Angepinnt Anti-Burnout, Reduktion der Arbeitsbelastung, Selbstschutz ... und mehr.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ich denke auch, dass es wichtig ist, eigene Bedürfnisse nicht aus dem Auge zu verlieren. Bei allem Engagement braucht jeder einmal eine Auszeit. Und wer sich überlastet und zusammenbricht, kann auch nicht mehr unterrichten. Deswegen stimme ich der Liste voll und ganz zu!
    • Ich hab's ausgedruckt und vergrößert und an die Personalratswand gehängt (unter Änderung des Begriffes "auf die Eier" zu "Auf den Zeiger" [img]https://www.lehrerforen.de/wcf/images/smilies/zwinker.png[/img] ) . Die Kollegen standen interessiert davor Schlange und haben diverse Reaktionen gezeigt. Von sich nachdenklich den Bart streichen und "überdenkenswert!" murmeln, bis zu erfreutem Applaus oder erschrockenem "Oh Gott, das ist ja direkt an mich gerichtet!"
    • Auch wenn ich jetzt auf einen monatealten Thread eingehe: vielen Dank hierfür! Es tut echt gut, auch sowas zu hören/lesen. Ich selbst gehe nämlich in Korrekturen unter (u.a. Englisch in der gymnasialen Oberstufe) und habe bisher (das soll sich aber ändern!) Ferien, Wochenenden, Feiertage dafür geopfert (gestern z.B. war herrliches Wetter am 1. Mai, aber mein Mann durfte alleine zu Freunden fahren, ich saß ja am Schreibtisch...), aber bin gefühlt die einzige im Kollegium, die sich auch mal beschwert und sagt "Das kann doch echt nicht so sein!".
      Bei meinen Korrekturfachkollegen wird das irgendwie einfach stillschweigend akzeptiert, dass man kein Leben hat - die eine Kollegin korrigiert JEDE Ferien fast vom 1. bis zum letzten Tag durch, sitzt bis spätabends am Schreibtisch und hat mit Mitte 30 weder Hobbies noch einen Freund/Mann/Familie -, der andere Kollege erzählt mir, dass er ja nicht nur die kompletten Weihnachtsferien, sondern das WE danach 12 und das WE darauf 16 Stunden korrigiert hätte, zusätzlich zu bis zu 14-Stunden-Tagen unter der Woche.. Da fühlt man sich schon unter Druck gesetzt, da mitziehen zu müssen.
      ABer: auch ich werde die Liste ausdrucken und mir jetzt als erstes neben die Klausuren eine Stoppuhr legen - in der Zeit müssen die einfach fertig werden :)
    • Huepferli schrieb:

      Da fühlt man sich schon unter Druck gesetzt, da mitziehen zu müssen.
      Das musst du abstellen - es beginnt mit der Frage, ob man denn wirklich alles und jedes zu Hause korrigieren muss. Bislang wüsste ich nicht, dass eine klare Reaktion zwischen der Zeitinvestition bei der Korrekturtätigkeit und dem Lernerfolg in der Fremdsprache belegt wäre.
    • Huepferli schrieb:

      Da fühlt man sich schon unter Druck gesetzt, da mitziehen zu müssen.
      Ich würde mich da auch nicht unter Druck setzen lassen. Für viele Kollegen gehört das Jammern zum Handwerk.
      Ich selbst unterrichte mit Deutsch/Englisch sicherlich eine der korrekturlastigsten Kombinationen und bin immer mit ca. 80% meines Deputat in der Sek2 eingesetzt.
      Es kommt vielleicht alle paar Jahre mal vor, dass ich in der Abizeit ganze Wochenenden durchkorrigieren, im Normalfall halte ich mir am Wochenende IMMER der Freitag nach Schulschluss und einen weiteren Tag (Samstag oder Sonntag) ganz oder zumindest fast ganz von schulischer Arbeit frei. Ich mache manchmal Nachtschichten, weil das meinem Rhythmus entspricht, aber fast nie aus der Not heraus, weil XY bis morgen unbedingt fertig werden muss.
      Und in den Ferien fahre ich immer weg und/oder gammle ein paar Tag daheim rum. Mehr als max. die Hälfte der Ferien korrigiere ich nie, tendenziell eher weniger.

      Wichtig ist, den Perfektionismus abzulegen und die nötige professionelle Distanz zur eigenen Arbeit, so wie Nele das auch beschreibt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von WillG ()