Englisch Oberstufe Lektüren

  • Guten Abend zusammen,


    höchstwahrscheinlich bekomme ich nächstes Schuljahr wieder einen Leistungskurs in Englisch und in NRW sind ab Jahrgang 2014 die Lektüren freigestellt, d.h. ich darf mir aussuchen, was ich lesen möchte, Vorgabe besagt lediglich: 20th and 21st century novels, short stories, 20th and 21st century dramas, film scripts, Shakespeare play
    Und natürlich thematische Vorgaben: British & American tradition and visions, Globalization, Visions of the future/exploring alternate worlds, postcolonialism & migration, Shakespeare


    So, jetzt habe ich mal angefangen, mich durch die verschiedenen Abivorgaben der anderen Länder zu wühlen (an der Uni kann ich mich irgndwie nur noch an Dickens erinnern und der ist ja nun raus...ebenso Oscar Wilde...schade eigentlich) und bin schnell kläglich gescheitert (vor allem in BW - bin ich zu dusselig oder sind die Angaben zu den Vorgaben da echt so gut versteckt?)


    Daher die Frage hier:
    Was müsst/dürft ihr bei euch so lesen?
    Was habt ihr erfolgreich besprochen/erarbeitet?
    Was würdet ihr gerne machen, wenn ihr so könntet, wie ihr wolltet?


    Dann kann ich mir schon mal die asommerlektüre rassuschen (also jenseits von "Brave new world" und "Much Ado abiut nithing", was momentan noch Pflicht ist).


    Danke schon mal!


    Katta
    OT: Ist es nicht unfassbar, wie extrem (!!!) unterschiedlich das Abi in den Ländern aussieht? Teilweise total konkrete enge Vorgaben (woanders eben wahnsinnig offen) und teilweise völlig unterschiedliche Aufgabentypen (z.B. Bayern vs NRW)?

    "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle

  • In BW stellen seit einigen Jahren das literarische Schwerpunktthema für Englisch, das verpflichtend ist und auch im Abitur drankommt, folgende Kurzgeschichten dar:


    20 th Century English Short Stories
    1. Colonial Encounters
    a) Joseph Conrad, An Outpost of Progress
    b) Somerset Maugham, The Force of Circumstance
    c) George Orwell, Shooting an Elephant
    d) Doris Lessing, The Second Hut
    2. Cross-Cultural Experiences
    a) Chinua Achebe, Dead Men´s Path
    b) R. K. Narayan, A Horse and Two Goat
    c) Ngugi wa Thiong`o, A Meeting in the Dark
    3. Postcolonial Consequences
    a) Muriel Spark, The Black Madonna
    b) Salman Rushdie, Good Advice Is Rarer than Rubies
    c) Qaisra Shahraz, A Pair of Jeans
    d) Hanif Kureishi, My Son the Fanatic


    Quelle


    Die wurden auch von mehreren Verlagen als ein Buch herausgegeben, z. B. hier [Anzeige], hier [Anzeige] oder hier [Anzeige].


    Ich selbst fand als Schüler einige der Geschichten echt gut (einige natürlich auch weniger) und kann sie insgesamt durchaus weiterempfehlen. Ist ja vielleicht eine Anregung. Verbindet auch sehr schön das literarische Thema mit einem landeskundlichen.


    Darüber hinaus ist in BW meines Wissens auch ein Drama von Shakespeare verpflichtend.

    • Offizieller Beitrag

    Besonders gut läuft bei uns immer:
    - Stephen Kelman: Pidgeon English (UK - immigration - class war - gangland London) http://www.guardian.co.uk/book…ish-stephen-kelman-review
    und
    - William Sutcliffe: Are you experienced (UK - post colonialism - Empire) http://www.amazon.de/Are-You-Experienced-William-Sutcliffe/dp/0140272658?tag=lf-21 [Anzeige]
    und
    - T C Boyle (US - media - technology - global networking ) http://www.amazon.com/Talk-T-C-Boyle/dp/0670037702?tag=lf-21 [Anzeige]
    und
    - Hanif Kureishi - the Black Album (UK - immigration - multiculturalism)

    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.

