Digitale Whiteboards statt Tafeln

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    • Welche Firma liefert denn tafelgroße digitale Whiteboards?
      Smart- und Promethian-Vertreter haben bei Nachfrage auf der didacta nur abgewinkt.

      Für mich würde es brauchbar ab 3mx1m. Besser wäre noch klassisches Format 4mx1m.

      Da mir zur Verstehen gegeben wurde, dass bei uns im Fachraum eine Umrüstung von Mini-Smartboard auf Tafel+Beamer nicht mehr gemacht würde und stattdessen allenfalls das digitale Whiteboard gegen ein neues größeres getauscht würde, wäre die Info sehr interessant.
    • Seph schrieb:

      Erkundigt euch mal am Markt etwas genauer, die von dir gewünschten Boards gibt es für nicht viel mehr als 5000€ statt 50000€ bereits in sinvoller Bauweise.
      Zeigen!

      Sinnvolle Bauweise heißt für mich, daß ich das Ding benutzen kann, ohne den Raum verdunkeln zu müssen. Also ist ein großes LED-Display weitaus besser als jede Beamer-Lösung. Bei der geforderten Größe landen wir dann bei einer Bildschirmdiagonalen von 140-150", wenn es 3-4m in der Breite und 2m in der Höhe sein sollen. Solch große Displays gibt es bisher praktisch nicht am Markt sondern nur auf Messen, bei denen die Hersteller zeigen, zu was sie technisch in der Lage sind.

      --> pcwelt.de/a/riesen-tv-von-samsung-146-zoll-und-led,3438298

      Davon dann bitte zwei Stück / Raum. :)

      Und nein, eine Funktionsstelle zur Wartung der Anlage ist keine Option. Die kann bei einem Software-Defekt evtl. was machen, aber was ist bei einem Hardwaredefekt? Habe ich dann innerhalb von 2 Tagen ein neues Display bezahlt aus dem Schuletat, auch wenn gerade Haushaltssperre ist? Da kommt dann nämlich der Wartungsvertrag zum Zug, der sowas natürlich in der monatlich zu zahlenden Rate beinhalten muß.
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      An unserer Schule ist es ebenfalls der Fall, dass die ActiveBoards kleiner sind als die Tafeln. Damit ist die klassische grüne Tafel deutlich im Vorteil.

      Im Refendariat war mein Thema in der mündlichen Prüfung übrigens "Die (klassische) Tafel als Unterrichtsinstrument". Der Vorteil der hier gerne angeführt wird, dass Tafelbilder abgespeichert und sofort abgerufen werden können ist m. E. sogar ein Nachteil. An einer klassischen Tafel "erleben" die Schüler wie das Gesamtwerk überhaupt entsteht - häufig sogar durch direkte Interaktion mit den Schülern (Welcher Schritt kommt wohl als Nächstes? Was können wir an dieser Stelle ergänzen?...). Ich find das Klasse.

      Bei einem abgespeichertem Tafelbild, welches dann im Unterricht sofort als "Ganzes" erscheint muss der Erklärungsprozess anders stattfinden und dafür bedarf es klarer Strukturen nach dem Motto: "Keiner schreibt das Tafelbild ab, erst muss ich den Zusammenhang erklären" oder das abschreiben entfällt, weil das Tafelbild im Klassenordner eingestellt wird - das ist für mich sogar der Supergau. Welcher Schüler schaut sich die digitalen Unterlagen nochmal an? Also bei mir die wenigsten.

      Der Nachteil bei den klassischen Tafeln: Ja, ich muss jedes Jahr aufs neue das Tafelbild erstellen - aber das nehme ich in Kauf.
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      Weber schrieb:

      Ja, ich muss jedes Jahr aufs neue das Tafelbild erstellen - aber das nehme ich in Kauf.
      Eine Tafel ist ein sehr dynamisches Medium in dem Sinne, dass man schnell und einfach auf Schülerfragen reagieren und entsprechende Erklärungen skizzieren kann.
      Alles was man vorbereiten kann, geht m.E. mit anderen Medien besser und ist mehrfach verwendbar: Flipchart, PPT-Präsentation u.ä..
      Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P

      8_o_) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:
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      MrsPace schrieb:

      Digitale Whiteboards sind längst veraltet. Tablet, passender Stift dazu, Beamer, Leinwand, Explain Everything, fertig.
      Die lassen sich doch problemlos miteinander koppeln. Den Reiz bekommen sie ja gerade durch die Möglichkeit, digitale Endgeräte der Schüler und Lehrer sinnvoll mitnutzen zu können.


      plattyplus schrieb:

      Sinnvolle Bauweise heißt für mich, daß ich das Ding benutzen kann, ohne den Raum verdunkeln zu müssen. Also ist ein großes LED-Display weitaus besser als jede Beamer-Lösung. Bei der geforderten Größe landen wir dann bei einer Bildschirmdiagonalen von 140-150", wenn es 3-4m in der Breite und 2m in der Höhe sein sollen. Solch große Displays gibt es bisher praktisch nicht am Markt sondern nur auf Messen, bei denen die Hersteller zeigen, zu was sie technisch in der Lage sind.




      Und nein, eine Funktionsstelle zur Wartung der Anlage ist keine Option. Die kann bei einem Software-Defekt evtl. was machen, aber was ist bei einem Hardwaredefekt? Habe ich dann innerhalb von 2 Tagen ein neues Display bezahlt aus dem Schuletat, auch wenn gerade Haushaltssperre ist? Da kommt dann nämlich der Wartungsvertrag zum Zug, der sowas natürlich in der monatlich zu zahlenden Rate beinhalten muß.
      Für mich klingt das nach wie vor wie "Kenn ich nicht, will ich nicht". Es ist überhaupt nicht notwendig, LED-Displays zu nutzen. Moderne Kurzdistanzbeamer sind deutlich hell genug, um auch in unverdunkelten Räumen gut sichtbare Tafelbilder zu erzeugen. Wenn es dich interessiert schaue ich gerne nach der Sommerpause genauer, welche Modelle wir hier nutzen und was die genau kosten. Das Angebot steht.

      Ergänzung: Wenn ich nicht irre, nutzen wir interaktive Kurzdistanzbeamer von Epson (ca. 2000€) in Verbindung mit Whiteboardflügeltafeln oder den verschiebbaren Varianten (unter 1000€ bis 2000€) + Workstation PC + Installationskosten --> ca. 5000-6000€. Die genauen Geräte muss ich aber wirklich nachschauen.

      Warum sollte sich ein technisch versierter Kollege nicht auch um die Hardware kümmern können? Und ja, für eine flächendeckende Ausstattung muss man natürlich Finanzierungsmöglichkeiten abseits der dürftigen Zuschüsse des Schulträgers finden. Die Folgekosten müssen wirklich einkalkuliert sein und sind aus meiner Sicht vlt. der einzige wirkliche Nachteil dieser Systeme. Das gilt genauso auch für Tabletklassen u.ä.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Seph ()

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      Susannea schrieb:

      Aber auch beschreibbar sorgt hier immer wieder dafür, dass einige Eddings nutzen und es dann nicht abgeht.
      Die gehen mit Desinfektionsmittel ab.

      Weber schrieb:

      Im Refendariat war mein Thema in der mündlichen Prüfung übrigens "Die (klassische) Tafel als Unterrichtsinstrument". Der Vorteil der hier gerne angeführt wird, dass Tafelbilder abgespeichert und sofort abgerufen werden können ist m. E. sogar ein Nachteil. An einer klassischen Tafel "erleben" die Schüler wie das Gesamtwerk überhaupt entsteht - häufig sogar durch direkte Interaktion mit den Schülern (Welcher Schritt kommt wohl als Nächstes? Was können wir an dieser Stelle ergänzen?...). Ich find das Klasse.
      Bei einem abgespeichertem Tafelbild, welches dann im Unterricht sofort als "Ganzes" erscheint muss der Erklärungsprozess anders stattfinden und dafür bedarf es klarer Strukturen nach dem Motto: "Keiner schreibt das Tafelbild ab, erst muss ich den Zusammenhang erklären" oder das abschreiben entfällt, weil das Tafelbild im Klassenordner eingestellt wird - das ist für mich sogar der Supergau. Welcher Schüler schaut sich die digitalen Unterlagen nochmal an? Also bei mir die wenigsten.

