Was bedeutet eigentlich "Hausaufgabenkontrolle" (für dich) ?

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    • Trantor schrieb:

      plattyplus schrieb:

      Gute Lösung.
      Lustig ist dann immer, wenn in der Klassenarbeit genau zu diesen Aufgaben der Aufschrei "das haben wie nie gehabt" kommt ;)
      Und der kommt immer. Egal, wie der Mond steht ;)


      bei mir im ersten Ausbildungsjahr c). Oft auch gemeinsam im Plenum (Korrektur von Zeichnungen, jeder bekommt die eines Mitschülers, wir besprechen die Darstellung und jedes Maß mit Begründung gemeinsam). Später dann e) wie Trantor. Ab 3. AJ keine Hausaufgabenkontrolle mehr. Ich gehe davon aus, dass der Stoff sitzt, wenn keine Fragen kommen. Wer sie dann nicht gemacht hat: Pech, wenn er/sie das Thema dann nicht verstanden hat.
    • Lehramtsstudent schrieb:

      Landlehrer schrieb:

      Ich möchte meine Schüler ab der Oberstufe zur Studierfähigkeit erziehen. Wer sich entscheidet die freiwilligen Hausaufgaben nicht zu machen muss mit den Konsequenzen leben.
      OT, aber mich würde interessieren, was du unter Studierfähigkeit in dem Zusammenhang verstehst. Hintergrund dessen ist, dass ich dieses Semester ein Tutorium für Erstsemesterstudenten leite und diese verpflichtende Hausaufgaben bekommen, die sie abgeben und nach einer Woche korrigiert zurückbekommen. Einige Studenten haben das bis jetzt auch super hinbekommen, bei anderen Studenten hapert es an vielen (!) Stellen und es stellt schon eine Herausforderung dar, die Aufgabenstellung richtig zu lesen. Beim nächsten Treffen werde ich daher noch einmal intensiv darauf eingehen, wie man ordentlich Hausaufgaben bearbeitet. Im Umkehrschluss frage ich mich, ob Schüler in der Oberstufe in ausreichendem Maße darauf vorbereitet werden, eigenständig Hausaufgaben zu bearbeiten, wenn die Vorstellung von Studienanfängern hierzu scheinbar derart heterogen ist.
      Sorry für den zweiten Beitrag, kann irgendwie im nachhinein kein Zitat einfügen :(

      Was passiert, wenn die Studenten die "Hausaufgabe" nicht haben?
      Ich würde sei eiskalt auflaufen lassen, dann lernen sie das schon noch.
    • Das Problem ist ja nicht, dass sie sie nicht haben, sondern vielmehr, dass ein Teil (bei der ersten HA waren es 36%, bei der zweiten HA 21%) Aufgaben mit deutlichen Mängeln qualitativer wie quantitativer Art abgab bishin zu Themaverfehlung. Und laut Kursleitung darf höchstens eine Hausaufgabe nicht bestanden werden, sonst werden sie nicht zur Klausur zugelassen. Deswegen haben wir uns jetzt dazu entschlossen, die Ergebnisse der ersten zwei HA einzuklammern und ich werde ihnen noch einmal dezidiert erklären, worauf es bei einer bestandenden Hausaufgabe ankommt :tot: . Und ja, ich rede von Studienanfängern, nicht Zweitklässlern :autsch: .
    • Lehramtsstudent schrieb:

      Und laut Kursleitung darf höchstens eine Hausaufgabe nicht bestanden werden, sonst werden sie nicht zur Klausur zugelassen. Deswegen haben wir uns jetzt dazu entschlossen, die Ergebnisse der ersten zwei HA einzuklammern
      Warum lasst ihr sie nicht durchfallen? Dann strengen sie sich im nächsten Semester mehr an.

      Lehramtsstudent schrieb:

      ich werde ihnen noch einmal dezidiert erklären, worauf es bei einer bestandenden Hausaufgabe ankommt. Und ja, ich rede von Studienanfängern, nicht Zweitklässlern.
      Ich musste leider schon das ein oder andere Mal mitbekommen, dass einige meiner Abiturienten im Studium zu spät aufgewacht sind und der Zug abgefahren war. In der Uni reicht es eben nicht aus clever und regelmässig anwesend zu sein, um einen 1er-Schnitt abzustauben.
    • Offizielle Position dazu lautet, dass sie ja noch Studienanfänger seien und sich ja anstrengen würden (naja...). Ich habe zwar gewisse Freiheiten als Tutor, kann aber eben die Leute auch nicht nach Belieben durchfallen lassen...
      Theoretisch könnte ich auch die Studenten durchfallen lassen und auf die Eigenverantwortlichkeit von Studenten Bezug nehmen, aber dafür müssten alle an einem Strang ziehen, da es sonst negativ auf mich zurückfällt.
    • Lehramtsstudent schrieb:

