NRW: A13 nur für neu ausgebildetet Grundschullehrer?

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    • NRW: A13 nur für neu ausgebildetet Grundschullehrer?

      Von Anfang an Druck machen... Nicht nur die Gewerkschaften, alle!

      WN schrieb:

      Neu ausgebildete Grundschullehrer in Nordrhein-Westfalen sollen künftig mehr Geld verdienen.

      ...
      Grundschullehrer erhalten derzeit A 12. Ihr Anfangsgehalt soll um knapp 600 Euro auf A 13 (4133 Euro) steigen.

      ...

      Das Kabinett habe außerdem beschlossen, auch die Bezahlung der bereits aktiven Grundschullehrer auf den Prüfstand zu stellen. Auch sie sollten «in geeigneter Weise von einer verbesserten Besoldung profitieren».
      Das hört sich nun nicht direkt nach A13 für alle an, oder?
    • pepe schrieb:

      Von Anfang an Druck machen... Nicht nur die Gewerkschaften, alle!

      WN schrieb:

      Neu ausgebildete Grundschullehrer in Nordrhein-Westfalen sollen künftig mehr Geld verdienen.

      ...
      Grundschullehrer erhalten derzeit A 12. Ihr Anfangsgehalt soll um knapp 600 Euro auf A 13 (4133 Euro) steigen.

      ...

      Das Kabinett habe außerdem beschlossen, auch die Bezahlung der bereits aktiven Grundschullehrer auf den Prüfstand zu stellen. Auch sie sollten «in geeigneter Weise von einer verbesserten Besoldung profitieren».
      Das hört sich nun nicht direkt nach A13 für alle an, oder?
      Das hört sich nach genau so einem faulen Kompromiss wie in Berlin an, wo plötzlich niemand weiß, wann, wie und ob überhaupt die bereits älteren Grundschullehrerabschlüsse jemals in den Genuss kommen werden.
    • Ernst gemeint oder Heuchelei? Die SPD fordert nun als Opposition A13 für alle.

      RP schrieb:

      Ziel sei die Besoldungsstufe A13 für alle, um die Attraktivität des Berufs vor allem für Grundschullehrer wieder zu erhöhen, sagte der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Stefan Zimkeit, am Mittwoch bei der Vorstellung neuer Änderungsanträge der SPD in Düsseldorf.
      Warum nicht früher?
    • Wo ist das Problem, das neu ausgebildete Grundschullehrer mehr Geld bekommen sollen? Klar, die Arbeit ist die gleiche, aber es soll ja durch die zusätzliche Vergütung ein Anreiz für die Berufsausübung geschaffen werden. Ein Lehrer, der den Beruf seit 20 Jahren ausübt, wird den Beruf nicht besser oder schlechter machen, nur weil er jetzt A13 statt A12 bekommt. Für diejenigen, die noch keine Lehrer sind, kann der Sprung von A12 auf A13 Motivation sein, den Job überhaupt ausüben zu wollen - der Hauskredit lässt sich schließlich nicht mit strahlenden Kinderaugen, sondern nur mit Geld abbezahlen. Und wem bringt die Gehaltserhöhung dann langfristig mehr - dem Lehrer, der den Beruf bereits 20 Jahre ausübt, oder dem Neuling?
    • Natürlich ist das ein Problem! Es führt zu Zwietracht in den Kollegien und vermutlich dazu, dass die bereits arbeitenden LehrerInnen ihr Engagement deutlich zurückfahren, was angesichts der derzeitigen Situation katastrophale Auswirkungen haben könnte, denn momentan leben die Grundschulen vom Engagement der LehrerInnen.

      Die Ausbildung der neuen LehrerInnen ist ja auch nicht besser geworden. Das verkürzte Referendariat macht die Ausbildung nicht nur für die Lehramtsanwärter stressiger sondern auch gerade für die Mentoren.
      Zudem haben sich die Anforderungen ja auch deutlich geändert und es ist immer mehr dazugekommen. Dann möchte ich auch entsprechend bezahlt werden!
      Mich könntest du nicht damit trösten, dass ich froh sein soll, wenn nun mehr den Beruf ergreifen und besser bezahlt werden und ich dafür einfach so weitermachen und jede sch..öne Reform so mitmachen soll.
    • DAs was bei uns gerade zu dem meisten Unmut führt ist, dass die Leute, die als Mentoren arbeiten (müssen, weil sie das angeordnet bekommen haben) und nicht mal eine Entlastungsstunde usw. dafür erhalten jemanden ausbilden und dann hinterher weniger als er bekommen. Scheinbar also nicht so qualifiziert wie er sind. Aber qualifiziert genug, um ihn auszubilden.

