Sehr schwierige 4. Klasse - was tun?

  • Hab ich das jetzt richtig verstanden, die Gruppe ist derzeit ohne Klassenleitung?
    Dann wundert mich gar nichts.

    Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  • Offiziell gibt es eine Klassenleitung, aber aufgrund der Übergangssituation sind gerade mehrere Personen gleichzeitig in der Klasse zugange. Eine richtige Bezugsperson haben die Kinder somit aktuell nicht wirklich...

  • @Buntflieger: Wegen solchen Details schicke ich dir lieber eine PN.

    In Ordnung!
    P.S.: Mir ist gerade eingefallen bzw. aufgefallen, dass du bereits im eigenverantwortlichen Unterricht sein müsstest (?) und dann ist ein Seminarwechsel natürlich nicht mehr möglich und allenfalls mit Hilfe des Seminars (was ohnehin die weitaus günstigere Lösung wäre) ein Schulwechsel denkbar. Das ist allerdings nur die absolute Extremlösung, wenn du mit Kollegium/Mentoren/Schulleitung auf keinen grünen Zweig kommen solltest, was ich nicht hoffe.


    der Buntflieger

  • das klingt nach ganz normalen anfängerproblemen in einer lebhafteren klasse. du brauchst anleitung und übung. kauf dir ein gutes buch über unterrichtsstörungen und vor allem - hospitiere. schau dir ab, wie classroom-management funktioniert, wie man eine kindertaugliche arbeitsanweisung formuliert, wie ein guter wochenplan aussieht, wo man am besten steht und wie man mit labertaschen und nicht hörenden sus umgeht.


    und vor allem: mach beziehungsarbeit. viel und immer und nochmal. du musst dich mit denen anfreunden, du musst sie mögen, ganz egal, wie sie sich benehmen. frag nach ihren hobbies, frag nach dem namen des lieblingsfußballers oder youtubers, frag nach dem besten spiel und warum sie darin wohl so gut sind, plaudere mit ihnen. wenn du eine beziehung zu ihnen hast, kannst du anfangen, sie zu erziehen.


    und je kleiner desto wichtiger: ritualisieren. alles und nochmal. vielen hilft es auch, in ihrer freizeit viel mit kindern dieser altersklasse zu machen, z.b. übungsleiter oder jugendfeuerwehr oder ferienfreizeiten, was weiß ich. routine hilft.


    und es dauert jahre, bis es wirklich läuft. du wirst das lernen.

  • Ich arbeite lieber mit Belohnungen als mit Strafen. Mit einer Ampel kann ich nichts anfangen. Kann ich mit der Klasse insgesamt gut arbeiten, gibt's eine Klassenblüte. Ich male einen kleinen Kreis an die Nebentafel und bei so einer schlimmen Klasse reichen erstmal 6-8 Blütenblätter. Hat es gut geklappt, malst du ein Blütenblatt (meine Klasse muss 20 sammeln) an den Kreis (der Kreis ist das Innere der Blume). Ist die abgesprochene Anzahl erreicht, gibt es eine Belohnung. Meine Klasse wünschte sich das letzte Mal, 2 Stunden spielen zu dürfen. Sie haben Spiele und Spielsachen mitgebracht und einfach miteinander gespielt. Ich saß am Lehrertisch und hatte frei. Deine Gamer können ja vllt. ihre Sachen mitbringen dürfen. Wenn das geht.
    Ist es immer dasselbe Kind, das die Klassenblüte verpatzt, drohe ich mit Ausschluss von der Belohnung. Musste ich einmal.

  • Wenn das so ist, kannst du versuchen, alle in der Klasse unterrichtenden Personen zusammen zu trommeln und gemeinsame Absprachen für Regeln und Konsequenzen zu treffen. Dann gemeinsam vor der Gruppe auftreten, diese Abmachungen verkünden, die Eltern per Brief benachrichtigen und Maßnahmen konsequent umsetzen.
    Ist natürlich auch davon abhängig, wie lange es dauert, bis die neue Klassenleitung kommt, ob sich das jetzt „lohnt“.
    So eine Situation ist im Ref aber echt eine Zumutung bzw. auch Überforderung.

    Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  • @lamaison: Tolles System! Ich wollte ursprünglich auch ein positives Belohnungssystem in der Klasse einführen (und habe es auch in meinen anderen Klassen). In dieser Klasse wurde ich gebeten, auf einen Wechsel zu verzichten, da die Schüler das etablierte System kennen und ein neues System sie zu sehr verwirren würde. Überzeugt bin ich von dem System nicht wirklich, aber ich muss es halt machen. Mein anderes System in den anderen Klassen kommt gut an :) .
    ninale: Eigentlich hat eine ähnliche Situation wie von dir letztens erfolgt, mit Ausnahme der Benachrichtung der Eltern. Die Schüler versprachen auch, dass sie sich an die verabredeten Regeln halten, aber anscheinend können sie sich daran nicht mehr erinnern... Meine Mentorin meint, dass sich die Situation mit der neuen KL entspannen werde. Bringt mir in meiner aktuellen Position aber leider nur reichlich wenig...

  • Das sind m.E. nicht einfach typische Anfängerprobleme, wenn die alte „Klassenmama“ nicht mehr da Ist und die neue noch nicht. Die Kinder sind orientierungslos und verunsichert.

    Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

    Einmal editiert, zuletzt von ninale () aus folgendem Grund: Autokorrektur hat zugeschlagen

  • @Krabappel: Wie oben geschrieben, gestaltet sich das mit dem Anrufen schwierig, weil ich es wohl nur im Notfall dürfe. "Kind stört permanent den Unterricht" reicht da nicht aus.

    Es ist doch ein Notfall, wenn das Kind nach mehrmaligem Stören sich bockig auf den Boden setzt oder hinter den Tischen rumrennt, um nicht den Raum zu verlassen.


    Wie auch immer, wenn du das nicht möchtest, dann mach z.B. mit der Kollegin aus, dass sie das Kind abholt, wenn das gut funktioniert. Klassensprecher klopft nebenan. Oder das Kind bekommt eine Ordnungamaßnahme und sitzt eine Woche in einer anderen Klasse. Das müssten allerdings die Kollegen und der Schulleiter durchziehen. Wenn die keine Lust haben, musst du etwas finden, was zu dir passt und was zieht.


    Z.B. klassisch: Name an die Tafel, bei 3 Strichen holt das Kind Arbeitszeit nach. Und zwar nicht in der kleinen Pause einen Satz abschreiben sondern in der Spielzeit im Hort 30 min. Englischvokabeln. Nenne es altmodisch, aber es funktioniert.


    Und Eltern würde ich bei der Eskalationsstufe einladen. Anrufen geht auch, einladen ist besser. Aber unbedingt mit einem erfahrenen Kollegen zusammen.



    @Krabappel: Es liegt vor allem daran, dass kein Mensch einen auf diese Situationen vorbereitet und es einfach heißt "Mach mal. Du MUSST das jetzt können." Woher um Himmels Willen?

    Wie meinst du das? Du gibst hier schon seit Jahren Tips, müsstest also zumindest geahnt haben, was dich erwartet. Und "du musst das jetzt machen", nicht "du musst das jetzt können". Aber machen musst du, wie soll dir das jemand abnehmen? In der Fahrschule sitzt der Lehrer daneben umd bremst, bevor es kracht. Aber fahren musst du.

  • ….. kennen und ein neues System sie zu sehr verwirren würde. Überzeugt bin ich von dem System nicht wirklich, aber ich muss es halt machen. Mein anderes System in den anderen Klassen kommt gut an :) .

    Das finde ich schade. Wenn man von etwas nicht überzeugt ist, kann man es auch nicht so gut rüberbringen. Vllt. kannst du doch noch zusätzlich dein eigenes versuchen und das andere bissel ruhen lassen. So viele Belohnungen werden sie sich ja nicht verdienen.

  • Wie meinst du das? Du gibst hier schon seit Jahren Tips, müsstest also zumindest geahnt haben, was dich erwartet. Und "du musst das jetzt machen", nicht "du musst das jetzt können". Aber machen musst du, wie soll dir das jemand abnehmen? In der Fahrschule sitzt der Lehrer daneben umd bremst, bevor es kracht. Aber fahren musst du.


