neues zum Geschichtsunterricht

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    • neues zum Geschichtsunterricht

      Hallo zusammen,

      ich bin neu hier und habe da eine Frage.

      Wäre es interessant für den Geschichtsunterricht eine Karte zu haben die den Verlauf eines Krieges (z.B. 1.Weltkrieg) Modell-artig darstellt?
      Ich meine so hätte man den Verlauf bildlich vor Augen und die Schüler könnten sich dies evtl. besser merken.
      Die Karte soll aufgebaut sein wie eine Schulwandkarte.

      Was haltet ihr davon?

      würde mich über eure Rückmeldungen freuen.



      Mfg
    • <Leicht off-topic>
      Mal eine geschichtliche Frage, Antwort gerne per PN:
      Wenn ich mir die Karten vom 1. und 2. Weltkrieg anschaue, frage ich mich immer, wie die Schweiz das hinbekommen hat. Um sie herum "prügeln" sich alle und die Schweiz sitzt da und denkt sich "Bitte prügeln sie sich woanders - wir machen nicht mit."

      Im ernst - ich frage mich das im ernst. Wer Krieg führt sagt sich doch nicht "Oh, das Land will nicht mitmachen. Gehen wir mal woanders hin." Woran lag das, dass die Schweiz in beiden Weltkriegen "weiß" blieb.
      (Um den Thread nicht zu sprengen - wenn jemand dazu einen Link oder eine kurze Erklärung hat, schickt er sie mir bitte mal per PN? Danke.

      kl. gr. frosch

      Edit: Erklärung ist angekommen - danke!
      [img]http://www.tibet-initiative.de/images/tibetflag-ani.gif[/img]Free Tibet!!
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    • kleiner gruener frosch schrieb:

      <Leicht off-topic>
      Mal eine geschichtliche Frage, Antwort gerne per PN:
      Wenn ich mir die Karten vom 1. und 2. Weltkrieg anschaue, frage ich mich immer, wie die Schweiz das hinbekommen hat. Um sie herum "prügeln" sich alle und die Schweiz sitzt da und denkt sich "Bitte prügeln sie sich woanders - wir machen nicht mit."

      Im ernst - ich frage mich das im ernst. Wer Krieg führt sagt sich doch nicht "Oh, das Land will nicht mitmachen. Gehen wir mal woanders hin." Woran lag das, dass die Schweiz in beiden Weltkriegen "weiß" blieb.
      (Um den Thread nicht zu sprengen - wenn jemand dazu einen Link oder eine kurze Erklärung hat, schickt er sie mir bitte mal per PN? Danke.
      Warum PN? Sowas kann und sollte man doch öffentlich diskutieren.

      Dass die Schweiz im 1. und 2. Weltkrieg eine Randstellung hatte, ist meiner Einschätzung nach die Folge einer Gemengelage von Ursachen.

      Erstens war (und ist?) die Schweiz als traditionell wirtschaftlicher Randstandort niemals von Interesse gewesen. Im frühen 20. Jh. war die Wirtschaft der Schweiz deutlich auf Importe angewiesen. Die Schweiz ist und war in der Kriegsführung kein "Beutegut", das als Eroberungsgebiet weitere Kriegsanstrengungen hätte fördern können.

      Zweitens war und ist die Schweiz in der Tat geopolitisch neutral - auch innenpolitisch. Das war in beiden Weltkriegen von großer Bedeutung, da sich die Schweiz einerseits nicht in die internationale Positionierung der Staaten eingemischt hat - weder, was die Annäherung an den deutsch-österreichischen Komplex im ausgehenden 19. Jh. vs. das gegenseitige, eindämmende Bündnis zwischen Ost und West angegangen hat; noch was die zunehmend aggressive Blockbildung bis 1939 anging. Andererseits wurde das innenpolitisch gespiegelt, es gab (und gibt!) die starke Annäherung an die konservativ nationalistische Ideologie bis hin zum Rassismus - es gab (und gibt!) die Abwehrbwegung gegen außerschweizerische Bündnissysteme. Beide Weltkriege hatten im Vorlauf eine internationale Parteibildung mit außenpolitisch kriegerischer Implikation. Die Schweiz stand abseits dieser Parteien.

      Drittens war die Schweiz nach Ausbruch beider Weltkriege als Durchmarschgebiet nicht attraktiv. Das Beneluxgebiet war natürliches Einfallgebiet sowohl im Schlieffenplan als auch in der Blitzkrieg-Doktrin der Wehrmacht. Die Schweiz als unzugängliches Berggebiet nicht. Wer will schon Panzer oder große Armeeeinheiten durch die Berge transportieren? Das primäre Ziel der kaiserlichen Armee im 1. Weltkrieg war ohnehin der "Erbfeind" Frankreich und der Weg nach dessen Hauptstadt. Die Schweiz war abseits dieser Route und auch jenseits der Kriegsinteressen Österreich-Ungarns, die sich in Richtung Balkan orientierten. Warum sollte eine Kriegspartei in die Schweiz eindringen?

      Im 2. Weltkrieg hatte Deutschland als Kriegsziel die Expansion nach Osten. Der Krieg im Westen war von Anfang an eine strategische Option, die nicht gewünscht und auch nicht ideologisch antizipiert war. Gleichzeitig war die Kriegsführung Deutschlands auch wirtschaftlich orientiert. Deutschlands Aufstellung war breit aber nicht tief. D.h. die deutschen Armeen hatten kurzfristig eine große Durchdringungskraft aber langfristig kein Durchhaltevermögen. Deshalb war das strategisch primäre Ziel Deutschlands die Sicherung von Nachschub - Norwegen, die Ölfelder im Südosten. Die Schweiz war da offensichtlich kein primäres Ziel. Weder, was die Transportlogistik nach Ost und West anging, wie im 1. Weltkrieg. Noch, was die strategische Unterstützung über Rohstoffe im 2. Weltkrieg anging.

      Für den 2. Weltkrieg waren von NS-Seite offensichtlich auch Eroberungspläne für die Schweiz angelegt. Immerhin wollte man totale Kontrolle über Europe. Aber konkrete Kriegsziele waren damit nicht verbundel.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Meerschwein Nele ()

    • Bolzbold schrieb:

      Ich sehe da ad hoch keinen wirklichen Mehrwert. Erst recht nicht bei diesem Thema.
      Ich stimme da nicht zu, ich sehe in der Visualisierung des 1. Weltkrieges einen ganz wesentlich Mehrwert - vor allem, wenn man eine animierte Darstellung des Kriegsverlaufes anwendet und nicht nur eines der traditionellen Kartenwerke.

      Die Frage ist doch, welches allgemeinbildende Ziel ich beim Kriegsverlauf des ersten Weltkriegs vermitteln will. Und da steht im Raum, dass der erste Weltkrieg einerseits einer der ersten Kriege der industriell organisierten Massenvernichtung ist und zweitens der erste (und bislang einzige) Krieg ist, der in der maschinellen Mühle der statischen Massentötung verblieben ist. Und das kann man mit einer grafischen Darstellung des Kriegsverlaufs sehr gut zeigen - wo gibt es regionale Veränderungen, wo steht die Front still, wo werden massenhaft Menschenleben verschlissen.
    • Ich verstehe noch nicht so genau, wie der TE die Karten aufbauen will.
      Soll es eine Grafik sein, die mit Pfeilen und ähnlichem die Bündnisse darstellt, eine Landkarte auf dem der Frontverlauf abgebildet ist, eine animierte Grafik ... ?
      All das kenne ich in verschiedenen Formen schon und aus dem Grund verstehe ich die Frage nicht 100%.