Erzieher sollen so viel wie Grundschullehrer verdienen

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      Wollsocken80 schrieb:

      Der Stark Abi-Trainer, mein Freund und Helfer in der Not. Ganz so sehr verklären darf man das alles schon auch nicht.
      :rofl:

      Damit hast du für mich den Nagel auf den Kopf getroffen … man muss sich, denke ich, schon auch darüber im Klaren sein, dass für die vielbeschworene "Vergleichbarkeit" (die letztendlich sowieso eine Illusion ist, genauso wie "objektive Bewertung") auch einiges geopfert wird.
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      Das ist für mich nicht schockierend. Ich wollte letztens meiner Mama eines meiner Prüfungsthemen vorstellen und sie meinte dann: "Davon verstehe ich eh nix, das sind für mich böhmische Dörfer." Dabei ging es um Heterogenität und Differenz, wobei man ja auch ohne Lehrersein das Eine oder Andere in dem Zusammenhang schon einmal hörte. Und so gibt es viele Menschen, die die schulischen Grundlagen einigermaßen verstehen, aber bei "dem höheren Kram" aussteigen - weil sie ihre kognitiven Grenzen erreichen oder schlichtweg auch nicht wollen. Bei meiner Mama fängt das in Mathematik mit Algebra an, manche beginnen schon ab der Zahlbereichserweiterung zu den rationalen Zahlen mit dem Straucheln. Oder Umrechnen von Größen (beides im Praktikum erlebt). Wie sollen diese Menschen Integralrechnung durchführen?
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      Lehramtsstudent schrieb:

      Das ist für mich nicht schockierend. Ich wollte letztens meiner Mama eines meiner Prüfungsthemen vorstellen und sie meinte dann: "Davon verstehe ich eh nix, das sind für mich böhmische Dörfer." Dabei ging es um Heterogenität und Differenz, wobei man ja auch ohne Lehrersein das Eine oder Andere in dem Zusammenhang schon einmal hörte. Und so gibt es viele Menschen, die die schulischen Grundlagen einigermaßen verstehen, aber bei "dem höheren Kram" aussteigen - weil sie ihre kognitiven Grenzen erreichen oder schlichtweg auch nicht wollen. Bei meiner Mama fängt das in Mathematik mit Algebra an, manche beginnen schon ab der Zahlbereichserweiterung zu den rationalen Zahlen mit dem Straucheln. Oder Umrechnen von Größen (beides im Praktikum erlebt). Wie sollen diese Menschen Integralrechnung durchführen?
      Warum soll Deine Mama denn von sowas eine Ahnung haben? Kommt sie aus dem Schuldienst? Und selbst wenn sie davon "gehört" hätte: Kann sie dann soviel Einblick haben, dass sie Dein Prüfungsthema versteht? Und damit ist sie also disqualifiziert, da die kognitiven Grenzen erreicht sind? Hast Du ihr das so gesagt? Manchmal wundere ich mich stark über Deine Ansichten....
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      So war das nicht gemeint. Es ging nicht darum, dass sie so viel über das Thema wissen müsste, dass sie quasi selbst in der Lage gewesen wäre, die Prüfung selbst zu absolvieren. Ich würde einfach mal spontan behaupten, dass, wenn Student X kurz über die Prüfungsthemen seines Studienganges Y berichten würde, ich in der Lage, ihm kognitiv zu folgen und notfalls zu dem einen oder anderen Begriff Nachfragen gehabt hätte. Dazu muss man aber auch sagen, dass es noch einmal einen Unterschied zwischen Grundschulpädagogik und höherer Mathematik hinsichtlich des kognitiven Anforderungsgrades gibt (und ich habe beides mal studiert ;) ). Gerade bei leistungsschwächeren Schülern ist es so, dass sie sich mit Transfer besonders schwer tun, und den hast du natürlich in größerem Maße in der Oberstufe und im Studium, weswegen du quasi gezwungen bist, dich in diesen Stadien der Bildung auf Basis deines vorhandenen Wissens auch zu Themen zu äußern, die dir vlt. in der Form vorher nicht begegnet sind. Wie gesagt - es ist nicht schlimm, dass nicht jeder Mensch dazu in der Lage ist, aber man sollte eben wissen, dass es diese Menschen gibt und dass diese mit den Anforderungen der Hochschulreife völlig überfordert wären.
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      Lehramtsstudent schrieb:

      So war das nicht gemeint. Es ging nicht darum, dass sie so viel über das Thema wissen müsste, dass sie quasi selbst in der Lage gewesen wäre, die Prüfung selbst zu absolvieren. Ich würde einfach mal spontan behaupten, dass, wenn Student X kurz über die Prüfungsthemen seines Studienganges Y berichten würde, ich in der Lage, ihm kognitiv zu folgen und notfalls zu dem einen oder anderen Begriff Nachfragen gehabt hätte. Dazu muss man aber auch sagen, dass es noch einmal einen Unterschied zwischen Grundschulpädagogik und höherer Mathematik hinsichtlich des kognitiven Anforderungsgrades gibt (und ich habe beides mal studiert ;) ). Gerade bei leistungsschwächeren Schülern ist es so, dass sie sich mit Transfer besonders schwer tun, und den hast du natürlich in größerem Maße in der Oberstufe und im Studium, weswegen du quasi gezwungen bist, dich in diesen Stadien der Bildung auf Basis deines vorhandenen Wissens auch zu Themen zu äußern, die dir vlt. in der Form vorher nicht begegnet sind. Wie gesagt - es ist nicht schlimm, dass nicht jeder Mensch dazu in der Lage ist, aber man sollte eben wissen, dass es diese Menschen gibt und dass diese mit den Anforderungen der Hochschulreife völlig überfordert wären.
      Schon mal daran gedacht, dass es deine Mutter einfach nicht interessieren könnte :victory: ?
      Teacher - a person who helps you solve problems you'd never have without them.
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      Das kann durchaus sein. Es wäre jetzt eine gewagte These, aber da du aus dem Mittelschulbereich kommst, könntest du mir evtl. sagen, ob was dran ist oder nicht: Eine Kollegin (Förderschule, Hauptschulabschluss) meinte, dass sie zwar in der Schule recht gut war, aber es 2 Fächer gab, die sie schlichtweg schwänzte, weil sie, laut eigener Aussage, schlichtweg nichts damit anfangen konnte. Das schockte mich schon etwas, weil ich selbst natürlich immer pflichtbewusst in die Schule ging und auch das Beste aus Chemie und Sport machte, obwohl beide Fächer nicht zu meinen Favorites gehörten. Meine Mama hat seit der Sek I ein Mathetrauma, schon als ich noch in der Schule war, kam dann häufiger "Damit brauchst du mir nicht zu kommen, das verstehe ich eh nicht.". Könnte man also formulieren, dass gerade Menschen mit einem niedrigeren Bildungsgrad eher gewillt sind, gleich die Flinte ins Korn zu werfen, wenn sie mal auf Widerstand (oder geringes Interesse) stoßen, während Menschen mit höherem Bildungsgrad sich eher sagen "Jetzt erst recht!" und versuchen, sich durch motivierte Arbeitsweise doch irgendwie in die Materie einzuarbeiten? Die Antwort kann natürlich auch "nein" sein, aber ich wäre neugierig, ob es nicht doch dahingehend einen Zusammenhang gibt.
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      Komm endlich mal weg von deinem "Bildungsgrad".
      Das hat höchstens was mit Sturkopf, Desinteresse, Neugier usw zu tun.

      btw, mit welchen Anforderungen DU völlig überfordert bist, zeigst du regelmäßig aufs Neue.
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      Das ist es überhaupt. Hier wird viel zu viel diskutiert, wie man das Abi retten könnte, anstatt zu überlegen, wie man den Realschulabschluss, die Oberschule attraktiver gestalten könnte. Wer das Abitur retten will, muss darüber nachdenken, es nur für die interessant zu machen, die ernsthaft studieren wollen. Und für diejenigen, die sich mit dem Stoff der Oberstufe um des Stoffes der Oberstufe Willen auseinandersetzen wollen. Das geht nunmal erst ab einem gewissen Reifegrad der Entwicklung.

      Solange das Gymnasium für „Mittelstand“ steht und die Mittelschule für „sozialen Abstieg“, solange wird sich der Trend nicht ändern. Und solange Grundschullehrer finden, ihre Zweien und Dreien seien unumstößliche Aussagen für die Lernentwicklung und berufliche Zukunft eines Menschen und ob es „das Gymnasium schafft“ hinge vom irgendwie schwammig umrissenen Bild ab, das man schließlich in 4 Jahren bekommen habe, solange wird das Mittelmaß die weitere Entwicklung von Schule und auch Abi bestimmen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Krabappel ()

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      Orientierungsstufe gibts nicht mehr. Natürlich kann man nach 6 noch wechseln (aber auch nach jedem anderen Jahr). Schulseitig kann nach Klasse 6 abgeschult werden. Problemlos sind Wechsel sicher nicht. Weder von unten nach oben, noch umgekehrt.

      Meine Tochter hat die 2. Fremdsprache ab Klasse 6.
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      Anja82 schrieb:

      Weil gerade in Klasse 5 und 6 eben nochmal eine große Veränderung passieren kannn. Deswegen bin ich große Befürworterin der Primarschule gewesen.
      Ist das wirklich so häufig?

      Ich habe immer vor Augen, dass in meinem Jahrgang damals jemand eine Realschulempfehlung bekam, über die sich die Eltern hinwegsetzten. Komischerweise war dies die einzige Person des Jahrgangs, die dann im Endeffekt nicht tatsächlich mit dem Abi abschloss.

      Ich hatte auch oft generell bei den Kleinen den Eindruck, dass die nicht fürs Gymnasium geeignet waren und oft stellte sich dann auch heraus, dass sie die entsprechende Empfehlung nicht hatten.

