Wer entscheidet bei Förderkindern über den Schulbesuch?

    • Wer entscheidet bei Förderkindern über den Schulbesuch?

      Hallo Leute!

      Ich hoffe, mir kann jemand weiterhelfen.
      In meiner dritten Klasse habe ich ein Kind, das komplett überfordert ist. Es kann nicht sinnentnehmend lesen, nur einigermaßen (langsam und stockend) lautieren. Vergangenes Schuljahr hat die damalige Klassenlehrerin einen Antrag auf Erstellung eines sonderpädagogischen Gutachtens gestellt. Ergebnis: kein Förderbedarf; nur Schwächen im LRS-Bereich. Weil jetzt aber die Noten in allen schriftgebundenen Fächern total unterirdisch waren, habe ich dieses Schuljahr einen Wiederholungsantrag gestellt. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt gegeben worden. Trotzdem hat die Mutter des Kindes beim einzigen Elterngespräch, das in diesem Schuljahr stattfinden konnte, schon klargestellt, dass sie ihr Kind bei uns an der Schule lassen wird, egal wie das Gutachten ausfällt. Wir sind eine normale Regelschule ohne Schwerpunkt oder Förderkrafte; ich habe wenns gut läuft eine Förderstunde pro Woche...
      Jetzt meine Frage:
      Wer entscheidet bei Gutachtenkindern über den Schulbesuch? Können die Eltern bestimmen, dass ihr Kind trotz Förderbedarf an der Regelschule bleibt?
      Ich weiß bald nicht mehr, wie ich noch differenzieren soll! In Deutsch ist er komplett vom Klassenunterricht abgekoppelt; macht fast ausschließlich Lese-Texte, Fehlersuche, Abschreibtexte... :angst: Bin kurz vorm Verzweifeln. Tut mir ja total leid, das arme Kind. Aber die Mutter steht allem komplett im Weg.
      Hat jemand eine gute Idee???
      Danke für eure Hilfe!
      Schrecken des Pausenhofs... :zahnluecke:
    • Bei uns in RLP liegt diese Entscheidung komplett in Elternhand, zumindest an den Grund-, Haupt- und Realschulen (sofern es diese noch gibt) und IGS.
      Leider habe ich dahingehend keine Idee, tut mir leid, aber vielleicht jemand anderes hier?!
      I wonder which mistake I'm going to try to learn from today.
    • Also, ich bin ja an einer Berufsschule....aber mich interessiert das einfach mal aus Neugierde: Wenn ein Kind also wirklich überhaupt nicht mitkommt, kann man es nicht an eine Förderschule schicken? Was macht man dann? Als Deko in den Klassenraum setzen? Irgendwie klingt das doch nicht richtig....
    • Differenziert fördern - das nennt man dann Inklusion.

      kl. gr. frosch

      Nachtrag: Paulchen, wenn ich es richtig sehe, gibt es in Rheinland-Pfalz sogenannte "Schwerpunktschulen", also Regelschulen, die Kinder mit Förderbedarf aufnehmen. Analog zu NRW, wo es teilweise auch diese Schwerpunktschulen gibt, hieße das, dass die Eltern dann ihr Kind an einer dieser Schwerpunktschulen anmelden müssten, wenn das Kind zu einer Regelschule gehen soll. Ich schaue aber mal, ob ich da noch was zu finde.
      (Link)
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    • kleiner gruener frosch schrieb:

      Differenziert fördern - das nennt man dann Inklusion.
      Willkommen in der Realität der Inklusion! Falls ein Förderbedarf vorliegt, dann entscheidet der Elternwille. Dem hast du dich als Lehrer zu beugen. Falls nur LRS vorhanden ist, musst du damit umgehen lernen. Und zwar in deinem normalen Unterricht.

      Das Zauberwort heisst: "differenzierte Förderung". Wie du das als Lehrerin hinbekommen sollst, dass steht in den Sternen.

