Referendariat mit Kind - Platzvergabe

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    • Ich hab Referendariat berufsbegleitend mit 2 Kids und Mann im Ausland gemacht. geht alles. Eine Frage der Orga! Jetzt macht der TE doch nicht unnötig Angst! Man sollte auch mal an folgendes denken: Es passt NIE. Nach dem Ref will man erstmal die Lebenszeitverbeamtung haben, dann die Beförderungsstelle usw usw. Dann ist man Mitte 30 oder Anfang 40 und was ist dann? Man wird nicht sofort schwanger. Was genau hatte man denn dann davon, dass man gewartet hat? Unerfüllter Kinderwunsch kann sehr schlimm sein und oft zerbrechen Ehen/Beziehungen daran. Und eine Schwangerschaft während des Refs ist KEIN Grund dafür, dass man das Ref abbrechen muss. Man ist im Mutterschutz und danach in Elternzeit. Das steht jedem zu und ist auch nicht so selten.
    • lamaison2 schrieb:

      Ich verstehe nicht, dass das alles auf einmal sein muss. Nachdem ich das zweijährige Grundschulref. in BY überlebt habe, kann ich sagen, dass es die Hölle war, für alle anderen auch. Wie man das mit kleinem Kind schaffen soll, weiß ich nicht.

      Ein Baby ist nichts, was man nebenbei bekommt. Es ändert das ganze Leben und es ist sooo toll. Dafür sollte man sich bewusst entscheiden und sich die Zeit dafür nehmen. Es ist auch keine Garantie für einen Wunschschulort. Da nützt in BY eine Heirat wohl mehr. Die Entscheidung für eine Hochzeit ist in meinen Augen weniger schwer als für ein Kind. Dafür hast du sehr lange die Verantwortung. Der Partner ist erwachsen.

      lamaison2 schrieb:

      Eine ehemalige Lehramtsanwärterin in meinem Seminar kam fast jeden Tag zu spät - wegen dem kleinen Kind. Zur Prüfung erschien sie Punkt 8 mit den Worten, sie müsse noch kopieren. Aufsichtspflicht im Klassenzimmer beginnt aber um Viertel vor 8. Die Prüfer waren pünktlich, die Referendarin ist durchgefallen.
      Das lag dann aber an der speziellen Dame. Ich kenne einige mit Kind und die erledigen genauso ihre Pflicht wie jeder andere auch.

      Man sollte sich davor bewusst sein, dass im Seminar egal ist ob du ein Kind hast oder nicht, die Leistungen müssen erbracht werden. Natürlich kann es sein, dass im Einzelfall Rücksicht genommen wird, aber man sollte das nicht fest einplanen.
    • lamaison2 schrieb:

      Eine ehemalige Lehramtsanwärterin in meinem Seminar kam fast jeden Tag zu spät - wegen dem kleinen Kind. Zur Prüfung erschien sie Punkt 8 mit den Worten, sie müsse noch kopieren. Aufsichtspflicht im Klassenzimmer beginnt aber um Viertel vor 8. Die Prüfer waren pünktlich, die Referendarin ist durchgefallen.

      lamaison2 schrieb:

      Besagte Dame war auch alleinerziehend. Hat immer alles auf ihr Kind geschoben, das hat aber niemanden interessiert.
      Das geht natürlich auch nicht. Man muss sich schon weit organisiert haben, dass man seinen Job erledigen kann. Aber das ist nichts unmögliches. Meine alleinerziehende Freundin ist Krankenschwester und fährt oft morgens um 5 zum Dienst. Sie hat eine Studentin engagiert, die dann morgens um 5 kommt, wartet bis das Kind aufwacht und es dann zur Schule bringt. Dafür muss man dann natürlich bezahlen, aber unmöglich ist es nicht.

      EDIT: Milk&sugar war schneller
    • lamaison2 schrieb:

      Eine ehemalige Lehramtsanwärterin in meinem Seminar kam fast jeden Tag zu spät - wegen dem kleinen Kind. Zur Prüfung erschien sie Punkt 8 mit den Worten, sie müsse noch kopieren. Aufsichtspflicht im Klassenzimmer beginnt aber um Viertel vor 8. Die Prüfer waren pünktlich, die Referendarin ist durchgefallen.
      Eine ehemalige Lehramtsanwärterin in meinem Seminar hatte zwei kleine Kinder. Sie schien deutlich weniger gestresst als der ganze restliche Haufen, eben weil sie sich nicht so für die Schule stressen konnte. Während wir bis morgens um vier noch die schönere Schriftart und das bessere Bild für das Arbeitsblatt oder die noch passendere, innovative, schüleraktivierende Methode für die Texteinführung gesucht haben, hat sie um 18 Uhr den Stift fallen lassen (müssen), damit sie noch Zeit mit ihren Kindern verbringen konnte.
      Und nun: Das ist doch alles anekdotisch. Keiner kann sagen, wie es dem/der Einzelnen in der Situation geht. Das müssen die Leute schon selbst wissen.

