Arbeitsblätter erstellen: alternativen zu Word, PPP etc.

  • Hallo,


    bisher habe ich meine Arbeitsblätter immer mit Word und PowerPoint erstellt. Das ist mitunter recht frickelig, da sich bei mir öfter (besonders bei Word) die Anordnung der Sachen verschiebt, wenn ich nachträglich etwas am Arbeitsblatt ändere.
    Eine Zeitlang habe ich es mit dem Worksheet Crafter versucht. Aber auch da stoße ich an Grenzen, da das Programm für die Sek.1 nur bedingt geeignet ist (in Klasse 5 und 6 geht es noch). Das ist wohl eher was für die Grundschulen.
    Nun bin ich zufällig auf "tutory" gestoßen. Das ist nicht neu, aber ich kannte es bisher nicht.
    Hat da jemand Erfahrung mit?
    Hat jemand ein Alternative mit der man schnell und ordentlich Arbeitsblätter erstellen kann?


    Danke.

    Freundlichkeit ist kostenlos, aber niemals umsonst.

  • Ich verwende Libreoffice. Dabei meist writer, gelegentlich draw (wenn es mehr grafiklastig ist).


    Ferner LaTeX für längere Sachen.


    Für mich das Killer-Feature: Das Latex-Plugin für Libreoffice. Ich habe mir noch Tastenkürzel definiert, um das zu starten.


    Warum ich nicht LaTeX für alles nehme: Manchmal muss man es eben hässlich auf eine Seite quetschen, das ist mit LaTeX schwierig.


    Libreoffice Writer bringt aber auch manchmal das Layout durcheinander, eventuell nicht ganz so sehr wie MS Office, das weiß ich nicht.


  • Das ist mitunter recht frickelig, da sich bei mir öfter (besonders bei Word) die Anordnung der Sachen verschiebt, wenn ich nachträglich etwas am Arbeitsblatt ändere.

    Es wäre interessant zu wissen, wann das Problem auftritt. Oftmals entstehen solche Probleme ja nur durch eine falsche oder gar fehlende Formatierung (egal ob bei Microsoft oder LibreOffice).
    (Der Klassiker ist ja z.B. die fehlende Einstellung für den Bild-Umlauf, die dann "das Layout durcheinanderbringt".)


    Ich persönlich nutze nur LibreOffice. Für "komplizierte" Arbeitsblätter, z.B. zweispaltige Texte mit Zeilennummerierung, Vokabelangaben usw. habe ich entsprechende Vorlagen, damit's schnell geht.

  • Da ich hauptsächlich OneNote verwende nutze ich ausschließlich Word.


    Mit dem Standardlayout meiner Schule mit Schriftkopf und Logo, erstellt sich so ein Arbeitsblatt ziemlich flott.
    Überschriften und Teilaufgaben werden automatisch nummeriert. Lösungen schreibe ich gleich in rot mit rein und kann diese mit einem Klick ausblenden, so muss ich keine zwei Dateien verwalten. Gerade bei spätere Änderungen überlebenswichtig.

  • Das ist mitunter recht frickelig, da sich bei mir öfter (besonders bei Word) die Anordnung der Sachen verschiebt, wenn ich nachträglich etwas am Arbeitsblatt ändere.

    Das passiert nicht, wenn man mit Word richtig umgehen kann. Wenn Du ein Bild mit Textumbruch einfügst, gibt es unter den Layoutoptionen die Möglichkeit, das Bild auf der Seite zu fixieren. Wenn Du ganz auf Nr. Sicher gehen willst, kannst Du auch eine zweizeilige Tabelle setzen und in die erste Zeile das Bild "mit Text in Zeile" einfügen, in die zweite Zeile optional die Beschriftung. Den Tabellenrahmen kannst Du ganz einfach ausblenden. Ich schreibe mein eigenes Skript, das im Schwerpunktfach mittlerweile über 500 Seiten umfasst sowie unsere Praktikumsskripts in Word und ich habe NIE ein Problem mit "Sachen, die sich verschieben".

