Sozialkunde Unterrichtsstunde 1/2 Klasse

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Sozialkunde Unterrichtsstunde 1/2 Klasse

      Hallo,

      ich suche ein paar Ideen für eine Unterrichtsstunde im Fach Sozialkunde für die 2 Klasse. Bisher tendiere ich zum Thema "Freundschaft/Streit/Versöhnung" (Evtl Einstieg: Kurze Geschichte zum Thema Streit) oder etwas zum Thema "Andersartigkeit" (Toleranz) , habe dabei an das Buch "Elmar" gedacht.
      Was ich auch sehr interessant finde ist das Thema "Mobbing" , aber dazu fällt mir kaum etwas ein.
      Ich wäre für ein paar Vorschläge sehr dankbar!!!

      Liebe Grüße
    • Du bist noch im Studium, oder?
      Soll das denn wirklich nur eine Stunde sein? Oder Teil einer Einheit? Und wenn letzteres, dann eine Stunde zum Einstieg?
      Und hast du wirklich völlig freie Themenwahl? Gerade der Bereich Soziales Lernen ist ja in der Regel etwas, was normalerweise der Klassenlehrer kontinuierlich aufbaut (ist das denn in Bayern ein eigenes Fach?), insofern wäre es sehr wichtig, dass du das mit ihm abstimmst. Und dann nochmal genauer hier nachfragst. So sind die Vorgaben noch zu "difus" um da sinnvoll helfen zu können. Wichtig wie immer die Frage: was sollen die Kinder denn lernen?
    • Schau dir den Lehrplan an. In Bayern gibt es in der Grundschule doch überhaupt kein Sozialkunde als Fach. Meinst du Ethik? Oder HSU?
      Wenn du noch studierst, dann ist der Lehrplan für deine Stundenplanung evtl. nicht so wichtig, ich lege ihn dir trotzdem ans Herz, weil da Ziele, Inhalte, Methoden und Tipps zu finden sind, die bei der Planung enorm weiterhelfen.

      Elmar ist ein schönes Buch, man könnte es im Kinokreis vorlesen (Kinder kucken ins Buch, du liest von oben - es sei denn du hast ein Kamishibai, das wäre natürlich super), dann darüber sprechen, am Ende malen alle Kinder "ihren" Elmar aus und heften ihn an die Tafel. Man kann dann auch nochmal thematisieren, dass alle unterschiedlich sind und warum das okay und gut ist. Mehr würde ich gar nicht in eine Stunde reinpacken.

      Vom Thema Mobbing in einer fremden zweiten Klasse würde ich dir allerdings abraten. Zu komplex.
    • Das Thema ist komplett frei wählbar. Es muss nur aus dem Bereich "Sozialkunde" sein.

      Die Schüler sollen lernen, dass man sich nach einem Streit wieder versöhnen kann.

      Ich habe mir bisher folgendes überlegt:

      1)Einstieg :
      Bild von zwei Freunden an der Tafel. SÄ (ich denke die Schüler erkennen,dass es sich um zwei Freunde handelt)
      Ausschnitt über einen Streit zwischen den beiden Freunden, welc(Geschichte muss ich mir noch ausdenken)


      2)Partnerarbeit: AB austeilen. Text lesen, um zu erfahren, WARUM die beiden gestritten haben!
      Zudem teile ich Papierstücke aus dunklem Papier aus.
      Die Schüler sollen gemeinsam festhalten, warum A auf B sauer ist und umgekehrt.

      3)Vorstellung der PA: Jedes Paar darf nun seine Papierstücke an die Tafel hängen

      Die Papierstücke ergeben ein Hindernis zwischen den beiden Kindern. Ich würde die Schüler anschließend fragen bzw feststellen,dass die beiden Kinder wohl nun nicht mehr miteinander sprechen/bzw keine Freunde mehr sind.

      Die Schüler vermuten dann, dass die beiden sich versöhnen können.

      4)Gruppenarbeit! Jede Gruppe darf nun entweder auf einem Plakat oder mit einem Rollenspiel, zeigen, was die Kinder tun können, um sich wieder zu versöhnen.

