Teilbereiche Deutsch Neu

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    • Teilbereiche Deutsch Neu

      Liebe Kollegen,

      in Berlin werden wieder einmal die Teilbereiche für Deutsch geändert. Bisher gab es dazu 4, künftig sollen es 5 sein. Da soll es Zuhören geben und Sprachbewusstein und Schreiben/Rechtschreiben und Schreiben/Texte usw.

      Mich würde interessieren, wie Deutsch in anderen Bundesländern untergliedert ist?

      Und warum nimmt man nicht einfach wie früher

      - Rechtschreibung

      - Grammatik

      - (mündlicher und schriftlicher) Ausdruck

      - Literatur (und Medien)

      Was spricht denn dagegen?

      Und wie berechnet ihr bei euch die Zeugnisnoten daraus?

      Danke!
    • In Hessen sind die einzelnen Kompetenzbereiche wie bei euch früher: Sprechen und Zuhören, Schreiben, Lesen und Rezipieren, und Sprachreflexion (=Grammatik). Gibt es denn keine offizielle Stellungsnahme zu der Erweiterung der Kompetenzbereiche?
      "Sprechen und Zuhören" ist ja auch noch nicht so lange als eigenständiger Kompetenzbereich im Grundschulbereich etabliert und man erhoffte sich damals u.a. eine bessere Präsentationskompetenz bei den Kindern durch explizite Thematisierung von Anfang an. Ein weiteres Beispiel ist auch "Daten und Zufall" im Mathematikunterricht, was auch erst bei der Umstellung vom Lehrplan zu den Bildungsstandards hinzukam. Von daher kann es gut sein, dass sich da auch noch andere Veränderungen in den nächsten Jahren auftun könnten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lehramtsstudent ()

    • Info an alle Nicht-Berliner:
      Es gibt im Rahmenlehrplan 5 Bereiche:
      - Sprechen und Zuhören,
      - Schreiben (Texte und Rechtschreibung)
      - Lesen (i.S. von Lesefertigkeiten)
      - mit Texten und Medien umgehen
      - Sprachwissen und Sprachbewusstheit

      Im November letzten Jahres gab es von seiten der Senatsverwaltung neue Zeugnisformulare, nämlich mit genau diesen Teilnoten.
      Bisher waren 4 Teilbereiche üblich: Sprechen und Zuhören, Rechtschreiben (wo hinein auch die Grammatik gezählt wurde, was immer wieder verwirrte, wenn bei rechtschreibnotenbefreiten LRS-Kindern da eine Zensur stand), Lesen, Texte verfassen.
      Natürlich war der Aufschrei groß, denn man hätte alle Noten "auseinanderklamüsern" müssen. Die Formulare kamen zu spät, also wurde alles wieder zurückgenommen und in diesem Jahr gibt es noch die alten Formulare. Die für das neue Jahr habe ich noch nicht gesehen, ich vermute, dass sie sich am Lehrplan orientieren?

      Und nun meine Meinung dazu, falls die Formulare so aussehen sollten wie die November-Varianten:
      Ich fände es ehrlich gesagt sinnvoll, klar und arbeitserleichternd, die Teilbereiche so zu wählen, wie der Rahmenlehrplan es vorgibt und sie auch so auszuweisen.
      Man hätte natürlich im Rahmenlehrplan die Teilbereiche anders nennen und zusammenfassen können. Aber das war letztlich nicht unsere Entscheidung.
      Zeugnisnoten: Bisher das Mittel aus den 4 Teilnoten, was manchmal zu 2,5 führte und dann habe ich wieder geschaut, ob das eher eine 3+ im Rechtschreiben war oder eine 3- und wie es beim Lesen aussah. Mit 5 Teilnoten stelle ich mir das einfacher vor.
    • Hallo Conni! Hast du die neuen Formulare denn schonmal zu Gesicht bekommen? WIr nämlich nicht. Weißt du, dass das dann diese 5 Bereiche sein werden oder vermutest du das nur aufgrund des RLP? Ich muss ja sagen, am schwierigsten dabei finde ich:
      den Bereich "mit Texten und Medien umgehen": was genau bewerte ich da und wie messe ich das?
      und den Bereich "Schreiben": Texte verfassen und Rechtschreibung in eine Note zusammenzupacken finde ich blöd (vor allem für die Kinder, die zwar tolle Texte schreiben aber leider keine RS können...bei meinen klaffen diese beiden Noten z.T. komplett auseinander)
    • icke schrieb:

