welches Unterrichtsfach bei Lehramt Grundschule

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    • welches Unterrichtsfach bei Lehramt Grundschule

      Hallo, ich werde im Oktober mein Studium Lehramt für Grundschule in Regensburg beginnen. Nur schwanke ich immer noch, was ich als Unterrichtsfach nehmen soll. In meiner engeren Auswahl stehen Religion (katholisch), Biologie bzw. Geschichte.
      Habt ihr irgendwelche Erfahrungen oder Tips? Worauf muss ich besonders achten? Wie sieht es mit dem Lernaufwand aus oder sollte ich mich im Wesentlichen nach meinen Interessen richten? Ist der Studieninhalt überhaupt vergleichbar mit dem Stoff in der Schule?
      Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen:)
      Christina
    • Ich finde, wenn man sich für das Grundschullehramt entscheidet, dann sollte man immer auch bedenken, dass man in der Grundschule eher weniger Fachunterricht in seinen studierten Fächern hat, sondern (wegen dem Klassenlehrerprinzip) häufig viele Fächer unterrichtet. Von daher macht es immer Sinn, auch Deutsch oder Mathe (idealerweise beides) zu studieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass du in Deutsch oder Mathe eingesetzt wirst ist mehr als hoch - fachfremd ist das schwierig.
      Sei immer du selbst! Außer, du kannst ein Einhorn sein - dann sei ein Einhorn! :verliebt:
    • So wie ich nachgelesen habe, studiert man 3 Didaktikfächer, darunter D und M und ein musisches Fach. Das hat man dann so oder so als Grundlage. Sachunterricht muss man ebenfalls machen.
      Mein Studium ist schon zu lange her - ich habe noch in anderen Kombinationen studiert, als es gerade üblich ist.

      Aber ich kann dir etwas zum praktischen Nutzen sagen:
      Sowohl Geschichte als auch Biologie sind wenige Teilbereiche des Sachunterrichts. Zwingend erforderlich für den Unterricht finde ich es nicht, dies fachwissenschaftlich zu studieren. Am besten schaust du dir einmal die Lehrpläne an. (Mich wundert, dass diese Fächer überhaupt im Grundschulstudium angeboten werden.)
      lehrplanplus.bayern.de/schular…hsu/inhalt/fachlehrplaene
      Das fachwissenschaftliche Theologiestudium kann man hingegen als Hintergrundwissen für den gesamten Religionsunterricht gebrauchen.

      Ich selbst bin bei meinem fachwissenschaftlichen Studium hauptsächlich nach meinen Interessen gegangen - ich hatte auch einige zur Auswahl, die mich interessierten, habe aus dieser Auswahl dann die Fächer gewählt, die mir auch noch andere beruflichen Perspektiven/Ausgangspunkte neben dem Lehrerdasein gaben.
      Wenn man Fächer nach Interesse wählt, dann lernt es sich leichter. Ich würde mich zu keinem Fach zwingen, sondern eines nehmen, das mir Spaß macht und mich interessiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Caro07 ()

    • Caro07 schrieb:

      So wie ich nachgelesen habe, studiert man 3 Didaktikfächer, darunter D und M und ein musisches Fach. Das hat man dann so oder so als Grundlage. Sachunterricht muss man ebenfalls machen.
      Mein Studium ist schon zu lange her - ich habe noch in anderen Kombinationen studiert, als es gerade üblich ist.
      War bei uns damals anders. Deutsch und Mathe musste man gar nicht studieren - nicht mal als didaktisches Fach. Man hat zwei bis drei Fächer fachwissenschaftlich und didaktisch studiert, war bei mir dann halt Englisch, Mathe und Deutsch. Heute bin ich heilfroh über diese Kombi, denn wenn ich mir vorstelle, dass ich eines davon fachfremd unterrichten sollte, dann würde ich das ziemlich blöd finden. An Stelle der FS würde ich auch eher zu Reli tendieren, die Gründe hat Caro07 ja schon genannt.
      Sei immer du selbst! Außer, du kannst ein Einhorn sein - dann sei ein Einhorn! :verliebt:
    • Zunächst bin ich der tiefsten Überzeugung, das oberste Kriterium ist dein Interesse. Es ist zu anstrengend, sich u.U. 10 Stunden ernsthaft am Tag mit einem Fach beschäftigen, für das man sich nicht interessiert.
      flip


      In der Praxis sind m.E. Deutsch und Mathe am elementarsten.

      Für jedes andere Fach gibt es ein "Für" und "Wider" - bei Religion ist es z.B. die Frage, ob du hinter den Lehren der katholischen Kirche stehst . Die Inhalte des Studiums korrelieren oftmals nicht mit der Wirklichkeit der Schule. Jedoch zu deiner Zeit als Lehramtsanwärter oder in den Praxisphasen bekommst du einen ganz guten Einblick .

      Beide anderen Fächer, die du beschreibst, betreffen den Sachunterricht. Wenn du für alle Fächer die gleiche eine Affinität besitzt, würde ich eher zur Biologie raten, denn im Sachunterricht hast du in den Praxisanteilen sowohl den naturwiss. wie auch den gesellschaftswissenschaftl. Anteil. Oftmals tun sich Lehrer schwer damit, eine naturwissenschaftliche Sachanalyse zu schreiben.


      flip
    • Für die späteren Einstellungschancen ist die Fächerwahl im Studium erstmal völlig unwichtig. Das mal vorneweg. Da zählt nur die Note und die wird im Studium vermutlich besser ausfallen, wenn man etwas studiert, das einen wirklich interessiert(s. elefantenflip).