      5)Schluss: Eigene Erfahrungen zum Thema Streit! ( Leider weiß ich nicht, wie ich diesen Aspekt ausführlicher einbauen kann! Der Lebensweltbezug ist schließlich sehr wichtig!)



      Was haltet ihr davon? Was könnte ich anders machen? Wie schaffe ich es, den unteren Aspekt (Eigene Erfahrungen mit Streit/Konflikten) besser in die Stunde einzubauen?
    • Gut gefällt mir die Idee mit den Papierstückchen als visualisierte "Mauer des Streits" zwischen den Kindern. Aber: die Stunde ist schwierig und die Inhalte für eine zweite Klasse meiner Meinung nach sehr umfangreich. Bedenke, dass nicht alle Kinder sichere Leser sind und dass Partnerarbeit / Gruppenarbeit als Arbeitsformen eingeübt werden müssen - wenn die Klasse das nicht oft macht, hast du sofort Chaos und es dauert ewig.

      Also ohne jetzt ewig über deine Stunde nachzudenken, dennoch ein paar Denkanstöße:
      Punkt 4 würde ich rauslassen oder verändern. Wenn du nach der Gruppenarbeit auch noch Rollenspiele vorzeigen oder Plakate vorstellen lassen willst, wird das ewig dauern.
      Punkt 5 ist doch easy. Lass die Kinder von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Bzw. ich würde es tauschen, und direkt nach dem Einstieg über eigene Erfahrungen berichten lassen und dann am Ende da nochmal drauf eingehen. Pass auf, dass es nicht zu sehr ausschweift!


      Ein Bilderbuch hast du nun nicht mehr im Sinn?
    • Für eine Stunde klingt das doch nach ganz schön viel Inhalt. Und es klingt sehr nach Uni, wenn ich so die Schlüsselwörter wie Gruppenarbeit oder Plakat lese :D . Wenn du die Stunde nicht selbst halten musst, mag das OK sein, aber ich würde auch eher zu der Elmar-Geschichte von Kathie raten, da du dann weniger potentielle Risikofaktoren in der Planung hättest (Papierstücke, Gruppenarbeit, Gruppenarbeit, eigene Erfahrungen,...).
      Steht denn "Streit bzw. Umgang mit Konflikten" in irgendeiner Form im Curriculum? Da würde ich zuerst mal reinschauen, was so die Vorgaben sind (die meines Wissens nach in Bayern recht konkret sind).
    • Hallo!
      Auch ich würde sagen, dass das definitiv viel zu viel Stoff für eine Stunde ist. Falls es eine Uni-"Trockenübung" ist, dann mag das in Ordnung sein. Die wollen das bestimmt gern so. In der Realität ist das so nicht machbar.
      1. Den Einstieg finde ich passend
      2. Text lesen ist auch ok. Die Papierstücke, die eine Mauer bilden, ist eine gute Idee. Dunkles Papier finde ich problematisch (wenn ich es richtig verstanden habe und die Kinder drauf schreiben sollen -> kann man schlecht lesen)
      4. Gruppenarbeit würde ich weglassen und stattdessen mündlich thematisieren, was die Kinder könnten, um doch wieder miteinander auszukommen. Oder auch: Was würdest DU an deren Stelle tun?
      5. Eigene Erfahrungen nicht nur zu Streit, sondern Wert drauf legen: Wie habt ihr euch wieder versöhnt?
    • Es wurde ja hier schon mehrfach gefragt, da du darauf nicht eingegangen bist:

      GoldeneFeder44 schrieb:

      Das Thema ist komplett frei wählbar. Es muss nur aus dem Bereich "Sozialkunde" sein.

      Die Schüler sollen lernen, dass man sich nach einem Streit wieder versöhnen kann.
      1. Gibt es in Bayern Sozialkunde in der Grundschule?
      2. Wer sagt, dass sie das lernen können und sollen?
      3. Welchen Status hast du, planst du eine ganze Einheit? Willst du das überhaupt mit Kindern durchführen?

