Benotungsschema Erstes Staatsexamen in NRW

  • Liebe Alte Hasen,


    stecke in der Abschlussphase meines Staatsexamens in NRW (nach LPO 2003).
    Hab mir schon die FInger wundgegoogelt nach dem Benotungssystem.


    + Ich weiß, wie die einzelnen Teile des Examens gewichtet werden:
    1 x Fachprüfung schriftlich F1
    1 x Fachprüfung mündlich F1
    1 x Fachprüfung schriftlich F2
    1 x Fachprüfung mündlich F2
    1 x Fachdidaktik (F1 oder F2)
    1 x Erziehungswiss. schriftlich
    1 x Berufspädagogik (mündl. oder schriftl.)
    2 x Hausarbeit
    1 x Erziehungswiss. Abschlusscolloquium
    _______________________________________
    ./. 10 = EXAMENSNOTE


    + Ich weiß, dass die Einzelnoten (für die jeweilige Prunfsleistung) in den Schritten "1,0", "1,3", ",7", "2,0" ... vergeben werden.


    +Ich weiß NICHT, wie die Endnote auf dem Staatsexamens-Zeugnis aussieht
    Wieviele Nachkomma-Stellen gibt es?
    Wird irgendwas schon vorher gerundet?


    +Warum ich das wissen will? - Weil ich nur noch drei Prüfungen vor mir habe und mich frage,
    ob es relevant ist, dass ich eine 1,54 (= ZWEI / GUT) mache oder eine 1,83 (= ZWEI / GUT). - Keine Ahnung, ob das fürs Berufskolleg reicht ...


    Könnt Ihr mich bitte aufschlauen?


    Herzlichen Dank,
    K.

  • Komisch, irgendwas hat sich geändert in den letzten Jahren. Ich habe im Studium immer versucht, so gut wie möglich zu sein. Man weiß nie, wofür man es nochmal brauchen kann.
    Bei mir war es übrigens meine Diplomarbeit, die mir nach 10 Jahren mit 1,0 als staatsarbeit anerkannt wurde.


    Ob es relevant ist, weiß ich nicht, aber mein Ehrgeiz wäre schon geweckt. wird denn nicht auch ein Teil des ersten Staatsexamens nachher relevant für Ordnungszahlen, oder wie funktionierte das nochmal?

  • + Ich weiß, dass die Einzelnoten (für die jeweilige Prunfsleistung) in den Schritten "1,0", "1,3", ",7", "2,0" ... vergeben werden.

    Stimmt soweit.



    + Ich weiß NICHT, wie die Endnote auf dem Staatsexamens-Zeugnis aussieht
    Wieviele Nachkomma-Stellen gibt es?
    Wird irgendwas schon vorher gerundet?

    Hab auch nach LPO 2003 in NRW studiert. Bei mir ist die Note auf eine Nachkommastelle gerundet. Es gibt allerdings noch die BaFög-Note, die ist auf zwei Nachkommastellen gerundet.
    Die Rundung erfolgte in meinem Falle von X,X6 jedoch aufwärts (entgegen der Mathematik). Beispiel: Aus 3,76 wäre laut Berechnung wie in meinem Falle 3,7 und nicht (wie mathematisch korrekt) 3,8 geworden.



    + Warum ich das wissen will? - Weil ich nur noch drei Prüfungen vor mir habe und mich frage,
    ob es relevant ist, dass ich eine 1,54 (= ZWEI / GUT) mache oder eine 1,83 (= ZWEI / GUT). - Keine Ahnung, ob das fürs Berufskolleg reicht ...

    Relevant ist das erstens dann, wenn es für die Vergabe von Ref-Plätzen einen NC gibt. Das ist meines Wissens in den letzten Jahren nicht der Fall gewesen.
    Sobald du dein Ref gemeistert hast, hast du entsprechend zwei Staatsexamen und somit zwei Noten. Aus diesen Noten wird das arithmetische Mittel gebildet (also 1 und 2 ergäbe 1,5). Diese gemittelte Note ist entscheidend für deine Ordnungsgruppe (bei 1,5 wäre die entsprechend "15").
    Bewerber auf (feste) Stellenausschreibungen werden häufig nur bis zu einer bestimmten Ordnungsgruppe eingeladen. Dies ist vor allem der Fall, wenn es viieele Bewerber auf eine Stelle gibt. Es werden dementsprechend dann nur die "Besten" eingeladen.