    Hallo Krabappel,


    man setzt einen Fahrschüler aber auch nicht in ein Auto mit kaputtem Blinker und beschwert sich dann als Fahrlehrer darüber, dass der Blinkvorgang nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde.


    So wie ich das einschätze, wurde hier einem Referendar eine problematische Klasse zugewiesen, weil man sich im Vorfeld nicht ausreichend kurzgeschlossen hat und vermutlich gewisse Kollegen ihre Probleme für sich behalten bzw. geschönt haben, was in unserem Beruf allerdings an der Tagesordnung ist.


    Der Referendar kann das nicht, da er ggf. in dieser Klasse Prüfungen bestehen muss und bei Problemen mit Schülern ist er sofort im Fokus und unter Generalverdacht sowieso.


    Lehramtsstudent macht das schon richtig. Er setzt auf Kommunikation und kollegialen Austausch. Traurig ist, dass offenbar erst der Referendar die Problematik in dieser Klasse "an die Öffentlichkeit" bringen muss und das birgt wiederum die Gefahr, dass Kollegen und am Ende gar die Schulleitung sich bevormundet oder ertappt fühlen. Hier ist großes Fingerspitzengefühl gefragt, aber ich denke, dass der Lehramtsstudent über solches verfügt.


    der Buntflieger

  • @lamaison: Überzeugt bin ich deswegen nicht, weil es in der Praxis bei dieser Klasse nicht funktioniert. Zu Beginn wollte ich wie gesagt ein Belohnungssystem einführen, von dem mir zunächst ein paar Kollegen abrieten aufgrund der Klassensituation. Die Sache verwarf ich dann auch... Einige Wochen später sprach mich die Schulleitung darauf an und ich beschwichtigte, dass ich auch wirklich keine Alleingänge in dem Punkt unternahm.


    @Krabappel: Bzgl. der Strafe in der Spielzeit: Erfolgt dann die Durchführung durch mich oder durch die Betreuer im Ganztag? Ich frage mal meine Mentorin zwecks Einladen der Eltern, habe sowas noch nie gemacht. Tipps gebe ich bei Sachen, von denen ich Ahnung habe: sprich Studium/Didaktik/Lehrerarbeitsmarkt. Was Classroom Management betrifft, davor hatte ich schon immer Respekt und würde mich dahingehend auch nie als Experten klassifizieren.

  • @Krabappel: Bzgl. der Strafe in der Spielzeit: Erfolgt dann die Durchführung durch mich oder durch die Betreuer im Ganztag?

    Das müsstest in jedem Falle du machen. Zum einen, damit der die Konsequenz umsetzt, der sie ausgesprochen hat, zum anderen, weil Erzieher nicht für Schulkram zuständig sind, da gäbe es sonst Ärger.


    man setzt einen Fahrschüler aber auch nicht in ein Auto mit kaputtem Blinker und beschwert sich dann als Fahrlehrer darüber, dass der Blinkvorgang nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

    Wo beschwert sich denn jemand über den Referendar? Und wie soll man ihn als Englischkollegen aus allen schwierigen Klassen raushalten? Was, wenn alle Klassen schwierig sind? Man kann als Mentor anfangs dabei sein, damit Unterricht überhaupt möglich ist. Aber man kann nicht neben dran stehen und Maßregeln oder einflüstern, was zu sagen wäre, sonst macht man den Referendar unglaubwürdig und entzieht ihm das letzte Bisschen Autorität. Hinterher hilft der Mentor ihm bei der Reflexion, aber auch das ist dir ja nicht genehm. Jeder Tip eine unzumutbare Schikane.


    bei Problemen mit Schülern ist er sofort im Fokus und unter Generalverdacht sowieso

    So ein Schwachsinn, jeder an der Schule weiß, welche Klassen schwierig sind. Dass es doofe Chefs oder Kollegen gibt bedeutet nicht, dass jeder Referendar besonders fies behandelt würde. Das ist einfach nicht wahr und ich verbitte mir solche Verallgemeinerungen. Wir geben uns größte Mühe mit unseren Referendaren, verschonen sie vor Vertretungen, nehmen uns mehr Zeit, als wir bezahlt kriegen, helfen bei UBs, lesen Entwürfe gegen, bauen auf... Wenn mir ein Referendar allerdings so käme wie du, würde ich wohl nach ein paar Monaten sagen mach, was du willst und guck, wie du klar kommst.

