Lehramtsstudium in Niedersachsen mit Fachhochschulreife

  • Guten Abend,


    ich bin momentan noch Auszubildende zur Bankkauffrau, möchte später aber gerne Lehramt studieren. Gibt es da überhaupt eine Möglichkeit für mich, Grundschullehramt zu studieren? Ich habe gehört, dass man durch den praktischen Teil der Fachhochschulreife, in meinem Fall die Ausbildung, an ein Lehramtsstudium im wirtschaftlichen Bereich gebunden ist.


    Freundliche Grüße

  • Guten Abend TheRoad97,


    das stimmt so nicht ganz.
    Es gibt immer eine Notlösung auch beim Studium.


    Normalerweise kann man mit einer "Fachhochschulreife" nicht an Universitäten, sondern lediglich an Fachochschulen (die keine Lehrämter anbieten) studieren.
    Aber was wäre die Welt ohne Ausnahmen?


    In Hessen (ausgenommen Frankfurt) ist es möglich alle Bachelor- und Master-Studiengänge zu studieren, das Problem: in Hessen laufen Lehramtsstudiengänge noch über Staatsexamen, das würde also nicht funktionieren, höchstens über Zweitstudium.


    Das zweite Bundesland mit erleichterten Bedingungen, was den Start ins Studium betrifft ist Brandenburg, auch dort kann man alle Bachelor- und Master-Studiengänge studieren, der springende Punkt ist hierbei, dass in Brandenburg die Lehramtsstudiengänge auf Bachelor/Master (also kein Staatsexamen mehr) umgestellt worden sind und man nun (direkt) Lehramt mit allgemeiner Fachhochschulreife studieren kann.


    Wie bereits erwähnt bilden Hessen und Brandenburg hierbei eine enorme Ausnahme, die auf Niedersachsen nicht zutrifft.
    Mit deiner Ausbildung zur Bankkauffrau hast du lediglich die Möglichkeit etwas in die Richtung "Recht/Wirtschaft" (was durchaus logisch ist) zu studieren.
    (Hierzu vgl.: Punkt 1.2)


    Du hast also drei Möglichkeiten:


    1) Du bist flexibel, was den Standort des Studiums betrifft.
    2) Du vergisst die Idee des Studiums.
    3) Abitur über zweiten Bildungsweg nachholen und in Niedersachsen studieren.


    LG,
    Waschbär

  • Mit dem Erwerb der Fachhochschulreife in der Fachrichtung Wirtschaft, Ausbildung als Bakkauffrau, dann Klasse 12 der Fachoberschule Wirtschaft, wäre ein Studium in Lüneburg zur Berufsschullehrerin für Wirtschaftspädagogik möglich. Andere Möglichkeiten stünden, bedingt durch die fachliche Schwerpunktsetzung, zur Zeit nicht offen.


    Alternativ könnte die Berufsoberschule (Klasse 13, bspw. in Hannover) besucht werden. Diese beendet man mit der allgemeinen Hochschulreife, sofern entsprechende Kurse in zwei Fremdsprachen nachgewiesen werden.

    Bei "selbst schuld" wird nicht gepustet!

    • Offizieller Beitrag

    In Hessen (ausgenommen Frankfurt) ist es möglich alle Bachelor- und Master-Studiengänge zu studieren, das Problem: in Hessen laufen Lehramtsstudiengänge noch über Staatsexamen, das würde also nicht funktionieren, höchstens über Zweitstudium.


    Wie sieht das heutzutage bei Wirtschaftspädagogik aus? Wir Wirtschaftspädagogen haben ja traditionell nie ein Staatsexamen gemacht (mein Abschluss ist Diplom-Handelslehrer), sondern immer ein Diplom (das als dem 1. Staatsexamen gleichwertig galt), und inzwischen ist WiPäd ja auch eine MA- und MA-Studiengang.

    • Offizieller Beitrag

    da gibt es einen Hinweis auf den Seiten des MK.
    bis 2018 dürfen sich Diplom-Handelslehrer nur noch bewerben..


    Was ist denn MK? Und meine Frage bezog sich nicht auf die Einstellung als Diplom-Handelslehrer, sondern ob in Hessen mit Fochhochschulreife ein Studium in Wirtschaftspädagogik möglich ist, da man dort ja meines Wissens immer noch kein Staatsexamen, sondern BA/MA macht.

  • ministerium kulturale :) analog zur hiesigen url!


    und: sry wollte dich natürlich nicht mit unnötigen infos vollquatschen. dann ziehe ich mich jetzt mal dezent zurück bevor ich vollends in ungnade falle ;)

  • Hi, in Niedersachsen hast du folgende Möglichkeit:


    Du besuchst einen Immaturenkurs (Z-Kurs). Dieser geht ungefähr 10-12 Monate und wird von Volkshochschulen oder der Verdi und andere Niedersachsenweit angeboten. Dort legst du eine allgemeine Prüfung ab. Diese beinhalten die Fächer Deutsch, Mathe, Englisch und Wissenschaftliches Arbeiten. Nach bestehen dieser Prüfung kommt die spezifische Prüfung in dem gewünschten Studienfach. Man kann diese erweitern (Falls man sich nun doch noch anders enscheidet).


    Ich habe das auch gemacht. Hier ein Link dazu:


    http://www.uni-oldenburg.de/c3l/hochschulzugang-ohne-abitur/

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