Antisemitismus an Berliner Schule

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    • Antisemitismus an Berliner Schule

      Erneut ist es zu einem antisemitischen Vorfall in einer Berliner Schule gekommen: Muslimische Schüler beschimpften einen jüdischen Mitschüler aufs Übelste.
      spiegel.de/lebenundlernen/schu…mnasiasten-a-1184733.html

      Ist die verfehlte Migrationspolitik und das völlige Versagen der linken Berliner Regierungen mittlerweile auch an den Gymnasien angekommen? Gerade im Zuge der Flüchtlingsproblematik halte ich die Zunahme solcher Fälle (siehe auch der Terror vor dem Brandenburger Tor) für hochproblematisch. Können Kollegen hier eventuell mal berichten, ob sie so etwas auch schonmal mitbekommen haben?
      Schlimm genug, dass „Du Jude!“ mittlerweile wieder eine gängige Beleidigung ist..

      Mir bereitet die Kombination rechter, deutscher Antisemiten mit muslimischen, zugewanderten Antisemiten zunehmend Sorge.
    • "verfehlte Migrationspolitik
      das völlige Versagen der linken
      Flüchtlingsproblematik
      hochproblematisch
      muslimischen, zugewanderten Antisemiten"
      Das sind eine Menge Schlagwörter, die doch irgendwie in eine Richtung gehen...

      In mehreren Jahren in Berlin-Wedding (Schule & Wohnort) habe ich das so nicht wahrgenommen...
      Was ich allerdings seit der eigenen Kindheit in vier Bundesländern im Schulwesen (durch Schüler und Behörden) kennengelernt habe, sind Beleidigungen wie "Du schwule Sau" (bzw. rechtlichen Konsequenzen aus entsprechend eingeschränkten Rechten...).

      Versucht hier im Forum mal wieder jemand, in eine bestimmte Richtung Stimmung zu machen?
    • "schwul" als Schimpfwort hat mehr mit dem Männlichkeitsideal zu tun, als mit der rechten Ecke. Da tun sich traditionelle Einwandererfamilien und Familien mit deutschen Werten der 30er Jahre nicht viel. ;)
      If you look for the light, you can often find it.
      But if you look for the dark that is all you will ever see.
    • Reffi4School schrieb:

      Das sind doch alles nur Einzelfälle. Darf man keinesfalls verallgemeinern, sonst hilft das noch echtspopolistischen Parteien, und das wollen wir doch alle nicht!
      Hat die "neue Rechte" eigentlich eine Webseite oder so, wo gesammelt wird, wer sich schon für einen dämlichen "Einzelfallpost" bei welchem Forum angemeldet hat? Willkommen, du hochqualifizierter Mensch - hoffentlich studierst du nicht wirklich Lehramt.

      Zum Thema: Ich habe diese Beleidigung auch bei uns an der Schule vernommen - dort sowohl von muslimischen als auch von nicht-muslimischen Menschen. Während manche Menschen sich die Erklärung sehr einfach machen, würde ich das differenzieren (zumindest die Ursache): Manche Beleidigungen sind im Sprachgebrauch leider total üblich. Das oben angesprochene "schwul", "behindert" und gelegentlich auch "Jude". Viele von den Menschen, die diese Beleidigung benutzen, meinen es aber nicht im Sinne von "Schwule sind scheiße" oder "Behinderte sind scheiße". Es ist eher ein Phänomen der Umgangssprache. Da hier manche der (eher rechten) Forenmitglieder häufig gegen PC schießen: Gerade diese Beispiele zeigen, wie wichtig Sprache ist und was man auch unbewusst damit ausdruckt. Ob man das auf "Jude" übertragen kann, weiß ich noch nicht - so oft kam es noch nicht vor.

      Allerdings:
      mediendienst-integration.de/fi…Gewalttaten_2010_2016.png
      Der große Teil des Antisemitismus kommt natürlich nicht von Ausländern, sondern von Nazis aus unserem Land.

      Letztlich ist es aber egal, aus welcher Richtung es kommt. Antisemitismus ist absolut zu verurteilen zu zu bekämpfen. Genauso wie Stimmungsmache und Beleidigungen oder Verallgemeinerungen gegen Muslime, Christen, Atheisten, Buddhisten - man kann es auch einfach sagen: GEGEN MENSCHEN!