      Der Nachteil bei den klassischen Tafeln: Ja, ich muss jedes Jahr aufs neue das Tafelbild erstellen - aber das nehme ich in Kauf.
      Wenn du neben dem digitalen Mittelteil die beiden zuklappbaren Whiteboard-Flügel hast, kannst du das analog trotzdem machen. Bist du fit genug mit dem Programm, bekommst du es sogar mit den Stiften hin.
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      Seph schrieb:

      Die lassen sich doch problemlos miteinander koppeln. Den Reiz bekommen sie ja gerade durch die Möglichkeit, digitale Endgeräte der Schüler und Lehrer sinnvoll mitnutzen zu können
      Explain Everything kann alles was ein Digitales Whiteboard kann. Sogar weitaus mehr. Wozu derart viel Geld ausgeben, wenn es deutlich günstiger geht? Selbst mit einem iPad, Apple Pencil und Apple TV käme man insgesamt günstiger als mit einem digitalen Whiteboard. Zumal die Handhabung eines digitalen Whiteboards nicht gerade intuitiv ist...
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      Richtig...ich benötige zuklappbare Flügel oder eine weitere Tafel. Ich bin bezogen auf das Programm sogar einigermaßen Fit und kann mit den Stiften entsprechende Tafelbilder erstellen - allerdings keine "großen Tafelbilder", da unser Aciveboard einfach zu klein ist. Bezogen auf die Eingangsfrage kann ich digitale Boards daher nur in entsprechender Größe unterstützen.
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      MrsPace schrieb:

      Seph schrieb:

      Die lassen sich doch problemlos miteinander koppeln. Den Reiz bekommen sie ja gerade durch die Möglichkeit, digitale Endgeräte der Schüler und Lehrer sinnvoll mitnutzen zu können
      Explain Everything kann alles was ein Digitales Whiteboard kann. Sogar weitaus mehr. Wozu derart viel Geld ausgeben, wenn es deutlich günstiger geht? Selbst mit einem iPad, Apple Pencil und Apple TV käme man insgesamt günstiger als mit einem digitalen Whiteboard. Zumal die Handhabung eines digitalen Whiteboards nicht gerade intuitiv ist...
      Offen gestanden verstehe ich den Kommentar nicht. Explain Everything ist doch letztlich eine von vielen möglichen Apps, um ein digitales Whiteboard mit Endgeräten bedienen zu können. Von welchen Preisen gehst du denn für Ipad (für jeden Kollegen??) und Apple TV aus? Fairerweise muss man dazu noch Kosten einer analogen Tafeln nehmen, wenn man es wirklich vergleichen will. Kann man in den digitalen Varianten bei euch auch interaktiv an der Tafel oder nur am Tablet schreiben? Und was genau ist daran nicht intuitiv, ein Programm auf dem Desktop zu öffnen, einen Stift in die Hand zu nehmen und loszuschreiben? Warum ist App öffnen auf dem Tablet, Stift nehmen und losschreiben intuitiver?
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      Seph schrieb:

      MrsPace schrieb:

      Seph schrieb:

      Die lassen sich doch problemlos miteinander koppeln. Den Reiz bekommen sie ja gerade durch die Möglichkeit, digitale Endgeräte der Schüler und Lehrer sinnvoll mitnutzen zu können
      Explain Everything kann alles was ein Digitales Whiteboard kann. Sogar weitaus mehr. Wozu derart viel Geld ausgeben, wenn es deutlich günstiger geht? Selbst mit einem iPad, Apple Pencil und Apple TV käme man insgesamt günstiger als mit einem digitalen Whiteboard. Zumal die Handhabung eines digitalen Whiteboards nicht gerade intuitiv ist...
      Offen gestanden verstehe ich den Kommentar nicht. Explain Everything ist doch letztlich eine von vielen möglichen Apps, um ein digitales Whiteboard mit Endgeräten bedienen zu können. Von welchen Preisen gehst du denn für Ipad (für jeden Kollegen??) und Apple TV aus? Fairerweise muss man dazu noch Kosten einer analogen Tafeln nehmen, wenn man es wirklich vergleichen will. Kann man in den digitalen Varianten bei euch auch interaktiv an der Tafel oder nur am Tablet schreiben? Und was genau ist daran nicht intuitiv, ein Programm auf dem Desktop zu öffnen, einen Stift in die Hand zu nehmen und loszuschreiben? Warum ist App öffnen auf dem Tablet, Stift nehmen und losschreiben intuitiver?
      Aber du brauchst doch kein Whiteboard um Explain Everything bedienen zu können. Das geschieht doch am Tablet! Da reicht eine weiße Leinwand für 100€ und gut ist. Außerdem tut es hier auch ein normaler Beamer.

      iPad 350€, Apple Pencil 110€, Apple TV 200€, sind wir insgesamt bei 660€. Ohne Apple Bildungsrabatt. Außerdem bräuchte man auch nicht unbedingt das neuste Apple TV. Da könnte man auch noch was sparen.

