Digitale Whiteboards statt Tafeln

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      O. Meier schrieb:

      Unterrichtet ihr in Tunneln?
      Nein, in Klassenräumen, die eigentlich zu klein sind für die Schülerzahl.

      O. Meier schrieb:

      Es kst schon ein auffälliger Nachteil. Wenn man dann von dem begrüßt wird, muss man sich nicht wundern, dass keine Begeisterung aufkommt.
      Es ist schon schade, wenn der erste Eindruck dafür sorgt, dass man sich damit nicht weiter auseinander setzt.

      O. Meier schrieb:

      Nein, das Whiteboard ersetzt gerade gar nihcts.
      Doch, das digitale Whiteboard ersetzt eine ganze Reihe Geräte. Es bildet mit dem PC eine Einheit. Wenn du die trennst, musst du dich auch drüber beschweren, dass der DVD Player ja gar keine DVDs abspielen kann, sondern noch einen Fernseher als Zusatzgerät braucht. Was für ein Mist, hat wohl einer bei der Konstruktion nicht nachgedacht...

      O. Meier schrieb:

      Wenn da jemand mit etwas "Neuem" um die Ecke kommt, hat man schon keine Lust mehr.
      Das ist das eigentliche Problem. Wenn jemand mit etwas neuem kommt, wird direkt abgewunken, weil die Meinung darüber schon fest steht.

      O. Meier schrieb:

      Welche Software würdest du mir denn empfehlen?
      Geogebra. Du wirst mir aber gleich haarklein auseinander setzen, warum die für deine Bedürfnisse nicht geeignet ist. Kannst du dir sparen, ich weiß schon, dass es da ein Haar in der Suppe gibt.

      O. Meier schrieb:

      Doch geht. Ich habe nie etwas Gegenteiliges behauptet. Allerdings würde ich ja dann das Smartboard nur wie ein Tafel nutzen, also den Nagel mit dem Mikroskop einschlagen. Wieviel Jahre Fegefeuer gibt es dafür bei euch?
      Du kannst das SMARTboard für Tafelanschriebe benutzen, magst du mir die Stelle zeigen, an der ich schrieb, dass das verboten ist und es dafür Fegefeuer gibt?
      Wenn du das SMARTboard jedoch als reinen Tafelersatz verwendest, ohne die anderen Möglichkeiten zu seiner Nutzung zu beachten, dann treten die Nachteile einer reinen SARTboard-Tafel natürlich verstärkt in den Vordergrund.

      O. Meier schrieb:

      Für die Lernwirksamkeit des Videoschnipsels (falls es eine solche gibt), dürfte es nicht soviel ausmachen, ob der Film analog oder didital abgespult wird. Und ob die Schüler mehr lernen, wenn der Film am Smartboard läuft, weiß ich auch nicht. Also nimmt man das, was am besten verfügbar ist. Wenn ich also einen Videowagen mit Fernseher und Player einfach reinrollen kann und schon läuft der Film, bin ich vielleivht besser bedient, als mit einm Laptop, den ich erst noch an den Beamer, den ich mir hier und da ausleihen muss, anschließen muss. Wenn etwas im Klassenraum verfügbar ist, also fertig angeschlossen und betriebsbereit, ist's mir reichlich egal, was es ist. Es ist das am einfachsten verfübare Medium, ich nehme es. Nichts, was für Smartboards spricht. Nur ein Argument für Verfügbarkeit.
      Jo. Ich trage mich für den Medienwagen ein. Dann stelle ich fest, dass der Medienwagen nicht an seinem Aufbewahrungsort ist, weil ein anderer Kollege ihn geschnappt hat, ohne in die Buchungsliste zu schauen. Dann suche ich den Medienwagen, finde ihn, streite kurz mit dem Kollegen, gewinne und schieb' das Teil durch das halbe Haus in meine Klasse (Vorsicht mit den ganzen Kabeln!), wo ich nun 10-15 Minuten zu spät erscheine. Alles wird angestöpselt, die Geräte gestartet und... ja toll, Batterien der Fernbedienung leer/fehlen. Schüler wird ins Schulbüro geschickt... ("Die haben keine Batterien!"), zum Hausmeister ("Der hat keine Batterien!"), den Geräteadmin suchen ("Der hat Batterien im Lager, wir sollen nach der Stunde mal fragen, weil der gerade selbst im Unterricht ist.")...

