Stoff zu schwer für die 2. Klasse?

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    • Orang-Utan-Klaus schrieb:


      Meine Frage an die LehrerInnen, die mit dem Lehrwerk "Zahlenbuch" arbeiten:
      Übernehmt Ihr die Tests aus dem Buch, so wie sie sind?
      Ich antworte mal auf deine Frage, da ich mich angesprochen fühle.
      Nein, ich übernehme sie nicht 1 zu 1, ich schreibe auch nicht 6 solche Kompetenztests pro Jahr zweiseitig. Aber das sagt ja nicht, das man es nicht machen darf/soll/kann. Ich nutze aber die Vorschläge, denn lediglich das sind sie für eigene KA und Tests.
      Da hat aber weniger mit ZB zu tun, sondern wäre bei jedem anderen Lehrwerk auch so.

      Abgesehen davon würde mich bei deinem zweiten Beitrag der Grund deiner Wut auf Müller/Wittmann interessieren. Ist schon spannend, welche Emotionen immer wieder beim Zahlenbuch hochkochen.
      8) LG cubanita1

      Achte gut auf deinen Körper. Er ist der einzige Ort, in dem du leben kannst.
    • Micky schrieb:

      Verschiedene Strategien werden (nach unserem RLP) jahrgangsübergreifend behandelt, d.h. wir hatten die von dir genannte Aufgabe (Hühner, Pferde, Beine) jetzt im Material der 3. Klasse.
      Solche Aufgaben haben die schon seit Beginn der 2. Klasse. Strategien haben die dazu keine gelernt, es gibt jedenfalls kein Arbeitsblatt o.ä. dazu. Aber meine Tochter kennt diese Aufgaben. Sie denkt nach und dann schreibt sie die Lösungen hin. Keine Ahnung, was ihre Gedanken dabei sind.Für die, die den Test nicht kennen. Das ist in etwa so eine Aufgabe: Ein Bauer hat Pferde und Hühner. 16 Beine stehen im Hof, schreibe alle Möglichkeiten auf, was und wie viele Tiere zu den Beinen gehören könnten.


      Ich würde die o.g. Schafe-Aufgabe in meinem Einzugsgebiet nicht in meiner jetzigen Klasse (3.) stellen, weil ich wüsste, dass einige Kinder dann einen Projekttag zum Thema "Male 100 Schafe auf 3 Weiden" einlegen würden - und notfalls eben eine Projektwoche. Dafür hätten auch alle Schafe genug Gras und hübsche Augen.
      Eine leichtere Variante davon (8 Schränke, 3 Zimmer, im 2. und 3. Zimmer ist je 1 Schrank mehr als im ersten) fände ich jedoch angemessen - wenn ich vorher "skizzieren und ausprobieren" als eine Lösungsmöglichkeit für Sachaufgaben eingeführt und geübt habe. Wenn die Aufgabe an sich neuartig ist: Transfer, wenn eine ähnliche Aufgabe vorher geübt wurde: Anwenden.
      Die Aufgabe war völlig neu. Ich glaube nicht, dass die Kinder gemalt haben :) Aber wie geht man vor? Was für Lösungsmöglichkeiten hat ein 7-(7-jähriges Kind, um diese Aufgabe zu lösen?
      Also: In anderen Klassen (insbesondere im Süden) werden solche Aufgaben früher gemacht. Meine Klasse ist gegenüber euch im Durchschnitt etwa 1 Jahr zurück, schätze ich (mit riesiger Spannbreite).

      Ich stecke nicht drin, ich kenne den Unterricht der Lehrerin nicht, nicht deine Tochter etc.
      Es muss nicht immer ein Arbeitsblatt geben. Manches macht man mündlich (Tafel) oder handelnd mit Material.
      Für Eltern und Kinder ist es besser, wenn es ein Arbeitsblatt, eine Seite im Buch oder eine Zeichnung im Rechenheft gibt. Leider sieht das nicht jeder Kollege so.
      Schrankaufgabe: Malen. 3 große Vierecke = Zimmer, Schränke nach und nach aufteilen. Besser: je einen Schrank (mit einer anderen Farbe) ins 2. und 3. Zimmer malen. Den Rest gleichmäßig aufteilen.
      Schafaufgabe in Klasse 2: Gemein. Kann man durch Malen nicht wirklich lösen.
      100 - 20 (2. Weide) = 80
      80 - 20 (3. Weide) = 60
      60 auf 3 Weiden verteilen. (20 + 20 + 20 = 60).
      Dann 20 + 20 für die 2. und 3. Weide rechnen.
      Es sind sehr viele Schritte und man verliert schnell den Überblick.

