Die Lehrer/innen und ihre/r Partner/innen...

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    • Kapa schrieb:

      na was denn nun? Ich denke deine Kinder sollen vor dem Studium erst eine Ausbildung fertig machen als Voraussetzung das du ihnen das studieren gestattest. Das arbeiten während der Ferien geht ist klar, musste ich such so machen um mein Studium zu finanzieren.

      Ist sich also dein Kind 1 sicher was es studieren willst kommst du mit „Nein, erst die Ausbildung.“. Wunderbares Vorbild bist du.

      Spannend übrigens das du zwei (dich + deine Frau) Personen als ausreichend nimmst um die Validität einer Aussage zu bewerten.
      Nein. Eine Ausbildung ist sinnvoll. Nur vonSchule, Uni, Schule (falls Lehrer) halte ich nichts.
      Aber um Kapital für das Studium anzusammeln hilft auch eine Ausbildung. So war es bei mir und meiner Frau.

      Verstehe auch hier nicht euer Problem. Aber das liegt wohl auch an den unterschiedlichen Bildungssystemen. Bei uns im beruflichen Bildungssysten haben viele Lehrer vorher in der Privatwirtschaft gearbeitet.
    • Das Problem liegt glaube ich in dem Punkt das ihr als Eltern euren Kindern die Ausbildung vor Studium aufzwingen wollt.
      Was in der Tat doch wieder dem selbstbestimmten Leben widerspricht.

      Wobei du das natürlich nicht verstehen wollen wirst. Sie haben ja die Wahl: entweder so wie ihr das wollt oder halt arschkarte weil fehlende Unterstützung.
      Aber hey, jeder der Unterstützung, (pardon, deiner Aussage nach) sukzessive alles in den hintern gesteckt, von Eltern bekommen hat, die keine Zweckbindung von finanzieller Unterstützung mit einer Verpflichtung versehen haben, ist sowieso (vor allem wenn er sich nicht zu einem Auslandsschuljahr zwingen lassen hat und gleich mit einem Studium anfängt) ein partygeiler Dauerstudent der mit Ü30 noch im gemachten Nest sitzt.
      Find es auch spannend das ihr eurer gesetzlich festgelegten pflichtvnicht nachkommen wollen würdet es sei denn eure U25 Kinder verklagen euch. Spricht nicht unbedingt für euch als Eltern.
      Ob ein Weg sich lohnt gegangen zu werden weiß man erst wenn man ihn gegangen ist. - Peregrinatio maiores Weisheit

      1. Wenn dir Jammern hilft, ist das in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, das du bei der ganzen Jammerei Eines nicht vergisst: Es interessiert niemanden. Beweg dich oder bleib stehen, aber gib niemals jemand anderen die Schuld für deinen Stillstand. (Kapa)
    • fossi74 schrieb:

      Meerschwein Nele schrieb:

      Ich will keine Kinder. Kann mit Kindern nichts anfangen.
      Erstaunlich, wie locker und doch präzise Du Yummis Aussagen in zwei kurzen Sätzen wiedergeben kannst.
      Ich habe über mich geredet. Ich habe keinen Draht zu Kindern - deswegen arbeite ich ja auch in der Erwachsenenbildung.
    • Mikael schrieb:

      Was ich festgestellt habe (in meinem Kollegium), dass überdurchschnittlich viele Frauen Single sind. Ist das bei euch genauso?
      Nun... die brauchen vielleicht niemanden, der ihnen den Haushalt hinterher trägt. :pfeifen:

      ...so, das Klischee ist bedient, jetzt kann es wieder (Bier-)ernst werden...
      Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P

      8_o_) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:
    • Yummi schrieb:

      Nein. Eine Ausbildung ist sinnvoll. Nur vonSchule, Uni, Schule (falls Lehrer) halte ich nichts.
      Sorry für OT, aber ich möchte hier (ohne dich, Yummi, zu kritisieren) eine Gegenperspektive einbringen. Nach der regulären Realschule habe ich eine Ausbildung gemacht und bis zum 25. Lebensjahr in diesem Beruf gearbeitet (mich aber in den letzten beiden Jahren parallel auf die Nichtschülerabiturprüfung vorbereitet), dann mit dem Studium angefangen. Gebraucht habe ich meine Ausbildung seither kein einziges Mal mehr, arbeiten könnte ich mit dem verstaubten Know-How in diesem Beruf nicht mehr und würde ich auch selbst dann nicht wollten, wenn der Himmel mir auf den Kopf zu fallen drohte (frei nach Asterix). Wenn ich einen Deal machen könnte und Ausbildung und folgende Berufstätigkeit streichen, dafür aber die Lebenszeit zurückbekommen könnte, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken sofort ja sagen. Meine Meinung daher: Nein, eine Ausbildung ist nicht in jedem Fall sinnvoll.
      Hätte ich damals mit 16 den entsprechenden Horizont gehabt und wäre mir klar gewesen, was ich will, hätte ich niemals eine Ausbildung angefangen sondern wäre auf ein Oberstufengymnasium und hätte dort das Abitur gemacht und gleich studiert. Mit diesem Hintergrund empfehle allen, die mich fragen und sich ihrer Sache sicher sind, ihre Lebenszeit nicht zu verschwenden und ohne Umwege den Weg zu gehen, der sie an ihr angestrebtes Ziel führt.
    • Ich kann eine Gegenperspektive zu der Vorstellung bieten, dass man zum faulen und nichtsnützigen Dauerstudenten wird, wenn man nur "den Hintern gepudert bekommt". Erstmal ist letzteres natürlich Ansichtssache, so würde ich meine Kindheit und Jugend nicht bezeichnen. Aber vor allem finanziell war und bin ich durch meine Eltern absolut privilegiert. Ich habe das Geburtstags- und Weihnachtsgeld immer auf einem Sparbuch gespart und so jetzt natürlich eine gewisse Summe als Sicherheit zusammen. Den Führerschein habe ich davon bezahlt, das Geld dann am Ende aber doch mehr als komplett von meinen Großeltern zurück bekommen. Meine Miete und meinen Lebensunterhalt zahlen meine Eltern über das komplette Studium hinweg. Ich arbeite zwar nebenbei, aber kann auch das Geld einfach sparen und das mache ich auch. Ich werfe das Geld also nicht aus dem Fenster heraus, ich schaffe mein Studium in Regelstudienzeit (trotz Fachwechsel) und arbeite quasi freiwillig (in dem Sinne, dass ich nicht auf Einnahmen angewiesen wäre). Achja, meinen Führerschein konnte ich im Rahmen des begleiteten Fahrens machen und habe auch noch keinen Unfall gehabt (Studien zum Erfolg des bF17 gibt es übrigens auch, wenn man kurz googelt). Ich weiß also, wie dankbar ich meinen Eltern sein darf und wie privilegiert ich bin und sehe darin naturgemäß riesige Vorteile, weil ich mein Leben auf dieser Sicherheit durch die Unterstützung meines Elternhauses aufbauen konnte und kann.

      P.S.
      Ich denke, dass ich kein Arschloch bin :D
      Und bin zufrieden, glücklich und ausgeglichen.
    • Verheiratet mit drei Kindern, mein Mann ist kein Lehrer (wir haben uns kennengelernt, bevor es an die Berufswahl ging).
      Für meine Kinder wünsche ich mir hauptsächlich, dass sie zufrieden/glücklich sind mit dem Lebensweg, den sie einmal einschlagen werden, wie auch immer der aussehen mag.
      @'Yummi
      Ich finde erschreckend, wie verächtlich du anscheinend über Menschen denkst, die nicht deinem Weltbild entsprechen.
    • kiatra schrieb:

      Für meine Kinder wünsche ich mir hauptsächlich, dass sie zufrieden/glücklich sind mit dem Lebensweg, den sie einmal einschlagen werden, wie auch immer der aussehen mag.
      jou. Geht mir auch so.
      Und gerade Letzeres kann einem als Elternteil sehr viel abverlangen ;)

      Mich würde immer noch interessieren, wie alt Yummis Kinder denn nun sind
      pingo, ergo sum
    • Heimweh haben = Muttersöhnchen.
      Toll, das du so denkst yummi.

      Ich hab in verschiedensten Ländern auch immer mal wieder Heimweh weil ich meine Familie vermisse. Bin ich jetzt ein Muttersöhnchen? Und wenn ja: bin ich das auch obwohl ich die Welt hoch und runter bereise und im Ausland gedient habe?