      (Disclaimer: Die Zeiten sind natürlich übertrieben und ich nehme an, dass sie sich später nochmal an den Schreibtisch gesetzt hat. Aber diesen Overkill an Selbstausbeutung für das Seminar hat sie definitiv nicht betrieben. Wir hätten uns alle mal an ihr ein Beispiel nehmen sollen. Außerdem ist das, was im Ref am schnellsten leidet, der Ausgleich neben der Schule. Mit Familie ist man ja quasi gezwungen, den Ausgelich zu nehmen. Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht.)
    • Sissymaus schrieb:

      Ich hab Referendariat berufsbegleitend mit 2 Kids und Mann im Ausland gemacht. geht alles. Eine Frage der Orga! Jetzt macht der TE doch nicht unnötig Angst! Man sollte auch mal an folgendes denken: Es passt NIE. Nach dem Ref will man erstmal die Lebenszeitverbeamtung haben, dann die Beförderungsstelle usw usw. Dann ist man Mitte 30 oder Anfang 40 und was ist dann? Man wird nicht sofort schwanger. Was genau hatte man denn dann davon, dass man gewartet hat? Unerfüllter Kinderwunsch kann sehr schlimm sein und oft zerbrechen Ehen/Beziehungen daran. Und eine Schwangerschaft während des Refs ist KEIN Grund dafür, dass man das Ref abbrechen muss. Man ist im Mutterschutz und danach in Elternzeit. Das steht jedem zu und ist auch nicht so selten.
      Ich denke auch, man sollte hier nicht unnötig Panik machen, ich habe mit zwei Kindern und nachher noch schwanger mein Ref gemacht und es war für mich sicher weniger stressig als für viele ohne Kind, denn dieses ewige Organisieren und genau durchplanen der Zeiten, muss man mit Kind eh und man legt dann seinen Schwerpunkt evtl. auch anders, das tat bei uns vielen sehr gut.
    • WillG schrieb:


      (Disclaimer: Die Zeiten sind natürlich übertrieben und ich nehme an, dass sie sich später nochmal an den Schreibtisch gesetzt hat. Aber diesen Overkill an Selbstausbeutung für das Seminar hat sie definitiv nicht betrieben. Wir hätten uns alle mal an ihr ein Beispiel nehmen sollen. Außerdem ist das, was im Ref am schnellsten leidet, der Ausgleich neben der Schule. Mit Familie ist man ja quasi gezwungen, den Ausgelich zu nehmen. Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht.)
      Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie weniger gestresst gewirkt hat, weil sie sich einfach sehr viel besser organisieren konnte, als die Mit-Reffis, die sich, nachdem die Mamas Essen genossen und sich erstmal in die pädagogische Mittagsstarre begeben haben, wieder aufrichten und motivieren mussten.

      Ich bin auch anders organisiert, als meine Kollegen: Hab ich nicht zur ersten Stunde, stehe ich trotzdem genauso auf wie sonst, schicke den Kleinen zur Schule und sitze Punkt halb 8 am Schreibtisch. Das machen viele meiner Kollegen nicht. Die schlafen dann erstmal aus...
    • Ich habe selbst mein Studium und das Ref mit Kindern absolviert (War halt früh Mama). Es ging. Problem waren höchstens die Schließtage des Kindergartens, so geht es aber auch Mütter aus anderen Berufen. Ich durfte sie dann mit in die Schule nehmen und einmal sogar mit ins Seminar. Sonst half eine sehr gute Organisation (z.B. Freistunden konsequent nutzen - tue ich sogar heute noch).
    • Ich habe das Ref auch mit Kind gemacht und es gibt sicher eine lange Liste mit Pros und Contras.

      Hätte der Papa aber nicht so einiges in der Zeit übernommen, wäre es echt schwierig geworden.

      Ich wurde direkt am Ort eingesetzt. Das hatte aber auch damit zu tun, dass ich an dieser Schule vorher Praktikum gemacht habe und sich die Rektorin beim Schulamt für mich ausgesprochen hat.
    • Anja82 schrieb:

      Selbstverständlich muss man die Unterbrechung durch den Mutterschutz nicht rechtfertigen.
      Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.
      Manch einer hält sich viel zugute auf seine aufrechte Haltung - und hat doch nur einen Stock im A...