      Versuche auf die Mutter einzuwirken, dass es für ihr Kind besser ist, eine spezielle Schule für Kinder mit Förderbedarf zu besuchen. Das ist die einzige Chance.
    • Ich habe den gleichen Fall, nur dass wir in Brandenburg ohne Elternzustimmung nicht einmal 'ne Testung anberaumen dürfen. An manchen Tagen könnt ich schreien, dann wieder heulen. An anderen Tagen kann ich cool bleiben und sagen: Mehr kann ICH nicht machen. Unzählige Elterngespräche inklusive. Mir tut das Kind leid, mir tun die Mitschüler leid, um die ich mich nicht kümmern kann, weil mein Schüler NICHTS alleine machen kann und ich tu mir ehrlich gesagt auch ziemlich oft leid.
      immer.gut :-)
    • Ja, das ist leider die Realität. Im letzten Durchgang hatte ich ein Mädchen, bei dem sich die Eltern lange quer gestellt haben, den Förderbedarf überhaupt anerkennen zu lassen. Sie konnte sich Ende der 4. Klasse zählend im Zahlenraum bis 20 orientieren, einigermaßen lesen (obwohl sie die meisten Wörter nicht kannte, sich nicht merken konnte) und arbeitet eigentlich hauptsächlich mit Material der 1. und 2. Klasse.
      Obwohl sie ein liebes Mädchen war, ist sie immer mehr aus der Klassengemeinschaft heraus geglitten, da die anderen Kinder sich zwar extrem um sie bemühten, sie aber beispielsweise Spielregeln nicht verstand, sich selbst ausgrenzte und lieber mit den Vorschülern und den Kleinen spielte.
      Jetzt geht sie in die 5. Klasse einer normalen Stadtteilschule (die allerdings eine Schwerpunktschule ist). Freunde hat sie dort laut ihrer ehemaligen Klassenkameraden kaum.
      Außen schwarz und innen dunkler.
    • Wenn es sich um eine Lese-Rechtschreibschwäche handelt, gehört das Kind nicht an eine Förderschule. Neben gezielter Förderung des Lesens und Schreibens solltest du dem Kind vermehrt die Möglichkeit geben, sein Verständnis der Unterrichtsinhalte mündlich oder visuell darzustellen (z.b. in Mathe oder Sachunterricht):
      grundschule.bildung-rp.de/amtl…e-behandlung-der-lrs.html
      Wichtig finde ich auch, dass zu der Erstellung eines Förderplanes auch die Aussetzung der Noten erfolgt!
      § 28
      Fördermaßnahmen
      für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten und Lernstörungen
      (1) Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten und Lernstörungen sind entspre-chend ihren individuellen Voraussetzungen zu fördern. Für sie ist ein individueller Förder-plan zu erstellen und im Verlauf des Lernprozesses zu überprüfen und anzupassen. Außer-schulische Fachleute können beratend hinzugezogen werden.
      (2) Der Förderplan ist den Eltern zu erläutern.
      (3) Die Förderung erfolgt, je nach Ausprägung der Schwierigkeiten und Störungen, in ge-stufter Form, vorrangig durch klasseninterne Differenzierungsmaßnahmen, nach Maßgabeder zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden durch zusätzliche Förderung mit Dop-
      pelbesetzungen oder in Kleingruppen und, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, durchintegrierte sonderpädagogische Förderung.
      (4) Art und Dauer der Förderung ist mit den Eltern und allen an der Förderung der Schüle-rinnen und Schüler Beteiligten abzustimmen. Die Eltern sind zu beraten und regelmäßigüber die Entwicklung zu unterrichten.
      (5) Solange die Lernschwierigkeiten oder Lernstörungen bestehen, erfolgt die Beurteilungder Leistungen in diesen Bereichen ausschließlich in Bezug auf den individuellen Lernfort-schritt. Die Leistungen werden in den Klassenstufen 3 und 4 nicht benotet, sondern verbalbeurteilt.
    • In NRW hat ein Kind mit festgestellten Förderbedarf ein Recht auf eine bestimmte Anzahl von Stunden mit einem Förderschullehrer. Da müsste dann jemand abgeordnet werden, der diese Stunden leistet, indem er entweder mit dem Kind arbeitet oder ihm Material aufbereitet oder aber auch die Regelschullehrer coacht.
      Bei Förderschwerpunkt Lernen sind das aber himmelschreiend wenige, weshalb es Sinn hat, mehrere Kinder mit Förderbedarf in einer Klasse oder einer Schule zu bündeln, um ihnen ein höheres Maß an Förderschullehrer-Stunden zu ermöglichen.
      Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.
    • Habe nochmal weiter recherchiert - in Rheinland-Pfalz gehen Kinder mit attestiertem Förderbedarf auf eine Förderschule oder eine Schwerpunktschule. Aber nicht auf die "Nicht-Schwerpunkt" - Regelschule. Das Kind müsste also, da ihr keine Schwerpunktschule seid, die Schule wechseln.

