Lehramtsstudium im fortgeschrittenen Alter (Mathematik/Informatik) für Gymnasien als Zweitstudium - Achtung lang

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    • Folge den Rat der anderen: gehe dringend an eine Schule vor Beginn des Studiums und arbeite als Vertretungslehrer oder mache ein Praktikum. Du wirst dann am besten sehen, ob du als Lehrer klar kommst. Du bist da nämlich Pädagoge , Sozialarbeiter, übernimmst viele Verwaltungsaufgaben, hast viel weniger Gestaltungsfreiheit, als du das annimmst, und bist mit einer vollen Stelle bestimmt nicht um 14 Uhr daheim. Die reine Wissensvermittlung ist nur ein Teilbereich und Mathe ist für viele SuS Angst - und Hassfach. Es ist überhaupt nicht mit dem Unibetrieb zu vergleichen.
      Die Art und Weise wie du deinen Text geschrieben hast, wäre von unserer Schülerschaft (Gym) so weit entfernt, die würden dich überhaupt nicht ernstnehmen.
    • MatthiasBln86 schrieb:

      Selbst ohne pädagogische Ausbildung behaupte ich, dass sich mit zielgruppengerechten Beispielen nach den Interessen der Schüler (z. B. "Spiele programmieren ist toll --> Android --> Betriebssysteme/Netzwerke --> Programmiersprachen --> Rechneraufbau) eine hohe Motivation erzielen lässt.
      Ich bin Informatiklehrer seit 2003. Und nur 2-mal (in Worten zwei) habe ich es geschafft, mit einer Klasse sowas ähnliches wie Spiele zu programmieren. Die meisten SuS scheitern schon daran eine Datei in ein anderes Verzeichnis zu kopieren.
      »...Aus Mettwurst machste kein Marzipan! «
      Bernd Stromberg
    • Philio schrieb:

      MrsPace schrieb:

      Als ob das jemals vorkommen würde...
      Von Eltern nicht, ich habe allerdings bisher noch nie Eltern meiner (volljährigen) Schüler kennengelernt, aber von Schülern schon … nicht von vielen, zugegeben, aber bei denen die sich bedanken freut es mich um so mehr. :)
      Deshalb mag ich BBS - Eltern haben idR eh meist nur erwas zu meckern. Wenn sie den Kontakt suchen, dann wenn ihnen etwas NICHT passt und nicht, um mal ein Dankeschön auszusprechen. Von BBS Schülern habe ich schön öfter ein Dankeschön gehört. Mag vielleicht daran liegen, dass ich häufig nach dem Grundsatz arbeite: Wer etwas will, bekommt von mir jede erdenkliche Hilfe und Möglichkeit. Wer nicht will, den lasse ich in Ruhe und hat Pech gehabt. Dir Bringschuld der SuS ist im BBS Bereich einfach eine andere als in Sek I. Wenn man sich die Kraft spart, die man in lustlose sus investiert, kann man umso mehr die wirklich motivierten fördern. Ich versuche nicht mehr mit größtmöglichem Krafteinsatz Themen zu finden, die alle sus "toll und spannend" finden. Solche findet man eh quasi nie. Wenn die Beziehungsebene stimmt, kann man sus aber auch dazu bringen, nicht so spannenden Stoff zu beackern. Nämlich dann wenn sie merken, dass sie Unterstützung und wohlwollen durch die Lehrkraft erfahren, wenn sie den Willen zur Mitarbeit zeigen. Häufig zieht das früher oder später auch die unmotivierten mit, wenn sie merken, dass die anderen es zu guten Ergebnissen bringen, auch wenn es thematisch schonmal zäh ist.
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      MatthiasBln86 schrieb:


      • Selbst ohne pädagogische Ausbildung behaupte ich, dass sich mit zielgruppengerechten Beispielen nach den Interessen der Schüler (z. B. "Spiele programmieren ist toll --> Android --> Betriebssysteme/Netzwerke --> Programmiersprachen --> Rechneraufbau) eine hohe Motivation erzielen lässt. Mit Aufzeigen warum genau dieses Thema relevant für den einzelnen Schüler ist oder sein kann (Berufswunsch) rechne ich mit einer zumindest erhöhten Motivation. Das mögen einige vielleicht als naiv empfinden, ich glaube dran.

      Hast du ein Praktikum gemacht? Arbeitsgruppen, Seminare, Wettbewerbe und Informatik Oberstufenkurse haben nicht viel mit dem normalen Tagesgeschäft gemeinsam.

