Es lebe das bayerische Schulsystem!

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    • DeadPoet schrieb:

      ... (meine Tochter machte letztes Jahr ihr Abi, mein Sohn macht hoffentlich in diesen Wochen seinen Realschulabschluss ... er hätte den Übertrittschnitt gehabt, aber wir waren uns alle einig, dass für ihn die Realschule der bessere Weg in diesem Lebensabschnitt ist).

      Zum Punkt, dass Tätigkeiten ohne Uni-Abschluss abgewertet würden ... das kann ich in meiner Gegend so allgemein nicht bestätigen.
      Ich glaube, dass du damit trotzdem allein auf weiter Flur stehst. An unserer Grundschule haben die Eltern auch einen elenden Zirkus veranstaltet und die Schule gleicht mit. Dort ging vieles über Zeit, zackzack in 10 min. 20 x schriftliche Multiplikation mit dreistelligen Faktoren :sabber: Oder wie im Film dargestellt: wir lernen den Inhalt eines Müllbergs auswendig, Kind kriegt gute Note, Eltern zufrieden.

      Ja, Carinas Mutter hat ein kleines Problem und wie es ihrem Kind bekam konnten wir alle sehen :crying: Aber sie hätte das Problem nicht, wenn die Klassen erst nach dem 8. Schuljahr getrennt würden. Und (die beiden Jungs im Film habens gesagt: erstes Kind "meine Eltern werfen mich nicht aus der Familie, ich gehöre genauso zur Familie wie meine Schwestern auf dem Gymnasium" Kind 2 "das ist ein Urgefühl, dass es einem peinlich sein muss, auf Haupt-/ Realschule zu gehen." <X )

      Die Hauptschule (Mittelschule etc.) hat oft die schwierigste Klientel, das ist kein Geheimnis. Und das redet hier auch niemand schön, erzählt doch nichts von der Durchlässigkeit des Schulsystems. Eine Farce ist das. Hauptschule ist ganz unten, das wissen wir alle. Und je mehr Eltern auf Teufel komm raus ihr Kind aufs Gymnasium prügeln, desto mehr sackt die Oberschule (Mittelschule o.ä.) im sozialen Niveau ab. Das ist ein Teufelskreis, der nur politisch zu durchbrechen ist. Die allermeisten Eltern, die dazu intellektuell in der Lage sind, werden immer "das Beste" (=Gymnasialempfehlung) für ihr Kind erstreiten. Und wenn man dann mit 3 und 4 doch noch aufs Gymi kann (Bayerisches Beispiel)- sowieso sinnlos der vierjährige Zirkus.

      Ich finde es kontraproduktiv, ein Kind stundenlang an den Tisch zu quälen, zum Schönschreiben üben oder Verkehrszeichen auswendiglernen- wenn es am Ende vor Angst nicht mehr im Lesetext versteht, was ein Polizist ist. Es soll sich seine Neugier und seinen wachen Geist bewahren! Intelligenz, Problemlösekompetenz, Freude am Lernen etc., das wird untergraben.

      Und dass rohe Gewalt und Drogen zum Schulhof dann dazugehören, oder dass im Unterricht rumgepöbelt wird etc. damit müssen dann die Familien leben, bei denen es nicht "fürs Gymnasium gereicht" hat.
    • studier mal kompartistik und sag dann, dass das larifari ist. schmarrn. ist ein sehr anspruchsvolles wissenschaftliches studium. und damit kann man richtig gut geld verdienen, und/oder was machen, was einem wirklich freude bereitet und einen ernährt. nicht jeder hat reihenhaus, kinder, hund und suv als zielvorstellung im kopf, wenn er über das eigene leben in zwanig jahren nachdenkt. vorurteile sind genau das - vorurteile. manche leute brauchen keine 3000 netto, um glücklich zu sein.
    • verstehe die frage nicht. das kann das kind ja wohl selbst entscheiden, wenn es alt genug ist. es gibt in bayern x-tausend wege zum abitur auf dem zweiten bildungsweg/über fos/bos/begabtenabi/studium ohne abi blablubb.
    • kecks schrieb:

      verstehe die frage nicht. das kann das kind ja wohl selbst entscheiden, wenn es alt genug ist. es gibt in bayern x-tausend wege zum abitur auf dem zweiten bildungsweg/über fos/bos/begabtenabi/studium ohne abi blablubb.
      Klingt so logisch. In der grauen Theorie so nachvollziehbar. Und im Alter von 6-10 setzt diese Logik bei 99% aller Eltern aus.

