Wem geht / ging es im Referendariat auch so schlecht?

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    • Hallo Kapa,

      schön, dass es dich jetzt in eine positive Richtung zieht und du andere Optionen gefunden hast. Dein Ref klingt fürchterlich, leider kenne ich viele, denen es ähnlich geht.

      Aber- dein Fachleiter hatte einen Nervenzusammenbruch?? Was?

      Unser erster Reftag begann mit der Ansage, dass 80% aller Beziehungen ein Ref nicht überstehen würden - ob Freundschaft oder Liebesbeziehung. Nach diesen ermutigenden Worten folgten viele ähnlich wohlmeinende und auch Feedback bewegte sich oft in diese Richtung und war bei allen ausschließlich negativ. Vielen meiner MitreferendarInnen ging es im Referendariat furchtbar - fast alle nahmen extrem zu oder ab, kämpften mit psychischen Problemen, mit denen natürlich keine/r zum Arzt ging, um die Verbeamtung nicht zu gefärden. Es war eine sehr harte Zeit und alle waren heilfroh, als sie endlich vorbei war.

      Unsere Ausbilder haben aus dem Nähkästchen plaudernd gesagt, dass Ref sei vor allem als Zerreissprüfung intendiert, weniger als Ausbildung im eigentlichen Sinne - ob das deren persönliche Meinung oder tatsächlich Programm war weiß ich nicht, ABER es klang leider sehr treffend.

      Alles Gute! Nun ist es vorbei!
    • Tja, wenn Mitreferendare in den vorbereitenden Unterrichtsbesuchen gesagt bekommen dies und jenes sei super und dann in der Vornote genau das Gegenteil angekreuzt wird (dadurch dann Note 4 das Resultat ist) und der beisitzende Schulleiter verwundert über diesen abrupten Wandel ist.....dann kann ich eigentlich froh sein, das ich meine PArtnerschaft aufrecht erhalten konnte oder wie? ^^

      Das schöne ist: Als Beamter auf Probe hat mein kein Anrecht auf ALG I und weil meine Partnerin angeblich "genug für uns Beide" verdient (reicht im Leben nicht), krieg ich nicht mal Hartz IV. Hat das Land Berlin schön an en Referendaren gespart und lacht sich jetzt ins Fäustchen......

      Ja mein Fachleiter hat einen Nervenzusammenbruch weil die Einschätzung willkürlich und fadenscheinig erscheint. (Ein Urteil hierrüber sollte ich mir als doppelt Gescheiterter wohl nicht anmaßen.)


      Einer der ersten Reftage meiner besten Freundin began mit "Wir sind der Hauptsemianrstandort mit der höchstne Selbstmordrate.". Menschenverachtender und willkürlicher kann eine Ausbildung wohl kaum sein, aber hey....es bleibt ja alles mündlich, da bringt ein Klagen vor Gericht ja nichts.


      Inwiefern ist das Ref denn qualitätssicherend, wenn es eigentlich nur nach Gutdünken der SL gehts und LEute durchkommen, die fachliche Mängle aufweisen, kein Interesse am Fach haben (und dies wiederholt im Semianr lautstark kund getan haben) und methodsich immer nur halbwegs ab und an transparent unterrichten? Wir haben bei uns im Semianr jemanden gehabt, der stolz verkündet hat bei jeder Gelegenheit, das er nur mit Wikipedia arbeitet und wiss. Quellen ja gar nicht notwendig sind. Der Herr ist mit eklatanten fachlichen Mängeln (u.a. Reformation im 17. Jhr.) mit ner 3 durchgekommen, während andere mit den Worten "Hätten sie sich mal nicht beschwert" überhaupt erst nicht zugelassen wurden.