  • Ich habe mit den Klassikern Brave New World, 1984 und Fahrenheit 451 (ist aber zu leicht für nen LK) beste Erfahrungen gemacht. Zum Thema genetic engineering kann ich noch als relativ aktuell My sister's keeper empfehlen, kam auch gut an (wenn auch nur in Ansätzen und mit Film behandelt).

  • Danke schon mal, einiges davon stand schon auf der Liste (My Sister's Keeper hatte ich mit meinem GK geguckt und dann kam es doch flatt im,Abi vor :) )
    Den TC Boyle "Tortilla Curtain" hatte ich auch drüber nachgedacht,
    Weiterer Anregungen werden gerne genommen.

    "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle

  • Für Visions of the Future habe ich mit einem leistungsstarken Kurs schon mal "Oryx and Crake" von Margaret Atwood gelesen, kam sehr gut an, war aber anspruchsvoll und es gibt nicht viel Material. Empfiehlt sich auch in Auszügen. Zu dem Thema natürlich auch immer sehr gut Nineteen Eighty-Four von George Orwell.


    Für American traditions and visions oder wie das Thema bei Euch heißt, finde ich "To Kill a Mockingbird" immer wieder gut und ergiebig und natürlich gibt's da auch die wunderbare Filmversion. Auch "Great Gatsby" eignet sich hervorragend.

  • Vorgaben sind:


    - (modernes Drama): beliebt: "Death of a Salesman" (ich hab statt dessen lieber - recht erfolgreich - "The Crucible", das auch von Arthur Miller stammt, gelesen)
    - Shakespeare: Macbeth: kurz, vergleichsweise einfach und - wie viele Werke Shakespeares - durchaus mit Themen, die auch in der modernen Welt noch aktuell sind
    - moderner Roman (auch in Auszügen): gut lief George Orwell "1984", im Moment lese ich "Q and A", die Buchvorlage für den Film "Slumdog Millionaire".

  • Huhu,


    The Handmaid`s Tale von Margaret Atwood (tolle Materialien, mit Film)
    ...ein Werk von Shakespeare in der richtigen Ausgabe, am Besten mit dem Online Zugang zum Globe Theatre....
    "Are you experienced" kommt bei den Jugendlichen gut an!


    Du kannst auch Videos zur Immigration behandeln, z.B. Calexico "Chrystal Frontier"


    LG
    Isa

  • Danke schön!


    An "To kill a Mockingbird" (Lieblingsbuch!!!) habe ich auch schon gedacht, bin mir aber nicht ganz sicher, inwieweit ich das an das Untthema "The American Dream then and now" anbinden kann... Muss ich noch mal lesen.


    Isabella:
    Was meinst du mit "ein Werk von Shakespeare in der richtigen Ausgabe"? Welche ist denn die richtige?/gut?


    Ich selber habe natürlich auch an Macbeth gedacht. Selber habe ich als Schülerin "The Merchant of Venice" gelesen, klappte eigentlich auch ganz gut.
    Mein Herz hängt ja ein bisschen am "Hamlet"... oder vielleicht auch "Othello"


    Also noch mal: Danke schön!!!

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  • Der "Merchant" ist denke ich ganz gut zu lesen, oder "A Midsummer Night's Dream". Was auch nicht schlecht wäre, wäre evtl. "The Taming of the Shrew", zumindest dann, wenn die Schüler den Film "10 Dinge, die ich an dir hasse" kennen. Da könnte man dann gleich über Adaptionen sprechen.
    Death of a Salesman würde ich keinem Schüler antun. Das ist doch fürchterlich. Es gibt so viele moderne Dramen, die deutlich besser sind.
    Für Postcolonialism würde ich "The God of Small Things" von Arundhati Roy vorschlagen.

  • Als Schüler "durften" wir im Leistungskurs "Midsummer Night's Dream" lesen. Es war eine Katastrophe. Wir haben es gehasst und unsere Lehrerin hatte nicht berücksichtigt, dass diese romantische Geschichte in einem Kurs, der hauptsächlich aus spätpubertierenden Jungs bestand, nicht die beste Wahl war ...

  • Hmmm ''Midsummer Night's Dream' hab ich die Verfilmung mit meinem GK geguckt, war schon schwierig...