      Kl. Gr frosch
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    • Jule13 schrieb:

      Bei Förderschwerpunkt Lernen sind das aber himmelschreiend wenige, weshalb es Sinn hat, mehrere Kinder mit Förderbedarf in einer Klasse oder einer Schule zu bündeln, um ihnen ein höheres Maß an Förderschullehrer-Stunden zu ermöglichen.
      Das ist in RLP leider nicht so einfach, denn die Schwerpunktschulen dürfen eben das nicht, sondern sollen die Förderkinder gleichmäßig auf die einzelnen Klassen aufteilen. Eine Förderschulkraft wird der Schwerpunktschule zugewiesen, leider werden ihre Stunden nicht erhöht, auch wenn immer mehr Förderkinder in die Schule aufgenommen werden. So haben die Förderkinder vielleicht noch 1-2 Stunden in der Woche, in denen sie gezielt und gesondert von den anderen gefördert werden, mehr nicht. Ansonsten laufen sie im normalen Unterricht mit, meist mit ihren I-Helfern. Das führt zu absurden Situationen, bspw. dass teilweise bis zu 7 Erwachsene in einem Klassenraum sind. Aber das ist ein anderes Thema und passt gerade nicht hierher.

      kleiner gruener frosch schrieb:

      Habe nochmal weiter recherchiert - in Rheinland-Pfalz gehen Kinder mit attestiertem Förderbedarf auf eine Förderschule oder eine Schwerpunktschule. Aber nicht auf die "Nicht-Schwerpunkt" - Regelschule. Das Kind müsste also, da ihr keine Schwerpunktschule seid, die Schule wechseln.
      Jein. Förderschulen werden immer mehr abgeschafft und so genannte Schwerpunktschulen "gestärkt", meist sind dies IGS. Nicht dass diese wüssten, wie Inklusion funktioniert - weit gefehlt. Jeder kocht sich sein eigenes Süppchen, was vom Ministerium auch durchaus so gewollt ist.
      Das Problem ist, dass die Schule, auf das besagtes Kind wechseln müsste, auch in zumutbarer Nähe zum Wohnort des Kindes liegen muss. RLP ist sehr ländlich strukturiert, da kann es schon mal vorkommen, dass eben keine Schwerpunktschule vor Ort ist, was bedeutet, dass das Kind eben bleibt, wo es ist, da es ja die Schule sowieso in absehbarer Zeit wechseln wird, da Grundschule.
      Und wenn die Eltern sich weigern, ihr Kind an eine andere Schule zu schicken, wird sie auch niemand zwingen, etwas anderes zu tun.