  • LaTeX wurde schon erwähnt. Immer noch das Optimum, wenn man mit Formeln hantiert, also für Mathematik und Physik geradezu ideal. Zu Chemie kann ich nichts sagen.


    Ich habe mir die Mühe gemacht, ein paar Makros aufzuschreiebn und die in ein Package zu packen. Die Arbeit hat sich nach kurzem amortisiert.


    Man sollte aber nicht verschweigen, dass LaTeX eine recht steile bis knackig steile Lernkurve hat.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • MLaTeX wurde schon erwähnt. Immer noch das Optimum, wenn man mit Formeln hantiert, also für Mathematik und Physik geradezu ideal. Zu Chemie kann ich nichts sagen.


    Ich habe mir die Mühe gemacht, ein paar Makros aufzuschreiebn und die in ein Package zu packen. Die Arbeit hat sich nach kurzem amortisiert.


    Man sollte aber nicht verschweigen, dass LaTeX eine recht steile bis knackig steile Lernkurve hat.

    Man verlernt Latex auch schnell wieder. Ich habe es jetzt seit 2015 nicht mehr genutzt, ich war auf einem moderaten Niveau (Physik Masterarbeit damit geschrieben und einige Vorträge mit Latex Beamer), aber im Referendariat habe ich es aus Zeitgründen nicht mehr verwendet.


    Irgendwann werde ich es vielleicht wieder versuchen, aber meine Neigung OneNote zu verwenden, ist auch nicht so gut mit Latex kompatibel.

  • Haben diejenigen, die hier von Latex schreiben, sich Worksheet Crafter mal angesehen? Das ist doch eine ganz andere Welt.
    Man sehe sich z.B. mal das Erklärvideo zu den schriftlichen Rechenverfahren an.
    Das geht mit Latex. Das geht mit LibreOffice. Das geht mit Word.
    Aber: So schnell, wie ich da gerade ein AB mit der Worksheet Crafter Testversion (für die Spezis: Unter Linux mit Wine) zusammengeklickt hab war ich noch nie....
    Ich fühl mich gerade alt, weil ich beim Programmieren auch immer noch Code schreibe, statt Blöcke durch die Gegend zu schieben...


    Danke für den Tipp

  • Ich nutze LibreOffice.


    Wollte eigentlich vor ein paar Monaten auf Convertible mit OneNote umstellen, aber da ist ja die professionelle Version eingestellt worden und es gibt nur noch die funktionsbeschränkte App. Von daher ist mir nun unklar, wie zukunftssicher das nun ist.

  • ich weiß was ganz tolles: gute stifte kaufen (pilot g1, für dickere schrift pentel filzstift), lineal, evtl. schere und kleber, tasse tee/kaffee und ein gemütlicher tisch. man kann es natürlich auch halbdigital machen und computerausdrucke zerschneiden und gestalten. so mache ich das und schüler und kollegen staunen und finden es wunderschön. großer vorteil: wenn eltern einfach alles unterrichtsmaterial rübergebeamt haben wollen, um mir in die karten zu gucken, sage ich: tut mir leid, das ist alles analog zu hause bei mir im ordner, das kann ich ihnen nicht alles schicken!
    :P

  • ich weiß was ganz tolles: gute stifte kaufen (pilot g1, für dickere schrift pentel filzstift), lineal, evtl. schere und kleber, tasse tee/kaffee und ein gemütlicher tisch. man kann es natürlich auch halbdigital machen und computerausdrucke zerschneiden und gestalten. so mache ich das und schüler und kollegen staunen und finden es wunderschön. großer vorteil: wenn eltern einfach alles unterrichtsmaterial rübergebeamt haben wollen, um mir in die karten zu gucken, sage ich: tut mir leid, das ist alles analog zu hause bei mir im ordner, das kann ich ihnen nicht alles schicken!
    :P

    Das kannst du natürlich so machen, wenn das für dich funktioniert. Das aber als Tipp zu geben, ist schon ein bisschen... speziell.
    Und eine Ausrede brauche ich für unangebrachte Forderungen von Eltern nicht. Die lehne ich einfach ab.