      Ende vom Lied: Nie wieder.

      Zum Vergleich beim SMARTboard: DCD rein, VLC-Player starten, Lautsprecher an, Film läuft, fertig.
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      O. Meier schrieb:

      Um un szu zeugen, wie sehr das Smartboard den Kassettenrecorder ersetzt. Das tut es nämlich nicht.
      Wo habe ich behauptet, dass das SMARTboard den Kassettenrecorder ersetzt? Du kannst alle heute gängigen Medien im Prinzip damit nutzen. Klar, es ersetzt nicht Kassettenrecorder, 8mm-Projektor oder Grammophon, aber wer braucht diese Dinge noch im regulären Schulbetrieb?

      O. Meier schrieb:

      Wo schreibe ich eigentlich, wenn ich den Film auf dem Smartieboard kurz unterbreche, weil es eine Stelle gibt, über die ich mit den Schülern sprechen möchte? Und vielleicht möchte ich auch zurückspulen und die Szene nochmal ansehen. Wo schreibe ich dann? Vielleicht ist ein Gerät, das alles andere ersetzt, doch nicht immer das beste.
      Mausklick --> Whiteboard --> schreiben. Schüler notieren mit. Mausklick --> Film geht weiter.
      Und bevor jetzt kommt "AHAAAA, ich kann also nicht den Film laufen lassen und gleichzeitig die Notizen offen haben! RIESENNACHTEIL!", ja das stimmt.
      Wo schreibst du eigentlich, wenn deine Tafel voll ist? Wischt du dann was weg? Das ist ja blöd, weil das ist dann ja weg. Beim Smartboard machst du entweder eine neue Seite auf oder scrollst. Damit ist alles immer noch da und wartet nur darauf, dass du darauf zurück kommst. Verlust wegen voller Schreibfläche gibt es beim Smartboard nicht.

      O. Meier schrieb:

      Können die Schüler damit etwas lernen, das sie sonst nicht lernen würden? Öernen sie etwas besser, schneller, nachhaltiger?
      Mein Unterricht gestaltet sich abwechlungsreicher, Methodenwechsel sind einfacher und effektiver. Ich bilde mir ein, dass das schon dem Lernprozess zu Gute kommt.

      O. Meier schrieb:

      Auch, dass jemand, mit dem Smartboard "mehr Möglichkeiten" hat, dass die Vorbereitung dann anders ist etc. sind nur Befindlichkeiten.
      Wie alle deine Ablehnungsgründe im Prinzip auch nichts weiter als Befindlichkeiten sind? :P
      Nenne es Befindlichkeit, wenn ich effektiver und zeitsparender arbeiten kann, macht das für mich viel aus.

      O. Meier schrieb:

      Zum einen heißt das, dass ich sie neu entwerfen muss. Warum sollte ich das tun wollen? Wo ist der didaktische Nutzen, der diese zusätzliche Arbeit aller Kollegen rechtfertigt? Es ist ein wesentlicher Aspekt unseres Berufes, dass mit der Dienstzeit nicht nur die Erfahrung wächst, sondern auch das Archiv. Ich würde gerne meine Unterrichtsplanungen an den Stellen überarbeiten, an denn ich bessere Idee habe (oder andere die hatten), wo ich festgestellt habe, dass es nicht optimal läuft etc. Ich möchte das nicht deshalb zu müssen, weil jemand die Tafeln abschraubt und die Medien nicht mehr passen. Ich möchte (auch durch ersparte Arbeit durch Recyclen von Unterricht) die Freiheit haben, etwas neues auszuprobieren. Ich möchte nicht durch technische Umstände dazu gezwungen sein.
      Da sind wir bei des Pudels Kern: "Geht nicht" ist also in Wirklichkeit doch eher "will nicht". Wer hätte das gedacht?