      Der Fisch stinkt doch vom Kopfe an.
      • Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. -Machiavelli-
      • Zwei Mächte gehen durch die Welt, Geist und Degen, aber der Geist ist der mächtigere. -Napoleon-
      • In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst! -Augustinus-
    • Sorry, wenn ich jetzt hier mal quer schieße. Mir tut das sehr Leid, dass dein Referendariat so mies verlief und dass du im Endeffekt nicht bestanden hast. ABER: Wer sich im Referendariat schon an der Belastungsgrenze sieht und deshalb psychische Probleme bekommt, für den ist es wohl tatsächlich besser, wenn er nicht besteht oder von selbst die Segel streicht.

      Mein eigenes Referendariat ist gerademal fünf Jahre her und ich muss sagen, das war ein WITZ im Gegensatz dazu, was danach kam. Im zweiten Ausbildungsabschnitt hatte ich ganze 10 Stunden eigenen Unterricht. Heute habe ich 25... Dazu kommt, dass ich jedes Jahr mindestens zwei (bis maximal vier) Abschlussklassen habe, die in meinem Fach in die Prüfung gehen. Dazu bin ich jedes Jahr Klassenlehrerin, Fachschaftsvorsitzende, leite zwei Arbeitsgruppen, bilde eine Referendarin aus und befinde mich selbst in einer Ausbildung im Bereich tiergestützter Pädagogik. Und dann kommt ein Referendar und "heult" er könne dem Belastungsdruck nicht mehr standhalten... Ich möchte dich weiß Gott nicht beleidigen, aber aus Sicht einer ausgebildeten Lehrkraft, die weiß wie umfangreich und fordernd der Job ist, kann ich das ehrlich gesagt nicht Ernst nehmen...

      Siehe es als Chance. Vielleicht hat dir das nicht bestandene Referendariat viel Unglück erspart und sieh es als Chance dich neu zu orientieren. Vllt findest du eine Aufgabe, die besser zu dir passt.
    • MrsPace schrieb:

      Wer sich im Referendariat schon an der Belastungsgrenze sieht und deshalb psychische Probleme bekommt, für den ist es wohl tatsächlich besser, wenn er nicht besteht oder von selbst die Segel streicht.

      Mein eigenes Referendariat
      Ja genau, dein Referendariat!
      Ich finde es immer wieder erschreckend wieviele Menschen es gibt, die sich selbst (und ihre Erfahrungen) als das Maß aller Dinge begreifen. Ich frage mich dann immer woran das liegt: Scheuklappen, Bedürfnis nach ständiger Selbstversicherung, Mangel an Fantasie....? Keine Ahnung.
      Wenn dein Referendariat o.K. war (meins war es im Großen und Ganzen auch), dann freu dich doch einfach darüber. Aber erzähle nicht wildfremden Leuten, die offensichtlich nicht so viel Glück hatten wie du, wie ihr Referendariat in Wahrheit war und, dass sie selbst schuld sind und ungeeignet für den Job. Das ist schlicht anmaßend.
    • icke schrieb:

      MrsPace schrieb:

      Wer sich im Referendariat schon an der Belastungsgrenze sieht und deshalb psychische Probleme bekommt, für den ist es wohl tatsächlich besser, wenn er nicht besteht oder von selbst die Segel streicht.

      Mein eigenes Referendariat
      Ja genau, dein Referendariat!Ich finde es immer wieder erschreckend wieviele Menschen es gibt, die sich selbst (und ihre Erfahrungen) als das Maß aller Dinge begreifen. Ich frage mich dann immer woran das liegt: Scheuklappen, Bedürfnis nach ständiger Selbstversicherung, Mangel an Fantasie....? Keine Ahnung.
      Wenn dein Referendariat o.K. war (meins war es im Großen und Ganzen auch), dann freu dich doch einfach darüber. Aber erzähle nicht wildfremden Leuten, die offensichtlich nicht so viel Glück hatten wie du, wie ihr Referendariat in Wahrheit war und, dass sie selbst schuld sind und ungeeignet für den Job. Das ist schlicht anmaßend.
      Komisch, über mein eigenes Referendariat habe ich gar nichts geschrieben... Außer dass es noch nicht solange her ist und wie viel ich unterrichtet habe... Durch die geschickte Zitierweise änderst du diesen Umstand auch nicht.
    • icke schrieb:

      Sehr geheimnisvoll. Dein Referandariat war also nicht o.K.? Aber du warst halt härter? Oder wie?
      Letztlich ging es mir darum auch gar nicht. Ich rege mich nur immer wieder darüber auf, wie schnell aus der Ferne über Menschen geurteilt wird, die man einfach mal nicht kennt.
      Ich habe überhaupt nicht geurteilt. Wo denn?

      Mein Referendariat war ganz normal. Wie das von Millionen von Referendaren auch. Es hat nichts damit zu tun ob man "härter" ist oder ob man einfach "alles locker" sieht. Nein. Es geht um Eignung. Und sorry, wer mit 10 Stunden ohne besondere Aufgaben, ich möchte fast sagen in einem geschützten Rahmen, nicht zurecht kommt, bei dem frage ich mich schon, wie er im Job unbeschadet überleben will... Geschweige denn, ob jemand, der sich schon im Referendariat zwingen muss, zur Schule zu gehen, dauerhaft in diesem Job glücklich sein wird...
    • Vielleicht kenne ich auch einfach mehr Leute, die im Referendariat ähnliche Schwierigkeiten hatten, wie die hier geschilderten und jetzt im Job wunderbar zurecht kommen... (nicht für jeden ist das Referendariat ein "geschützter Raum").
      Aber dass du nicht mal merkst, dass du hier ein Urteil abgibst, wundert mich wirklich.
    • Also ich bin absolut nicht der Meinung, dass das Referendariat etwas über den späteren Lehrer aussagt. Ich spreche jetzt aber auch für den Grundschulbereich.
      Ich hatte tolle Mitreferendare, die super Unterricht machten, alles paletti, tip top. Im "wahren Berufsleben" waren sie nach ein paar Jahren fix und alle.
      Heulend im Lehrerzimmer sitzend, sich weigern eine Klasse als Betreuung für die Fahrt in die Verkehrsschule zu übernehmen, weil die so schlimm sind.....die Liste ließe sich
      beliebig fortführen.
      Durch eine Kollegin, die selbst Fachleiterin war, habe ich erlebt, wer auch teilweise auf diese Posten "gehievt" wurde.
      Und das waren nicht immer Granaten, die dann für die Ausbildung anderer verantwortlich waren.
      Mein Ref war soweit okay, ich habe mich auf das Leben danach gefreut, endlich mal so machen, wie man wollte.
      Vielleicht ist das ganze auch schulformabhängig, im GSbereich jedefalls gab es von grottenschlecht bis himmelhochjauchzend an Fachleitern und Betreuern alles.
      Lebe lieber ungewöhnlich!
    • Mir geht es ehrlich gesagt besser, seitdem ich da raus bin... Könnte unter anderem daran liegen, dass man jetzt erstmal eine gewisse Jobkompetenz zugesprochen bekommt. Und ich bin knapp 3 Jahre aus dem Ref raus. Vielleicht habe ich auch nur Glück mit Schülern, Kollegen und SL.
      Aber nach solchen Pauschalisierungen wäre ich absolut ungeeignet für den Beruf, da ich im Ref wirklich gelitten habe. Und ich war noch nichtmal in einem Studienseminar, das schlecht ist oder besonders grausam zu Referendaren. Was war mein Problem? Diese ständige Prüfungssituation hat an mir gefressen. Nichts weiter.