      Da stimmt doch was nicht!
    • Ich kann mir das trotzdem in NRW nicht wirklich vorstellen. Das betrifft dann ja nicht nur Grundschullehrämter, sondern auch die S1-Lehrkräfte, von denen es übrigens auch viel zu wenige gibt. Und dann müssten das ja für alle Beförderungsämter usw. auch angepasst werden.
      Zumindest die Beförderungsämter in der Grundschule sind schon angepasst. Alle Schulleiter auf A14, Konrektoren auf A13irgendwas. (Ich weiß aber gerade nicht, ab wann das für Konrektoren gilt.) Da können die Kolleginnen also alle nachrücken.

      Lehramststudent: deiner Überlegung nach bräuchte man A13 dann ja erst für die Lehrer, die ab jetzt anfangen zu studieren. Die anderen (die schon am studieren sind) haben sich ja eh schon dafür entschieden und müssen also nicht mehr dazu motiviert werden, Grundschullehrer zu werden.

      kl. gr. frosch
      Free Tibet!!
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    • Lehramtsstudent schrieb:

      Wo ist das Problem, das neu ausgebildete Grundschullehrer mehr Geld bekommen sollen? Klar, die Arbeit ist die gleiche, aber es soll ja durch die zusätzliche Vergütung ein Anreiz für die Berufsausübung geschaffen werden. Ein Lehrer, der den Beruf seit 20 Jahren ausübt, wird den Beruf nicht besser oder schlechter machen, nur weil er jetzt A13 statt A12 bekommt. Für diejenigen, die noch keine Lehrer sind, kann der Sprung von A12 auf A13 Motivation sein, den Job überhaupt ausüben zu wollen - der Hauskredit lässt sich schließlich nicht mit strahlenden Kinderaugen, sondern nur mit Geld abbezahlen. Und wem bringt die Gehaltserhöhung dann langfristig mehr - dem Lehrer, der den Beruf bereits 20 Jahre ausübt, oder dem Neuling?
      Bist du von der Landesregierung? :autsch:
      Aber dass du Probleme oft anders definierst als "richtige" Lehrer wissen wir ja.
    • Für den Schulfrieden und die Berufszufriedenheit der schon arbeitenden Kollegen finde ich das katastrophal aus den schon von anderen Usern erklärten Gründen. Und wenn die Botschaft dieser Gehaltserhöhung sein soll, dass das Grundschullehrer und ihre Arbeit geschätzt werden (was wohl ein wichtiger Teil eines Anreizsystems sein dürfte), dann ist es auch in dieser Beziehung in keinster Weise nachvollziehbar, weshalb die Arbeit der jüngeren Kollegen mehr geschätzt wird oder wert sein sollte als die der bereits im Beruf stehenden.

      Gäbe es damit dann bald ein 4-Klassen-System nicht nur für Schüler, sondern auch für Lehrer?
      1. Beamte, A13
      2. Angstellte, E13
      3. Beamte, A12
      4. Angestellte, E12

      Herzlichen Glückwunsch zu diesem großen Wurf, liebe Landesregierung.....
      Warum Trübsal blasen, wenn man auch Seifenblasen kann?
    • Midnatsol schrieb:

      Für den Schulfrieden und die Berufszufriedenheit der schon arbeitenden Kollegen finde ich das katastrophal aus den schon von anderen Usern erklärten Gründen. Und wenn die Botschaft dieser Gehaltserhöhung sein soll, dass das Grundschullehrer und ihre Arbeit geschätzt werden (was wohl ein wichtiger Teil eines Anreizsystems sein dürfte), dann ist es auch in dieser Beziehung in keinster Weise nachvollziehbar, weshalb die Arbeit der jüngeren Kollegen mehr geschätzt wird oder wert sein sollte als die der bereits im Beruf stehenden.