      Ich vertraue da wirklich auf das Urteil der Grundschulkollegen. Selbstverständlich gibt es ab und an noch Spätzünder, aber da kann ja immer noch eine Korrektur nach oben stattfinden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von state_of_Trance ()

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      Ich habe in jeder 4. Klasse mindestens 4-5 Kinder, wo ich es einfach nicht sicher sagen kann. Sie sitzen halt einfach genau dazwischen. Genauso bekomme ich immer mal wieder Rückmeldung, dass jemand (den ich nicht aufs Gymnasium empfohlen habe) recht gut klar kommt. Und auch ein Abi mit 3 ist ja ein Abi. Die meisten Prognosen stimmen schon. Wir witzeln auch immer, dass wir teilweise in Klasse 1 die gleichen Prognosen hatten. Das ist allerdings auch ein bisschen schade.
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      state_of_Trance schrieb:

      Ich vertraue da wirklich auf das Urteil der Grundschulkollegen. Selbstverständlich gibt es ab und an noch Spätzünder, aber da kann ja immer noch eine Korrektur nach oben stattfinden.
      Richtig. Genau so beobachte ich das hier auch. Wenn Schüler von der FMS ans Gym übertreten, dann machen die mit grösster Wahrscheinlichkeit auch die Matura. Die wollen das, sie können es und dementsprechend klemmen sie auch die Arschbacken zusammen. Da in diesem speziellen Fall bei uns der Wechsel sogar im gleichen Schulhaus stattfindet, sind die fraglichen SuS auch bestmöglich beraten. Wenn ich jetzt an meine Viertklässler denke, weiss ich auch sehr genau, wer in der Mittelstufe noch im Real-Niveau war und speziell bei denen war von Anfang an klar, wer die Matura locker besteht und wer immer Mühe haben wird. Da hat sich im Verlauf der vier Jahre genau gar nichts mehr verändert.

      Ehrlich ... Wer seine Professionalität so sehr infrage stellt, dass er sich nicht mehr als ein "Bauchgefühl" bei der Beratung von Eltern und Schülern zutraut, der sollte besser über sich selbst nachdenken denn das ganze System über den Haufen schmeissen zu wollen. Natürlich kann ich auch als Fachlehrperson eine mittelfristige und zuverlässige Prognose bezüglich der Studierfähigkeit meiner SuS abgeben. Und über mehr als "mittelfristig" geht es auch beim Übertritt von der Grundschule auf eine weiterführende Schule nicht.
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      Ich wurde in die Sonderschule eingeschult, bin danach an die Grundschule 1 Klasse gewechselt, wurde dann in der 4 Klasse für die Hauptschule eingeteilt. Habe aber am Ende das Gymnasium (G8) mit dem Abitur verlassen und das in Bayern.

      Daher stelle ich es mir schwer vor bereits in der 4 Klasse sagen zu können "Der macht eine Ausbildung", "Der ist ultra intelligent - Gymnasium" (darüber muss ich schon lachen)

      Dennoch war mein Weg und die Hauptschule genau richtig für mich. Es ist wichtiger das unser System transparent bleibt bzw. transparenter wird.
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      Ich wäre aber auch lieber für eine Grundschule bis zur sechsten Klasse

      Zudem würde ich es super finden wenn es eine Gesamtschule geben würde worin trotzdem noch nach Leistung unterteilt wird anhand von Kursen z.B. A B C gut, mittel, schlecht für jedes Fach. Aber ohne Inklusion außer für Kinder die nur eine Körperbehinderung haben, da es dafür Förderschulen gibt.

      Nicht schlecht würde ich es auch finden wenn Erzieher Lehrern im Unterricht unterstützen könnten. Stelle es mir allgemein hart vor mit 30 Kindern alleine zu sein. Also in der gleichen Relation wie Erzieher - Kinderpfleger.
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      Berufsschule93 schrieb:

      Ich wäre aber auch lieber für eine Grundschule bis zur sechsten Klasse

      Zudem würde ich es super finden wenn es eine Gesamtschule geben würde worin trotzdem noch nach Leistung unterteilt wird anhand von Kursen z.B. A B C gut, mittel, schlecht für jedes Fach. Aber ohne Inklusion außer für Kinder die nur eine Körperbehinderung haben, da es dafür Förderschulen gibt.

      Nicht schlecht würde ich es auch finden wenn Erzieher Lehrern im Unterricht unterstützen könnten. Stelle es mir allgemein hart vor mit 30 Kindern alleine zu sein. Also in der gleichen Relation wie Erzieher - Kinderpfleger.
      Haben die Gesamtschulen nicht alle, zumindest in den Hauptfächern, diese "Grund- und Erweiterungskurse"?
      Ich finde diese Schulform nämlich auch gar nicht schlecht, zumindest auf dem Papier. Aktuell bietet die Gesamtschule in NRW ja noch G9 und das Gymnasium G8. Ich finde da sind die Kinder, die so "dazwischen" sind, ganz gut aufgehoben. Mehr Zeit für das Abitur, man kann aber auch vernünftig einen mittleren Abschluss machen (Das ist am Gymnasium echt schwierig mit G8).
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