      O. Meier schrieb:

      Schnell 'was anschreiben, mal eben ein Beispiel zeichnen. Mache ich ständig.
      Ich auch, am SMARTboard ;)

      O. Meier schrieb:

      Und ich habe auch den Smartieboards eine Chance gegeben
      Schon alleine diese Verballhornung des Namens zeigt doch recht deutlich, dass du das nicht wirklich hast.

      O. Meier schrieb:

      Ja, sicher. Der Junkie hat das mit den Drogen voll im Griff. Sonst würde er ja keine nehmen.
      Du weißt genau, wie ich das meine und braucht mir meine Worte nicht im Mund umdrehen.

      O. Meier schrieb:

      Ich habe auch nicht behauptet, dass sie leiden. "Leid tun" meint etwas anderes.
      Dann tut mir leid, dass du den Möglichkeiten zu einer Verbesserung deines Unterrichts keinerlei Chance gibt.


      Soll ich dir mal sagen, wie ich das sehe? Da kam jemand mit etwas "neuem" um die Ecke, und das wurde schon mal generell kritisch-misstrauisch beäugt. Ein erster Blick hat gezeigt: Da kann ich nicht so mit arbeiten, wie ich das immer gemacht habe. Unterrichte auf das neue Medium anzupassen, hätte etwas Arbeit erfordert, deutlich mehr, als der morgendliche Griff ins Archiv. Wenn nun die SMARTboards flächendeckend eingeführt würden, würde ich gezwungen, meine Unterrichte allesamt umzuarbeiten, und das will ich nicht, ich habe weiß Gott besseres zu tun! Das Ding hat nur Nachteile (einige davon wurden in der Diskussion hier echt rührend konstruiert), brauchen wir nicht, wollen wir nicht.

      Ist auch nicht mein Job, dich oder irgendjemanden hier umzustimmen. Ich amüsiere mich nur darüber, dass ich anfangs genauso dachte, als ich aus dem Kreidezeit-Ref. an die Schule mit digitalen Whiteboards kam. "Ja, toll, kannst du ja nichts mehr so machen, wie du es im Ref gelernt hast!" war mein erster Gedanke :staun:
      Aber da mir nichts anderes übrig blieb, habe ich mich der Herausforderung gestellt und bin im Nachhinein froh darüber. Und wenn ich jetzt sehe, wie die LiVs, die ich ausbilde, vollkommen selbstverständlich mit den SMARTboard und ihren dadurch verfügbaren Ressourcen umgehen, bin ich da ganz gelassen. Die Total-Verweigerer werden immer weniger, das ist eine natürliche Entwicklung. Tut mir leid, aber die Kreidezeit ist vorbei und kommt auch nicht wieder 8)
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      Xiam, es mag nicht dein Job sein, irgendwen unzustimmen. Aber mit deinen Ausführungen hast du es geschafft.

      Ich bin bzgl. Smartboard auch eher skeptisch veranlagt (gewesen) - nach deinen Ausführungen sehe ich es aber jetzt offener als vorher. (Auch wenn wir an unserer kleinen Grundschule wahrscheinlich nie ein Smartboard kriegen werden. :). Ws sei denn, wir müssen mal alle Tafeln austauschen.

      In dem Thread soll es ja auch um den Einsatz von Smartboards als Alternative zur Kreidetafel gehen.
      Hat hier jemand BestPractice Beispiele für die Grundschule?

      Danke.

      Kl.gr.Frosch
      [img]http://www.tibet-initiative.de/images/tibetflag-ani.gif[/img]Free Tibet!!
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