Hilfe zum Thema einer empirischen Studie für die Masterarbeit

    • Hilfe zum Thema einer empirischen Studie für die Masterarbeit

      Halloliebe (angehenden) LehrerInnen, die sich ein wenig mit empirischen Studienauskennen!

      Ich hoffe es kann mir hier jemand helfen. Ich stehe am Rande derVerzweiflung wegen des Themas meiner Masterarbeit, denn ich fühle mich sehr unsicher was empirische Studien angeht. Zu meiner Situation: ichschließe dieses Semester nun endlich meinen Lehramtmaster ab und wurde geradeim Dezember Mama. Die Masterarbeit im Bereich Fachdidaktik ist meine letzte zuerbringende Leistung. Während der Schwangerschaft legte ich mit meinem Professor das GroßthemaDifferenzierung/Individualisierung fest und wollte einekleine Studie an einer Nachhilfeschuleplanen. Diese preist ihren individualisierten Unterrichtinnerhalb von Kleingruppen an und ich nahm mir vor anhand von Fragebogen an dieSuS und/oder einem Beobachtungsraster /Hospitation bei denNachhilfelehrern zu überprüfen, ob und in wiefern die Lehrkräfte in derPraxis individuellen Unterricht gewährleisten. Hierzu wollte ich einenFragebogen zu den Handlungsfelder der Differenzierung entwickeln. (Handlungsfelder,unter welchen differenzierter Unterricht gestaltet werden kann wären z.B.Schwierigkeitsgrad, Lerntempo, Aufgabenstellung, Sozialform….)

      Dasist halt keine besonders kluge bzw. bahnbrechende Fragestellung meinerMeinung nach... Da ich durch mein Baby nun alle Hände voll zu tunhabe, traue ich mich nicht eine aufwändige Studie zu planen, da ich nun soeingeschränkt zum Arbeiten komme. Ich wollte hier mal anfragen was ihr von derFragestellung haltet bevor ich diese "Idee" meinem Professor inden nächsten Wochen bespreche.

      Oder habt ihr vielleicht einen besseren Einfall, wie ich dieStudie etwas aufpeppen und interessanter gestalten könnte?

      ImVoraus vielen Dank für euer Feedback! :rose:
    • Die Fragestellung erschließt sich mir auch nicht ... hast du mal google gefragt? Das Thema ist ja im Moment sehr aktuell. Es gibt auch sicher etliche Bücher von den gängigen Schulbuchverlagen darüber.

      Was hat die Einrichtung für ein Konzept? Gibt es klar formulierte Ziele?

      Ich würde die Lehrer befragen und folgende Aspekte berücksichtigen:

      Wie wird entschieden, welches Kind in welche Gruppe kommt?
      Welche Schwerpunkte haben die Gruppen?
      Wird in den Gruppen heterogen oder homogen gearbeitet (sind die Schüler alle auf dem gleichen Level oder auf einem unterschiedlichen, so dass die "stärkeren" die "schwächeren" unterstützen)?
      Findet eine Überprüfung der o.g. Ziele statt?

      Die Schüler könnte man fragen, ob sie sich wohlfühlen, was der Unterschied zum "normalen" Unterricht ist, ob sich ihre Noten verbessert haben, ob die Lehrer ein positives feedback über ihre Entwicklung geben, seit sie die Einrichtung besuchen etc.
    • LinaLisa schrieb:

      Wobei ich empirischen gut finde, denn dann kann später keiner sagen, das Ergebnis ist falsch. Denn es ist ja erfahrungsbasiert und wurde mittels eigenen Versuchen/Untersuchungen erstellt.
      *Schauder* In diesen zwei Sätzen fehlt so viel an methodischer und theoretischer wissenschaftlicher Kompetenz, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll...
    • Vielen Dank für eure Beiträge.

      Nitram schrieb:

      Du fühlst dich - was empirische Studien angeht - sehr unsicher.
      Warum möchtest du deine Arbeit auf eine empirische Studie aufbauen?
      Wähle doch eine Methode, bei der du dich sehr sicher fühlst.

      Gruß
      Nitram

      Nitram, du hast mir mit dieser knappen Ansage irgendwie die Augen geöffnet. Zwar habe ich selbst schon oft überlegt keine Studie zu wagen, habe mich wohl aber nicht getraut meinen Professor, der uns allen diese Art von Masterarbeitsmethode nahegelegt hat, zu fragen, ob ich bei einer theoretische Ausarbeitung bleiben kann. Aber ich hab jetzt einfach gefragt und ihm meine Situation erklärt und ja, wieso soll ich es mir auch unnötig schwer machen. Ich fühle mich sehr unsicher mit der Empirie an sich und gerade jetzt mit 8-Wochen altem Baby... mein jetziges Thema ist trotz allem auf Untersuchung und Praxis bezogen:

      Ich bleibe beim Großthema Differenzierung und habe mir nun eine Lehrwerksanalyse von zwei Englisch-Lehrwerken unter diesem Aspekt vorgenommen :)
    • Ganz ehrlich: wenn dir das Baby keine Zeit lässt, eine "richtige" wissenschaftliche Arbeit zu verfassen, dann kannst du die eben nicht jetzt schreiben.
      Es dürfte egal sein, ob empirisch oder nicht. Die Idee, das so nebenbei zu erledigen , möglichst ohne Aufwand, finde ich absurd.
    • hanuta schrieb:

      Ganz ehrlich: wenn dir das Baby keine Zeit lässt, eine "richtige" wissenschaftliche Arbeit zu verfassen, dann kannst du die eben nicht jetzt schreiben.
      Es dürfte egal sein, ob empirisch oder nicht. Die Idee, das so nebenbei zu erledigen , möglichst ohne Aufwand, finde ich absurd.
      Ich weiß nicht, was dich veranlasst zu denken, dass ich die Arbeit nur "nebenbei" und "möglichst ohne aufwand" schreiben möchte. ich habe angemerkt, dass ich mich nicht sicher mit der Methode einer Studie fühle und - ok - auch nicht weiß, wie ich die Organisation mit Baby unter einen Hut bekommen soll. So oder so muss die Arbeit in gewisser Hinsicht "nebenbei" laufen, da mich mein Kind ja nicht nur kurzfristig einspannen wird . Aber das soll nicht heißen, dass ich mir keine Mühe geben möchte und es keine "richtige" wissenschaftliche arbeit werden soll.

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    • Du wusstest doch aber vorher, dass die Masterarbeit ansteht oder kam das überraschend?

      Ich hatte bei meiner Masterarbeit auch erst eine Studie angepeilt, bin mir aber ziemlich schnell darüber klar geworden, dass ich das in einem Semester nicht leisten kann. Ergo habe ich mich sprachlich herum geschummelt und meine MA irgendwas mit "Erfahrungen (zu einem Praxisbeispiel)" getauft und dann höllisch aufgepasst, dass ich vernünftig arbeite und mir nicht anmaße irgendwelche allgemein gültigen Schlüsse aus meiner Testung mit 47 Grundschülern und deren Eltern zu ziehen. Das ist das, was man beachten muss. Methodisch sauber arbeiten muss man genau so wie bei einer echten Studie.

      Das, was du bisher beschreibst, klingt aber zu schwammig. Das kann alles und nichts bedeuten und dabei würdest du ernsthafte Probleme bei der Auswertung und Interpretation bekommen. Gehe nicht in die Breite, sondern in die Tiefe, sonst verrennst du dich und/oder bleibst zu oberflächlich.
    • hanuta schrieb:

      Wie ich darauf komme, dass du mit wenig Aufwand und nebenbei schreiben willst?
      Na, weil du das schreibst.
      Das habe ich bestimmt nicht geschrieben. Lies es gerne nach, wenn du dich offensichtlich an meine Wortwahl nicht erinnern kannst: ich schrieb, dass ich es mir nicht unnötig schwer machen will - ja. Nämlich mit einer Methode, mit der ich zuvor noch nicht gearbeitet habe (und es in Zukunft (nach dem Studium) auch nicht mehr tun werde). Abgesehen davon habe ich davon gesprochen, dass die Organisation und Durchführung einer Studie mit Baby natürlich auch einfach aufwändiger ist als das Recherchieren und Schreiben zu Hause am Schreibtisch. Denn für meine Studie würden auch Hospitationsstunden in der Nachhilfeschule anfallen. Und da wusste ich nicht wie ich das mit Baby nun machen soll. Usprünglich wollte ich vor der Entbindung mit allem fertig werden aber da habe ich mich leider in meiner Planung überschätzt.

      Mir deswegen gleich zu unterstellen, ich würde mit wenig Aufwand an die Sache rangehen wollen, finde ich etwas unfair und wenig hilfreich für meine Anfrage hier.

      Die Masterarbeit ist meine letzte zu erbringende Leistung im Studium und ich gebe zu, dass ich das Projekt zu lange vor mich hingeschoben habe und deswegen auch nicht durchdacht habe. Genau deswegen habe ich ja einen Rat hier gesucht. Um nicht mit halbfertigen Ideen zu meinem Professor zu rennen. Aber das ganze hat sich jetzt auch erledigt, denn ich habe das Thema nun mit ihm detailliert besprochen und weiß nun was zu tun ist.
    • traue ich mich nicht eine aufwändige Studie zu planen, da ich nun soeingeschränkt zum Arbeiten komme.
      Du willst keine aufwändige Studie planen. Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass du eine mit wenig Aufwand machen willst.
      Und dass die Arbeit nebenbei laufen muss, hast du ja selbst nochmal geschrieben.
    • Meine Schlussfolgerung ist, dass sie gar keine Studie machen will. Nicht, weil sie auch nicht-empirisch schwammig arbeiten möchte, sondern weil sie nicht weiß, WIE man eine Studie plant und sich diesen Schritt vor dem eigentlichen Arbeiten ersparen will - finde ich, vor allem im Hinblick darauf, dass sie eine junge Mutter ist, legitim.
      Wenn eine Lehrwerksanalyse für sie einfacher ist, dann soll sie das doch machen.
      Es kann - und will - ja nicht jeder länger als nötig warten. Und ob sich das für jede Masterarbeit lohnen würde, wage ich auch zu bezweifeln.