Erzieher sollen so viel wie Grundschullehrer verdienen

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    • Caro07 schrieb:

      Lehramtsstudent schrieb:

      Die offiziellen Zahlen sind wie sie sind, aber ich würde, wenn ich dahingehend Entscheidungskraft hätte, wohl bereits bei 2,0 den Cut machen. Oder was sagt deine Erfahrung dahingehend?
      Bei 2,33 habe ich tatsächlich Bauchweh, und besonders großes, wenn eine 3 in einem Hauptfach diesen Schnitt verursacht. Man muss natürlich auch darauf schauen, wie die Note zustande kam. Ich habe diesbezüglich zu wenig Rückmeldungen von den wenigen 2,33 Schnitten, die aufs Gymnasium gingen. Mit 2,33 gehen die meisten auf die Realschule. Ich weiß aber von einigen Schülern, bei denen ich Bedenken hatte, dass sich davon über die Hälfte nach 1-3 Jahren nicht mehr auf dem Gymnasium befanden oder Nachhilfe brauchten. Dasselbe gilt auch für die knappen Realschulfälle. Ich denke, man hat mit 2,33 durchaus eine Chance, aber es ist die Frage, ob man sie nützen kann und will. Die Gefahr, überfordert zu sein, ist bei 2,33 wesentlich höher.
      Ich würde als Vater auch sofort auf den Rat der Grundschullehrerin hören. Ich würde mein Kind nur aufs Gymnasium schicken wenn ich und (!!!) die Lehrerin meines Kindes uns mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher sind das es funktionieren könnte. Ansonsten würde ich es entweder an die Realschule oder sogar Mittelschule schicken. Ich hätte damit keine Probleme, da ich selber erst nach dem M-Zug auf dem Gymnasium war, und es genau richtig war von meiner Grundschullehrerin mich auf die Hauptschule zu schicken. Die Eltern dürfen da mal ruhig den Grundschullehrerinnen mehr trauen...
    • Berufsschule93 schrieb:

      Ansonsten muss man immer studieren? Wir haben ein super Ausbildungssystem...
      Das Blöde bei uns in NRW: Die wirklich guten Ausbildungen bekommt man bei uns nur noch mit Abitur. Das Abitur ist also regelmäßig keine Zwischenstufe zum Studium sondern die Vorraussetzung für eine bodenständige Lehre. Für die Berufe, für die in den 1970ern noch ein Hauptschulabschluß reichte, bedarf es hetue es Abiturs. Da liegt doch der Hase begraben. Und genau deswegen kann ich auch verstehen, daß alle Eltern ihre Kinder zum Abitur peitschen wollen. Das die nicht studieren ist eh klar, aber allein um den Stand zu wahren, gibt es keine Alternative. Hab da in der Berufsschule Stahlbauer, Produktdesigner (schimpften sich früher Technische Zeichner) und Chemikanten vor der Nase. Da bringen die Klassen geschlossen das Abitur mit. Ansonsten würden die gar keinen Lehrvertrag angeboten bekommen.

      Also klar, ich wäre auch dafür die Noten- und Abschlußinflation zurückzudrängen. Aber dann muß jemand auch mit einem Hauptschulabschluß noch eine Chance auf eine gute Lehrstelle haben. Dann wird das auch was. Quasi: Let's get back to the 1970s. Wäre vielleicht bei den Unterrichtsmethoden auch nicht so verkehrt. ;)
    • Berufsschule93 schrieb:

      Ich würde als Vater auch sofort auf den Rat der Grundschullehrerin hören. Ich würde mein Kind nur aufs Gymnasium schicken wenn ich und (!!!) die Lehrerin meines Kindes uns mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher sind das es funktionieren könnte. Ansonsten würde ich es entweder an die Realschule oder sogar Mittelschule schicken.
      Naja,
      ich selber hatte damals eine Hauptschulempfehlung, meine Eltern haben mich trotzdem aufs Gymnasium geschickt und ich bin in meiner ganzen Schullaufbahn nicht ein einziges Mal sitzengeblieben. Also ich wäre bei den Empfehlungen vorsichtig. Nicht, daß die Schüler nachher die Hauptschulempfehlung bekommen, weil die städtische Hauptschule nicht wegen Schülermangel aussterben darf und die Kinder da nur noch zur politischen Verfügungsmasse werden.
    • plattyplus schrieb:

      Berufsschule93 schrieb:

      Ich würde als Vater auch sofort auf den Rat der Grundschullehrerin hören. Ich würde mein Kind nur aufs Gymnasium schicken wenn ich und (!!!) die Lehrerin meines Kindes uns mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher sind das es funktionieren könnte. Ansonsten würde ich es entweder an die Realschule oder sogar Mittelschule schicken.
      Naja,ich selber hatte damals eine Hauptschulempfehlung, meine Eltern haben mich trotzdem aufs Gymnasium geschickt und ich bin in meiner ganzen Schullaufbahn nicht ein einziges Mal sitzengeblieben. Also ich wäre bei den Empfehlungen vorsichtig. Nicht, daß die Schüler nachher die Hauptschulempfehlung bekommen, weil die städtische Hauptschule nicht wegen Schülermangel aussterben darf und die Kinder da nur noch zur politischen Verfügungsmasse werden.