      Offizielle Position dazu lautet, dass sie ja noch Studienanfänger seien und sich ja anstrengen würden (naja...). Ich habe zwar gewisse Freiheiten als Tutor, kann aber eben die Leute auch nicht nach Belieben durchfallen lassen...
      Theoretisch könnte ich auch die Studenten durchfallen lassen und auf die Eigenverantwortlichkeit von Studenten Bezug nehmen, aber dafür müssten alle an einem Strang ziehen, da es sonst negativ auf mich zurückfällt.
      Das ergibt keinen Sinn. Du hast Bewertungskriterien, die du vorher erläutert hast. Wenn die nicht erfüllt werden, ist die Aufgabe nicht bestanden. Wenn du dich dann nicht traust, Noten zu erteilen, erfüllst du nicht die Aufgabe, für die du bezahlt wirst und nicht umgekehrt.
    • Natürlich wurden die Formalitäten zur erfolgreichen Teilnahme am Tutorium zu Beginn der ersten (!) Stunde transparent allen Studenten dargelegt (wohlgemerkt ohne Einspruch!) und es gab ja auch genug Studenten, die tolle Hausaufgaben abgaben, aber einigen Studenten war wohl z.B. nicht klar, dass man nicht einfach irgendwelche Aufgaben weglässt oder die Aufgabenstellung sehr eigenwillig interpretiert :autsch: . Ich habe die Hausaufgaben umfangreich kommentiert, sodass die Studenten wissen, woran das Durchfallen lag, aber die Assistentin der Vorlesung (die ja in der Hierarchie noch einmal höher ist als ich) empfahl mir, den Studenten noch einmal eine Chance zu geben und von Grund auf darzulegen, wie man eine Hausaufgabe erfolgreich bearbeitet, sodass die Durchfallquoten in Zukunft niedriger ausfallen (in den meisten anderen Tutorien kam es bislang so gut wie nicht zu einem Nicht-Bestehen der Hausaufgaben). Da kann ich mich dann auch nicht querstellen und machen, was ich will :daumenrunter: ...
    • plattyplus schrieb:

      Moin, ...

      Das Problem dabei ist doch, daß dafür extrem viel Unterrichtszeit zur Kontrolle verloren geht. Also was nutzen mir Hausaufgaben (allein für mein Fach) im Umfang von 30 Minuten, wenn ich später im Unterricht ebenfalls 30 Minuten einer Doppelstunde benötige, um die Schülererarbeitungen zu kontrollieren? ...

      Das Problem sehe ich auch.

      Anstatt am Anfang einer Stunde Hausaufgaben zu kontrollieren und zu vergleichen, die oft etliche nicht gemacht haben (dies dann notieren und nachfordern und ggf. dann sanktionieren), könnte ich ja auch einfach eine gemeinsame Übung unter meiner Anleitung machen (lassen). Die haben dann wirklich alle gemacht und sich gegenseitig geholfen und haben alle eine Rückmeldung von mir, ob es so richtig war. Ist es nicht oft so, dass immer die die Hausaufgabe machen, die sie am wenigsten nötig hätten?!

      Daher gebe ich HA eher selten auf, lasse eher etwas beenden - wobei die Hausaufgabe "Lernen" natürlich immer besteht.

      Aber das hängt wohl doch sehr von der Alters- und Klassenstufe ab !
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sofawolf ()

    • Das sehe ich zum größten Teil genau so. In Physik und Chemie gebe ich selten Hausaufgaben auf. Dauert zu lange, um zu kontrollieren. Da ist eine gemeinsame Übung zu Beginn zielführender.


      Für Mathe sehe ich das etwas anders. Da gebe ich so gut wie immer Hausaufgaben auf und kontrolliere sie und bespreche sie auch. Vgl. a) und b). Da geht das auch schneller.
      "Der Lehrer hat den Rohstoff unseres Landes in den Händen."
      Matthias Platzeck, Ministerpräsident von Brandenburg
    • sofawolf schrieb:

      Daher gebe ich HA eher selten auf, lasse eher etwas beenden - wobei die Hausaufgabe "Lernen" natürlich immer besteht.
      Aber das hängt wohl doch sehr von der Alters- und Klassenstufe ab !
      Wobei ich bei uns an der Berufsschule noch die Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb hinzukommt.