      Naja, hat mir immerhin den Vorteil gebracht, dass ich einigermaßen sensibel bin gegenüber Schülern mit Prüfungsangst.
      Quiet brain, or I'll stab you with a Q-Tip!
    • @MrsPace: ich kann deine Aussage durchaus nachvollziehen, natürlich kommen im "richtigen Job" nach dem Referendariat noch einmal zusätzliche Aufgaben auf einen zu, die ein Plus an Arbeit bedeuten. Aber dennoch hat icke Recht: Du solltest nicht so schnell von deinen Erfahrungen auf die anderer Leute schließen. 10 Stunden Unterricht scheinen mir beispielsweise auch extrem wenig. Ich unterrichte (im Ref) pro Woche 17 Stunden, leite eine AG mit 2h/Woche, habe eine stellvertretende Klassenleitung und natürlich jede Woche noch die Seminarveranstaltungen (6h bei 8h Anwesenheit). Das klingt schonmal anders als deine "10 Stunden", und dennoch ist es genauso Referendariat wie du es erlebt hast. Unter demselben Deckmäntelchen können also durchaus unterschiedliche Dinge ablaufen. Und dennoch möchte ich nicht meckern: Ich schätze mich glücklich, denn bis auf eine Person habe ich es mit meist konstruktiven Menschen zu tun - das erlebe ich bei Referendaren aus meinem Kernseminar auch ganz anders. Deren Ref ist - bei wiederum ähnlichen äußeren Bedingungen wie Stundenzahl etc. - nochmal eine ganze Spur härter aufgrund problematischer Situationen an den Schulen oder in den Fachseminaren. Bei denen ist das Referendariat eben nicht, was du erlebt hast (und ich erlebe), nämlich ein "geschützter Raum". Und wo Kapas Situation in diesem breiten Spektrum an Erfahrungen liegt, die man "Referendariat" nennt, können wir hier nicht beurteilen. Daher sind Vorschnelle Urteile und Ratschläge hier (wie so oft) fehl am Platze.
      Warum Trübsal blasen, wenn man auch Seifenblasen kann?
    • mrspace, kann ich so gar nicht bestätigen. das ref war im vergleich zum vollzeit-lehrerjob (mit deutsch und oberstufe aka abitur jedes jahr) richtig, richtig heftig, was die belastung angeht (und ich empfinde meine aktuelle arbeitsbelastung als ganz und gar nicht ohne, aber als akzeptabel). der druck war deutlich höher, als er es aktuell ist. und vor allem: ich hatte insgesamt eine sehr nette, fordernde und unterstützende ausbildungssituation, die zwar von den üblichen absurditäten geprägt war, aber alles in allem gepasst hat aus meiner sicht. wenn man das mit der situation von kapa vergleicht, wo offenbar vieles schief gelaufen ist bzw. manches nicht erklärbar ist (und ja, solche situationen gibt's immer wieder im ref; das ist gar nicht so selten), dann finde ich es ein bisschen sehr arrogant, von der eigenen belastung oder gar überlastung im alltag auf die mangelnde belastbarkeit eines dir nicht persönlich bekannten refs zu schließen.
    • MrsPace schrieb:

      Und sorry, wer mit 10 Stunden ohne besondere Aufgaben, ich möchte fast sagen in einem geschützten Rahmen, nicht zurecht kommt, bei dem frage ich mich schon, wie er im Job unbeschadet überleben will... Geschweige denn, ob jemand, der sich schon im Referendariat zwingen muss, zur Schule zu gehen, dauerhaft in diesem Job glücklich sein wird...
      Aber das Referendariat findet ja gerade nicht im geschützten Raum statt. Man ist 18/24 Monate lang jede Minute seines Jobs unter permanenter Überwachung und in einer andauernden Bewertungssituation. Das habe ich schon als fürchterlich belastend empfunden. Richtig arg wird es dann, wenn man in seinem pädagogischen Stil von dem Stil des/der Fachseminarleiter abweicht und es gewohnt ist, sich mit dem, was man lernt, kritisch auseinander zu setzen, denn das ist ja genau das, was im Vorbereitungsdienst nicht erwünscht ist.

      Klar, heute habe ich 25 Stunden, bin Fachkoordinator, Tutor einer 10. Klasse, Mentor einer LiV etc., aber mir schaut nicht ständig einer auf die Finger und notiert sich, was ich gerade seiner Meinung nach vollkommen falsch mache, um es mir bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit auf's Butterbrot zu schmieren. Im Vorbereitungdienst brauchte ich für jede meiner 10 Unterrichtsstunden 3 Stunden Vor- und Nachbereitungszeit, wenn das überhaupt ausreicht, und trotzdem wurde auch an der letzten Kleinigkeit noch herumgenörgelt, und sei es, dass ich eine Methodenentscheidung nicht aus dem FF lerntheoretisch begründen konnte. Ref und alltäglichen Dienst kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen. Ich bin ebenfalls der Meinung, das Ref hat mit dem anschließenden Job nicht mehr viel zu tun. Es dient einzig und alleine dem, dass ich lerne meine eigene Unterrichtsplanung an den neusten Strömungen der didaktischen Theorien zu orientieren.

      Dennoch, beide unterrichtspraktische Prüfungen mangelhaft abzuschließen und bereits das zweite Mal durch die Staatsexamensprüfung zu fallen, das kann auch in meinen Augen eigentlich nicht einzig damit erklärt werden, dass die Prüfer einen alle ungerecht behandelt haben. Das wäre zumindest ein ziemlicher Skandal und so viel Willkür müsste sich nachweisen lassen. Da wäre etwas mehr Selbstkritik vermutlich angebracht.
    • Die Aussagen von Kecks und Xiam kann ich nur unterschreiben. Geht und ging mir ganz genau so, sowohl in den ersten Berufsjahren als auch jetzt, knapp 15 Jahre später mit wachsenden Aufgaben und Verantwortungen. Den Druck und die Belastungen, wie ich sie im Ref hatte, hatte ich danach nie wieder.
      Und auch bei mir war das Seminar insgesamt in Ordnung, ich bin mit guten Noten durchgekommen und hatte keine größeren Probleme.
      Wenn du das anders siehst, hattest du aus meiner Sicht entweder ein sehr kuscheliges Referendariat oder du machst in der Organisation deiner jetzigen Aufgaben etwas grundlegend falsch.

      Oder aber... vielleicht kann man einfach die eigene Situation nicht so ohne weiteres auf andere übertragen und sich dadurch ein Urteil anmaßen, wie wäre es denn damit?
    • MrsPace schrieb:

      Sorry, wenn ich jetzt hier mal quer schieße. Mir tut das sehr Leid, dass dein Referendariat so mies verlief und dass du im Endeffekt nicht bestanden hast. ABER: Wer sich im Referendariat schon an der Belastungsgrenze sieht und deshalb psychische Probleme bekommt, für den ist es wohl tatsächlich besser, wenn er nicht besteht oder von selbst die Segel streicht.

      Mein eigenes Referendariat ist gerademal fünf Jahre her und ich muss sagen, das war ein WITZ im Gegensatz dazu, was danach kam. Im zweiten Ausbildungsabschnitt hatte ich ganze 10 Stunden eigenen Unterricht. Heute habe ich 25... Dazu kommt, dass ich jedes Jahr mindestens zwei (bis maximal vier) Abschlussklassen habe, die in meinem Fach in die Prüfung gehen. Dazu bin ich jedes Jahr Klassenlehrerin, Fachschaftsvorsitzende, leite zwei Arbeitsgruppen, bilde eine Referendarin aus und befinde mich selbst in einer Ausbildung im Bereich tiergestützter Pädagogik. Und dann kommt ein Referendar und "heult" er könne dem Belastungsdruck nicht mehr standhalten... Ich möchte dich weiß Gott nicht beleidigen, aber aus Sicht einer ausgebildeten Lehrkraft, die weiß wie umfangreich und fordernd der Job ist, kann ich das ehrlich gesagt nicht Ernst nehmen...

