Chancen? Seiteneinstieg Grundschule als M.A. Soziapädagogin - Sachsen

    • Chancen? Seiteneinstieg Grundschule als M.A. Soziapädagogin - Sachsen

      Hi an alle im Forum,

      ich bin ganz neu hier und wollte Fragen ob jemand ähnliche Voraussetzung hat und mir sagen kann, ob sich es sich lohnt meinem Traum als Grundschulleehrerin mit meinen Voraussetzungen nach zu gehen.

      Meine Voraussetzungen:

      Bachelor Pädagogik mit Schwerpunkt frühkindliche Bildung; Nebenfach Sportwissenschaft (Note: 1,7)

      Master Erziehungswissenschaft Sozialpädagogik (Note: 1,8)

      Bundesland: Sachsen

      Mein großer Traum wäre ein Seiteneinstieg im Bereich Grundschule. Ich bin seit 2 Jahren als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig und unterrichte Migranten im Bereich Bewerbungsmanagement zusammen mit einer Deutschdozentin. Ich denke das vor allem in der Grundschule viel Didaktik und Methodik wichtig ist, was der Hauptschwerpunkt in beiden Studiengängen war. In meinen Studium habe ich im Nebenfach Sport und Trainingswissenschaft gehabt. Desweiteren Medienpädagogik, Wirtschaftspädagogik, Psycholgie weshalb ich denke das neben Sport, Sachkunde ein sinnvolles Fach wäre.

      Jetzt ist meine Frage, wie seht Ihr da meine Chancen. Ich habe ja keine Mangelfach denke aber das ich pädagisch sehr gut ausgebildet bin. Ich arbeite jedes Jahr in den Ferien (seit 2 Jahren) in einem Ferienprojekt, wo es darum geht Kindern das Lernen zu lernen. Das macht mir soviel Freude wie das allgemeine Lehren.

      Habe Angst des es mittlerweile den Bildungsbereichen egal ist ob man pädagische Erfahrung hat - Hauptsache man ist ein "Fachidiot". Daher habe ich Angst einen Enttäuschung zu erleben, weil sich nur schwer ein richtiges Fach ableiten lässt...

      Vielleicht kann mir ja jemand helfen. Das wäre sehr nett!

      Lg Marie
    • Hallo,

      bei den Grundschulen ist diese Zwei Schulfächer Regelung nicht entscheidend, bisher gibt es unter anderem deswegen noch keine klare Regelung zum Seiteneinstieg. Gerade werden jedoch händeringend Lehrer im Primar Bereich gesucht und deine Qualifikation hört sich doch sehr gut an. Die Möglichkeit, eine Vertretungstelle zu bekommen oder über einen Quereinstieg ins Primar Lehramt zu kommen stehen gerade gut. Einfach mal das Schulamt anrufen oder über VERENA nach geeigneten Stellen gucken und bei Schulen direkt anfragen.
      Bei mir hat es jetzt mit einer OBAS Stelle im Bereich SEK 1 (ich habe aber die obligatorischen 2 Fächer) geklappt, von daher habe ich mich jetzt nicht weiter darum bemüht. Hatte es aber im Hinterkopf. Ich weiß leider nicht, woher du kommst, in NRW sieht es gerade für den Bereich SEK1 sehr gut aus, evtl ginge da ja etwas über (Sozial)Pädagogik, vielleicht sogar im Bereich Sek2, z.B. an Berufskollegs. Wie gesagt ,für den Primarbereich und die Förderschulen sind offiziell bisher keine Seiteneinsteiger zugelassen..ich weiß aber über Vitamin B, dass es Möglichkeiten gibt, wenn nur halt erstmal über den Quereinstieg oder Vertretungen.

      LG Peanut
    • Neu001 schrieb:


      Habe Angst des es mittlerweile den Bildungsbereichen egal ist ob man pädagische Erfahrung hat - Hauptsache man ist ein "Fachidiot". Daher habe ich Angst einen Enttäuschung zu erleben, weil sich nur schwer ein richtiges Fach ableiten lässt...
      Ich will dir nicht zu nahe treten, aber das finde ich wirklich eine gewagte These.
      Fundierte Fachkenntnisse sind auch für Grundschullehrer natürlich essentiell. Ein bisschen plusmalminus reicht bei Weitem nicht, um die Grundlagen für ein mathematisches Verständnis zu legen.