      Frohe Weihnachten
    • @Kalle29, ich halte mich normalerweise aus den völlig trollverseuchten Politikthemen hier im Forum raus und lese nur still mit, aber hier möchte ich doch mal eins loswerden:
      Das ist vom ersten bis zum letzten Wort das sinnvollste, was hier bisher zu diesen Themen geschrieben wurde.

      Gruß,
      DpB
    • Lord Voldemort schrieb:

      (siehe auch der Terror vor dem Brandenburger Tor)
      Einem stellvertretenden Schulleiter traue ich übrigens zu, auch einmal selbst ein bisschen zu recherchieren.

      uebermedien.de/23715/massenhaf…ufe-am-brandenburger-tor/

      Ob man Flaggenverbrennung als akzeptable Form der Meinungsäußerung empfindet, mag dahin gestellt zu sein. Das in einem Haufen von 1500 Menschen einige Idiotien dabei sind, müsste einem studierten Mathematiker von vorneherein klar sein (ich behaupte, dass ist auch in diesem Forum so!). Mich erschüttert sehr häufig die eingeengte Sicht von Menschen, insbesondere von Studierten.

      Terror... manchmal möchte ich meinen Tisch auf die Platte hauen.
    • Lord Voldemort schrieb:

      Erneut ist es zu einem antisemitischen Vorfall in einer Berliner Schule gekommen: Muslimische Schüler beschimpften einen jüdischen Mitschüler aufs Übelste.
      spiegel.de/lebenundlernen/schu…mnasiasten-a-1184733.html

      Ist die verfehlte Migrationspolitik und das völlige Versagen der linken Berliner Regierungen mittlerweile auch an den Gymnasien angekommen? Gerade im Zuge der Flüchtlingsproblematik halte ich die Zunahme solcher Fälle (siehe auch der Terror vor dem Brandenburger Tor) für hochproblematisch. Können Kollegen hier eventuell mal berichten, ob sie so etwas auch schonmal mitbekommen haben?
      Schlimm genug, dass „Du Jude!“ mittlerweile wieder eine gängige Beleidigung ist..

      Mir bereitet die Kombination rechter, deutscher Antisemiten mit muslimischen, zugewanderten Antisemiten zunehmend Sorge.
      Bekannt ist mir das aus Berlin auch, aber von beiden Seiten und da nimmt keine der anderen die Butter vom Brot. Je nach Einzugsgebiet der Schule, in meinem brandenburgischen Einzugsbereich hier, mit so gut wie keinem Migrantenanteil in den Klassen (Schule hat insgesamt laut interner Statistik 2% Migrationsanteil) kommt das dann eben aus der "weißen rechten Ecke".

      Was mir aber aus Berlin, durch alle Alter hindurch, bekannt ist: Es gibt da so Lehrerkollegen, die ganz stark für die AFD eintreten, nen Scheiß auf den Beutelsbacher-Konsens geben und gern mal mit der Frau Weidel ein Interview haben, indem man es so darstellt, als wäre man ein unbeteiligter (zufälliger) Interviewpartner. Natürlich gibt man sich bereitwillig dem Interview hin und beschreibt wie pöhse die kleinen rassistischen und integrationsunwilligen Muselmanenschüler sind. Man stellt sich auch mit der Frau Weidel vor eine ISS (mit Hauptschulcharakter), obwohl man in einem ganz anderen Bezirk als Grundschullehrer arbeitet.
      Alle Kommentare unter diesem doch recht ausländerfeindlich gearteten Beitrag bzw. zumindest halbwahrheitenerzählenden Beitrag hinsichtlich "Beide Interviewpartner sind doch bei der AFD" werden dann in bester Manier entweder gelöscht oder aber mit Beleidigungen negiert. Auch dann, wenn ein Komentar den vermeindlich unschuldigen Interviewpartner als führendes Mitglied der AFD in Potsdam darstellt wird das Spielchen weitergepsielt.
      Fand ich recht interessant: Einer unserer Referendare hat da nämlich nen ehemaligen Studienkollegen bei der Hand, der eben genau das ist: führendes AFD-Mitglied in Potsdam, Grundschullehrer der auf den Beutelsbacher-Konsens pfeift und mehr oder weniger undifferenziert rassistisch (teils "versteckt", teils recht offen).
      Von der Sorte kenn ich auch einige Kollegen aus meiner Zeit in Berlin und auch ich bin da zwiegespalten, was bestimmte Dinge angeht hinsichtlich Antisemitismus. Ich mach mir das da nur nicht so einfach wie manch ein Forist hier...
      • Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. -Machiavelli-
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