Kann ich vom unterschriebenen Zusagebescheid zurücktreten?

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    • Kann ich vom unterschriebenen Zusagebescheid zurücktreten?

      Hallo,

      Ich bin in Hessen. Habe kurzfristig eine Planstelle in Niedersachsen angeboten bekommen und das Einstellungsangebot auch unterschrieben.
      Nun warte ich auf den Vertrag etc. von der Landesschulbehörde.
      Ich habe jedoch langsam schlechtes Gewissen, weil mein Mann sich jetzt versetzen lassen muss (logistikbranche) und es auch nicht schnell ablaufen kann. Außerdem haben wir ein Kleinkind (14 Monate). Ich müsste jetzt in den. Nächsten 2 Monaten umziehen, mein Mann bleibt solange hier, bis er eine Zusage erhält.

      Ich bin am überlegen, ob ich doch nicht zurücktreten sollte.

      Meine Frage: ich habe das Einstellungsangebot, welches ich nach dem Vorstellungsgespräch erhalten habe, zugesagt unterschrieben.

      Kann ich zurücktreten? Wie sollte ich vorgehen?


      Warte auf eure Hilfen.

      Viele Grüße

      Verzweifelte Mutter
    • Er möchte nicht, dass ich es später bereue, wenn ich absage. Hier in Nordhessen habe ich momentan keine Einstellungsschancen.
      Mein Mann unterstützt mich, aber nun habe ich schlechtes Gewissen, dass er die Stadt, in der er geboren und aufgewachsen ist und seine komplette Familie sowie Freundeskreis verlassen muss.


      Kann ich denn von diesem unterschriebenen Bescheid zurücktreten? Ist es schon ein Vertrag?
    • SchallundRauch schrieb:

      Was würde dein Mann tun, wenn er in dieser Situation wäre?
      Das ist doch der Punkt. Dein Mann würde den Job annehmen und dich und Kind nachholen. Er wird es akzeptieren, wenn du und Kind vorgeht und ihr nachkommt.
      Dein Job ist der bessere (Beamtin, unkündbar, planbar, ggf. Fels in der Familienbrandiung)
      Nimm den Job an, dann bist du unabhängig auch falls deinem Mann mal was passieren sollte (was niemand hofft) und du plötzlich Kind (und kranken Mann) alleine durchbringen musst.
      Wieviele km trennen euch bzw. deinen neuen Job und den Arbeitsplatz deines Mannes?
      Viele Grüße,
      Annie
    • SymMyr schrieb:


      Nun warte ich auf den Vertrag etc. von der Landesschulbehörde.
      Du wirst wohl vergeblich auf "den Vertrag etc." warten. Angestellte Lehrkräfte bekommen einen Arbeitsvertrag, beamtete grundsätzlich nicht. Alle Bedingungen Deiner Arbeit findest Du im Landesbeamtengesetz, im Schulgesetz und den einschlägigen Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften. Du hast eine feste Zusage auf Einstellung; das bedeutet, dass Du bei Dienstbeginn vereidigt wirst, und damit bist Du Beamtin auf Probe. Was Du schriftlich bekommst, ist die Ernennungsurkunde.

      Ich würde die angebotene Planstelle nicht ablehnen. In der heutigen Zeit ist eine solche Stelle Gold wert. Die familiären Unbequemlichkeiten lassen sich nach meiner Erfahrung meist regeln. Auf eine Planstelle am Wunschort zu warten kann dagegen ziemlich aussichtlos sein.
    • Das ist viel. Das heißt komplette Veränderung.
      Damals als Single (und jetzt als AE) weiß ich, wie ich mich entscheiden würde.
      Mit Partner und Kleinkind würde ich aber ggf. pokern und auf ne Stelle dichter dran hoffen.
      So oder so - es kann sein, dass du nie wieder eine Planstelle in der Nähe bekommst. Es kann aber auch sein, dass die Partnerschaft die Fernbeziehung nicht verkraftet. Es kann sein, du nimmst an und kannst dich zurück Richtung Nordhessen versetzen lassen. Kann aber auch sein, dein Mann bekommt in kürzester Zeit eine neue Stelle.
      HH und B suchen doch sicherlich Logistiker. Der Entfernung nach klingt es, als wäre das in der Nähe.
      Geh mal in dich. Beides ist richtig und/oder falsch.
      Viele Grüße,
      Annie
    • Wenn du wirklich ablehnen möchtest, dann solltest du rasch zum Telefon greifen und bei den entsprechenden Stellen nachfragen, was du jetzt tun musst.

      Für mich klingt es aber eher, als hättest du Angst vor deiner eigenen Courage bekommen. Hey, ein Neuanfang ist doch toll! Ihr habt das so besprochen, ihr werdet es schon hinkriegen. Du musst ja langfristig denken, und dein Kind wird größer - und teurer.

      Man muss nicht bis ans Lebensende in seiner Heimatstadt wohnen. Für mich war das schon immer eine abschreckende Vorstellung.
    • Hallo, dein Kind ist 14 Monate alt! Könnte dein Mann nicht noch in Erziehungsurlaub gehen? Dein Gehalt reicht doch für drei Personen. Die Einstellungssituation sieht momentan ziemlich schlecht aus, insofern würde ich an deiner Stelle gut darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, die Stelle abzulehnen (falls das überaupt noch möglich ist). Außerdem ist es gerade mit Kind recht einfach, neue Leute kennenzulernen.
      Wir kommen auch aus Hessen und haben es nicht bereut, uns in Niedersachsen niedergelassen zu haben.
      Ich wünsche euch alles Gute!
    • MarlboroMan84 schrieb:

      Friesin schrieb:

      was spricht denn dagegen, dass sich dein Mann versetzen ließe?
      Vermutlich nichts, aber der hat bestimmt keine Lust darauf.
      Nein, er würde doch umziehen.
      Er bewirbt sich um einen Job in der Logistikbranche so wie ich das verstanden habe.
      Allerdings kündigt er nicht den alten Job, sondern zieht erst nach, wenn er eine Zusage für einen neuen Job hat.
      Die TE hat nur Schwierigkeiten damit, dass er wegen ihrem Job seinen Herkunftsort verlässt, so habe ich das verstanden.
      Viele Grüße,
      Annie