      Hallo plattyplus,

      wahrscheinlich warst du auf der Grundschule unterfordert, was zu schlechten Leistungen führte - das kommt regelmäßig vor.
      Heute ist die Lehrerschaft diesbezüglich hoffentlich sensibilisierter, wir jedenfalls haben mehrere Kinder im Blick, die offensichtlich unterfordert sind und sehr wahrscheinlich deshalb häufig stören.

      Leider sind die Eltern kaum verfügbar und interessieren sich so gut wie nicht für das, was ihr Kind in der Schule (durch)macht.
      Deshalb finde ich die Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern enorm wichtig, mehr hat auch "Berufsschule93" wahrscheinlich nicht sagen wollen.

      der Buntflieger
    • Mittlerweile muss man wahrscheinlich aber als Grundschullehrer die Arbeit, die die Eltern in ihre Kinder reinstecken (gemeinsam lernen etc.) auch dazuzählen, da es oftmals die Eltern sind, ohne die die Schüler auf dem Gymnasiumn scheitern würden.
      „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern!“ - Nelson Mandela
    • @plattyplus

      plattyplus schrieb:

      Berufsschule93 schrieb:

      Ansonsten muss man immer studieren? Wir haben ein super Ausbildungssystem...
      Das Blöde bei uns in NRW: Die wirklich guten Ausbildungen bekommt man bei uns nur noch mit Abitur. Das Abitur ist also regelmäßig keine Zwischenstufe zum Studium sondern die Vorraussetzung für eine bodenständige Lehre. Für die Berufe, für die in den 1970ern noch ein Hauptschulabschluß reichte, bedarf es hetue es Abiturs. Da liegt doch der Hase begraben. Und genau deswegen kann ich auch verstehen, daß alle Eltern ihre Kinder zum Abitur peitschen wollen. Das die nicht studieren ist eh klar, aber allein um den Stand zu wahren, gibt es keine Alternative. Hab da in der Berufsschule Stahlbauer, Produktdesigner (schimpften sich früher Technische Zeichner) und Chemikanten vor der Nase. Da bringen die Klassen geschlossen das Abitur mit. Ansonsten würden die gar keinen Lehrvertrag angeboten bekommen.
      Also klar, ich wäre auch dafür die Noten- und Abschlußinflation zurückzudrängen. Aber dann muß jemand auch mit einem Hauptschulabschluß noch eine Chance auf eine gute Lehrstelle haben. Dann wird das auch was. Quasi: Let's get back to the 1970s. Wäre vielleicht bei den Unterrichtsmethoden auch nicht so verkehrt. ;)
      Das mag in NRW so sein aber bei uns braucht man nicht das Abitur um eine bodenständige Lehre zu beginnen außer man will z.B. Industriekaufmann bei Siemens werden (zu starke Konkurrenz bzw. Nachfrage). Eine Mittlere Reife bzw. teilweise auch nur Quali reicht um bei uns eine Ausbildung beginnen zu können und um die Chance zu erhalten sich zu beweisen. Bei euch ist denke ich der Wert eurer Bildungsabschlüsse einfach noch viel niedriger als bei uns.

      Buntflieger schrieb:

      plattyplus schrieb:

      Berufsschule93 schrieb:

      Ich würde als Vater auch sofort auf den Rat der Grundschullehrerin hören. Ich würde mein Kind nur aufs Gymnasium schicken wenn ich und (!!!) die Lehrerin meines Kindes uns mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher sind das es funktionieren könnte. Ansonsten würde ich es entweder an die Realschule oder sogar Mittelschule schicken.
      Naja,ich selber hatte damals eine Hauptschulempfehlung, meine Eltern haben mich trotzdem aufs Gymnasium geschickt und ich bin in meiner ganzen Schullaufbahn nicht ein einziges Mal sitzengeblieben. Also ich wäre bei den Empfehlungen vorsichtig. Nicht, daß die Schüler nachher die Hauptschulempfehlung bekommen, weil die städtische Hauptschule nicht wegen Schülermangel aussterben darf und die Kinder da nur noch zur politischen Verfügungsmasse werden.
      Leider sind die Eltern kaum verfügbar und interessieren sich so gut wie nicht für das, was ihr Kind in der Schule (durch)macht.
      Deshalb finde ich die Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern enorm wichtig, mehr hat auch "Berufsschule93" wahrscheinlich nicht sagen wollen.
      Das habe ich sagen wollen ja. Viele Eltern kennen heutzutage nur das Abitur obwohl (bei uns aufjedenfall) die anderen Schularten vollkommen reichen um eine Ausbildung beginnen zu können. Ich wäre auf dem Gymnasium totall eingegangen und bin sehr froh dass ich erst mit 17 Jahren dort eingestiegen bin, ohne bereits mit 10 vom G8 geknechtet zu werden. Dazu ist noch wichtig zu wissen dass es sehr schwer ist unsere Bildungssysteme miteinander zu vergleichen.

      Die Eltern müssen sich mehr an die Kompetenzen ihrer Kinder orientieren und weg von dem unsinnigen Gedanken kommen das man mit einem Studium gleich 5000 oder so netto verdient. Nein eine Karriere ist auch ohne ein Studium mit 18/19 Jahren möglich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Berufsschule93 ()

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