      Mein Kollege hat für kommendes Schuljahr 70 iPads der neusten Generation für unter 20.000€ bestellt. Das ist deutlich günstiger als 350€/iPad.

      Wieso sollte ich direkt auf der Tafel oder auf dem digitalen Whiteboard schreiben wollen, wenn ich das in der App machen kann?

      Was intuitiver betrifft: Es geht ja nicht ausschließlich ums Schreiben sondern hauptsächlich um die Einbindung von anderen Inhalten. Schaubilder, Grafiken, etc. Wenn ich nur Schreiben will, kann ich Tafel und Kreide benutzen.

      Wenn du magst, schicke ich dir mal ein Tafelbild von mir, das mit Explain Everything komplett am Tablet erstellt wurde.
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      Kimetto schrieb:

      Es ist ein Rechner im Raum notwendig. Warum können die Boards nicht eigenständig rechnen?
      Die alten Modelle von SMART waren noch Smart und konnten das, die neueren nicht mehr. Ich nehme an, der Hersteller will einen damit einfach in seine Software zwingen ;) Außerdem sind die Herstellungskosten vermutlich geringer, wenn die Smartboards keinen eigenen Prozessor mehr implementiert haben.


      Zum Thema: In meiner Schule gibt es in jedem Klassenraum nur noch SMART-Boards und Whiteboards, wobei letztere praktisch nur für Hausaufgaben-, Termin- und Stundentafelanschrieb verwendet werden. Auf das SMART-Board möchte ich persönlich nicht mehr verzichten. So effektiv und zeitsparend habe ich noch nie Unterricht vorbereitet. Wenn ich nur daran denke, was ich im Ref. mit Overheadfolien herumfrickeln musste, um mal Bilder zu zeigen oder Ergebnisse dauerhaft zu sichern... meine Fresse. Bitte nie mehr zurück.

      Aber natürlich haben die SMART-Boards auch ihre Nachteile, von denen der größte wohl die Abhängigkeit von einer funktionierenden IT und kompetenter Hilfe im Notfall ist aber beides ist bei uns eigentlich kein Problem.
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      Weber schrieb:

      Im Refendariat war mein Thema in der mündlichen Prüfung übrigens "Die (klassische) Tafel als Unterrichtsinstrument". Der Vorteil der hier gerne angeführt wird, dass Tafelbilder abgespeichert und sofort abgerufen werden können ist m. E. sogar ein Nachteil. An einer klassischen Tafel "erleben" die Schüler wie das Gesamtwerk überhaupt entsteht - häufig sogar durch direkte Interaktion mit den Schülern (Welcher Schritt kommt wohl als Nächstes? Was können wir an dieser Stelle ergänzen?...). Ich find das Klasse.

      Bei einem abgespeichertem Tafelbild, welches dann im Unterricht sofort als "Ganzes" erscheint muss der Erklärungsprozess anders stattfinden und dafür bedarf es klarer Strukturen nach dem Motto: "Keiner schreibt das Tafelbild ab, erst muss ich den Zusammenhang erklären" oder das abschreiben entfällt, weil das Tafelbild im Klassenordner eingestellt wird - das ist für mich sogar der Supergau. Welcher Schüler schaut sich die digitalen Unterlagen nochmal an? Also bei mir die wenigsten.
      Ich glaube, du hast das falsch verstanden.