      ch muss ja sagen, am schwierigsten dabei finde ich:
      den Bereich "mit Texten und Medien umgehen": was genau bewerte ich da und wie messe ich das?
      und den Bereich "Schreiben": Texte verfassen und Rechtschreibung in eine Note zusammenzupacken finde ich blöd (vor allem für die Kinder, die zwar tolle Texte schreiben aber leider keine RS können...bei meinen klaffen diese beiden Noten z.T. komplett auseinander)
      Ich habe die Formulare vom November 2017 gesehen mit den 5 Teilbereichen, die dann wieder zurückgenommen wurden. Die neuen werden erst im neuen Schuljahr hochgeladen, damit keiner verwirrt ist. Aber hat Anschalik sie denn schon gesehen?
      Mit Texten und Medien umgehen: Was im RLP steht, wobei ich das jetzt auch nicht so zensurenbuchfüllend finde. Vermutlich wissen das die Ersteller der Formulare selber noch nicht. Das sind Fragen, die man an die Senatsverwaltung stellen müsste.
      Schreiben: Sehe ich auch so. Wobei bisher die Kinder Pech hatten, die Grammatik und Rechtschreibung stark unterschiedlich konnten. Bei meinen beiden besten Rechtschreibern weichen die Grammatiknoten auch sehr ab. Irgendeiner wird vermutlich immer benachteiligt.
    • icke schrieb:

      Hallo Conni! Hast du die neuen Formulare denn schonmal zu Gesicht bekommen? WIr nämlich nicht. Weißt du, dass das dann diese 5 Bereiche sein werden oder vermutest du das nur aufgrund des RLP? I

      Conni schrieb:


      Im November letzten Jahres gab es von seiten der Senatsverwaltung neue Zeugnisformulare, nämlich mit genau diesen Teilnoten.
      ...

      Die Formulare kamen zu spät, also wurde alles wieder zurückgenommen und in diesem Jahr gibt es noch die alten Formulare. Die für das neue Jahr habe ich noch nicht gesehen, ich vermute, dass sie sich am Lehrplan orientieren?
    • Anschalik schrieb:

      Mich würde interessieren, wie Deutsch in anderen Bundesländern untergliedert ist?
      Im LehrplanPLUS gibt es 4 Lernbereiche:
      1) Sprechen und Zuhören
      2) Lesen - mit Texten und weiteren Medien umgehen (Fertigkeit und Verständnis)
      3) Schreiben (Handschrift und Texte verfassen)
      4) Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren (Grammatik und Rechtschreibung)

      Zur Benotung: (Proben sind in Bayern "Arbeiten", offiziell sind das inzwischen "Leistungsnachweise".)
      Bei Nr. 1 macht man eher mündliche Noten (z.B. lässt man einmal Arbeitsergebisse zusammenfassen, lässt ein Lesestück nacherzählen, benotet den Vortrag eines Referates, einer Präsentation usw. ) und schreibt Zuhörproben, ähnlich wie bei Vera.
      Bei Nr. 2 überprüft man die Lesefertigkeit (vorlesen, Leseschnelltests z.B.) und schreibt man Proben, die auf das Texte erfassen und Lesestrategien in Bezug auf den Inhalt abzielen.
      Bei Nr. 3 geht es um eigene Textproduktionen (Aufsätze, Gedichte usw.), die benotet werden.
      Bei Nr. 4 überprüft man die Grammatik und die Rechtschreibung, entweder in kombinierten Proben oder in Proben zu den beiden Teilgebieten.

      Die GLK beschließt wie die Noten gerechnet werden. Es gibt Schulen, die werten den Durchschnitt aller Teilbereiche gleich und finden dadurch einen Gesamtdurchschnitt. Man kann es aber auch anders rechnen, z.B. Nr. 1 einfach, Nr. 3 dreifach, Nr. 2 und Nr. 4 jeweils 2 fach. So wäre es auch sinnvoll, dahin haben wir es geändert um dem "Texte verfassen", was mit am anspruchvollsten ist, mehr Gewicht zu geben.

      Da wir zuerst den Durchschnitt des Teilbereiches nehmen und dann anhand diesen den Gesamtdurchschnitt ausrechnen, kommen wir kaum in die Verlegenheit, eine glatte ,5 hinter der Note zu haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Caro07 ()

    • Bisher gab es in Berlin die Teilbereiche

      - Rechtschreiben
      -Texte verfassen
      - Sprechen und Gespräche führen
      - Lesen

      Daraus werden nun die 5 neuen. Ein Entwurf wurde in den Regionalkonferenzen Deutsch präsentiert, aber es heißt, es gäbe noch unterschiedliche Varianten.