      Wenn man das Referendariat betrachtet, muss bedacht werden, dass Biologie und Geschichte jeweils nur kleine Teilbereiche des Heimat- und Sachunterrichts sind. Da kann es schnell schwierig werden, im Prüfungsjahr geeignete Themen für Unterrichtsvorführungen UND Prüfungsstunde zu haben. Gerade wenn du mit Geschichte im ländlichen Bereich landest, wo es eher wenig heimatgeschichtlich bedeutsame Ereignisse gibt, die dazu noch grundschulgeeignet sind. Da ist es mit Biologie schon leichter, etwas zu finden.
      Religion ist in der Tat abhängig von deiner Einstellung. Manche Lehrer können das aus Überzeugung unterrichten, andere gar nicht. Das muss jeder selber wissen. Für das Referendariat gibt es - soweit ich das bei unseren Lehramtsanwärtern mitbekommen habe - durchaus Themenbereiche, die sich sehr gut für Prüfungen und Vorführungen eignen.

      Zu Deutsch oder Mathematik: Als Didaktikfach muss man sowieso beides studieren. Im ersten Jahr des Referendariats darfst du die beiden Fächer (auch wenn du eines davon nicht vertieft studiert hast) nicht eigenverantwortlich unterrichten. Du wirst dann in den anderen beiden Fächern eingesetzt.

      Zu den Studieninhalten: Ich kann nur für Geschichte sprechen. Da kannst du normalerweise praktisch fast gar nichts deines geschichtlichen Faktenwissens, das du dir im Studium aneignest, wirklich gebrauchen. Was dir schon hilft, ist die Einordnung in geschichtliche Großzusammenhänge und natürlich, sich selbst Informationen zu bestimmten Ereignissen zu beschaffen und zu bewerten und die ohne Verfälschung auf Grundschulniveau herunterzubrechen.
    • Ich habe in Bayern Grundschullehramt studiert. Ich hatte ein Hauptfach und 3 Didaktikfächer, 1 davon war Religion. Wenn man die Missio hat, ist man immer etwas Besonderes im Kollegium, denn man ist eine der wenigen, die Reli unterrichten darf. Bei schulscharfen Bewerbungen kann das von Vorteil sein, wenn sie jemanden mit Missio brauchen. Mir macht der Reliunterricht viel Spaß. Das Studium war aber überhaupt nicht praxisbezogen, sondern sehr theoretisch, aber das kommt auch immer auf die Uni und die Dozenten an und kann bei dir ganz anders sein. In BY dauert das Referendariat 2 Jahre. Du hast dann außer deinem Seminarleiter auch kirchlichen Besuch/Betreuung und bei der Prüfung ist außer den üblichen Leuten noch jemand von der Kirche dabei.
    • Dein Studieninhalt im Unterrichtsfach ist überhaupt nicht vergleichbar, mit dem Stoff, denn du vermitteln wirst. Zum Unterrichtsfach musst du noch die Didaktik des Faches studieren, was dann näher am wirklichen Unterricht ist.

      Das "nicht vertiefte Studium" eines Faches dient der wissenschaftlichen Orientierung. Hierbei erhälst du ein Fachwissen, eben bezogen auf das Fach, dass wirklich in die Tiefe geht. Da solltest du dir ein Fach aussuchen, wo du wissenschaftlichen Tiefgang haben möchtest. (Klar gibt es dann auch noch das vertiefte Studium und weitere höhere Abschlusse, trotzdem geht es in die Tiefe!).

      Bei Religion sehe ich mehrere Hürden. Daran solltest du wirklich sehr viel Gefallen finden, denn neben der normalen Ausbildung im 2. Abschnitt, hast du ein weiteres Seminar, mit einem anderen Seminarleiter. D.h., dass du mehr Unterrichtsbesuche hast und auch noch eine weitere Examensprüfung. Also deutlich mehr Arbeit.
      D.h. aber auch, dass du nicht an jeder Schule deinen Einsatz finden kannst, da dort vielleicht keine, oder zu wenig Kollegen eine Missio haben. Schlussendlich kann das bedeuten, dass du an der benachbarten Schule Religion unterrichten wirst oder dass du eben an deiner Schule insbesondere Religion unterrichten wirst (in mehreren Klassen) und somit weniger in deiner Klasse bist.
      Wenn man Religion als Hauptfach oder Didaktikfach wählt, sollte man das wirklich machen wollen.
    • Kann man denn überhaupt Geschichte oder Bio auf Grundschullehramt studieren? Das sind doch gar keine Grundschulfächer.

      Natürlich ist der Inhalt eines Studiums nicht vergleichbar mit Schulstoff.

      Bei Religion muss dir halt klar sein, dass das nicht einfach nur ein Unterrichtsfach ist.
    • Hanuta, das ist wahrscheinlich von Bundesland zu Bundesland und alle paar Jahre anders. Hier in der Gegend studiert(e) man neben Grundschullehramt noch ein "großes" Fach. Lehrbefähigung bis zur 10. Klasse und so. Und übrigens sind Geschichte und Bio bis gerade eben noch eigenständige Fächer in der Grundschule zweier Bundesländer. Nun haben auch wir Nawi und Gewi. Woran erinnert uns das...? Richtig: Sachunterricht. Kann schon nicht schaden, wenn man da zumindest in einzelne Teile tieferen Einblick gewonnen hat.

      Hab woanders studiert. Da gab's auch "nur auf Grundschullehramt"
      immer.gut :-)