Alternativen zu Lehrerjob?

  • Hallo, ich bin neu hier...,


    seit 4 Jahren bin ich in Elternzeit (habe zwei Kinder) und plane gerade meinen Wiedereinstieg in den Job.


    Von "Haus aus" bin ich Sonderschullehrerin (GB), wobei sich immer mehr zeigt, dass ich an meine frühere Schule nicht mehr zurück möchte.


    Nun bin ich gerade dabei herauszufinden, ob das bei mir eine allgemeine Unlust am Lehrerjob an sich ist (habe nach meinem Ref. fünf Jahre lang voll gepowert und viele schulische Nischen ausprobiert, bin dann aber ziemlich "schulmüde" und erleichtert in den Mutterschutz gegangen) oder ob ich einfach "nur" die Schule (oder Schulart) wechseln sollte.


    Ich denke z.B. auch an eine Beurlaubung, um dann - wenn möglich - evtl. etwas Selbständigeres aufbauen zu können...


    Nach intensivem Durchstöbern des Beamtenrechts (Baden-Württemberg) bin ich immer wieder über das Nebentätigkeitsrecht gestolpert, das mir einfach nicht einleuchten will:


    Stimmt es, dass man bei einer Beurlaubung trotzdem nur 1/5 des Deputats arbeiten und dabei nur 1200 Euro/Jahr verdienen darf???
    (Beim regulären Dienst leuchtet mir das ja ein, aber wenn man beurlaubt ist?)


    Gibt es hier jemanden, der etwas Alternatives zum Lehrerjob (im Rahmen einer Beurlaubung) macht oder gemacht hat?


    Danke schonmal.
    Herzliche Grüße, Nellie09

  • Am einfachsten ist es, wenn du während der Elternzeit etwas anderes arbeiten willst, hier gelten andere Grenzbeträge als während der Beurlaubung. In Bayern zumindest sind die Grenzen, was man während einer Beurlaubung arbeiten darf, gaaaanz streng und nicht sehr viel.

  • Hmmm, ich fürchte, in Ba-Wü sind die Grenzen auch seeeeeeeeeeehr streng...
    Ich suche allerdings nach Alternativen NACH der Elternzeit..., gerne auch im sonderpädagogischen Bereich außerhalb des regulären Lehrerjobs, aber eben mit der Option, den Beamtenstatus zu behalten...
    Danke, auf jeden Fall, für Deine Antwort!!

    • Offizieller Beitrag

    Gibt es bei euch die Möglichkeit als Sonderschullehrerin an eine Grundschule zu gehen? Wir haben zwei Kollegen, die nicht mehr zurück möchten, eine weint immer noch unserer Grundschule hinterher. Vielleicht ist das eine Option?

    Ein Niederrheiner ist einer, der nix weiß und alles erklären kann.
    Hanns Dieter Hüsch

  • Meines Wissens nur im Rahmen von Koop-Klassen (= Klasse der Sonderschule, die in eine Regelschule integriert ist); dann hat man als SL aber auch seine eigene Klasse. Das ist bei uns immer mehr im Kommen. Und man hat da auch noch immer seine Stammschule, aber man bekommt durch den gemeinsamen Unterricht in manchen Fächern einfach eine andere Art von Schülerschaft mit. Was mich zuletzt in der Schule immer wieder genervt hat, war diese Fremdbestimmung: "Frau Soundso ist krank, gehen Sie doch heute bitte in Klasse X..." Und schon war die Vorbereitung für den heutigen Tag irgendwie wieder fast überflüssig und man sah sich einer Klasse gegenüber, von der man wenig bis keine Ahnung hatte und musste "Pille-Palle-Alternativprogramm aus der Schublade" fahren... Aber das hat man wohl an jeder Schule...
    VG, Nellie09

  • Ich kenne einen Kollegen, der sich 12 Jahre in die Erwachsenenbildung beurlauben ließ. Als er nach den 12 Jahren zurück an die Berufschule kam, hat er nach einem Jahr den Beamtenstatus hingeworfen (Zitat:"Was nützt mir die Pension, wenn ich vorher einen Herzinfarkt bekomme" 8) )


    Für bestimmte Tätigkeitsbereiche kann man sich bis zu 12 Jahre beurlauben lassen - und dort so viel verdienen, wie man mag. Rechtssichere Auskunft gibt das Landesamt für Besoldung.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Ja, genau, so etwas in der Art suche ich auch... Bisher habe ich aber nirgends gefunden, dass man tatsächlich soviel verdienen kann wie man möchte. Danke für den Tipp; beim LfB werde ich mal direkt nachfragen, wobei ich selbst bei diversen zuständigen Ämtern widersprüchliche Aussagen erhalten habe. VG, Nellie09

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