      Gäbe es damit dann bald ein 4-Klassen-System nicht nur für Schüler, sondern auch für Lehrer?
      1. Beamte, A13
      2. Angstellte, E13
      3. Beamte, A12
      4. Angestellte, E12

      Herzlichen Glückwunsch zu diesem großen Wurf, liebe Landesregierung.....
      Nicht ganz, das Pedant zu A12 ist E11 ;) sieht also noch blöder aus.
    • Susannea schrieb:

      DAs was bei uns gerade zu dem meisten Unmut führt ist, dass die Leute, die als Mentoren arbeiten (müssen, weil sie das angeordnet bekommen haben) und nicht mal eine Entlastungsstunde usw. dafür erhalten jemanden ausbilden und dann hinterher weniger als er bekommen. Scheinbar also nicht so qualifiziert wie er sind. Aber qualifiziert genug, um ihn auszubilden.

      Da stimmt doch was nicht!
      Daran merkt man: die Bezahlung hat unmittelbar nichts mit der Qualifikation zu tun.

      Im Kapitalismus regelt sich die Höhe eines Lohns durch Konkurrenz am Arbeitsmarkt. Diskussionen über einen vermeintlich "gerechten" Lohn sind da einfach unangemessen.
    • Morse schrieb:

      Im Kapitalismus regelt sich die Höhe eines Lohns durch Konkurrenz am Arbeitsmarkt. Diskussionen über einen vermeintlich "gerechten" Lohn sind da einfach unangemessen.
      Das mag vlt. traurig sein, ist aber wahr!

      @Freakoid: Ballungsgebiet muss man sich eben leisten können; für diejenigen mit Hausambitionen und geringerem Gehalt gibt es Land und Brennpunkt. Es kann nicht jeder eine Villa im Reichenviertel stehen haben ;) .
    • Bayern macht es umgekehrt. Es befördert gut beurteilte bzw. erfahrene Grund- und Mittelschullehrer auf A13. Das finde ich die bessere Variante. Das sendet zumindest das Signal aus, dass man auf A13 steigen kann. Neulinge mit A 13 zu bezahlen und die anderen, erfahrenen Lehrer außen vor zu lassen, empfinde ich fast schon als einen Affront.
      Am besten wäre gleich A 13 für alle.
    • Lehramtsstudent schrieb:

      @Freakoid: Ballungsgebiet muss man sich eben leisten können; für diejenigen mit Hausambitionen und geringerem Gehalt gibt es Land und Brennpunkt. Es kann nicht jeder eine Villa im Reichenviertel stehen haben ;) .

      Lehramtsstudent schrieb:

      der Hauskredit lässt sich schließlich nicht mit strahlenden Kinderaugen, sondern nur mit Geld abbezahlen. Und wem bringt die Gehaltserhöhung dann langfristig mehr - dem Lehrer, der den Beruf bereits 20 Jahre ausübt, oder dem Neuling?
      Na hör mal, du hast das doch mit dem Hauskredit aufgebracht. Heißt das in deinen Augen, nur die Jungen haben ein Recht darauf? Du kannst dann ja mal Land oder Brennpunkt mit A12 bevorzugen!!!
    • Caro07 schrieb:

      Am besten wäre gleich A 13 für alle.
      Dann hätte man aber weder einen finanziellen Anreiz für Neulinge, um den Beruf überhaupt auszuüben, noch für die erfahrenen Grund- und Mittelschullehrer als Belohnung für Treue im Job und eine konstant hohe Arbeitsqualität. Gleiches Gehalt für alle würde letztendlich alle zu Faulheit "motivieren", weil man dann auch nicht bereit wäre, mehr als der Andere zu machen, da man letztendlich eh das gleiche Gehalt erhält. In dem Fall wäre die Motivation deutlich größer, wenn es eine geringe Anzahl an Beförderungs- oder Zusatzzahlungsmöglichkeiten gäbe oder die Entlohnung grundsätzlich leistungsbasiert wäre (Problem: schwierig bei der Kategorisierung).

      @lamaison: Nein, nicht nur die Jungen haben ein Recht darauf. Es ist nur so, dass die Berufseinsteiger eher gewillt sind, in den kommenden paar Jahren ein Haus zu kaufen, als jemand, der den Beruf seit 20 Jahren ausübt und nur mit wenigen außergewöhnlichen Kosten außerhalb der Reihe (Hochzeit, Familiengründung, Hauskauf, Auto,...) mehr zu rechnen hat. Der Berufseinsteiger entscheidet ja mit der Annahme einer Stelle, womit er zumindest die ersten paar Jahre seinen Lebensunterhalt bestreiten will, während ich mal davon ausgehe, dass jemand mit Mitte 40 in der Regel in vielerlei Hinsicht "gesettled" ist und sich an sein Verdienstniveau gewöhnt hat.