      Siehe es als Chance. Vielleicht hat dir das nicht bestandene Referendariat viel Unglück erspart und sieh es als Chance dich neu zu orientieren. Vllt findest du eine Aufgabe, die besser zu dir passt.
      Sorry das ich dich jetzt enttäusche, aber ich habe nirgends geschrieben, das das Ref mich an meine psychische Belastungsgrenze gebracht hat. Ich schrieb, das mein Fachbereisleiter nen Zusammenbruch hatte. Da besteht nen dicker Unterschied. Ich habe vorher mit 26h als Vertretungslehrer und kommisarischer Fachbereisleiter über ein Jahr an einer Hauptschule gearbeitet wo die Arbeitsverhältnisse sehr viel "extremer" im Hinblick auf die Schüler waren. War in dieser Zeit als Prüfungsvorsitz von 80 Prüfungen in 4 Tagen und Klassenlehrer aktiv. Ich habe während meiner Vertretungszeit promoviert und was du mir hier als Stress rumjammerst kann ich, ohne dich beleidigen zu wollen, nur belächeln. Im Ref habe ich nicht gejammert. Ich habe mich lediglich als Seminarsprecher für mein Seminar eingesetzt, weil es genau in diesem Seminar genug Leute gab, die gejammert haben ohne vorher das volle Deuptat kennen gelernt zu haben. Einer der Durchgekommenen ist, ist nun mit Burnout beurlaubt. Die mich begleitenden Fachkollegen, also jene die mich regelmäßig im Unterricht sahen, waren alle der Meinung nach dem sie von dem Ergebnis erfahren haben, das es Schwachfug ist, denn ich bin im Unterricht mit Klassen klar gekommen, mit denen gestandene Kollegen so ihre Problemchen hatten. Und mit Verlaub, ohne dir zu Nahe treten zu wollen, ich war im Ref kommissarisch als Klassenleiter eingesetzt. Hatte vor der Senatsverwaltung eine Anhörung aufgrund des Mobbings durch einen Seminarleiter und habe dort Recht zugesprochen bekommen. Die psychische Belastung hab ich als "normal" empfunden. Ich kann, was diese Art der Belastung angeht, von mir aufgrund meiner Lebenserfahrung behaupten: Dagegen bin ich weitestgehend resilent. Mir wurde im Vorfeld vor meine erste Prüfung gesagt: Sie haben einen Fehler gemacht, sie haben mir ans Bein gepisst. Ich habe aber lediglich solche Aussagen nur mündlich und kann diese nicht schriftlich belegen. Somit bin ich von Rechtswegen zwar im Recht, aber nicht "geschützt" wie du es so schön hier darstellen zu versuchst. Und weiß Gott, wenn du mich beleidigen möchtest oder etwas, das du als "zu hart für das Forum ansiehst, aussprechen möchtest, dann tue es doch einfach ohne Pseudoentschuldigungen für "evtl. missverständliche Aussagen" vorwegzunennen. Hab ich kein Problem damit, mit Heuchelei aber schon.

      @Karl-Dieter:
      Ich habe Fehler gemacht, ja! Nach Aussagen meines Schulleiters der in der Prüfung saß: Keine, die zu diesem Ergebnis hätten führen dürfen, die aber dennoch aus anderen Gründen zu der gegebenen Note geführt haben. Anderes Beispiel aus der selben Prüfungskommission: Mitreferendar, dem von einem Semianrleiter nach allen UBs in den UBs "wow das und das war richtig toll" gesagt wurde und dann in der Vornote genau DAS was richtig toll war als Begründung für eine 4 herangezogen wurde. Dessen Schulleiter der in den UBs mit drin saß fiel aus allen Wollken, als die Beurteilung kam. Bestanden hat er nach Aussagen des Schulleiters nur, weil dieser im Vorfeld der Prüfung dem SL mitgeteilt hat, das der Mitreferendar eine Festanstellung an der Schule hat danach.
      Weiterhin nicht von der Hand zuweisen: Die Aussage eines meiner Ausbilder....Ich hätte sagen können was ich will, auf das was sie hören wollten hötte ich im Leben nich kommen können.