      Ich wäre für die oben genannten. Die sind doch klar und eindeutig!
    • Lehramtsstudent schrieb:

      Texteschreiben geht doch gar nicht, ohne Bezug auf Rechtschreibregeln und -konventionen zu nehmen...
      Hä? Natürlich geht das! Wunderbar sogar. Ich erlebe gerade in meiner Klasse eine ganze Reihe von Kindern, die sich mit der Rechtschreibbung extrem schwer tun, aber trotzdem inhaltlich tolle Texte schreiben (die schreiben auch echt gerne!). Das sind m.E. zwei völlig unterschiedliche Bereiche. Umgekehrt gibt es Kinder die zwar Rechtschreibung können, aber Schwierigkeiten haben eine Handlung nachvollziehbar aufzuschreiben, sich beim Schreiben auf einen eher eingeschränkten Wortschatz beschränken oder nur einfache Hauptsätze aneinanderreihen (und dann, und dann, und dann...) In Klasse 3 und 4 wird die Rechtschreibung bei uns auch gar nicht mitbenotet bei Aufsätzen. Ab Klasse 5 gibt es für den Aufsatz zwei Noten: eine für Rechtschreibung eine für Inhalt und Sprache.
    • Interessant zu wissen! Wenngleich es sich aus hessischer (wobei es meines Wissens nach in den meisten Bundesländern so ist) Sicht komisch liest, da die Zusammenführung wie gesagt hier so selbstverständlich ist, dass man sich eine Trennung gar nicht vorstellen kann.
    • Texte verfassen ist so etwas wie die Königsdisziplin in Deutsch. Du musst die Grammatik und die Rechtschreibung anwenden können und die Textsorte, um die es sich handelt, verstehen können. Damit beweist du auch dein Sprachverständnis.
      Die Rechtschreibung und die Grammatik sind so etwas wie "Hilfsdisziplinen".
      Wir hatten im alten Lehrplan den Bereich: "Für sich und andere schreiben". Darunter fiel die Schrift, Texte verfassen und die Grammatik.

      Ich finde es gar nicht schlecht, dass man jetzt bei uns die Grammatik und die Rechtschreibung unter "Sprachgebrauch/Sprache untersuchen" zusammengefasst hat, denn Rechtschreibthemen überschneiden sich oft mit Grammatikwissen.
      Nomen schreibt man groß, Satzzeichen, Wortstammprinzip, Wortfamilie, Vor- und Nachsilben und die Zuordnung zu den Wortarten -- das sind z.B. Bereiche, die sich überschneiden. Das Silbenprinzip wird oft zur Untermauerung der Rechtschreibung genutzt. So brauche ich nicht mehr klar trennen, ob das jetzt ein Rechtschreib- oder ein Grammatikthema ist. Es geht ja immer darum, Wörter und Sätze genau anzuschauen, zu analysieren und in Zusammenhänge bringen. Wenn ich ein Wort steigere, die Mehrzahl oder die Grundform bilde, dann kann ich den harten oder weichen Auslaut hören - man braucht oft beide Seiten, Grammatikwissen hilft in vielen Fällen Rechtschreibung zu erkennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Caro07 ()

    • @Caro07,

      ich finde die Trennung von Rechtschreibung und Grammatik eigentlich sehr einfach. Die Rechtschreibung ist quasi die Hülle der Sprache / das Kleid der Sprache; die Grammatik ist die Struktur der Sprache, ihr Aufbau und ihre Funktionsweise. Nomen zu erkennen und zu bestimmen ist also Grammatik; sie großzuschreiben ist Rechtschreibung.

      Grammatikkenntnisse - in den letzten Jahren so weit zurückgedrängt, dass man manchmal schon hörte, sie solle gar nicht mehr bewertet werden (und dann wurde sie mitunter auch gleich gar nicht mehr vermittelt) - helfen allerdings bei der Rechtschreibung. Wenn also weiß, dass Nebensatzkonjunktionen einen Nebensatz einleiten und wenn man weiß, was das ist; findet man leichter heraus, wo also ein Komma gesetzt werden muss, weil ein Nebensatz folgt.

      Zu verstehen, wie unsere Sprache aufgebaut ist und funktioniert, hilft meiner festen Überzeugung nach auch dabei, den Aufbau und das Funktionieren anderer Sprachen zu verstehen und sei es nur, weil es dort alles ganz anders ist, und das hilft beim Erlernen einer anderen Sprache.
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von sofawolf ()

    • Übrigens habe ich das mal gegoogelt. Die Teilbereiche für Deutsch waren "im Osten" früher ein bisschen anders, als @Anschalik schrieb. Womöglich erinnert sie sich falsch. Im Osten war das ja DDR-weit einheitlich. Siehe:

      B i l d

      Allerdings finde ich die von Anschalik vorgeschlagenen Teilbereiche sympathisch. Sinnvoll finde ich ebenso, wenn die Teilbereiche in Deutsch auf dem Zeugnis den Teilbereichen im Lehrplan Deutsch entsprechen.
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.