  • Wo beschwert sich denn jemand über den Referendar? Und wie soll man ihn als Englischkollegen aus allen schwierigen Klassen raushalten? Was, wenn alle Klassen schwierig sind? Man kann als Mentor anfangs dabei sein, damit Unterricht überhaupt möglich ist. Aber man kann nicht neben dran stehen und Maßregeln oder einflüstern, was zu sagen wäre, sonst macht man den Referendar unglaubwürdig und entzieht ihm das letzte Bisschen Autorität. Hinterher hilft der Mentor ihm bei der Reflexion, aber auch das ist dir ja nicht genehm. Jeder Tip eine unzumutbare Schikane


    So ein Schwachsinn, jeder an der Schule weiß, welche Klassen schwierig sind. Dass es doofe Chefs oder Kollegen gibt bedeutet nicht, dass jeder Referendar besonders fies behandelt würde. Das ist einfach nicht wahr und ich verbitte mir solche Verallgemeinerungen. Wir geben uns größte Mühe mit unseren Referendaren, verschonen sie vor Vertretungen, nehmen uns mehr Zeit, als wir bezahlt kriegen, helfen bei UBs, lesen Entwürfe gegen, bauen auf... Wenn mir ein Referendar allerdings so käme wie du, würde ich wohl nach ein paar Monaten sagen mach, was du willst und guck, wie du klar kommst.


    Hallo Krabappel,


    ich glaube dir gerne, dass ihr euch um Referendare bemüht. Immer wieder schreibe ich, dass es bedauernswerte Ausnahmen sind. Du musst dich doch nicht gleich immer persönlich bis ins Mark getroffen fühlen. Wenn ich oben was von Generalverdacht schreibe, meine ich bestimmte typische Situationen und nicht, dass es immer und überall so sein muss.


    Mir gegenüber hat man von Mentorenseite durchaus im Beisein der Schüler Maßregelungen angestellt und meinen Unterricht immer wieder wegen Kleinigkeiten unterbrochen bzw. sich eingemischt. Man schrie mich sogar wegen absoluter Lappalien vor den Schülern an. Es gibt auch genügend Schulen, wo das mit der offenen Kommunikation nicht wirklich gut funktioniert und Probleme mit Schülern nur zögerlich weitergegeben werden.


    Bekannt ist auch, dass ich in Wirklichkeit ganz anders drauf bin als hier im Forum, wo ich meinen Gedanken (und manchmal auch Gefühlen) relativ freien Lauf lassen kann. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du im echten (Schul)Leben Referendare so abkanzelst, wie du es mit mir hier gelegentlich machst.


    der Buntflieger

  • @Lehramtsstudent nicht aufgeben, es dauert einfach ein paar Jahre, bis es flutscht.


    Und so lange die Klasse in der Luft hängt, musst du dich einfach irgendwie durchwurschteln. Die anfangs schwierigsten Klassen sind übrigens oft die besten Prüfungsklassen, weil sie, wenn's drauf ankommt, die coolsten Socken sein können und sich für dich Mühe geben :)

  • Was ich auch hier wieder herauslese... Sätze wie
    "Die SuS haben versprochen sich daran zu halten" und dann beschwerst du dich, sie hätten es "sofort wieder vergessen".
    Irrtum.
    Die "versprechen" dir das, damit du die Klappe hältst, aber die haben null Interesse daran, sich an irgendetwas versprochenes zu halten.
    Wieso auch?
    Die nehmen dich nicht ernst.
    Hat doch alles keine Konsequenzen.
    Zumindest keine, die sie interessieren.