  • ich weiß was ganz tolles: gute stifte kaufen (pilot g1, für dickere schrift pentel filzstift), lineal, evtl. schere und kleber, tasse tee/kaffee und ein gemütlicher tisch. [...]

    Ich habe keinen Bock auf Aktenordner in meinem Arbeitszimmer. Ich habe kein Bock auf langwieriges Gefummel auf dem Papier. Meine Handschrift ist schlecht und ich kann viermal so schnell tippen. Nachträgliche Veränderung oder Verbesserung der Arbeitsblätter ist fast unmöglich. Und der größte Nachteil ist "tut mir leid, das ist alles analog zu hause bei mir im ordner, das kann ich ihnen nicht alles schicken!" - dadurch wird der Austausch und die Zusammenarbeit im Kollegium dramatisch erschwert.


    Bislang habe ich jedem Referendar mein Archiv immer so nebenbei zur Verfügung gestellt - bring eine tragbare Festplatte mit und kopiere es eben mal von meinem Laptop... Als Referendar und Junglehrer hätte ich mir so etwas gewünscht.


    Natürlich geht deine Methode. Schiefertafel geht auch.

  • Haben diejenigen, die hier von Latex schreiben, sich Worksheet Crafter mal angesehen?

    Zumindest in Form der Beispiele auf deren Web-Seite. Ich teile die Eimschätzung, dass das wohl eher etwas für die Grundschule ist. Ob man damit Formeln setzen könne, wie ich sie für den Mathematik-Unterricht brauche, frage ich schon gar nicht.



    Das ist doch eine ganz andere Welt

    In der Tat. Warum meinst du, dass sich gerade Leute, die "hier von LaTeX schreiben" sich das mal ansehen sollten?

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • gute stifte kaufen

    Ich habe durchaus auch schon Arbeitsblätter von Hand geschrieben. Geht auch und hat auch einen gewissen Charme. Kann man übrigens einscannen, um die digital zu verbreiten. Mach heutzutage jeder Kopierer nebenher.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Ich habe mir nach Libreoffice und Latex schliesslich eine eigene Webseite programmiert <Werbelink mit kostenpflichtigem Abonemment entfernt>.
    Anfänglich, weil ich einen Fragepool aufbauen wollte (umständlich in Libreoffice, einfach in Latex) und die Punktzahlen bei Prüfungen stimmen sollten
    (Etwas knorrig bei Latex, braucht immer genug Compile-Durchgänge).


    Mittlerweile habe ich die Webseite so erweitert, dass ich meinen Unterricht administrativ abbilden kann:
    Arbeitsblätter (Online + PDF) -> Prüfungen -> Zeugnisse, sowie Lektionenplaner.


    Die Webseite ist kostenlos für gelegentliche Benutzer. Wer sich die Webseite anschauen möchte, kann ein Testkonto verwenden:
    Benutzername: test
    Passwort: test123


    Wichtig: Nach dem Anmelden im Suchfilter "Gesamter Inhalt" auswählen, damit der globale Fragepool angezeigt wird.
    Und ja, ich unterrichte Fachkunde für Elektroniker, deshalb ist der Fragepool derzeit etwas technisch ;)

  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
    Wie ich sehe, werde ich mich wohl verstärkt mit einigen Funktionen von Word auseinandersetzten werden müssen.


    Allerdings werde ich nicht zu Kleber und Schere zurückkehren. Ich bin nämlich froh nur noch drei Ordner (einen je Fach) im Regal zu haben. Und das auch nur, weil ich bisher zu faul war die AB von Kollegen (die ich nicht als Datei bekommen habe) einzuscannen.

    Freundlichkeit ist kostenlos, aber niemals umsonst.

  • Ich habe mir vor ein paar Jahren massiv die Arbeit erleichtert, als ich mir für meine LibreOffice-Arbeitsblätter eine strukturierte Zeichnungssammlung erstellt habe.
    Da kann ich dann ohne großes Suchen passende Lineaturfelder, Kästchenfelder, Zeichnungen physik. Geräte/Versuchsaufbauten etc. einfach einfügen.
    Das wird mit jedem Arbeitsblatt weniger Arbeit, da man nur noch neue Gegenstände zeichnen muss.

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