Petition A13 für Grundschullehrer_innen - Eure Meinung

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  • rotherstein schrieb:

    Wusstet ihr, dass alle Grundschullehrer Mathematik studieren müssen, die ihnen fast allen das Genick bricht, weil, wenn Mathe hätten studieren wollen, hätten sie es getan?
    Sei mir nicht böse, aber das wusste sie vorher. Das Mathe-Grundlagenstudium ist jetzt auch kein reines Fachstudium, sondern besteht im wesentlichen aus etwas erweitertem Abiturstoff.


    Aber bei Wehklagen von Lehrämtern über irgendwelche fiesen Matheklausuren muss ich an diesen Vorfall und die darauffolgende Stellungnahme der Universität denken:

    mathedidaktik.uni-koeln.de/fil…tik_und_ihre_Didaktik.pdf


    Davon sind 305 Studierende zur Klausur erschienen und es haben 22 Studierende die erste Prüfungbestanden





    Ist der Stoff denn relevant für die Ausbildung von Grundschullehrern?Die Inhalte der Einführung in die Mathematik sind unverzichtbar für eine weitere mathematischeEntwicklung der Lehramtsstudierenden in Mathematik und ihrer Didaktik. Es ist noch nicht lange her,da gehörten sie in weiten Teilen zum Schulstoff im Gymnasium. Vor allem aber sind sie direkt mit denmathematischen Inhalten in der Grundschule verbunden oder liegen ihnen unmittelbar zugrunde. Siesind in moderner mathematischer Sprache und für Erwachsene formuliert. Viele wichtige Aspekte zurDiagnose und Förderung mathematischer Lernprozesse bei Grundschulkindern können überhauptnur auf Grundlage der genauen Kenntnis der mathematischen Hintergründe formuliert, entdeckt undgenutzt werden. Mathematik ist in der Grundschule eines der wichtigsten Fächer, das die meistenGrundschullehrer lebenslang fast täglich unterrichten. Wie auch in der Schule Wissen nicht nur alsSelbstzweck vermittelt wird, so sollen die bei uns vermittelten Grundlagen eine lebenslangemathematische Entwicklung einer Lehrerin, eines Lehrers bei sich wandelnden Vorstellungen vonMathematikunterricht ermöglichen. Die Landesregierung in NRW hat aufgrund der schlechten PISAErgebnisse nicht umsonst die neue Grundschullehrerausbildung zu einem vollwertigen universitärenMasterstudiengang aufgewertet.
    Und jetzt das interessante:






    Wir beobachten bei Studierenden drei Probleme als Ursachen für ein schlechtes Abschneiden:mangelnde Verantwortung und Selbstständigkeit für den eigenen Lernprozess, ungenügendemathematische Vorkenntnisse und die „pro forma“ Teilnahme an der ersten Klausur.

    Die erfolgreiche Bearbeitung der Aufgaben scheitert sehr häufig nachweisbar an einfachenRechnungen, wie Punkt- vor Strichrechnung, Ausklammern, Multiplikationsaufgaben wie 5 × 25, dasKürzen von Brüchen, Potenzrechenregeln etc. Auch weitergehender Stoff aus der Mittelstufe, wiedas Lösen quadratischer Ungleichungen, steht häufig nicht zur Verfügung. Begriffliches Denken oderSätze mit mathematischem Sinn zu formulieren, fällt vielen schwer.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Karl-Dieter ()

  • Karl-Dieter schrieb:

    Sei mir nicht böse, aber das wusste sie vorher. Das Mathe-Grundlagenstudium ist jetzt auch kein reines Fachstudium, sondern besteht im wesentlichen aus etwas erweitertem Abiturstoff.
    Das stimmt hinten und vorne nicht. Zum ersten sind bereits die "Fachwissenschaftlichen Grundlagen", so heißen die Ersti-Vorlesungen in Mathe in Landau/Koblenz reine Universitätsmathematik, sprich mathematisches Beweisen und zum anderen reicht selbst der Mathe-LK nicht an dessen Anforderungen heran, von GK-Kenntnissen ganz zu schweisen. Als ich damals abging war der Fachbereich dabei, über Vorbereitungskurse für Abiturienten in den Semesterferien nachzudenken (!).

    Ich hab die dortige Veranstaltung 6 Semester gebremst. Jedesmal die Diskussion in den Übungen, wozu man sowas in der Grundschule braucht. Und jedesmal das Gejammer, weil man sich das Studium so nicht vorgestellt hat / vorstellen konnte.
    Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit am Tag.
  • Karl-Dieter schrieb:

    Da wird hier aber was anderes gesagt? edk.ch/dyn/27554.php

    Abitur + dreijähriges Studium.
    Dann scroll doch einfach mal runter, da steht es. 80 - 90 % unserer Primarlehrer kommen von der FMS. Man KANN selbstverständlich auch mit der gymnasialen Matura das Lehramt für die Primarstufe studieren. Studiert wird übrigens "nur" an der PH.
  • Steht in den Verlaufsplänen auch drin, was sich hinter den Veranstaltungstiteln inhaltlich verbirgt? Steht da auch drin, in welche Tiefe in den Inhalt abgestiegen wird? Wo sind die Unterschiede von "Analysis I", "Mathematik für Ingenieure I", "Algebra I", "Zahlentheorie" und was sich sonst noch am Fachbereich tummelt ?