      Google mal Schweizerkrankheit. Man kann auch Sehnsucht nach der Heimat haben ohne ein Muttersöhnchen zu sein. Lass mich mal bei dir raten: noch nie länger als 6 Monate im Ausland gewesen?
      Ob ein Weg sich lohnt gegangen zu werden weiß man erst wenn man ihn gegangen ist. - Peregrinatio maiores Weisheit

      1. Wenn dir Jammern hilft, ist das in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, das du bei der ganzen Jammerei Eines nicht vergisst: Es interessiert niemanden. Beweg dich oder bleib stehen, aber gib niemals jemand anderen die Schuld für deinen Stillstand. (Kapa)
    • Wenn die Kinder Heimweh haben, hat man in der Erziehung meiner Meinung nach nichts falsch gemacht - im Gegenteil.
      „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern!“ - Nelson Mandela
    • lamaison2 schrieb:

      Was ist an Heimweh schlimm? Ich bin mit 19 von zu Hause weg. War immer mehrere 100km weit weg. Je älter ich werde, desto mehr vermisse und schätze ich meine Heimat, meine Wurzeln.
      Bist halt nen Muttersöhnchen/muttertöchterchen ....
      Ob ein Weg sich lohnt gegangen zu werden weiß man erst wenn man ihn gegangen ist. - Peregrinatio maiores Weisheit

      1. Wenn dir Jammern hilft, ist das in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, das du bei der ganzen Jammerei Eines nicht vergisst: Es interessiert niemanden. Beweg dich oder bleib stehen, aber gib niemals jemand anderen die Schuld für deinen Stillstand. (Kapa)
    • Och ich sprech nur das aus was nach deinen Ausführungen bei raus kommt ;)
      Ob ein Weg sich lohnt gegangen zu werden weiß man erst wenn man ihn gegangen ist. - Peregrinatio maiores Weisheit

      1. Wenn dir Jammern hilft, ist das in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, das du bei der ganzen Jammerei Eines nicht vergisst: Es interessiert niemanden. Beweg dich oder bleib stehen, aber gib niemals jemand anderen die Schuld für deinen Stillstand. (Kapa)
    • Kapa schrieb:

      lamaison2 schrieb:

      Was ist an Heimweh schlimm? Ich bin mit 19 von zu Hause weg. War immer mehrere 100km weit weg. Je älter ich werde, desto mehr vermisse und schätze ich meine Heimat, meine Wurzeln.
      Bist halt nen Muttersöhnchen/muttertöchterchen ....
      Schöne Ironie! :) Ich glaube, das Problem ist einfach, dass es für manche Menschen problematisch ist, andere Lebenseinstellungen einfach so zu akzeptieren - selbst, wenn die niemandem wehtun oder schaden. Ich für meinen Teil habe eine völlig andere Vorstellung vom Leben, mit der ich aber auch glücklich und zufrieden bin. Ich habe mein Elternhaus in einem Dorf im oldenburger Münsterland zwei Wochen nach dem Abitur verlassen, weil ich bei der Bundeswehr eingezogen wurde. Ich bin niemals zurückgekehrt und hatte niemals das Bedürfnis dazu. Mein Lebensweg hat mich quer durch die Republik geführt und die Vorstellung, wieder im Dorf zu leben, wäre für mich der absolute Horror! Ich erinnere mich nur an die ständige Kontrolle, die soziale Enge, die nicht vorhandene Kultur und Infrastruktur, den psychischen Terror in einer dysfunktionalen Familie, mit der ich bis auf meinen Bruder keinen Kontakt mehr habe... Heimat ist für mich der Ort, den ich mir gewählt habe und an dem ich mich wohlfühle. Muss das für immer die Stadt sein, in der ich jetzt lebe? Nein. Muss das für immer die Frau sein, mit der ich jetzt verheiratet bin? Ja!

      Gleichzeitig kann ich gedanklich nachvollziehen, was andere Menschen an so einem Leben schätzen: die nahe Natur der wunderschönen Geestlandschaft, die Vertrautheit und gegenseitige Hilfe der Dorfgemeinschaft, in der man die meisten Menschen kennt, den emotionalen Rückhalt einer gesunden Familie mit klaren und verlässlichen Rollen und Ritualen, die einem dabei helfen, eine Position im Leben zu finden, auf die man stolz sein kann, und ein Leben, auf das man im Alter im Kreise seiner Familie zufrieden zurückschauen kann. Ich kann mir vorstellen, dass einem etwas fehlt, wenn man von Kindesbeinen an mit diesen Umständen aufgewachsen ist, und dass man im Erwachsenenleben gerne dahin zurückkehrt. Und warum nicht? Was ist denn falsch daran, auch, wenn es einfach nicht meine Sache ist?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Meerschwein Nele ()