      Das, was du da gesammelt hast ist viel zu viel und unkonkret. „Die einen machen in 25 min. ein Plakat, die anderen eine Gruppenarbeit“ ist für eine 2. Klasse, wie für Erstsemester „die eine Gruppe schreibt in 20 min. ne Hausarbeit zum Thema ‚Philosophische Abhandlung über Freundschaft’, die andere plant die nächste Vorlesung“.

      Es wäre wirklich hilfreich, wenn wir wüssten, was du vorhast :_o_)
    • Ich schließ mich meinen Vorschreibern an: das ist wirklich zu viel für eine Stunde. Ich würde es deutlich verienfachen:

      GoldeneFeder44 schrieb:

      1)Einstieg :
      Bild von zwei Freunden an der Tafel. SÄ (ich denke die Schüler erkennen,dass es sich um zwei Freunde handelt)
      Ausschnitt über einen Streit zwischen den beiden Freunden, welc(Geschichte muss ich mir noch ausdenken)

      Bild als Einstieg finde ich gut. Auf einem zweiten Bild könnte man die beiden dann in "zerstritten" zeigen. Die Kinder vermuten was passiert sein könnte (Streit) und erzählen an der Stelle schon von eigenen Erlebnissen.

      2)Partnerarbeit: AB austeilen. Text lesen, um zu erfahren, WARUM die beiden gestritten haben!
      Zudem teile ich Papierstücke aus dunklem Papier aus.
      Die Schüler sollen gemeinsam festhalten, warum A auf B sauer ist und umgekehrt.
      Ich würde die Geschichte nicht lesen lassen sondern selbst erzählen. Aufgabe für PA könnte dann sein, aufzuschreiben oder zu malen, wie die beiden sich jetzt fühlen oder auch was sie jetzt wohl denken (Denkblasen?).

      3)Vorstellung der PA: Jedes Paar darf nun seine Papierstücke an die Tafel hängen
      Die Papierstücke ergeben ein Hindernis zwischen den beiden Kindern. Ich würde die Schüler anschließend fragen bzw feststellen,dass die beiden Kinder wohl nun nicht mehr miteinander sprechen/bzw keine Freunde mehr sind.
      Das mit der Mauer gefällt mir auch und auch die Fragestellung. Häufig ist es für die Kinder ja besonders schlimmer/emotionaler, wenn sie sich mit einem Freund gestritten haben, als wenn es jemand ist mit dem sie sich nicht gut verstehn. das Bedürfnis, sich zu versöhnen ist da auf jeden Fall eher vorhanden.

      Die Schüler vermuten dann, dass die beiden sich versöhnen können.

      4)Gruppenarbeit! Jede Gruppe darf nun entweder auf einem Plakat oder mit einem Rollenspiel, zeigen, was die Kinder tun können, um sich wieder zu versöhnen.
      Partnerarbeit! (derselbe Partner wie vorher, am einfachsten wäre der Sitznachbar, aber das würde ich vorher mit der Lehrerin absprechen, ob das in dieser Klasse so funktioniert). Es kann auch Sinn machen, nur eine von beiden Möglichkeiten vorzugeben sonst besteht bei den Partnern vielleicht Uneinigkeit darüber, was sie machen wollen... (hängt sehr von der Klasse ab) und du musst zwei Arbeitsaufträge nacheinander formulieren und erläutern. Beides würde ich nur machen, wenn die Klasse beides schonmal gemacht hat.


