Sind Lehrer die Mülleimer der Nation?

  • Krabappel schrieb:

    sofawolf schrieb:

    ...sodass ich weniger über Formulierungsfragen diskutieren wollen würde als über die INhalte (gemeint bist damit nicht unbedingt du).

    ...
    Da ist diese überbordende Bürokratie. Die Probleme bei der Inklusion. Die "Spaßschule". Die wachsenden Störungen. ... Ich finde sehr realistisch, was dort beschrieben wird. ...
    Dann bring doch statt Schlagworten endlich mal Inhalte ein!

    @Krabappel,

    aber die Inhalte stehen doch in dem Artikel. Ich habe einige Aussagen zitiert. Soll ich das jetzt alles wiederholen oder noch einmal zitieren? Ich schrieb, ich stimme dem zu, was dort geschrieben steht (Kernaussagen habe ich genannt) und ich schrieb, ich finde das alles sehr realistisch beschrieben, also so, wie es aus meiner Sicht tatsächlich ist. Warum soll ich das jetzt alles im Detail wiederholen, nur weil du keine Lust hast, es zu lesen?

    Man kann nun zustimmen oder ablehnen (schrieb ich auch schon) und begründen, warum man zustimmt oder ablehnt, warum man der Meinung ist, das sei alles übertrieben, gar nicht wahr, einseitig beschrieben oder eben wie oder dass man es selbst auch so erlebt ... Dann kommt vielleicht eine Diskussion zustande. Rede und Gegenrede. Muss aber auch nicht. Man muss auch nichts dazu sagen, wenn man nicht will oder wenn man es nicht interessant findet. Oder man liest es eben einfach und merkt, man ist nicht alleine mit diesen Erfahrungen und Empfindungen, fühlt sich bestätigt oder widerlegt in dem, was man denkt oder sammelt vielleicht Argumente für Diskussionen an anderer Stelle ...

    Um mehr geht es nicht. Ich verfolge keine "weiterführenden Ziele" damit. Ich fand es interessant und realistisch und dachte, andere hier auch. Keine Ahnung, was hier manche immer so erwarten oder hineininterpretieren. Es geht um Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Das ist alles. Wir haben hier nichts zu entscheiden oder zu bestimmen.
    Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

    „Alle Menschen neigen nämlich dazu, eher nach Hinweisen zu suchen, die ihre eigenen Thesen bestätigen, als nach solchen, die ihnen widersprechen“, erklärt Philipp Hübl (Universität Stuttgart).
  • icke schrieb:

    Ich fand den Artikel auch eher nichtssagend. Nicht, dass die geannten Punkte nicht stimmen würden, aber es blieb ja doch eher bei einer recht oberflächlichen Aufzählung, ohne mal irgendwo in die Tiefe zu gehen oder die Auswirkungen wirklich "plastisch" zu schildern. Für Menschen, die in der Schule tätig sind ist da absolut nichts neues dabei, für andere ist es vermutlich nicht wirklich interessant. Die beiden Damen wirkten auf mich auch insgesamt immer noch recht zufrieden, ich glaube nicht, dass das an der Haltung "alles halb so schlimm" und "geht doch noch" (und "Lehrer jammern doch eh nur") irgendwas ändern wird...

    Völlig in Ordnung. Deine Meinung ist deine Meinung. Andere dürfen (trotzdem) anders denken. (Woher weißt du, dass das für andere nicht interessant ist? Ich bin auch ein Teil von "andere". Ich fand es interessant.) :)

    Ich bin auch nicht der Meinung gewesen, ich lese dort etwas, was ich bisher noch gar nicht wusste / kannte. Wieso erwarten das einige hier? Ich fand, dort ist sehr gut zusammengefasst, wie es zugeht an deutschen Schulen und für meine Begriffe auch, warum das Lehren und Lernen in unseren Schulen heutzutage oft nicht mehr so erfolgreich ist und was uns Lehrern die Arbeit schwer macht (schrieb ich ja auch schon).

    Du könntest jetzt, wenn du magst (sonst eben nicht), die Tiefe und die Auswirkungen ja mal plastisch schildern, denn du stimmst ja grundsätzlich zu, vermisst aber eben das.
    Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

    „Alle Menschen neigen nämlich dazu, eher nach Hinweisen zu suchen, die ihre eigenen Thesen bestätigen, als nach solchen, die ihnen widersprechen“, erklärt Philipp Hübl (Universität Stuttgart).
  • sofawolf schrieb:

    Warum soll ich das jetzt alles im Detail wiederholen, nur weil du keine Lust hast, es zu lesen?
    Was mich anbetrifft, so finde ich den Artikel aufgrund der mir bekannten Ausschnitte nicht so interessant, dass ich ihn lesen möchte. Und auch nicht so, dass du dessen Inhalte wiederholen musst.

