgesehen, dass am Gymnasium gar nicht die Ressourcen vorhanden wären, sich um entspr…

  • Das ist schwer zu beantworten, weil ich das Kind XYZ und seine Aktivitäten im Unterricht nicht kenne. Da es eine Kombination aus mehreren Faktoren ist, muss man immer individuell abwägen, was für die Empfehlung für die weiterführende Schule von primärer und was eher von sekundärer Bedeutung ist. Statt von der Hauptschule, würde ich eher vom Gymnasium aus anfangen und erwarten, dass das Kind (fast) alle der oben genannten Aspekte in umfänglichem Maße erfüllt, also fachlich durchgängig sehr gut bi…

  • Für mich (noch nicht fertiger Lehrer, aber einer muss mal anfangen ) wären es folgende Aspekte: fachlich: - mündliche und schriftliche Fertigkeiten - Fähigkeit zum Transfer - Reproduktionsfähigkeit bzgl. alter Themen Arbeitsverhalten: - Selbstständigkeit - Organisation und altersgemäßes Selbstmanagement - rege Beteiligung im Unterricht - Zügigkeit, Ordnung, Korrektheit in Bezug auf Arbeitsaufträge Sozialverhalten: - Orientierung an vereinbarten Klassenregeln - Empathie und Hilfsbereitschaft gege…

  • Es ist wohl eine ganz gewagte These, aber ich vermute mal, dass ein Gros (ausgenommen diejenigen, die mehrfach wechseln oder Spätberufene sind) bei Ausbildungsbeginn 16-19 Jahre alt. In dem Alter wohnen die Allermeisten noch zuhause. Genau genommen liegt das Durchschnittsausziehalter in Deutschland bei circa 25 - und damit sogar noch vor manch einem südeuropäischen Land. Dadurch reduzieren sich schon einmal die Ausgaben von Auszubildenden signifikant. Wenn sie neben der Ausbildung noch einen Neb…