      5)Schluss: Eigene Erfahrungen zum Thema Streit! ( Leider weiß ich nicht, wie ich diesen Aspekt ausführlicher einbauen kann! Der Lebensweltbezug ist schließlich sehr wichtig!)
      Rollenspiele vorspielen lassen oder Plakate zeigen und erklären lassen. Ende
      Auch so ist es noch ganz schön viel... man könnte auch die erste PA weglassewn und die Kinder das einfach nur mündlich zusammentragen lassen.
      Grundsätzlich aber: unbedingt mit der Lehrerin abklären, was zu dem Thema schon erarbeitet wurde, um zu wissen ob du an irgendwas anküpfen solltest (ich habe bei meinen in der 2.Klasse z.B. die Giraffensprache eingeführt und danach immer wieder darauf zurückgegriffen...). Auch welche Erfahrungen mit Partnerarbeit/ Rollenspielen / Plakatgestaltung schon vorhanden sind.
      Zum Lernziel "Die Kinder lernen, dass man sich nach einem Streit versöhnen kann." Ich denke, dass wissen sie grundsätzlich ja (und haben die Erfahrung ja in der Regel auch schon oft gemancht), die große Frage ist aber "wie?". Da solltest du dir vorher auch gut überlegen, welche Möglichkeiten es denn überhaupt gibt. Wichtig auch: was muss ich denn grundsätzlich beachten, damit die Versöhnung klappt? (z.B. sich entschuldigen, dem anderern vielleicht auch erklären, wieso man was gemacht hat...?)
    • Also ich bin Studentin! Die Stunde MUSS im Fach Sozialkunde sein, da ich dieses Fach als Unterrichtsfach gewählt habe. Die Stunde wird in einer 2 Klasse stattfinden.

      Das Thema darf ich selbst wählen! Der Dozent favorisiert viel Eigenaktivität der Schüler! PA/GA erwünscht!
      Ich habe noch nie zuvor in diesem Fach eine Stunde geplant und bin noch sehr unsicher, wie ihr sicher bemerkt habt.

      Für andere Themenvorschläge bin ich absolut offen! Prinzipiell finde ich die Idee mit dem Buch "Elmar" -> Andersartigkeit thematisieren, sehr gut. Jedoch darf es nicht nur eine reine Vorlesestd. werden, denn das Fach ist ja Sozialkunde!

      Es gibt keine Note auf den Unterrichtsbesuch, trotzdem wünsche ich mir natürlich, dass es einigermaßen gut funktioniert.

      Das Thema "Streit/Freundschaft" wurde bisher noch nicht im Unterricht behandelt. Die Schüler sind mit Gruppen- und Partnerarbeit vertraut. Das funktioniert tatsächlich sehr gut !

      Vielen Dank, für jeden Beitrag!!!!
      Ich habe heute einfach mal angefangen mir ein paar Gedanken zu machen! Das war hier eigentlich erstmal eine Sammlung meiner Gedanken und Ideen, nachdem der Dozent mir heute per Mail den Termin für seinen Besuch mitgeteilt hat.
      Tut mir leid, dass es so chaotisch wirkt bzw. ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von GoldeneFeder44 ()

    • Der momentane Trend, Bilderbücher und andere Geschichten als Ausgangslage für gesellschaftlichswissenschaftliche Thematiken zu nutzen, kann in der Tat dazu führen, dass der Schwerpunkt zu sehr auf die Auseinandersetzung mit Literatur (=Deutschunterricht) fällt.
      Im Idealfall sollst du natürlich eine Unterrichtsgestaltung machen, die sowohl dem Dozenten gefällt als auch zu den Lernbedingungen der Klasse passt. Für dich wäre es aber gut, wenn du nicht ganz so im Trüben fischen müsstest. Das bedeutet konkret: Womit habt ihr euch im Seminar beschäftigt und hat irgendein Thema dich im besonderen Maße angesprochen? Hast du das Curriculum für die jeweilige Jahrgangsstufe durchgelesen und weißt Lehrziele inhaltlicher wie kompetenzbezogener Art und Weise? Und natürlich zuletzt: Was können die Schüler schon, was noch nicht?

      Damit hättest du es wohl einfacher als irgendwas zu machen.


      Wenn du wirklich völlig frei in der Themenfindung bist, dann wähle auf jeden Fall ein Thema mit dem du dich wohlfühlst. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du gut durch die Vorbereitung kommst. Dafür ist natürlich auch wichtig, dass das Thema in irgendeiner Form eingrenzbar ist und dass kann gerade bei schwierigeren Themen schwierig sein, weil sich in der Unterrichtsdurchführung unerwartet dutzende unerwartete Abzweigungen ergeben können.