    Du selbst bist ha nicht der Ansicht, dass sich das Lesen lohnt:

    sofawolf schrieb:

    ch bin auch nicht der Meinung gewesen, ich lese dort etwas, was ich bisher noch gar nicht wusste / kannte.

    sofawolf schrieb:

    Es geht um Meinungs- und Erfahrungsaustausch.
    Fang' an. Mit deiner Meinung und deinen Erfahrungen. Einen solchen Artikel brauchen wir als Diskussionsgrundlage nicht. Immer wild zu schreien "Wir sind im Fernsehen" oder "Die schreiben über uns, hast du gesehen, die schreiben über uns!" wenn irgendwo die Schlüsselworte "Lehrer" oder "Schule" auftauchen, bringt's irgendwie nicht.
  • sofawolf schrieb:

    Du könntest jetzt, wenn du magst (sonst eben nicht), die Tiefe und die Auswirkungen ja mal plastisch schildern, denn du stimmst ja grundsätzlich zu, vermisst aber eben das.
    Ich fürchte das sprengt gerade den zeitlichen Rahmen (ich drück mich hier eh gerade wieder erfolgreich vor Dingen, zu denen ich gerade keine Lust habe...). Aber zum Glück gibt es ja andere Menschen, die das sehr schön können. Sehr aus der Seele spricht mir z.B. dieser Beitrag:
    der-gekuenstelte-aufschrei - Eisbaerenklasse - DesignBlog

    Die Kommentare ergänzen es dann noch....
  • O. Meier schrieb:

    sofawolf schrieb:

    Ich finde, die 2 Lehrerinnen unterschiedlicher Generation nennen in dem Artikel wesentliche Punkte, die das Lehrerdasein heutzutage schwer machen. Da ist diese überbordende Bürokratie. Die Probleme bei der Inklusion. Die "Spaßschule".
    Was denn nun an Spaß das Problem sein soll, will mir nicht einleuchten.
    Na ja, weil meiner Meinung nach Spaß und Lernen nicht so ganz zusammen passt.
    Vokabeln muss man lernen. Mathematische Formeln muss man lernen, Grammatik kann man lernen usw. Klar kann man da mal ein lustiges, flockiges Spiel zur Auflockerung machen. Es bleibt aber meist dabei, dass es einfach Arbeit ist und bleibt, die leider zumeist keinen Spaß macht.
    Spaß habe ich in meiner Freizeit. Beim Sport, im Stadion, mit Freunden beim Bier.
    Die Schule ist dafür nicht unbedingt der richtige Ort dafür.
  • Englisch und Mathematik sind meine Lieblingsfächer und die Beschäftigung hiermit hat mich zu Schulzeiten auch über weite Strecken erfreut. Aber auch ich muss zugeben, dass es Phasen gab, in denen es nicht immer spaßig zuging, weil man etwas lernen musste, was für die weitere Beschäftigung mit dem Fach von großer Bedeutung ist, z.B. Vokabeln im Fach Englisch oder geometrische Formeln im Fach Mathematik. Da muss man durch und später merkt man natürlich auch, dass man etwas davon hat, wenn man die Durststrecken überstand ;) .
  • svwchris schrieb:

    Na ja, weil meiner Meinung nach Spaß und Lernen nicht so ganz zusammen passt.
    Vokabeln muss man lernen. Mathematische Formeln muss man lernen, Grammatik kann man lernen usw. Klar kann man da mal ein lustiges, flockiges Spiel zur Auflockerung machen. Es bleibt aber meist dabei, dass es einfach Arbeit ist und bleibt, die leider zumeist keinen Spaß macht.
    Spaß habe ich in meiner Freizeit. Beim Sport, im Stadion, mit Freunden beim Bier.
    Die Schule ist dafür nicht unbedingt der richtige Ort dafür.

    Das sehe ich auch so.

    Nicht alles, was man macht, macht auch Spaß, aber man muss es trotzdem machen. Das ist ja in jedem Beruf so, in jeder Berufsausbildung und ganz allgemein beim Lernen. Oft macht gerade das Lernen selbst noch keinen Spaß, sondern es macht erst Spaß, wenn man "es" gelernt hat. Das sind die Punkte Anstrengungsbereitschaft und Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen und das ist das, was Kindern heute - laut Aussagen vieler Lehrbetriebe - oft fehlt, womöglich, weil in der Schule immer nur gemacht wurde, was Spaß macht. Sie kennen es halt nicht anders. Sie sind es so gewöhnt.

    Ich erinnere mich gut an mein Referendariat, als die Spaßschule aufkam und die "altgedienten" Lehrer/innen nur mit dem Kopf schüttelten. Man konnte sie damals natürlich leicht altmodisch und rückwärtsgewandt oder sonstwie abqualifizieren und tat dies auch. Die Ergebnisse der Spaßschule sehen wir heute erst (ansatzweise oben benannt). Nun aber haben wir überall die Lehrergeneration, die mehrheitlich der Spaßschule frönt und natürlich auch jede Kritik daran zurückzuweisen und sich herrlich darüber aufzuregen weiß. Sie kennen es eben auch nicht anders. Sie sind es auch so gewöhnt.