      Und jetzt gehen wir mal noch nen Stücken weiter:
      Die Person vom Personalrat die in der Prüfung anwesend war hat formal nichts ansetzen können, mir aber empfohlen aufgrund der sehr willkürlich erscheinenden Benotung in den Widerspruch zu gehen. Mein Schulleiter, so friedlich wie er auch sonst ist, hat bei der NAchbesprechung am Dienstag mir auch nur mit einem Kopfnicken zu verstehen gegeben, das dies durchaus gerechtfertigt ist.
      Jo, meine Analyse war nicht perfekt. Genauso wie die Stunde, brauch ich nicht leugnen, mache ich auch nicht. Ich setz dem jetzt sogar noch einen drauf, weil mir das hier Vorhandene teilweisige Hinterhältige auf den Keks geht:
      Im Gespräch gestern mit meiner Hauptsemianrlseitung wurde mir mdl. mitgeteilt, das man sich halt nicht mit einem Seminarleiter anlegen darf. Auch wenn die Kritik berechtigt ist und die Art und Weise der SL nicht hinnehmbar sein sollte. Aber das geht halt nicht, denn so einen SL muss man ja als Hauptsemianrsleitung auch irgendwie vor den Referendaren schützen. Sowas könne man ja aussitzen und sich mit den neuen SL des Refis absprechen....

      Und hey....guess what: Ich kann nur nichts gegen machen, weil ich abgesehen von der mdl. Äußerung NICHTs schriftlich von der Person habe. Und mit Verlaub, jetzt kannste mir mal die Füße lecken, denn ich bin im Recht und ich werde keine Gerechtigkeit erfahren weil ich in dem Falle das Maul aufgerissen habe und mich da keiner unterstützen kann und das System des Arschkreichens recht gut in Berlin etablliert ist. Und noch weiteR: ICh wusste vorher das mri das auf die Füß fallen kann. Bin aber so dämlich an das Gute im Menschen/Lehrer/Ausbilder zu glauben.
      Und nochmal für dich: NEIN, ich bin nicht der Meinung, das meine beiden Stunden eine 1 oder 2 hätten sein müssen. Aber die Noten, die ich bekommen habe sind rein fachlich sehr fragwürdig. Da kann man jetzt drüber spekulieren nach den äußeren Umständen (siehe Bemerkungen der SL und der Hauptseminarsleitung, der begleitenden Fachkollegen die alle über die Stunden gesehen haben udn teils selbst Semianrleiter sind und der Schulleitung) sich seinen Teil denken. Das Urteil steht. Und gegen ankommen kann ich, nach Aussagen bestimmter Ansprechpartner nur DANN, wenn ich was von den rechtswidrigen Aussagen schriftlich bekomme. Und nun überlege mal: Würdest du als SL odeR HSL oder Schulleiter soetwas, was dich rechtlich exponiert schriftlich dem Refi in die Hand geben? Ich vermute nich!


      Und es geht weiter mit Berichten eines mir bekannten und befreundeten FSL:
      Manche Leute werden aussortiert weil sie unbequem sind und die Fächerkombie grad nicht gebraucht wird oder halt die Festanstellung in der Schwebe hängt. Das ist scheiße, aber da wird dann eben nicht nach fachlichen Dingen entschieden....Im Übrigen ein Grund, warum diese Person ihren FSL Posten abgegeben hat.
      • Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. -Machiavelli-
      • Zwei Mächte gehen durch die Welt, Geist und Degen, aber der Geist ist der mächtigere. -Napoleon-
      • In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst! -Augustinus-
    • kapa, ich kann deine Enttäuschung, den Frust und die Wut nachvollziehen. Diese sollten jedoch nicht an den Usern des Forums ausgelassen werden. Deine Wortwahl missfällt mir.