      Frag doch mal im Forum rum, wie viele der hier vertretenen, studierten Eltern sagen: "ja, mein Kind ist an einer Hauptschule. Es geht ihm dort gut, es ist in einer Klasse mit interessierten, höflichen Kindern, die lauter interessanten Hobbies nachgehen.

      Und das Wichtigste: es wird irgendwann mal ganz alleine entscheiden, wie es sein Leben gestaltet. Und wenn es dann Lust und Nerven hat, dann wird es abends neben der Arbeit noch das Abitur nachholen.
    • Schantalle schrieb:

      kecks schrieb:

      verstehe die frage nicht. das kann das kind ja wohl selbst entscheiden, wenn es alt genug ist. es gibt in bayern x-tausend wege zum abitur auf dem zweiten bildungsweg/über fos/bos/begabtenabi/studium ohne abi blablubb.
      Klingt so logisch. In der grauen Theorie so nachvollziehbar. Und im Alter von 6-10 setzt diese Logik bei 99% aller Eltern aus.
      Frag doch mal im Forum rum, wie viele der hier vertretenen, studierten Eltern sagen: "ja, mein Kind ist an einer Hauptschule. Es geht ihm dort gut, es ist in einer Klasse mit interessierten, höflichen Kindern, die lauter interessanten Hobbies nachgehen.

      Und das Wichtigste: es wird irgendwann mal ganz alleine entscheiden, wie es sein Leben gestaltet. Und wenn es dann Lust und Nerven hat, dann wird es abends neben der Arbeit noch das Abitur nachholen.
      Mich würde dazu auch noch interessieren, wie viele Kollegen hier im Forum ein Kind mit Gymnasialempfehlung haben, es aber gezielt auf eine Gesamtschule (meinetwegen mit Oberstufe) gegeben haben, da sie das Konzept/Format dieser Schulart als sinnvoll erachten.
    • Ich sehe in dem Fim kein Versagen des bayerischen Systems, sondern das der Eltern. Ich habe auch ein Kind in einer bayerischen Grundschule und bin sehr zufrieden, empfinde sein Schulleben als sehr entspannt. Hätte ich vorher nicht gedacht und dabei stamme ich gar nicht aus Bayern und hatte echt Vorbehalte, bis mein Kind in die GS kam.
      Ich sehe es aber halt auch so: Entweder schafft mein Kind den Übertritt ohne große Unterstützung meinerseits. Falls er es nur mit großer "Nachhilfe" schaffen würde, schicke ich ihn nicht aufs Gymnasium. Ich kann das vertreten, denn hier bekommt echt jeder einen Ausbildungsplatz, die Arbeitgeber bemühen sich regelrecht um die Schulabgänger. Mein Nachbarsjunge hat letztes Jahr die MIttelschule nach Klasse 9 abgeschlossen. Er ist ein sympathischer Junge aus einem soliden Elternhaus, höflich und nett. Mit der Schule hatte er aber nie etwas am Hut. Er wollte schon eine Woche nach der Einschulung nicht mehr hin :) Seine Eltern haben ihn machen lassen. Ich habe ihm ab und zu Nachhilfe angeboten, nöö, keine Lust. Letztes Jahr hat er dann nicht mal den qualifizierenden Hauptschulabschluss geschafft. Einen Ausbildungsvertrag hat er trotzdem bekommen, konnte wählen zwischen Maler und Schreiner. Er lernt jetzt Maler und es gefällt ihm sehr. Der macht seinen Weg. Hätten den seine Eltern zu einem anderen Weg zwingen sollen?