    Ergo: Zwischen 1,54 (gut) und 1,83 (gut) _KÖNNEN_ im Zweifelsfall Welten liegen :)

  • Übringens, @Sissymaus:
    Meine Magisterarbeit (Note 1,0) wurde mir NICHT als Staatsarbeit anerkannt, weshalb ich nun ebendiese noch zwischen drei Kindern schreibe. So komisch kann nicht-intrinsische Motivation sein ... 8_o_)

  • Danke für die ganze Hähme! - Typisch LehrerInnen ...
    Die einzig hilfreiche (und wirklich ausführliche Erklärung) kommt von einer Person, die Sonderpädagogik studiert hat; vielen Dank nochmals, benminor7 :) Der lateinische Dünkel aus Thüringen hingegen ist schon einzigartig!


    Quid quid id est, timeo Magistros, et dona ferentes ...


    Freilich kann man sich überlegen, ob man unbedingt eine 1,0 bekommen will, Frau Malerin - noch nie was von dem berühmten
    Küchenlateiner gehört: Equus bonus non altius quam debet saltat :victory: 8) :aufgepasst: !

  • Die Notenberechnung genau zu kennen kann schon auch wichtig sein (abgesehen davon, dass mich sowas auch immer einfach nur so interessiert..), zum Beispiel wenn man darüber nachdenkt, eine Zusatzprüfung zur Notenverbesserung zu machen. Dann sollte mman vorher schon prüfen, ob sich die Sache lohnt.


    So allerdings den Lernaufwand zu bestimmen ist eine ganz schlecht Idee, meiner Ansicht nach. Es ist nicht möglich exakt auf eine Note zu lernen. Der Prüfer bestimmt die Note, und zwar nicht objektiv entsprechend Deines Lernaufwandes sondern halbwegs entsprechend Deiner Leistung. Deine Leistung in der Prüfung kannst Du auch nicht vorher bestimmen (um dann daran Deinen Lernaufwand auszurichten).


    Von daher könnte man aus dieser doch für Lehrer so typischen Häme (Moment, möchtest Du nicht auch bald zu dieser Gruppe gehören, die Du hier einmal komplett schlecht machst?) auch einen guten Rat lesen.
    Lerne so gut Du kannst. (vielleicht könnte es ja sogar inhaltlich sogar nützlich sein)

    • Offizieller Beitrag

    Der lateinische Dünkel aus Thüringen hingegen ist schon einzigartig!

    Missverständnis:
    das ist eine völlig ernst gestellte Frage.


    Kannst du sie mir nicht beantworten? Dann ist dieser thread überflüssig.
    Willst du sie nicht beantworten? Weil ich ins Schwarze getroffen habe?
    Warum so angefressen?


    Ntaürlich kann man auf eine 1,0 hinarbeiten. Ich gehe übrigens davon aus, dass jeder im Examen so gut wie möglich abschneiden will. Aber dann lerne ich so gut wie möglich, unabhängig davon, "was ich brauche".


    Im Ernst, ich verstehe deine Frage nicht. Auf mich wirkt sie wie die eines Schülers vor dem Test.

  • So Leute,


    die ganze Aufregung um meine nicht-intrinsische Motivation mal etwas zu glätten: Habe inzwischen zwei Mal eine 1,0 kassiert.
    Steht noch ein letztes Kolloquium aus ...
    Gesamtnote wird jetzt (bei völligem Versemmeln dieser Prüfung mit 4,0) max. 2,0 - und damit kann ich ganz gut schlafen.
    Gute Nacht, Erleuchtete Friesin und Rechnender Jabberwocky!
    Es lebe die Arbeitsschule*! ;)



    * Schlag nach bei Kerschensteiner

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