    Ich hatte in meinem akademischen Leben zwei Vorlesungen à 4+2 SWS, die sich "Zahlentheorie" nannten. Eine an der UdS in Saarbrücken für Diplom Informatiker (und für Diplom-Mathematiker auch!) und eine in Landau für das StEx I für das Lehramt an Grund-/Hauptschulen. Die waren beide inhaltlich gleich, Restklassen und Co.

    Schulmathematik ist von vollständiger Induktion in Sek II abgesehen Ausrechnen, Universitätsmathematik ist mathematisches Beweisen. Allein dieser Paradigmenwechsel bricht Erstis in Massen das Genick, egal ob Lehramt oder Diplomstudiengang.
    Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit am Tag.
  • In den "fachwissenschaftlichen Grundlagen" hatten wir in LD vor den Vorbereitungskursangeboten Durchfallquoten von 60-70%. Danach knapp 60%, was wir daran festmachen, dass die "Touris", also die Studierenden, die einfach einen Freischuss zum Kennenlernen ausprobieren wollen, wegbleiben. Zusätzlich sind da aber eh noch die Wiederholungstäter drin. Im ersten Anlauf haben aus meinen Übungen FWG regelmäßig nur 3-5 Leute den Schein geschafft, aus Übungsgruppen, die nach 4 Wochen nur noch aus 10 Studis bestanden (von ehemals 25+).

    In Saarbrücken hatten wir Studis, die sich an Analysis I (das dummerweise auch nur einmal im Jahr angeboten wurde) dreimal versucht haben, bis sie das Diplom aufgaben. In LD ging das schneller, weil der Fachwechsel nicht gleichbedeutend mit Lehramtsaufgabe ist.
    Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit am Tag.
  • Ich finde die Diskussion hier sehr spannend. Irgendwie kann ich alle Seiten irgendwie verstehen.

    Nachdem ich selbst ja bald auch A13 verdienenwerde bin ich von der Problematik nicht ganz so betroffen. Ich finde es dann meist sehr seltsam, wie andere sich aufregen, als ob ihnen was weggenommen würde, nur weil andere mehr (gleich viel) bekommen.
    Das ist mir in meiner Zeit im öffentlichen Dienst auch schon mal so gegangen. Nach einer Verfassungsklage bekamen alle ÖD Mitarbeiter 30 Tage Urlaub, unabhängig vom Alter. Ihr glaubt gar nicht, wie sich die alten Kollegen aufgeregt haben, nur weil ich dann auch 30 Urlaubstage hatte. Dabei hatte keiner von ihnen was hergeben müssen...

    Ich würde ja niemals als Grundschullehrer arbeiten wollen. Das würden meine Nerven niemals aushalten. Die möglicherweise niedrigere Korrekturbelastung könnte man meiner Meinung nach durch unterschiedliche Pflichtstunden ausgleichen (ich glaube das gibt es eh schon).

    Was ich aber etwas problematisch sehe ist das "Eintrittsalter". Irgendwie scheint die Studiendauer in den verschiedenen Lehrämtern ja doch recht unterschiedlich zu sein. Das finde ich sollte auch im Gehalt berücksichtigt werden.

    Ich hatte 9 Semester Regelstudienzeit plus 52 Wochen Pflichtpraktikum (Ersatzweise 2 Jahre Berufsausbildung) Bei den Grundschullehrern lag das deutlich darunter. Dadurch kann so jemand natürlich viel eher mit dem Geldverdienen anfangen.