      Genauer: Bei 1,5 Berufsschultagen müssen die Azubis an einem Berufsschultag später ja noch in den Betrieb. In meinem Referendariat habe ich kennengelernt, was das in manchen Berufen heißt. Morgens waren die Einzelhandel-Azubis für 4 Stunden bei uns und danach mußten sie abends noch in den Supermarkt. Am nächsten Tag hatten sie dann bei uns ihren kompletten Berufsschultag. So, jetzt kann man sich ja an drei Fingern abzählen wie kurz die Nacht dann wird, wenn man am ersten Tag endlich Feierabend hat. Supermärkte haben ja bis 22 Uhr geöffnet und da die meisten Kunden am Abend kommen, schieben die Azubis da auch eher Spätschicht, so spät wie eben gerade noch gesetzlich zulässig.

      Da war es mir wesentlich wichtiger, daß die Azubis am zweiten Berufsschultag halbwegs ausgeschlafen zur Schule kommen. Da war es dann in der Schule auch allgemeiner Konsens, daß keine Hausaufgaben aufgegeben werden.
    • Interessant ist auch der Gedanke, dass wenn man 4 mal die Woche "nur" 5 min HA kontrolliert, man knapp 18h Unterricht verliert.
      Ich gebe daher überhaupt keine HA sondern sammle hin und wieder 3-5 Hefte ein und kontrolliere eine schriftliche Aufgabe ( das zählt zur schriftlichen Leistungsbewertung - denn nicht nur Klassenarbeiten zählen dazu).
      Das ist ökonomischer für mich und die Schüler werden angehalten sorgfältiger zu arbeiten.

      Liebe Grüße
    • Ackinator schrieb:

      Interessant ist auch der Gedanke, dass wenn man 4 mal die Woche "nur" 5 min HA kontrolliert, man knapp 18h Unterricht verliert.
      Ich gebe daher überhaupt keine HA sondern sammle hin und wieder 3-5 Hefte ein und kontrolliere eine schriftliche Aufgabe ( das zählt zur schriftlichen Leistungsbewertung - denn nicht nur Klassenarbeiten zählen dazu).
      Das ist ökonomischer für mich und die Schüler werden angehalten sorgfältiger zu arbeiten.

      Liebe Grüße

      Das mache ich auch.

      (Schön, ich fühle mich noch einmal bestätigt. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, nicht immer alle Hefte einzusammeln.)
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.
    • Ackinator schrieb:


      Ich gebe daher überhaupt keine HA sondern sammle hin und wieder 3-5 Hefte ein und kontrolliere eine schriftliche Aufgabe ( das zählt zur schriftlichen Leistungsbewertung - denn nicht nur Klassenarbeiten zählen dazu).
      Verstehe ich das richtig, die Hausaufgabe wird benotet? Meiner Ansicht nach ist die Hausaufgabe eine Übung, bei der man feststellen kann, dass man das Thema noch nicht verstanden hat und noch einmal nachfragen muss. Aber ohne Konsequenzen.
      Und bei jüngeren Schülern kommt dazu, dass die Qualität der Hausaufgabe stark abhängig vom Engagement der Eltern ist. Und diese sollen ja keine Note erhalten:)
    • Neu

      Jein. Mal benote ich eine HA ( dann natürlich Inhalt, vollständig etc, wie bei einer KA). Mal ist es auch eine schriftliche Aufgabe aus der Schulstunde direkt heraus. Das mache ich z.B. dann, wenn ich so Pappenheimer habe, die nach 10 min nix tun bei einer 15 min Aufgabe plötzlich aufs Klo müssen und dann beim gemeinsamen besprechen immer die Ausrede benutzen:" Oh so weit bin ich noch nicht, aber ich war ja auf der Toilette."
      Ja, HA sollen der Übung und de Vertiefung dienen. Für mich ist es aber auch eine schriftliche Fleißübung. Und warum sollen immer nur die Schüler belohnt werden, die nie aufpassen und nur für die Arbeit auswendig lernen. Ich belohne so auch gerne Schüler, die das ganze Jahr über Engagement zeigen. Ist für mich auch mittlerweile aussagekräftiger als so eine einzelne Arbeit.
    • Neu

      Naja ich muss schon sagen, dass ich ein wenig über die SekI meiner Tochter (Gesamtschule Niedersachsen) irritiert bin. Dort wird mit Lernzeiten gearbeitet (statt HA). Am Vormittag 3 mal in der Woche 2 Stunden wird an Plänen in versch. Fächern gearbeitet. Nachgeguckt wird nichts, bzw. nur ob es gemacht wurde. Meine Tochter fehlt schon die Rückmeldung ob es denn richtig gemacht wurde und ob sie es richtig verstanden hat...

      Da in 3 verschiedenen Niveaustufen gearbeitet wird (im ganzen Unterricht) gibt es auch nur sehr allgemeine frontale Einführungen und dann können die Kinder aussuchen ob sie 1Stern-Niveau, 2Stern-Niveau oder 3-Stern-Niveau arbeiten. Auch hier... kaum Rückmeldung, Vergleichen und Kontrolle.