Alle meckern über "meine" Klasse

    • Krabappel schrieb:

      Seph schrieb:

      ... Hört man dann die Gegenseite, erfährt man häufig von sehr unzeitgemäßem Unterricht mit viel Leerlauf, fehlender Konsequenz oder Unberechenbarkeit beim Durchsetzen von Regeln u.ä. :(
      Variante a): "das ist ja wirklich langweilig, was Frau soundso macht/na wenn Herr Soundso sich nicht durchsetzt, rede ich mal mit ihm..."
      Variante b): "und wenn es noch so langweilig ist, ich mache auch nicht alles gern (mag auch nicht alle Kollegen) trotzdem erwarte ich von euch.../dann überlegt euch mal, warum es so laut ist. Ihr seid dafür verantwortlich, dass...
      Variante c: Deine Variante b plus "ich rede mal mit ihm". Hat den Vorteil, dass die Schüler nicht den Eindruck bekommen, sie seien einem völlig egal.
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    • DePaelzerBu schrieb:

      ...Variante c: Deine Variante b plus "ich rede mal mit ihm". Hat den Vorteil, dass die Schüler nicht den Eindruck bekommen, sie seien einem völlig egal.

      Na dann bin ich ziemlich sicher, dass du noch nicht erlebt hast was passiert, wenn ein Kollege so etwas in einer Klasse sagt, in der du eh schon keinen Stich siehst.

      Ob die Klasse merkt, dass sie dir nicht egal ist, hängt nicht davon ab, ob du dich mit ihr gegen einen Kollegen stellst. Ist sicher nicht die Intention aber leider das Ergebnis für den Kollegen. (Zumal jeder weiß, dass schwierige Schüler IMMER erst mal alles doof finden, was ein neuer Lehrer macht. Als ob der eigene Unterricht so viel besser wäre ;) ).
    • Krabappel schrieb:

      DePaelzerBu schrieb:

      ...Variante c: Deine Variante b plus "ich rede mal mit ihm". Hat den Vorteil, dass die Schüler nicht den Eindruck bekommen, sie seien einem völlig egal.
      Na dann bin ich ziemlich sicher, dass du noch nicht erlebt hast was passiert, wenn ein Kollege so etwas in einer Klasse sagt, in der du eh schon keinen Stich siehst.
      Nö, hab ich nicht. Ich habe allerdings erlebt, dass mich in einer Klasse mehrere Jungs ansprachen, die kurz vor der Kündigung standen, weil ihr Klassenlehrer - ein inzwischen pensionierter Kollege - entschuldigte Tage als unentschuldigt an die Betriebe gemeldet hat (sprich: Er hat sein Klassenbuch nicht sauber geführt). Ich saß dann mit der Klasse da, habe das Klassenbuch durchforstet, und siehe da, für die allermeisten waren ärztliche Atteste vorhanden, die nicht eingetragen waren.

      Von ihm hatte ich dagegen vorher schon öfter gehört, dass die Klasse völlig grundlos bösartig, regelrecht feindselig ihm gegenüber sei, und mich schon gewundert, dass die bei mir (damals "Randstundenlehrer") eigentlich sehr nett und umgänglich waren.

      Wenn eine Klasse sowas geschlossen und dabei noch sachlich berichtet, werde ich den Teufel tun, die alleinige Schuld den Schülern zuzuschieben um irgendwelcher falsch verstandener Kollegialität willen. Sowas zerstört bei uns nicht nur wenn's blöd läuft die Zukunft der Jungs, sondern schadet auch dem Ansehen der Schule massiv.

      Gruß,
      DpB

      Edit-PS: Ob der dann in DIESER Klasse kein Bein mehr auf den Boden gekriegt hat war mir tatsächlich vollkommen egal.
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    • Krabappel schrieb:

      Ob die Klasse merkt, dass sie dir nicht egal ist, hängt nicht davon ab, ob du dich mit ihr gegen einen Kollegen stellst. Ist sicher nicht die Intention aber leider das Ergebnis für den Kollegen.
      wenn man als Vermittler zwischen der eigenen Klasse und einem Kollegen, mit dem es Probleme gibt, auftritt, würde ich nicht von "sich gegen den Kollegen stellen" bezeichnen.

      Sicher braucht es dafür sehr viel Fingerspitzengefühl, und ich würde IMMER den Schülern ratzen, zuerst it dem Kollegen selbst zu reden, aber oft brauchen Jugendliche dafür einen Mittler. Nicht für oder gegen jemanden, sondern sachdienlich orientiert.
      pingo, ergo sum