      Habe den Test jetzt gesehen und finde ihn wie Orang-Utan-Klaus zu schwer. Ich kann mich den wesentlichen Kritikpunkten anschließen - besonders, wenn die Strategien nicht geübt wurden.
      Das eigentliche Problem ist aber das Verhältnis Eltern - Lehrerin bzw. Schüler - Lehrerin, das hat Schantalle gut auf den Punkt gebracht. Bekommen die Kinder in der 3. keine neuen Klassenlehrer?

      Rest per Mail.
    • Schantalle schrieb:

      Wenn einem Siebenjährigen jegliche Lust am Lernen genommen wird, weil nicht seine Stärken und sein Kindsein gesehen werden, sondern Noten verteilt werden, wie sie am Ende Klasse 4 relevant sind.

      Schantalle schrieb:

      das Ganze tut sie noch lieblos.
      Nee, so ist das eigentlich nicht. Ich finde die Lehrerin sympathisch und auch durchaus offen. Die Kinder lieben sie. Aber sie verhält sich manchmal so, als hätte sie ein veraltetes Bild vom Kind. (Vielleicht liegt es an ihrer osteuopäischen Herkunft, oh, das habe ich jetzt nicht geschrieben!)

      Aber zutreffend ist das obere Zitat - Lust am Lernen hat mein Kind null. Null komma null. Und das hatte ich eigentlich anders erwartet. Sie hatte sich so auf die Schule gefreut. Und jetzt ist es nur noch Krampf, Zwang und Überforderung. Das liegt am Anspruch und an der Masse an Aufgaben. Wir mussten 4 Bücher kaufen, 2 gab es von der Schule und sie kommt ständig mit Arbeitsblättern nach Hause, dazu sollen nebenher selbstständig Schreibschrift- und Rechtschreibheft komplett gemacht werden, also müssen wir auch am Wochenende ran und immer Belohnungen in Aussicht stellen, sonst fliegen die Dinger wieder in die Ecke und mein Kind heult.
      Anfangs dachten wir, sie fällt aus der Reihe, weil sie ADHS hat, aber zwei Testungen sind beide ohne Befund ausgefallen. Mein Kind hat einen leicht überdurchschnittlichen IQ und kann sich normal gut konzentrieren - aber sie kann ihr Potential in der Schule leider nur sehr begrenzt ausleben. Wenn das so auf dem Gymnasium weitergehen würde, würde ich es lassen, selbst, wenn sie eine Gymnasialempfehlung bekäme. Im Moment betreibe ich Schadensbegrenzung, damit sie nicht völlig kaputt aus der Grundschule kommt.

      Die Grundschule ist die erste Schule am Beginn einer langen Phase des Schulbesuchs. Da muss sie doch darauf achten, dass alle Kinder Lernfreude entwickeln, ihre Stärken und Schwächen einschätzen, sich selbst zu ermutigen etc.
      Die Schulkonferenz hat damals wohl entschieden, dass ab dem 2. HJ der 2. Klasse Noten verteilt werden (keine 5 oder 6, bei so einer Leistung bekommt man keine Note). Ich finde das echt früh. In der 1. Klasse gab es aber auch schon Punkte (grün, gelb, rot), ist ja auch Bewertung. Muss das so früh sein?


      Entweder sind sie falsch erteilt
      Ich finde die HA falsch erteilt. Meist ist es viel zu viel (Mathe, Deutsch und Sachunterricht), manchmal sehr wenig, selten so, dass ein durchschnittliches Kind in 30-40 Minuten fertig werden kann. Mir graut es vor der 3. Klasse, wo 1 Stunde angedacht ist. Aber wie geschrieben, die Eltern sind auch ein Faktor.... Ein Vater hat wohl die Lehrerin gefragt, was sie für eine Empfehlung (weiterführende Schule) sie für sein Kind haben wird, er würde das jetzt (2. Klasse) wissen wollen.