      Paulchen, so Leid es mir tut, aber wahrscheinlich wirst Du hier die Quadratur des Kreises hinkriegen müssen, es sei denn, Du hast eine wirklich engagierte SL, die auch die Auseinandersetzung mit der ADD nicht scheut. Die ADD knickt nunmal vor Eltern sofort ein, da der Elternwille in RLP über allen anderen Institutionen steht. Wahrscheinlich werden sie Dir mit einem so genannten Patensystem um die Ecke kommen, indem ein Kind, das bereits dem Klassenziel voraus ist, mit dem Förderkind lesen übt, während Du Dich um die anderen Kinder kümmerst. Denn das scheint mittlerweile die Realität in unseren Klassenzimmern zu sein: Andere Kinder werden als I-Helfer und Förderlehrer herangezogen und somit das I-Kind noch weiter ausgegrenzt. Aber auch das ist ein anderes Thema und passt gerade nicht hierher.
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    • Das ist in RLP leider nicht so einfach, denn die Schwerpunktschulen dürfen eben das nicht, sondern sollen die Förderkinder gleichmäßig auf die einzelnen Klassen aufteilen.
      Da frage ich mich immer, warum man dreißig Jahre lang Geld in integrative Modellschulen gepumpt und diese wissenschaftlich begleitet hat, so dass Studien vorliegen, dass es gerade eben guten Sinn hat, Förderkinder versch. Schwerpunkte in Regelklassen zu bündeln, und diese Modellschulen für den Erfolg des Modells z.T. den Deutschen Schulpreis verliehen bekommen haben, damit all diese Erkenntnisse nun freundlich ignoriert werden.
      So viel kann ich da gar nicht essen, wie ich :uebel: will.
      Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.
    • kleiner gruener frosch schrieb:

      Habe nochmal weiter recherchiert - in Rheinland-Pfalz gehen Kinder mit attestiertem Förderbedarf auf eine Förderschule oder eine Schwerpunktschule. Aber nicht auf die "Nicht-Schwerpunkt" - Regelschule. Das Kind müsste also, da ihr keine Schwerpunktschule seid, die Schule wechseln.

      Kl. Gr frosch
      Aber genau das triff auf das Kind hier laut der TE nicht zu:
      "Vergangenes Schuljahr hat die damalige Klassenlehrerin einen Antrag auf Erstellung eines sonderpädagogischen Gutachtens gestellt. Ergebnis: kein Förderbedarf; nur Schwächen im LRS-Bereich."!
    • Weil jetzt aber die Noten in allen schriftgebundenen Fächern total unterirdisch waren, habe ich dieses Schuljahr einen Wiederholungsantrag gestellt. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt gegeben worden. Trotzdem hat die Mutter des Kindes beim einzigen Elterngespräch, das in diesem Schuljahr stattfinden konnte, schon klargestellt, dass sie ihr Kind bei uns an der Schule lassen wird, egal wie das Gutachten ausfällt.
      Es geht um den Wiederholungsantrag.

      kl. gr. frosch
      Free Tibet!!
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      Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
    • kleiner gruener frosch schrieb:

      Es geht um den Wiederholungsantrag.
      Ja, weil sich die Lehrkraft scheinbar anders nicht zu helfen weiß. Da aber letztes Jahr bereits ein Gutachten erstellt wurde (von einer hierfür ausgebildeten sonderpädagogischen Fachkraft) kann man davon ausgehen, dass kein allgemeiner Förderbedarf vorliegt. Es wäre schön, wenn sich Grundschullehrkräfte auch mit LRS auseinandersetzen würden anstatt einfach die Kinder auf Förderschulen zu schicken .....
    • Nordseekrabbe schrieb:

      kleiner gruener frosch schrieb:

      Es geht um den Wiederholungsantrag.
      Ja, weil sich die Lehrkraft scheinbar anders nicht zu helfen weiß. Da aber letztes Jahr bereits ein Gutachten erstellt wurde (von einer hierfür ausgebildeten sonderpädagogischen Fachkraft) kann man davon ausgehen, dass kein allgemeiner Förderbedarf vorliegt. Es wäre schön, wenn sich Grundschullehrkräfte auch mit LRS auseinandersetzen würden anstatt einfach die Kinder auf Förderschulen zu schicken .....
      Dennoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass Lehrkräfte, die nicht für den Förderbereich ausgebildet wurden, sich um bis zu 29 andere Schüler*innen kümmern müssen, während das Förderkind oftmals im Unterricht schlicht untergeht, auch wenn man das ganz und gar nicht möchte.
      Ich gehe mal stark davon aus, dass sich tatsächlich die meisten Nicht-Förderlehrer mit LRS auskennen bzw. auch dahingehend geschult werden/wurden, doch auch hier kommt man nunmal an seine Grenzen.

      Es mag einige überraschen, doch es gibt noch Lehrer, die sich sehr bewusst eben nicht für das Förderschullehramt entschieden haben und ich kann jeden Lehrer verstehen, der sich mit den ihm plötzlich aufgedrückten Aufgaben schwer tut.
      Gehe ich nur von mir persönlich aus, so bin ich mit dieser Art der Inklusion einfach überfordert und gebe das vor meiner SL auch offen zu. Ich möchte keine Förderkinder unterrichten, da ich es schlicht nicht kann. Das bedeutet nicht, dass mir die Förderkinder nicht lieb und teuer sind - im Gegenteil, ich bin mir der (neuen) Verantwortung durchaus bewusst und möchte gerade deswegen keine Förderkinder unterrichten; es wäre eine vollkommene Überforderung für alle Beteiligten.
      Als Gymnasiallehrerin habe ich Fächer studiert, Pädagogik lief da eher so nebenher (was nicht bedeutet, dass ich nicht mit Kindern umgehen kann). Meine uneingeschränkte Hochachtung gilt allen Förderlehrern, die meistens mit einem ungeheuren Optimismus und Idealismus ihre schwierige Arbeit bewältigen.

      Gäbe es ein tatsächlich ausgearbeitetes Konzept, eines, das sich auch vor Mehrkosten nicht scheut und nicht nur an Modellschulen praktiziert und hochgejubelt wird; eines, das auf die Bedürfnisse aller Beteiligten - Förderkinder, Regelschüler, verschiedene Lehrämtler - Rücksicht nimmt und eingeht; eines, das die den Schwerpunktschulen zugeteilten Förderlehrer nicht ausbeutet und verheizt, dann wäre ich dabei.
      So aber können wir alle niemandem gerecht werden und das ist einfach furchtbar unfair. Meistens wird an den Kindern vorbeigehandelt, an den schwachen wie an den starken und das ist einfach nicht okay.

      Ich bin mir sicher, Paulchen ist als Grundschullehrkraft mit LRS vertraut, aber irgendwo ist für einen selbst halt mal auch Schluss und das verstehe ich vollkommen.
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    • Mimimaus schrieb:

      Also, ich bin ja an einer Berufsschule....aber mich interessiert das einfach mal aus Neugierde: Wenn ein Kind also wirklich überhaupt nicht mitkommt, kann man es nicht an eine Förderschule schicken? Was macht man dann? Als Deko in den Klassenraum setzen? Irgendwie klingt das doch nicht richtig....
      Da denke ich immer an den Satz einer stellvertretenden SL'in:

      Wenn das Kind mit Förderschwerpunkt Lernen in der 8. Klasse lernt, im Zahlenraum von 1-20 zu rechnen, dann schreiben wir das auch so aufs Zeugnis. Wenn es eben nicht mehr kann, als das, dann macht es eben auch nur das. Dafür bekommt es extra Aufgaben und wenn es eben immer noch Niveau der darunterliegenden Klassen ist.

      Also, zur Deko im Klassenraum nicht herumsitzen lassen, aber mit extra einfachen Aufgaben versorgen.