      Es ist nicht gemeint, dass du das Tafelbild zuhause vorgestaltest und dann fertig im Unterricht an die Wand wirfst (obwohl das natürlich auf Wunsch auch geht und mitunter auch sinnvoll ist, ich z.B. gestalte gewisse Strukturelemente schon mal vor--wie z.B. Tabellen--die dann live im Unterricht ausgefüllt werden). Gemeint ist vielmehr, dass du das Tafelbild zusammen mit den Schülern entwickeln und am Stundenende dann abspeichern kannst, um es am Beginn der nächsten Stunde wieder vorliegen zu haben und dort anzuschließen. Damit ist das digitale Whiteboard jeder Tafel weit überlegen.
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      Xiam schrieb:

      Weber schrieb:

      Im Refendariat war mein Thema in der mündlichen Prüfung übrigens "Die (klassische) Tafel als Unterrichtsinstrument". Der Vorteil der hier gerne angeführt wird, dass Tafelbilder abgespeichert und sofort abgerufen werden können ist m. E. sogar ein Nachteil. An einer klassischen Tafel "erleben" die Schüler wie das Gesamtwerk überhaupt entsteht - häufig sogar durch direkte Interaktion mit den Schülern (Welcher Schritt kommt wohl als Nächstes? Was können wir an dieser Stelle ergänzen?...). Ich find das Klasse.

      Bei einem abgespeichertem Tafelbild, welches dann im Unterricht sofort als "Ganzes" erscheint muss der Erklärungsprozess anders stattfinden und dafür bedarf es klarer Strukturen nach dem Motto: "Keiner schreibt das Tafelbild ab, erst muss ich den Zusammenhang erklären" oder das abschreiben entfällt, weil das Tafelbild im Klassenordner eingestellt wird - das ist für mich sogar der Supergau. Welcher Schüler schaut sich die digitalen Unterlagen nochmal an? Also bei mir die wenigsten.
      Ich glaube, du hast das falsch verstanden.
      Es ist nicht gemeint, dass du das Tafelbild zuhause vorgestaltest und dann fertig im Unterricht an die Wand wirfst (obwohl das natürlich auf Wunsch auch geht und mitunter auch sinnvoll ist, ich z.B. gestalte gewisse Strukturelemente schon mal vor--wie z.B. Tabellen--die dann live im Unterricht ausgefüllt werden). Gemeint ist vielmehr, dass du das Tafelbild zusammen mit den Schülern entwickeln und am Stundenende dann abspeichern kannst, um es am Beginn der nächsten Stunde wieder vorliegen zu haben und dort anzuschließen. Damit ist das digitale Whiteboard jeder Tafel weit überlegen.
      Genau so ist es. :top:
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      Ich arbeite seit einigen Jahren mit Smartboard und habe keine klassische Tafel mehr. Ich wünschte ich hätte wieder eine und die Chancen stehen gut, denn nachdem HH mit großen Trara die Anschaffung vor ein paar Jahren unterstützt hat, sollen diese jetzt wieder weg.

      Die hohen Folgekosten (Glühbirnenwechsel, Wartung und Reparaturen) muss die Schule bezahlen und sind oft nicht wirklich im Budget. Die letzte Reparatur meines Smartboards hat 800 Euro gekostet und da war nicht wirklich was kaputt. Es wurden nur Einstellungen geändert.

      Das Ding funktioniert oft nicht, ständig muss es kalibriert werden. Die ganz Kleinen kommen damit auch nicht gut klar und haben so ihre Probleme mit dem "Ziehen" von Bildern etc.. Mal vom ständigen Kalibrieren abgesehen.

      Bei Sonnenschein (ich habe Licht von 2 Seiten und keine schwarzen Gardinen) kann man kaum was erkennen. Erst recht, wenn die Glühbirne wieder langsam ihren Geist aufgibt.

      Natürlich hat es auch seine Vorteile. Ich arbeite recht viel und nutze auch recht viel des Potenzials. Aber für mich überwiegen derzeit die Nachteile.
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      Seph schrieb:

      Warum sollte sich ein technisch versierter Kollege nicht auch um die Hardware kümmern können? Und ja, für eine flächendeckende Ausstattung muss man natürlich Finanzierungsmöglichkeiten abseits der dürftigen Zuschüsse des Schulträgers finden. Die Folgekosten müssen wirklich einkalkuliert sein und sind aus meiner Sicht vlt. der einzige wirkliche Nachteil dieser Systeme.