      "Angst" ist nun auch ein ganz schlechter Ratgeber für dich ... du hast halt nicht auf Lehramt studiert. Ich wünsche dir, dass du einen Weg zu deinem Traumberuf findest, aber bitte geh nicht mit dieser Äußerung hausieren, dass man "Fachidiot" wird, weil man ein Fach ordentlich studiert.
    • @Piksieben

      Das möchte ich damit nicht ausdrücken und war etwas überspitzt formuliert. Mir geht es einfach um den generellen Aspekt, dass es viele Angebote für Fachstudenten gibt, dass aber noch lange nicht bedeutet, dass diese in der Lage sind die Inhalte didaktisch und methodisch so aufzubereiten, dass ein Lerneffekt entstehen kann. Ich finde beides hat einen wichtige Bedeutung und je höher die Klassenstufe ist um so mehr ändert sich die Gewichtung. Aber jemand ohne pädagogisches Wissen vor eine Klasse zu stellen ist für mich unvorstellbar, wird aber oft in den Voraussetzungen nicht verlangt. Es soll aber keine Grundsatzdiskussion entstehen und war auch nicht als Beleidigung gedacht sondern eher auf die Beobachtung und Ableitungen der Informationen die ich finden konnte bezogen. Oft findet man die Ergänzung das das pädagogische schnell nachgeholt werden kann, umgedreht gibt es kaum Ansätze - dadurch die Unsicherheit bzw. Neugier nach Erfahrungen.

      Da der Bachelor nicht in die Bewertung und Ableitung des Faches einbezogen wird, wollte ich schauen, ob es jemand gibt der ähnliche Voraussetzung hatte und eine positive Rückmeldung geben kann.
    • Wieviel Erfahrung du in was hast, interessiert bei der sächsischen Bildungsagentur niemand. Ich würde mich an deiner Stelle bewerben und abwarten. Möglich wäre vielleicht DaZ an der Oberschule oder eine Vertretungsstelle an der Grundschule. Englisch hast du nicht zufällig? Englischlehrer sind Mangelware.

      Vor allem in ablegenen Gebieten, wie dem Vogtland, hast du vermutlich sehr gute Chancen, selbst auf Klassenlehrertätigkeit. Allerdings wirst du vermutlich noch schlechter eingruppiert, als ein Grundschullehrer und das ist wenig genug. Du kannst aber m.W. das Referendariat nachholen, um Grundschullehrer zu werden, ob du was nachstudieren musst, weiß ich nicht sicher. Einfach bei der SBA nachfragen und bei Einstellung versuchen, wenigstens die Einstufung mit Berufserfahrung hochzuhandeln.
    • bei der momentanen Einstellungslage ist Sachsen wirst du locker genommen (außer du willst nach Leipzig oder Dresden). Die in der SBA sind zwar manchmal etwas langsam und unstrukturiert, aber Seiteneinsteiger sind seit 1-2 Jahren auch hier keine Fremdwörter mehr und machen bestimmt 50 % derjenigen aus, die eingestellt werden. Wichtig ist m.E. insbesondere die Bereitschaft dazu, an sich zu arbeiten, Fehlendes in Eigenstudium aufzuholen, immer wieder nachzufragen etc. Falls du längerfristig als Lehrerin arbeiten willst, würde ich mich um eine offizielle Qualifizierung bemühen, sonst wirst du zu schlecht eingruppiert. Viel Erfolg!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ellah ()

    • Danke für die netten und ehrlichen Worte. Ich bin leider keine DaZ Lehrerin arbeite nur eng thematisch mit einer zusammen. Ich werde glaub ich mein Glück versuchen und hoffe das mein Traum klappt und die pädagogischen Inhalte reichen für die Grundschule aus. Werde mich in Chemnitz bewerben vielleicht stehen da die Chancen besser. Hoffe es hat sich etwas getan und man gibt mir eine Chance auch ohne direktes Fach.

      Lg Marie
    • Könntest du, wenn du Interesse an Chemnitz hast, nochmals irgendwie Anteile an der TU nachstudieren? Wenn du Sport hattest, wird dir einiges angerechnet werden. Sport ist zumindest im Osten der Republik Mangelfach! Auf GS-Lehramt studiert man in Form von kleinen Fächern, in Berlin/Brandenburg sind das drei Fächer und halt das Feld Grundschulpädagogik, wo du evtl. durch dein Vorstudium auch einiges angerechnet bekommen würdest.
      Bereits das Arbeiten einer Schule und das parallele Studium ist allerdings kein Zuckerschlecken (hab ich selbst durch). Im Bereich GS ist ein sogenannter Seiteneinstieg deutlich schwieriger: Man hat den kompletten Mangel, traut sich in den Ministerien aber (verständlicherweise?) nicht, den GS-Seiteneinstieg zu öffnen.