      Hat hier denn jemand einen Tipp für mich? Mein Kind notiert nicht, was HA ist. Wenn die Lehrerin dafür sorgt, macht sie die HA zuhause nicht, sitzt davor, heult, träumt, sagt, dass das zu schwer ist, trödelt, vermeidet, verweigert. Ziehen wir die HA durch, dauert es bis zu 2 Stunden, selbst, wenn man das in 40 Minuten schaffen könnte.
      Lasse ich sie, geht sie mit unvollständigen oder keinen HA in die Schule.
      Ich bin ratlos.
    • Bei den Hausaufgaben wirkt es manchmal Wunder, wenn sie gemeinsam mit einer Freundin gemacht werden dürfen. Dann geht es schneller, weil dann mehr Zeit zum gemeinsamen Spielen bleibt. Außerdem ist der Kampf mit Mama vor Zuschauern irgendwann peinlich.
    • Kinder sollten in der 2. Klasse durchaus verstehen, dass von ihnen eine gewisse Arbeitshaltung erwartet wird, die sie so aus dem Kindergarten noch nicht kannten, sprich eine gewisse Zeit ruhig sitzen können, Arbeiten konzentriert bearbeiten können, die Selbstorganisation in einem zunächst überschaubaren Rahmen. Ich lese aus deinen Darstellungen heraus, dass das bei deiner Tochter der Fall ist. Wenn das von dir beschriebene Programm jedoch tatsächlich so abläuft, dann erinnert mich das eher an den Schulalltag eines Gymnasiasten in der Mittelstufe - und selbst dann wäre es schon grenwertig. Dass da keine Lernlust entstehen kann, ist klar. Nach Vygotsky soll das Niveau des Schulunterrichts leicht über dem Lernniveau der Schüler liegen, aber die Kinder sollten dennoch zumindest gelegentlich ein Gefühl des Könnens und des Erfolgs spüren und von der Lehrerin für besonders gute Leistungen und Anstrengungen gelobt werden.
      Ich denke, dass das Problem nicht die Schafaufgabe oder ein grundsätzlich anspruchsvoller Unterricht (da du von Akademikerkindern schreibst, gehe ich davon aus, dass das Einzugsgebiet der Schule durchaus gut ist und die Schüler im Schnitt leistungsstark sind) ist, sondern dass die Lehrerin ihren Weg gegangen ist, ohne die Kinder da abzuholen, wo sie sind, und das muss irgendwann nach hinten losgehen, sobald die Schere zwischen Erwartungen und Realität immer größer wird.
      Ich würde auf jeden Fall noch einmal das Gespräch mit der Lehrerin suchen, ihr sagen, dass die Kinder sie persönlich mögen, dass die Kinder die ursprüngliche Lust am Lernen verloren hätten und es dir als Mutter wichtig sei, dass sich deine Tochter in der Schule wohl fühlt, was leider inzwischen nicht mehr der Fall ist. Wenn der Lehrerin etwas an den Kindern liegt, wird sie nicht wollen, dass die Kinder im schlimmsten Fall Angst vor der Schule haben. Was sie nicht ändern kann, ist der Lernstoff, der curricular vorgegeben ist, aber sie hat ja einen gewissen pädagogischen Handlungsspielraum bei der Umsetzung, den sie zugunsten eines angenehmeren Lernklimas nutzen sollte: nach dem Motto "einen Schritt zurück, die Kinder dort abholen, wo sie sind, und dann zwei Schritte nach vorne" :) . Vor allem jetzt, am Ende der 2. Klasse, spielen Noten noch keine so große Rolle, und man kann sich solche "Experimente" noch eher erlauben als am Ende der 4. Klasse.
    • Ich habe die Lösung! Ich habe mir einen Bauernhof aufgezeichnet, mit Stall und 3 Weiden. Zusammen mit meiner Tochter habe ich mir das dann erarbeitet. Man rechnet dann ja 100-40 und die 60 teilt man durch 3.

      Aber was für eine Strategie gibt es bei folgender Aufgabe:

      Mia und ihre Mutter sind zusammen 45 Jahre alt. Mias Mutter ist 4 mal so alt wie Mia. Wie alt ist Mia, wie alt ist ihre Mutter?

      Das habe ich bisher nur durch Ausprobieren gelöst.
    • In der Grundschule soll man solche Aufgaben durch Probieren lösen. Das geht sehr schnell: Wenn man auf den beiden größeren Weiden 50 Schafe hat, dann sind das schon 100, zu viel.