    Aber die Ergebnisse sprechen für sich !
    Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

    „Alle Menschen neigen nämlich dazu, eher nach Hinweisen zu suchen, die ihre eigenen Thesen bestätigen, als nach solchen, die ihnen widersprechen“, erklärt Philipp Hübl (Universität Stuttgart).
  • sofawolf schrieb:

    icke schrieb:

    Ich fand den Artikel auch eher nichtssagend. Nicht, dass die geannten Punkte nicht stimmen würden, aber es blieb ja doch eher bei einer recht oberflächlichen Aufzählung, ohne mal irgendwo in die Tiefe zu gehen oder die Auswirkungen wirklich "plastisch" zu schildern. Für Menschen, die in der Schule tätig sind ist da absolut nichts neues dabei, für andere ist es vermutlich nicht wirklich interessant. Die beiden Damen wirkten auf mich auch insgesamt immer noch recht zufrieden, ich glaube nicht, dass das an der Haltung "alles halb so schlimm" und "geht doch noch" (und "Lehrer jammern doch eh nur") irgendwas ändern wird...
    Völlig in Ordnung. Deine Meinung ist deine Meinung. Andere dürfen (trotzdem) anders denken. (Woher weißt du, dass das für andere nicht interessant ist? Ich bin auch ein Teil von "andere". Ich fand es interessant.) :)
    Was genau meinst du denn damit „ich bin auch ein Teil von andere“?? Bitte um Erläuterung.
    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.
  • Meike. schrieb:

    sofawolf schrieb:

    icke schrieb:

    Ich fand den Artikel auch eher nichtssagend. Nicht, dass die geannten Punkte nicht stimmen würden, aber es blieb ja doch eher bei einer recht oberflächlichen Aufzählung, ohne mal irgendwo in die Tiefe zu gehen oder die Auswirkungen wirklich "plastisch" zu schildern. Für Menschen, die in der Schule tätig sind ist da absolut nichts neues dabei, für andere ist es vermutlich nicht wirklich interessant. Die beiden Damen wirkten auf mich auch insgesamt immer noch recht zufrieden, ich glaube nicht, dass das an der Haltung "alles halb so schlimm" und "geht doch noch" (und "Lehrer jammern doch eh nur") irgendwas ändern wird...
    Völlig in Ordnung. Deine Meinung ist deine Meinung. Andere dürfen (trotzdem) anders denken. (Woher weißt du, dass das für andere nicht interessant ist? Ich bin auch ein Teil von "andere". Ich fand es interessant.) :)
    Was genau meinst du denn damit „ich bin auch ein Teil von andere“?? Bitte um Erläuterung.
    So, nach der privaten Nachricht an mich, nun auch hier meine Antwort:

    [...] Ich finde es schon langsam sehr seltsam, wie man permanent hier versucht, mich als Nicht-Lehrer abzustempeln. Ich habe auch etliche Male von meinen Lehrererfahrungen geschrieben. Wenig über diesen Zeilen erzählte ich aus meinem Referendariat. Das wird alles übersehen. Dann habe ich mich mal missverständlich ausgedrückt bzw. nicht mehr richtig im Sinn gehabt, was zuvor jemand schrieb und schon kommt wieder diese Du-bist-kein-Lehrer-Unterstellung. Man hat richtig das Gefühl, da reibt sich jemand die Hände und denkt: Jetzt haben wir ihn!

    (Furchtbar!)

    Als ich schrieb, ich sei auch ein Teil von andere, hatte ich lediglich im Sinn, dass -icke- nicht für alle spricht und es andere geben kann und gibt, die das interessant finden und zu diesen anderen gehöre ich auch. Das war der Bezug (den ich dabei dachte). Mein Gott ... Hört doch bitte mal endlich damit auf. Ich bin Lehrer. Ich nenne keine Details, damit Kollegen mich hier nicht erkennen. Das ist alles. Dass meine Meinungen nicht immer dem -Lehrer-mainstream- entsprechen, weiß ich. Ich finde das nicht schlimm. Meine Meinung ist auch nur meine Meinung. Ihr dürft alle anders denken!
    Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

    „Alle Menschen neigen nämlich dazu, eher nach Hinweisen zu suchen, die ihre eigenen Thesen bestätigen, als nach solchen, die ihnen widersprechen“, erklärt Philipp Hübl (Universität Stuttgart).
  • sofawolf schrieb:

    So, nach der privaten Nachricht an mich, nun auch hier meine Antwort:
    Die war aber nicht von mir.
    Und fragen dürfen wir ja wohl noch.
    Du klingst einfach nicht wie ein Kollege, weniger wegen deiner Inhalte als weil du uns wie ein reiner Themengenerator vokommst und bei den dann anfallenden Praxisdetails nichts beizutragen hast. Und wenn du dann noch solche Vorlagen lieferst...
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  • sofawolf schrieb:

    Werde mal ein bisschen konkreter, bitte.
    Was meinst du z.B. mit "Spaßschule?"

    Dass in der Schule zu viel Spaß gemacht wird? Wer macht das? Wann und wo? Bist du dabei?
    Darf Schule keinen Spaß machen? Lernt man nur ohne Spaß? Oder lernt man nur, wenn es Spaß macht?

    Was sind deine "Spaß-Erfahrungen?"