    Nochmal... du darfst nicht davon ausgehen, genau die Reaktionen zu bekommen, die dir in der Theorie gelehrt werden. Eher im Gegenteil. Wolltest du ja schon vorher nicht glauben, jetzt siehst du's...


    Es wäre hilfreich zu wissen, welche "Problemeltern" zu den Problemschülern gehören. Wenn du Glück hast, sind es "verunfallte Dinks" (Double Income, No Kids - geplant, das Kind war eben der "Unfall"). Diese haben idR keine Zeit und/oder keine Lust, sich um den Nachwuchs zu kümmern, sind aber nicht bildungsfern und können mit dem ein oder anderen Tipp durchaus ins Boot geholt werden (der darf nur nicht viel Zeit kosten).
    Ist es die andere "typische" Variante - Kinder"produzenten" statt Eltern (und idR bildungsfern und nicht dazu geeignet), musst du in schlimmeren Fällen ggf andere Ämter bemühen. Es braucht keinen Brennpunkt, um solche Fälle zu haben - da sind sie dann nur noch häufiger.


    Willkommen in der Realität - oder soll ich im Irrenhaus schreiben?

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

    Einmal editiert, zuletzt von Miss Jones ()

  • Zum ersten Absatz: Das ist mir klar. Ich erhoffe mir halt immer, dass durch die Reflexion ein Bewusstsein "besseres Verhalten = bessere Lernatmospähre = ich profitiere davon" entsteht, bin aber durchaus "praxisschockiert", dass Kinder das nicht so mal eben umsetzen, nur weil es für uns Erwachsene logisch ist. Langfristig will ich aber da natürlich hin, weil einzelne Kinder, die auch mitmachen wollen, durchaus anmerken, dass sie sich eine ruhigere Lernatmospähre wünschen würden, und sie meiner Meinung nach auch das Recht dazu haben. Zu den Eltern: Aus Gesprächen mit Kollegen weiß ich, dass es sich bei den "Problemschülern" zwischen beiden dargestellten Fällen die Waage hält. Extremfälle, bei denen es in Richtung Kindeswohlgefährdung geht, haben wir nicht, ist aber auf dem Dorf eh seltener vertreten...

    • Offizieller Beitrag


    Zu Beginn wurde mir gesagt, dass man, wenn die Schüler sich absolut nicht benehmen, die Eltern zwecks Abholen anrufen könne. Als ein Kind an dem Punkt angelangt war und ich im Begriff war, die Eltern anzurufen, wurde mir gesagt, dass ich das nur dürfe, wenn quasi die Hütte brennt und sich die Kinder die Köpfe einschlagen.[...]



    Das mit der Belohnung hat bei einer anderen Lehrerin einmal geklappt, als die damalige erkrankte KL ihnen ein Päckchen zur Adventszeit schickte. Die Situation mit der KL ist schwierig, da es aktuell eine Übergangssituation ist und die neue KL erst nach den Osterferien kommt.

    Nun ja.
    Es ist nicht nett, einen Referendar in so eine Klasse zu stecken. Wenn ich das richtig verstanden habe, ja nicht nur mit einem Fach, sondern sogar mit zwei Fächern. Das klingt für mich sogar einen Hauch nach "Da sind Stunden offen - ach, wir bekommen doch einen Referendar, der soll mal zeigen, was er kann."
    Du bist nicht fertig ausgebildet, du hast ein Anrecht auf Ausbildung. Nur, solange die alte Klassenleitung krank ist (= vermisst wird) und keine neue, dauerhafte Klassenleitung da ist und alles nur Übergangslösungen sind, sind die Kinder in Rettungsbooten bei Windstärke 8 auf dem Meer - ohne Leuchtturm (Klassenleiter/in).


    Du könntest versuchen, Kolleginnen "mit ins Boot" zu holen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ist nur in der Ausbildungssituation nicht so einfach.
    An meiner ehemaligen Schule gab es unter den Englischlehrerinnen ein völlig eigenes System, welches unabhängig von allen anderen Belohnungssystemen lief. Die Kinder hat das nicht zu sehr verwirrt. Das war einfach "andere Person = anderes System".

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