      Wenn es je 40 sind, dann passt es schon. Systematisches Probieren nennt man das, man darf halt nicht mit einem Schaf anfangen.

      Zu der anderen Aufgabe: Mias Alter: x . Mutters Alter: 4*x. x + 4*x = 45, also 5 * x = 45, x=9, Mutter: 36 .

      Das wäre so eine typische Aufgabe für 6. oder 7. Klasse Gymnasium (wobei es von diesen Aufgabentypen schon eher eine einfache Aufgabe ist).

      Beim Operator "bestimme" ist Probieren übrigens sogar im Abitur erlaubt, man muss es nur dokumentieren.
    • goeba schrieb:

      In der Grundschule soll man solche Aufgaben durch Probieren lösen. Das geht sehr schnell: Wenn man auf den beiden größeren Weiden 50 Schafe hat, dann sind das schon 100, zu viel.

      Wenn es je 40 sind, dann passt es schon. Systematisches Probieren nennt man das, man darf halt nicht mit einem Schaf anfangen.

      Zu der anderen Aufgabe: Mias Alter: x . Mutters Alter: 4*x. x + 4*x = 45, also 5 * x = 45, x=9, Mutter: 36 .

      Das wäre so eine typische Aufgabe für 6. oder 7. Klasse Gymnasium (wobei es von diesen Aufgabentypen schon eher eine einfache Aufgabe ist).

      Beim Operator "bestimme" ist Probieren übrigens sogar im Abitur erlaubt, man muss es nur dokumentieren.
      Also, ich widerspreche ... so eine Aufgabe war letztes Jahr in Vera 3 drin, 100%ig, da es meine Klasse betraf. Ich zitiere:
      Aufgabe 20: Timos Papa ist sechsmal so alt wie Timo. Zusammen sind sie 42 Jahre alt. Timos Papa ist _____ Jahre alt.
      AF 2, Kompetenz systematisches Probieren

      Es erwartet keiner die Formel 7malx =42, aber sich herantasten schon
      8) LG cubanita1

      Achte gut auf deinen Körper. Er ist der einzige Ort, in dem du leben kannst.
    • Micky schrieb:



      Mia und ihre Mutter sind zusammen 45 Jahre alt. Mias Mutter ist 4 mal so alt wie Mia. Wie alt ist Mia, wie alt ist ihre Mutter?

      Das habe ich bisher nur durch Ausprobieren gelöst.
      Ausprobieren ist wie schon gesagt eine gute Strategie.
      Alterantiv:
      Schreibe links "Mama" und male 4 kleine Mias drunter. Schreibe rechts "Mia" und male eine Mia drunter. Zähle die Mias zusammen (5). Rechne 45:5 = 9. Mia = 9; Mama = 4 mal Mia = 36 (Das können bei mir im Brennpunkt je nach Tagesform 3 bis 5 meiner Drittklässler.)
    • sillaine schrieb:

      Kurze Info für Micky fürs nächste Schuljahr: Die Hausaufgabenzeit für Klasse 3 und 4 wurde vor kurzem auf 45 min gekürzt. Die Lehrerin dürfte also keine Stunde für die Hausaufgaben in Klasse 3 einplanen.
      Naja für Halbtagsschule finde ich 45 Minuten nicht viel. Immerhin können die Kinder sich auch 2h am Handy konzentrieren.
      Ich muss da Kraus ganz klar zustimmen. Diese ständige Erleichterung ist nur noch lächerlich. Wenn ich mir da die neuen Lehrpläne bei uns anschaue...
    • Yummi schrieb:

      sillaine schrieb:

      Kurze Info für Micky fürs nächste Schuljahr: Die Hausaufgabenzeit für Klasse 3 und 4 wurde vor kurzem auf 45 min gekürzt. Die Lehrerin dürfte also keine Stunde für die Hausaufgaben in Klasse 3 einplanen.
      Naja für Halbtagsschule finde ich 45 Minuten nicht viel. Immerhin können die Kinder sich auch 2h am Handy konzentrieren.Ich muss da Kraus ganz klar zustimmen. Diese ständige Erleichterung ist nur noch lächerlich. Wenn ich mir da die neuen Lehrpläne bei uns anschaue...
      1. Im Zitat gehts um 9-Jährige, da daddeln die wenigsten am Handy
      2. Dass elektronische Medien die Konzentrationsfähigkeit steigern wäre eine ganz neue Erkenntnis
      3. Im Thread gehts um eine Lehrerin, die die Grundlagen ihres Berufs nicht beherrscht. Ich kann als Lehrer nicht wahllos ungeübte Aufgaben aus dem Buch kopieren und meinen, damit die Spreu vom Weizen zu trennen. Und wenn Schulanfänger keinen Bock auf Hausaufgaben haben läuft was schief. Wenn sie in die Schule kommen WOLLEN sie Hausaufgaben. Kinder lieben Lernen. Sie freuen sich auf die Schule!
    • aber wir waren doch alle gar nicht im unterricht und wir kennen das material nicht und die schule nicht und die umstände nicht... wenn die kinder sie lieben, wie micky sagt, macht sie zumindest da schon mal was richtig. woher wissen wir, dass die kollegin "ihren beruf nicht beherrscht"? und warum kann man nicht sieben durch ungeübte aufgaben?

      ich fände es sehr befremdlich, wenn mich kollegen in einem forum aus der ferne verurteilen wegen einer aufgebrachten mama (sorry, nichts gegen micky), ohne jemals mit mir, der mama, den schülern, meinen kollegen gesprochen, meinen unterricht besucht, unsere arbeitsergebnisse gesehen etc. zu haben. ich bin mir recht sicher, dass das fast allen hier ebenso ginge.
    • Schantalle schrieb:

      Wenn sie in die Schule kommen WOLLEN sie Hausaufgaben.
      Wenn sie in die Schule kommen, ja! Manche finden Hausaufgaben aber schon nach 2 Wochen doof, manche nach zwei Monaten und die meisten Kinder haben am Ende der zweiten Klasse wirklich keine Lust mehr drauf. Viele Kinder machen sie natürlich trotzdem ohne viel zu meckern, weil sie gelernt haben, dass sie sie machen müssen, dass die Eltern und Lehrer drauf bestehen und dass alles Jammern da nichts hilft. Manch haben sogar eingesehen, dass sie es schneller hinter sich haben, wenn sie sich flott dranmachen am Nachmittag.
      Und nein, ich denke nicht, dass ich in meinem Unterricht allzu viel falsch mache und trotzdem mögen die meisten meiner Schüler die Hausaufgaben nicht.


      Natürlich finde ich regelmäßig 2 Stunden für Zweitklässler (falls es denn wirklich zwei Stunden Arbeit sind und nicht 90 Minuten Jammern und 30 Minuten arbeiten) zu viel und schaue, dass durchschnittliche Schüler zwischen 30 und 45 Minuten brauchen.
    • Schantalle schrieb:

      Yummi schrieb:

      sillaine schrieb:

      Kurze Info für Micky fürs nächste Schuljahr: Die Hausaufgabenzeit für Klasse 3 und 4 wurde vor kurzem auf 45 min gekürzt. Die Lehrerin dürfte also keine Stunde für die Hausaufgaben in Klasse 3 einplanen.
      Naja für Halbtagsschule finde ich 45 Minuten nicht viel. Immerhin können die Kinder sich auch 2h am Handy konzentrieren.Ich muss da Kraus ganz klar zustimmen. Diese ständige Erleichterung ist nur noch lächerlich. Wenn ich mir da die neuen Lehrpläne bei uns anschaue...
      1. Im Zitat gehts um 9-Jährige, da daddeln die wenigsten am Handy2. Dass elektronische Medien die Konzentrationsfähigkeit steigern wäre eine ganz neue Erkenntnis
      3. Im Thread gehts um eine Lehrerin, die die Grundlagen ihres Berufs nicht beherrscht. Ich kann als Lehrer nicht wahllos ungeübte Aufgaben aus dem Buch kopieren und meinen, damit die Spreu vom Weizen zu trennen. Und wenn Schulanfänger keinen Bock auf Hausaufgaben haben läuft was schief. Wenn sie in die Schule kommen WOLLEN sie Hausaufgaben. Kinder lieben Lernen. Sie freuen sich auf die Schule!
      Übungsaufgaben aus dem Lehrbuch basieren auf dem vorangegangenen Themen oder greifen notwendiges zugrundeliegendes Wissen auf. Ansonsten wäre es ein didaktisch schlechtes Lehrbuch.