    Tendiere also zu Macbeth, Merchant oder vielleicht auch Othello.
    Aber damit hab ich ja noch etwas Zeit, erst Mal muss/darf ich den Pflicht Shakespeare in meinem jetzigen LK hinter mich bringen: Much Aco About Nothing...ich bin gespannt.


    'The God of Small Thing' werde ich mir mal angucken, danke!

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  • Also ich werde mit meiner Q11 im neuen Schuljahr Macbeth lesen.
    Die Cornelsen-Ausgabe gefällt mir recht gut.


    Wie gehst du bei Shakespeare vor?
    Ich habe bisher noch nie Shakespeare unterrichtet, aber ich habe mir vorgestellt erstmal mit einem Sonnet einzusteigen, danach Texte über Shakespeare und seine Zeit zu lesen und abschließend Macbeth bearbeiten.

  • Ein komplettes Shakespeare Drama habe ich bisher noch nicht unterrichtet, 'nur' GK.
    Eingestiegen bin ich im Prinzip so ähnlich, wie es in Context 21 passiert:
    Shakespeare Zitate und ihre moden English Entsprechungen in Schnipseln austeilen und die SuS müssen ihren Partner suchen
    Sichern
    Dann mit drei/vier Shakespeare Zitaten einen kurzen dialog verfassen und vortragen


    Das war ganz witzig.


    Dann habe ich noch ein paar eindeutig zweideutige Shakespeare Zitate eingebaut (findet man z.B. bei http://www.usaerklaert.wordpress.com)
    http://usaerklaert.wordpress.c…espeare-unanstandig-sind/
    http://usaerklaert.wordpress.c…-fragwurdige-rugby-filme/


    Danach habe ich mich relativ viel an Context 21 orientiert, z.B. die drei auszüge darin in GA erarbeiten und präsentieren lassen, etwas background mithilfe von ''Shakespeare in love' und habe eben 'Midsummer Night's Dream' geguckt (aber eher deswegen, weil ich den halt habe, ist für nen GK zu verwirrend und auch das Thema spricht die nicht so an)


    Nach dem Sommer muss/darf ich dann mit einem LK und 'Much Ado About Nothing' ran.

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  • Ich habe bisher noch nie Shakespeare unterrichtet, aber ich habe mir vorgestellt erstmal mit einem Sonnet einzusteigen, danach Texte über Shakespeare und seine Zeit zu lesen und abschließend Macbeth bearbeiten.


    Das würde ich nicht unbedingt machen, das kann total nach hinten losgehen. Mein Bruder hat jetzt gerade die Q11 (fast) hinter sich und das "Texte über Shakespeare und seine Zeit lesen" hat ihm Macbeth völlig verleidet. Mit Sonneten anfangen ist gar nicht schlecht, vielleicht mit einem humorvollen (130 wäre da zu empfehlen). Ansonsten sollte man vielleicht mal anfangen mit: was bedeutet Shakespeare HEUTE (da wäre "Quoting Shakespeare" zu empfehlen: http://www.shakespearesglobe.c…73a47a7874a6e264b611493a0)? Da wird einiges dabei sein, das sie (hoffentlich) auch aus dem Deutschen kennen, Redewendungen, die sie selbst benutzen. Meine LK-Lehrerin hat damals angekündigt: Leute, Shakespeare liest man nicht, weil man muss, Shakespeare liest man zum Spaß! Und wir hatten alle Spaß. Und haben jede Menge über Shakespeares Zeit erfahren - während wir das Stück gelesen haben, nicht davor.

  • Ach stimmt, die obligatorischen 'Shakespeares Relevanz heute' Aufgaben/Texte hatte ich vergessen (oder verdrängt :D)


    Ich denke, ich würde immer wieder mit Sprachspielchen anfangen, um da ein wenig die ahemmung zu nehmen und ein paar grundsätzliche Dinge zu erklären (Satzbau etc)


    Stimmt, sonnets muss/darf ich ja auch noch machen...
    Schööön!
    Ick freu mir.
    Hoffentlich schaffe ich auch, dass dann den Schülern zu vermitteln.

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  • Oh die Ausgabe kannte ich noch nicht und sie scheint wirklich gut zu sein.
    Ich werde mir einmal ein Probeexemplar bestellen. Danke für den Tipp!!!

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