      Weil der technisch versierte Kollege vielleicht gerne seinen eigenen Unterricht in der Zeit vorbereiten würde? Ich kenne Whiteboards seit Mitte der 90er Jahre, als sie an der Uni im Info-Fachbereich als neuer Hype rumgereicht wurden. Seitdem hat es zu mehr als nice-to-show in meinem Umfeld nie gereicht. In allen Bildungsinstitutionen, die ich seitdem von innen gesehen habe konnte ich mindestens eins, wenn nicht mehrer Teile finden, fast ausschließlich verschämt in der Ecke zustaubend. Mein Eindruck ist, dass sie sich in der Praxis nicht durchsetzen konnten und über den Status teurer Spielzeuge nicht herauskamen.
      Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit am Tag.
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      Seph schrieb:

      Für mich klingt das nach wie vor wie "Kenn ich nicht, will ich nicht". Es ist überhaupt nicht notwendig, LED-Displays zu nutzen.
      Sagen wir mal so: Ich hatte in meinem Ref. das Vergnügen meine Hausarbeit über den Einsatz interaktiver Whiteboards schreiben zu dürfen. In dem Rahmen habe ich auch die Mensch-Maschine-Schnittstelle der Geräte auseinander genommen und mein ERgebnis war, daß die Geräte für einen Schülerabstand von bis zu 10m (Ja, auch der Schüler in der letzten Reihe muß noch was sehen können.) und bei einer durchschnittlichen Sehleistung (Auflösungsvermögen des menschlichen Auges) einfach viel zu klein sind. Hab damals entsprechend die Größe ausgerechnet und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß 3m*2m das Mindestmaß ist, wenn die Schüler auch noch den Mauszeiger erkennen können sollen.

      Mein persönliches Fazit sieht so aus, daß ich froh bin den Kram wieder loszusein, weil er eh nicht ausreichend zuverlässig funktioniert. Das Größenproblem ist dann zusätzlich noch das KO-Kriterium.


      Seph schrieb:

      Warum sollte sich ein technisch versierter Kollege nicht auch um die Hardware kümmern können?
      Weil ich von einer Wartung erwarte, daß ich sie auch in der Abendschule um 21 Uhr noch anrufen kann, wenn das Gerät streikt, und sie dann nachts anrücken und reparieren, auf das das Gerät am nächsten Morgen um 7.30 Uhr wieder läuft. Wir haben immer weniger Unterrichtsräume, weil die für so Mätzchen wie "Selbstlernzentrum", "Medienzentrum", ... zweckentfremdet wurden. Gerade im ersten Halbjahr, wenn die ganzen Prüfungsklassen noch da sind, die übliche Lehre im technischen Bereich dauert ja 3,5 Jahre, haben wir akute Raumnot und können auf keinen Raum verzichten, weil da die Tafel kaputt ist oder sowas.

      So, welcher Kollege soll jetzt nachts die Wartung machen und in dem Rahmen bitte auch bis zum nächsten Morgen notfalls die komplette Hardware austauschen, sollte etwas defekt sein? Da müßten entsprechend komplette Whiteboards in Einzelteilen für den Notfall eingelagert werden.
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      Bei uns durfte nur von einer bestimmten Firma gewartet werden. Hardware und auch Software konnte man eh nur bearbeiten, wenn der Wächter ausgeschaltet war, was wiederrum nur die bestimmte Softwarefirma konnte /durfte. Der Witz... um besagte Betreuungsfirma von SMART anzurufen, musste man im Ausland anrufen, ich meine sogar es war Australien.
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      Wir diskutieren derzeit auch die Anschaffung solcher digitalen Whiteboards. Gerade in der Unterstufe fällt mir auf, dass ich an der Tafel den Kindern zeigen muss, wie man den Hefteintrag gestaltet. Also auch solche Dinge, dass ich z.B. an der Tafel die Überschriften mit Lineal unterstreiche, einen Absatz gestalte etc. Wenn ich das nicht vormache und - in der Anfangszeit - erkläre, schaffen es viele Kinder nicht, das in ihr Heft zu übernehmen. Daher möchte ich auch ein Whiteboard wie eine Tafel benutzen können und finde es fatal, wenn das Programm mir einfach so gerade Striche zaubert, wenn ich mit dem Stift herumwackle.
      Einerseits ist das Tafelwischen zwischendurch nervig, andererseits gibt das den Kindern auch mal eine Minute Zeit, vielleicht den Eintrag fertig zu schreiben, mal runterzukommen oder auch mal mit den Gedanken abudriften. Also eine kurze Pause im Unterricht, die allen ganz gut tut.

      Sarek