      Der Film ist ziemlich verzerrend und einseitig. Wenn der Vater gleich am Anfang behauptet, dass der Weg zum Abitur nur über das GY ab Klasse 5 läuft, stimmt das einfach nicht. Wir haben seit 6 Jahren an meiner Schule die Einführungsklasse nach Klasse 10 für Schüler mit Mittlerer Reife und unsere Erfahrungen damit sind sehr positiv. Ich habe aktuell z.B. Kurzarbeiten meiner Q11 auf dem Schreibtisch liegen. Die beste Arbeit der Klasse hat ein Schüler verfasst, der von der Mittelschule (früher Hauptschule) kam, Sohn kurdischer Eltern.
      Vor zwei Jahren hat ein Schüler bei uns Abitur gemacht, der nach der RS mit Mittlerer Reife zu uns kam. Er schaffte das beste Abi an meiner Schule, ließ über 100 Mitschüler hinter sich.
      Wenn behauptet wird, jeder 4.Klässler schreibe 12 "Klassenarbeiten", dann stimmt das so auch nicht. Das sind "Proben", da gehören ganz unterschiedliche Arten von Tests dazu, z.B. auch zum Leseverständnis, da kann man gar nicht darauf üben.

      @WillG: Deine Frage passt aber nicht ganz zum Ausgangsthread. Auf die bayerische Realschule hier vor Ort würde ich mein Kind jederzeit schicken, eine Gesamtschule in NRW würde ich auf jeden Fall vermeiden wollen.
    • Da die Aufnahmen, die in der Dokumentation gezeigt werden, um die 6 Jahre alt sein dürften (in einem gezeigten Brief steht das Jahr 2011), würde mich interessieren, ob die Neuerungen in Sachen "Durchlässigkeit", die hier genannt werden, zu diesem Zeitpunkt bereits eingeleitet/in Kraft getreten waren? :)
      LG Cogito
    • im wesentlichen ja. es hat sich an den grundzügen des systems wenig verändert (am unterricht schon, wir arbeiten heute viel, viel, viel kompetenzorientierter und vor allem schülerorientierter als ich selbst unterrichtet worden bin in bayern). was sich verändert hat, ist die gesellschaftliche angst vor sozialem abstieg, der gefühlte wettbewerbsdruck durch bessere qualifizierte konkurrenten meines kindes, die vorstellung, dass jeder alles erreichen kann, wenn er/sie nur hart genug an sich arbeitet (auch in der vierten klasse)... neoliberales menschenbild halt unter den bedingungen eines spätkapitalismus (vielleicht, aber ich denke, dass schon).
    • und übrigens: ich habe kollegen, deren kind *ist* auf der mittelschule (die alte hauptschule unter neuem namen). lieber junge, halt wenig interesse an schulischem/nicht so begabt/keine ahnung. und? eine andere hat ein kind am förderzentrum (schwere epilepsie, folgende lernbehinderung wegen der starken medikamente). ja, sicher sind die klassenkameraden nicht alle so gut gekleidet und eloquent wie am gymnasium, aber die lehrer sind klassenlehrer, das niveau ist dem leistungsvermögen der meisten angepasst und die schule ist sehr bunt, viele projekte, sehr viele externe partner. vermittlungsquote direkt nach abschluss in eine lehre bei über 80%. außerdem m-zweig (da ist das kollegenkind), die arbeiten auf einen mittleren abschluss, aber eben an der ms statt an der rs, hin.

      die wirtschaftliche lage oberbayerns ist in diesen dingen imo ein extrem einflussreicher faktor. es ist hier sehr schwer, dauerhaft arbeitslos zu bleiben.
    • Meine beiden Kinder gehen auch in Bayern aufs Gymnasium und ich muss sagen, dass die Grundschulzeit bei uns sehr entspannt war. Und sie gehören im Gym nicht zu den Leistungsstarken, eher gesundes Mittelfeld. Als in der 4. Klasse die Übertrittspanik losging, gehörte ich eigentlich zu den entspanntesten Müttern.
      Meine Einstellung war auch, dass sie es entweder ohne viel Lernen schaffen oder eben auf die Realschule gehen (und danach z. B. evtl. FOS machen). Ich hätte sie auch nicht den Probeunterricht am Gymnasium machen lassen, wenn sie schlechter als 2,33 im Übertrittszeugnis gehabt hätten. Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass ich schon alles unternommen hätte, damit sie nicht auf die Mittel(Haupt-)schule kommen.
    • kecks schrieb:

      im wesentlichen ja. es hat sich an den grundzügen des systems wenig verändert (am unterricht schon, wir arbeiten heute viel, viel, viel kompetenzorientierter und vor allem schülerorientierter als ich selbst unterrichtet worden bin in bayern). was sich verändert hat, ist die gesellschaftliche angst vor sozialem abstieg, der gefühlte wettbewerbsdruck durch bessere qualifizierte konkurrenten meines kindes, die vorstellung, dass jeder alles erreichen kann, wenn er/sie nur hart genug an sich arbeitet (auch in der vierten klasse)... neoliberales menschenbild halt unter den bedingungen eines spätkapitalismus (vielleicht, aber ich denke, dass schon).
      Vielen Dank für deine Erklärung und Einschätzung!
      LG Cogito
    • Ich hab als weiteren bayrischen Einzelfall noch meinen Neffen anzubieten, der nach dem Quali noch freiwillig das 10. Schuljahr gemacht hat und jetzt das erste Lehrjahr als Chemikant in einem namhaften Unternehmen hinter sich hat. Die Lehrstelle hätte er auch ohne das 10. Schuljahr schon bekommen, das hat er aus eigenem Ehrgeiz heraus machen wollen. Ich habe die dann insg. 6 Jahre auf der Mittelschule lang nie was Schlechtes über seine Schule gehört.
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      Früher war mehr Lametta!
    • WillG schrieb:

      Schantalle schrieb:

      Mich würde dazu auch noch interessieren, wie viele Kollegen hier im Forum ein Kind mit Gymnasialempfehlung haben, es aber gezielt auf eine Gesamtschule (meinetwegen mit Oberstufe) gegeben haben, da sie das Konzept/Format dieser Schulart als sinnvoll erachten.
      HIER! Ganz aktuell. Meine Große (anerkanntes I-Kind im Bereich Körper) hat eine (theoretische) Gymnasialempfehlung. Gibt es ja in Niedersachsen nicht mehr. Sie hat nur Zweien in allen Fächern.

      Sie wird auf eine IGS gehen, da ich das Konzept genau richtig finde. z.B. keine Noten bis Klasse 8, Arbeiten nach Arbeitsplänen etc. Übrigens halte ich die Gesamtschule auch im Bereich Inklusion für viel weiter als unser örtliches Gymnasium.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anja82 ()

    • Jede Schulform hat doch gute und schlechte Seiten. Es kommt doch auf das Kind an, welche Schulform die Richtige ist. Meine Kinder waren/ sind an Hauptschule, Gesamtschule und Gymnasium. Da war ich mit der Gesamtschule am zufriedensten. Für meine älteste Tochter war die Hauptschule am Besten und sie hat dort den Realschulabschluss geschafft. Die Kinder an der Gesamtschule haben Abitur gemacht.
    • Wo sind jetzt eigentlich die "kein normaler Mensch schickt sein Kind auf die Hauptschule" Leute in der Diskussion geblieben? Mein weiter oben erwähnter Neffe hätte übrigens eine Empfehlung für die Realschule gehabt. Er hat da selbst nicht hin gewollt, weil seine besten Freunde an die Mittelschule gegangen sind. Mir scheint das alles kein grundsätzliches Problem des dreigliedrigen Schulsystems zu sein (das ich selbst immer schon sehr gut gefunden habe und immer noch finde), sondern primär der wirtschaftlichen Lage der jeweiligen Region.
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      Früher war mehr Lametta!
    • Mamimama schrieb:

      Jede Schulform hat doch gute und schlechte Seiten. Es kommt doch auf das Kind an, welche Schulform die Richtige ist. Meine Kinder waren/ sind an Hauptschule, Gesamtschule und Gymnasium. Da war ich mit der Gesamtschule am zufriedensten. Für meine älteste Tochter war die Hauptschule am Besten und sie hat dort den Realschulabschluss geschafft. Die Kinder an der Gesamtschule haben Abitur gemacht.
      Ja, das stimmt schon. Aber mein - sehr subjektiver und natürlich nicht wirklich maßgeblicher - Eindruck aus Gesprächen mit Kollegen aus Bundesländern, in denen es noch Gymnasien und Gesamtschulen parallel gibt, ist anders. Oftmals sprechen sich diese Kollegen in päd. Diskussionen vehement für die Gesamtschule aus, weil sowohl die begabteren als auch die weniger begabteren Schüler vom gemeinsamen Lernen profitieren. Das eigene Kind wird aber selbstverständlich auf ein Gymnasium geschickt, sofern die Noten dafür halbwegs passen.
      Diese kognitive Dissonanz fasziniert mich immer wieder.

      Persönlich bin ich nach wie vor der Ansicht, dass Kinder dann am meisten profitieren, wenn sie in einem Umfeld lernen, in dem man sich am besten auf ihre individuellen Bedürfnisse einstellen kann. Das erscheint mir im dreigliedrigen Schulsystem am ehesten gegeben. Das gilt auch für die Frage "Inklusion oder Förderschulen". Allerdings kann ich eine gewisse kognitive Dissonanz für mich selbst auch nicht ganz von der Hand weisen. Wenn ich jetzt ein Kind hätte, dass meinetwegen handwerklich sehr begabt wäre, sich aber in der Schule schwer täte, dann würde es mir evtl. auch nicht leicht fallen, dieses Kind auf eine Hauptschule im Münchner Hasenbergls zu schicken - zumindest hätte ich das Bedürfnis, mir die betreffende Schule genauer anzusehen. Auf dem oberbayerischen Land sähe die Sache schon wieder anders aus.

      Ich kann also für mich nicht so recht entscheiden, ob ich Inklusion und Gesamtschulsystem vielleicht ganz toll finden würde, wenn die Realität (Ressourcen; Ausstattung etc.) näher an das Ideal heranreichen würde. So wie ich eben das dreigliedrige Schulsystem jetzt favorisiere, obwohl es natürlich weit davon entfernt ist, perfekt zu sein.

      So habe ich meine Frage auch gemeint. Ich würde mich über noch mehr Rückmeldung von Eltern freuen, die diese Entscheidung aktiv getroffen haben, da ich das Thema sehr spannend finde.
    • Für mich ist mein Kind an der richtigen Schulform, wenn es dort die Möglichkeit hat, gut (also im zweier und dreier Bereich) durch die Schule zu kommen. Erfolgserlebnisse braucht jeder Mensch. Meine älteste Tochter hatte im letzten Schuljahr Nachhilfe. Eigentlich bin ich der Meinung, es sollte die Ausnahme sein. Hausaufgaben, aufpassen im Unterricht und üben für Arbeiten sollten für gute Leistungen in der Schule ausreichen. Den Druck, den meine Jüngste am Gymnasium hat, finde ich viel größer als an den anderen Schulformen. Einige haben in der 5. schon Nachhilfe. Nächstes Jahr kommt noch Französisch dazu, das macht mir Angst. Notenmäßig geht es im Vergleich zur Grundschule nach unten. Genauso geht die Motivation nach unten. Anderen Eltern und Kindern geht es genauso. Man muss sich immer wieder sagen, dass eine drei auch eine gute Note ist.
      Für Eltern ist die Schulzeit auch schwierig, man fühlt sich auch wie auf dem Prüfstand, man vergleicht die Leistungen seines Kindes mit den der anderen, man lästert teilweise mit den Eltern über die Lehrer usw. :daumenrunter:
    • Meine Große ist auch trotz Gym Empfehlung auf der Gesamtschule und das in NRW, Großstadt! Sie hatte überwiegend Einsen auf dem Zeugnis, sowohl im 4. als auch jetzt im 5. Schuljahr, aber die Gesamtschule passt unserer Einschätzung nach besser aus vielen Gründen. Es ist nicht alles schwarz und weiß...