    Aber auch das ließe sich regeln, z.B. durch niedrige Einstiegsgruppen, nach denen man nach gewisser Zeit automatisch, oder nach positiver Beurteilung, aufsteigt. So hätte dann ein Grundschullehrer vielleicht mit etwas Zeitverzögerung auch die Chance auf A13. Das fände ich schon fair.
    [img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10500;414/st/20160731/e/Geschafft+%F0%9F%98%8A/dt/6/k/6c2c/event.png[/img]
  • Nach Aussagen meiner Tochter ( Uni Köln) wohl recht Viele. Die Hörsäle immer leerer und viele wechseln zu anderen Schulformen, weil sie sich dann die Fächer aussuchen können. Die Matheklausuren sind echt der Hammer. Im Abi hatte unsere Tochter eine 2 in Mathe und kennt die einfachen Regeln von denen oben die Rede ist. Was verlangt wird sind Beweise. Durchfallquote bei den Matheklausuren liegt so um die 80%. Hilfe in der Uni Fehlanzeige und so suchen sich die Studenten Nachhilfe, um die Klausuren zu bestehen. Besser fände ich Lernpsychologie und die Entwicklung des mathematischen Begriffs bei Kindern, damit man später in der Schule nicht den zweiten vor dem ersten Schritt macht. Wie lernen Kinder? Welchen Einfluss haben die Medien auf das Lernen? Was ist Dyskalkulie? Wie kann man ihr vorbeugen bzw. begegnen. Ich bin sicher, dass alle Lehramtsstudenden den Stoff der Kernlehrpläne der Grundschulen beherrschen. Punkt vor Strichrechnung kommt auch nicht vor. Wohl eher alle Grundrechenarten und die Anwendung in Textaufgaben und Alltagssituationen usw. Unsere Tochter will unbedingt Grundschullehrerin werden. Im Praktikum konnte sie sich schon sehr gut bewähren. Das Studium, was sie erfolgreich abschließen muss, bereitet nur wenig auf den schulischen Alltag vor, leider. Es war so und es ist noch immer so. Was ich für meinen schulischen Alltag gelernt habe, waren die Inhalte der Sonderpädagogik. Den allgemeinen Teil konnte man in die Tonne kloppen.
  • Karl-Dieter schrieb:

    Sei mir nicht böse, aber das wusste sie vorher. Das Mathe-Grundlagenstudium ist jetzt auch kein reines Fachstudium, sondern besteht im wesentlichen aus etwas erweitertem Abiturstoff.


    Aber bei Wehklagen von Lehrämtern über irgendwelche fiesen Matheklausuren muss ich an diesen Vorfall und die darauffolgende Stellungnahme der Universität denken:
    Vielleicht kannst du den Studis in Köln Nachhilfe geben. Sie suchen händeringend nach einer professionellen Hilfe. :top: Keiner von ihnen ist faul und versäumt Vorlesungen und Übungen. Momentan ist Geometrie dran. Hat mit dem Abistoff nichts zu tun. Ich könnte dir ja mal so ein Übungsblatt per PIN hochladen. Interesse?
  • ja mei... jeder Studiengang hat doch diese eine fiese Klausur. Da muss man halt durch.

    Bei mir war es BWL2, das ich mit den BWL-Diplom-Studenten schreiben musste und das dazu gedacht war die BWL'ler Reihen auszudünnen. 70% Durchfallquote war da völlig normal.

    Mathe hatte ich auch in Tiefen, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Dabei unterricht ich jetzt höchstens mal Dreisatz und Prozentrechnen. (Hab kein Unterrichtsfach Mathe)

    So ein Studium soll einen halt auch etwas fordern.
    [img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10500;414/st/20160731/e/Geschafft+%F0%9F%98%8A/dt/6/k/6c2c/event.png[/img]
  • Veronica Mars schrieb:

    So ein Studium soll einen halt auch etwas fordern.
    Sicher, aber wäre es nicht schlauer die Menschen auf den Gebieten zu fordern, die dann tatsächlich zu einer verbesserten Unterrichtsqualität führen? Ich finde es einfach eine absolut verantwortungslose Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Es gibt so viel sinnvolles Wissen (ja auch anspruchsvolles!), das man als Grundschullehrer brauchen könnte, das im Studium aber einfach nicht vorkommt und das man sich später irgendwo selbst zusammenklauben darf (wobei einem immer schmerzlich bewusst ist, dass man eigentlich noch viel mehr wissen könnte uns sollte) . Vielleicht bin ich naiv, aber ich denke immer es sollte doch darum gehen, am Ende wirklich gut ausgbildete Lehrkräfte mit einem fundierten Grundlagenwissen zu haben, die nicht nur wissen was sie im Unterricht tun sondern auch warum...
  • Firelilly schrieb:

    Ich finde auch, dass man durchaus die Gehälter der Lehrer anheben müsste. Speziell für Naturwissenschaften, aber das ist noch einmal ein anderes Thema.
    Damit hast Du uns aber jetzt lang auf die Folter gespannt. Hab schon fast gedacht, du hättest Dein ceterum censeo diesmal glatt vergessen.
    Ironie im Netz ist wie eine Heugabel im vollen Fahrstuhl: Egal wie vorsichtig man ist, irgendein Idiot sticht sich daran immer ein Auge aus.
  • primarballerina schrieb:

    Können Wollsocken, EffieBriest und Firelilly sich eigentlich vorstellen, wie man Erstklässlern diese Grundlagen beibringt? Gehört dazu kein studierbares Fachwissen - anderer Art? Ach ja! entschuldigt - Pädagogik, Psychologie, Soziologie ist ja nur "Erziehungsarbeit" ... Schon mal im 1./2. Schuljahr hospitiert?
    Ich (studierter Gym-Lehrer) war jetzt mal wieder in der Verlegenheit, fünf Wochen lang unsere Grundschüler betreuen zu dürfen (sind in einer gemeinsamen Gruppe, also 1. bis 4. Klasse), nachdem die Lieblingskollegin in den Pfingstferien keinen Urlaub bekommen hat und dann prompt krank war. Ganz ehrlich? Ich komme schon zurecht mit den Kurzen. Ich kann die auch halbwegs sinnvoll beschäftigen; sind ja eh nur 12 WS bei uns. Ich weiß aber sehr oft nicht, ob das, was ich da tue, wirklich dem Lernfortschritt dient. Deshalb ganz klar: Ja, GS-Arbeit ist anspruchsvoll und rechtfertigt durchaus ein Studium. Und das nicht nur wegen der Pädagogik, sondern auch wegen der Didaktik. Es ist halt ein Unterschied, ob ich den Kids irgendwie lesen beibringe und die Schlauen können es dann, oder ob ich eine bestimmte Methode kenne, anwende, reflektiere und adaptiere, und hinterher können es auch die Schwächeren.

    ... und Firelillys frustriert-aggressives Geblubber nimmt hier eh keiner ernst, oder?


    edit: Ganz vergessen - schon um die kryptischen Arbeitsanweisungen ("Fülle aus!") in den GS-Büchern zu verstehen, muss man glaube ich studiert haben...
    Ironie im Netz ist wie eine Heugabel im vollen Fahrstuhl: Egal wie vorsichtig man ist, irgendein Idiot sticht sich daran immer ein Auge aus.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von fossi74 ()

  • Anja82 schrieb:

    In hamburg bekommt man in Sek 1 auch nur A12.
    in NRW auch.

    Ich habe diese Diskussion nun schon länger verfolgt und auch die Petition durchgelesen.
    Mir fiel auf - korrigiert mich, wenn ich falsch gelesen habe - , dass diese für das Saarland bestimmt ist. Ferner fiel mir auf, dass immer nur von A12 auf A13 die Rede ist. Was ist mit den angestellten Lehrer/innen in der Grundschule? Bleiben die dann auf ihrer Tarifeinstufung stehen? Dann klaffte die Schere ja noch weiter auseinander. Das wäre dann eine neue Ungleichbehandlung.
    "Der Lehrer hat den Rohstoff unseres Landes in den Händen."
    Matthias Platzeck, Ministerpräsident von Brandenburg
  • Wollsocken schrieb:

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass dieses von Neid zerfressene "ich-bin-aber-toller"-Geplustere etwas zutiefst deutsches ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass unsere Gehälter per se viel höher sind, als eure.
    Passend zur Jahreszeit würde ich das glatt ein Eigentor nennen, liebe Wollsocken...
    Ironie im Netz ist wie eine Heugabel im vollen Fahrstuhl: Egal wie vorsichtig man ist, irgendein Idiot sticht sich daran immer ein Auge aus.
  • fossi74 schrieb:

    Passend zur Jahreszeit würde ich das glatt ein Eigentor nennen, liebe Wollsocken...
    Weil ... ? Ich habe alle meine Beiträge noch mal durchgelesen. Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass ich mich für toller/wichtiger/sonstwas halte, als irgendjemand, der an der Grundschule unterrichtet. Ich schrieb lediglich, dass ich eine unterschiedliche Besoldung der unterschiedlichen Schulstufen für gerechtfertigt halte. Ich habe mich noch nicht mal dazu geäussert, WARUM ich das denke. Das werde ich auch weiterhin nicht tun, weil hier über diesen Punkt gar keine sachliche Diskussion möglich ist.

    Ferner habe ich angemerkt, dass es im schweizerischen Bildungssystem möglich ist, die Ausbildung zum Primarschullehrer über die Fachmaturität zu machen und ich das für eine gute Sache halte, weil bereits während der Schulausbildung das nötige Handwerkszeug vermittelt wird. Wir haben gerade im Berufsfeld Pädagogik sehr engagierte junge Frauen, die sich ganz bewusst für diesen Weg entschieden haben und nicht ans Gym gehen, obwohl sie notenschnittmässig vielleicht könnten. Bei der letztjährigen Präsentation der Maturarbeiten und selbständigen Arbeiten der FMS (Pendant zur Maturarbeit), kam der bei weitem schönste Vortrag, den ich gehört habe, von einer FMS-Schülerin, die eigenes Unterrichtsmaterial für Primarschulkinder entworfen hat. Ich finde es toll, dass junge Menschen in dem Alter (etwa 19) schon SO genau wissen, was sie wollen.

    Wo ist jetzt das Eigentor?