      MatthiasBln86 schrieb:

      Ich bin seit 2014 Diplom Ingenieur (Wirtschatfsingenieurwesen). Quereinstieg geht leider nicht, da mir in beiden Fächern sehr viele Leistungspunkte fehlen.Selbst wenn es möglich wäre, würde ich ohne ein komplett studiertes Fach diese Option nicht nutzen.
      Vielleicht zu naiv, aber ohne aufgefrischte Mathekenntnisse (auch tiefergehende) stelle ich mich nicht vor 30 Schüler. Da ist mein eigener Anspruch auch zu hoch für.
      Hast du dir die berufsbildenden Schulen angeschaut? Mit Anfang 30 würde ich nicht noch einmal von 0 anfangen.

      Modal Nodes schrieb:

      Ich bin Informatiklehrer seit 2003. Und nur 2-mal (in Worten zwei) habe ich es geschafft, mit einer Klasse sowas ähnliches wie Spiele zu programmieren. Die meisten SuS scheitern schon daran eine Datei in ein anderes Verzeichnis zu kopieren.
      Ich hoffe ihr unterrichtet keine angehenden Fachinformatiker.
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      Modal Nodes schrieb:

      Die meisten SuS scheitern schon daran eine Datei in ein anderes Verzeichnis zu kopieren.

      Ja. Weiß auch nicht, woher immer diese Legenden herkommen, dass die Jugendlichen sich tausendmal besser auskennen als die Lehrer. In Einzelfällen kann das durchaus sein. In der Masse: Nein. In der Regel hat der durchschnittliche Kollege aber genauso wenig Ahnung wie die Schüler.
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      Hannelotti schrieb:

      Wer etwas will, bekommt von mir jede erdenkliche Hilfe und Möglichkeit. Wer nicht will, den lasse ich in Ruhe und hat Pech gehabt. Dir Bringschuld der SuS ist im BBS Bereich einfach eine andere als in Sek I. Wenn man sich die Kraft spart, die man in lustlose sus investiert, kann man umso mehr die wirklich motivierten fördern.
      Ein sehr guter Beitrag! Ich arbeite auch nur mit Schülern in der Oberstufe und was ich da manchmal an Energie in Schüler investiere, die eigentlich überhaupt keine Lust haben und dann am Ende des Schuljahres einfach abbrechen... Das mache ich in Zukunft aber nicht mehr. Klar, am Anfang versuchen, zu motivieren, aber wenn er beim 3. Mal nicht drauf anspringt, geb ich auch auf.
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      Modal Nodes schrieb:

      MatthiasBln86 schrieb:

      Selbst ohne pädagogische Ausbildung behaupte ich, dass sich mit zielgruppengerechten Beispielen nach den Interessen der Schüler (z. B. "Spiele programmieren ist toll --> Android --> Betriebssysteme/Netzwerke --> Programmiersprachen --> Rechneraufbau) eine hohe Motivation erzielen lässt.
      Ich bin Informatiklehrer seit 2003. Und nur 2-mal (in Worten zwei) habe ich es geschafft, mit einer Klasse sowas ähnliches wie Spiele zu programmieren. Die meisten SuS scheitern schon daran eine Datei in ein anderes Verzeichnis zu kopieren.
      Smartphones und Tablets sind ja auch viiiiiiiiel moderner und benutzerfreundlicher. Wer braucht da noch Computer? Was sind "Ordner"?
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      Morse schrieb:

      Smartphones und Tablets sind ja auch viiiiiiiiel moderner und benutzerfreundlicher. Wer braucht da noch Computer? Was sind "Ordner"?
      Dann kann man Fahrschülern auch beibringen, wie man eine Straßenbahn benutzt. Wozu muss ich wissen, wie man ein Auto fährt?
      »...Aus Mettwurst machste kein Marzipan! «
      Bernd Stromberg
    • Neu

      Morse schrieb:

      Smartphones und Tablets sind ja auch viiiiiiiiel moderner und benutzerfreundlicher. Wer braucht da noch Computer? Was sind "Ordner"?
      Generation "Wisch und Weg" hat zu Hause oft keinen klassischen Computer mehr, sondern nur noch ein Smartphone und eine Playstation. Die Verkäufe von PCs an Privathaushalte sind seit Jahren rückläufig.

      Karl-Dieter schrieb:

      In der Regel hat der durchschnittliche Kollege aber genauso wenig Ahnung wie die Schüler.
      Insofern behaupte ich einmal das Gegenteil: Der durchschnittliche Kollege hat mittlerweile mehr Ahnung als der durchschnittliche Schüler.

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

      "In theory there is no difference between theory and practice. In practice there is." (Yogi Berra)