      Ich fange doch nicht an, nur Aufgaben aufzugeben die wir so auch geübt haben. Wo soll da denn die "Transferfähigkeit" herkommen?
      Schüler sollen auch Aufgaben bekommen, an denen sie knobeln können und sich ab und an die Zähne ausbeißen. Schule ist nicht nur Freude sondern auch Anstrengung. Das gilt auch in der Grundschule.
    • ich glaube, du siehst das zu sehr aus der oberstufensicht, und auch da fehlt die tatsache, dass die meisten (kognitiven) tätigkeiten durch übung erlenrt werden. keiner lernt transfer, wenn man ihn immer wieder vor aufgaben setzt, die er/sie nicht kapiert.

      vielmehr: die transferfähigkeit ist entweder schon da, weil schlaues kind
      und/oder muss eingeübt werden
      und/oder ist verlorene liebesmüh, weil dieses kind im vertretbaren zeitrahmen diese abstraktion nicht packen wird.

      also ja, natürlich muss afb III geübt werden und immer wieder neu, z.b. durch strategien lernen, hier z.b. "malen für knobelaufgabe". das erstellen einer gliederung im deutschunterricht ist nichts anderes - wie gehe ich mit einer komplexen themenstellung um? ich schreibe mir eine gliederung. wir trainieren eine strategie, die transfer auch für leute ermöglicht, die von alleine nicht auf sowas kämen.

      trotzdem ist es doch gerade in einer probe, solange die begabten kinder noch mit allen beschult werden , wichtig, das ganze leistungsspektrum abzuprüfen, und dazu gehören nicht vorentlastete transfers. die wirklich begabten kinder können das lösen, obwohl es nicht geübt wurde. die anderen nicht, das ist der sinn einer probe.

      ob das im hier diskutierten fall einfach planloser schmarrn von der kollegin oder eine sinnvolle probe war, kann wohl nur der liebe herrgott ohne längere hospitation und einblick in alle materialien mehrerer schüler sagen.
    • Micky hat sich nun schon öfter zum Unterricht ihres Kindes geäußert, daher bin ich so frei, Vermutungen anzustellen, ohne hospitiert zu haben. Außerdem bin ich gebranntes Kind, was dieses Thema angeht, insofern sicher überemotional. Mich ärgert es aber, weil ich es selbst schon erlebt habe, wenn man Überkandideltheit (hihi, gibt's das Substantiv?) vorgeworfen kriegt, nur weil man es wagt, einen Lehrer zu kritisieren.

      Ich schätze Micky auch als jemanden ein, der/die nicht wegen einer ungelösten Knobelaufgabe den Kultusminister anruft. Wenn das eigene Kind aber ständig das Gefühl vermittelt bekommt, ein bisschen zu doof zu sein, dann kann man durchaus zum Werwolf werden als Mutter. Ich kenne Leute, die noch mit 75 erzählen, dass sie nie wieder gern gesungen haben, weil sie vor der Klasse rundgemacht wurden, wie scheisse sie singen. Oder sich nicht ins Wasser trauen, weil sie als Kind buchstäblich ins kalte Wasser geworfen wurden, um schwimmen zu lernen u.ä. :sauer:

      Kinder gehen nicht daran zu Grunde, wenn sie mal was nicht können. Der Umgang damit machts aus :top:
    • wenn daa mein Kind wäre wüsste ich was ich täte.

      1.) Uhr stellen..30min hausaufgaben machen und dann das Ganze beenden mit kurzer Info an die KL dass die 30min um waren. Hausaufgaben immer kontrollieren, um zu wissen was mein Kind aktuell macht und um zu sehen wo Probleme sind.

      2.) Mir ein Bild machen was mein Kind kann/verstanden hat und was nicht und versuchen Dinge zu erklären/besprechen die nicht verstanden wurden.( bei regelmäßiger HA kontrolle geht das meist recht zügig)

      3.) Mit der KL sprechen.sagen wo es stockt. Wenn keiner was sagt denkt sie vielleicht sie muss die kinder noch mehr fordern. Das kann wirklich leicht passieren, wenn sehr gutes einzugsgebiet etc...
      Nur wer redet dem kann geholfen werden!

      LG