Studien"finanzierung"

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    • xwaldemarx schrieb:

      Für einige, die es sich niemals leisten könnten aber schon.
      Ich verstehe das nicht. Wenn Eltern zu wenig Geld haben, um ihre Kinder zu unterstützen, erhalten diese Bafög oder können ein anderes Darlehen aufnehmen. Dann ist die Zeit für die Eltern nicht mies. Die Schulden zurückzahlen muss der Student (so wie ich auch).
      Be happy for this moment. This moment is your life.
    • Mein Vater ist selbstständig. BAfög bekomme ich keins.
      Meine Eltern müssen das Haus abbezahlen und haben Mitarbeiter, die auch dann geld wollen, wenn es mal nicht so optimal in der Firma läuft.

      Man kommt doch auch alleine gut klar. Zur Not dauert das Studium dann halt 1-2 Semester länger.
      „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern!“ - Nelson Mandela
    • lamaison2 schrieb:

      xwaldemarx schrieb:

      Für einige, die es sich niemals leisten könnten aber schon.
      Ich verstehe das nicht. Wenn Eltern zu wenig Geld haben, um ihre Kinder zu unterstützen, erhalten diese Bafög oder können ein anderes Darlehen aufnehmen. Dann ist die Zeit für die Eltern nicht mies. Die Schulden zurückzahlen muss der Student (so wie ich auch).
      Weil theoretische Grenzen und Freibeträge eben nicht immer die Realität abbilden.

      Von meinem Link vorhin.

      "Solltest du dir eine eigene Wohnung ohne derer Unterhalt finanzieren können, spricht selbstverständlich nichts dagegen. Auch wenn die Eltern über den
      Freibeträgen liegen, können sie in der heutigen Zeit oft nicht allzu viel für die eigene Wohnung oder die Ausbildung beisteuern, da die Realität abseits der Freibeträge i.d.R. ganz anders aussieht."

      Wie oft habe ich Eltern in der Schule die knapp über der Grenze liegen um Klassenfahrt etc bezahlt zu bekommen. Die haben dann auch oft massive Probleme.
    • das ist der Punkt...
      Wenn Eltern "genug" haben, du als Studen also kein BaFöG bekämest, sie dich aber nicht finanzieren wollen, bleibt dir nur (ggf drastisches) Jobben oder der Weg vor den Kadi - letzterer ist zwar idR erfolgreich, aber dann brauchst du dich bei deinen Eltern auch nie wieder blicken zu lassen. Willst du es dir also nicht verscherzen...
      "Schwierig" wird das dann, wenn du als erste(r) den akademischen Weg einschlagen willst... das braucht "Überzeugungsarbeit".

      Ich musste damals meinen Dad "ein wenig" bequatschen - für Logis, Taschengeld und mietfreies Wohnen in einem Appartement im Familienhaus, und nebenher hatte ich drei Gelegenheitsjobs, die sich glücklicherweise gut gerechnet haben (also nix a la Kellnern, da stimmt das Lohn/Zeit-Verhältnis nicht). Zur Uni bin ich gependelt - es war "machbar".
      Aber mittlerweile ist einiges "schlimmer" geworden, vor allem wenn man an die Mieten (gerade in Unistädten) denkt...
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Miss Jones ()

    • Wollsocken80 schrieb:

      @Anja82 Du bist Deinen Eltern gegenüber erst unterhaltspflichtig mit einem Jahreseinkommen von über 100k €. Ich musste selbst mit einem schweizer Einkommen nicht offiziell zahlen und ja, ich musste einmal alle Unterlagen offenlegen. Natürlich habe ich meine Mutter trotzdem finanziell unterstützt.
      ich kenne nur die monatlichen Grenzen. finanztip.de/elternunterhalt/

      "Ob Kinder tatsächlich Elternunterhalt zahlen müssen, hängt von deren Einkommen und Vermögen ab. Vom bereinigten Nettoeinkommen wird ein Selbstbehalt von mindestens 1.800 Euro abgezogen. Der erhöhte Selbstbehalt für eine Familie liegt bei 3.240 Euro."
    • Ich habe im Studium den BAfÖG Höchstsatz bekommen, zusätzlich noch Halbwaisenrente und Kindergeld. Gewohnt habe ich im Studentenwohnheim für knapp unter 200€ im Monat (allerdings mit gemeinschaftlich genutzten sanitären Einrichtungen und Küche), kein Internet, dafür aber ein Gemeinschaftstelefon, Marke "Telekom-Grau", auf dem Gang an der Wand festgeschraubt (ja, das war schon in diesem Jahrtausend – kein Witz!).
      Gearbeitet habe ich nicht nebenher, sondern versucht, sparsam mit meinen Mitteln auszukommen, dafür aber in Regelstudienzeit fertig zu werden (habe ich fast geschafft, 11 statt 10 Semester).
    • Scooby schrieb:

      Miss Jones schrieb:

      also nix a la Kellnern, da stimt das Lohn/Zeit-Verhältnis nicht
      Jetzt wird's zwar etwas offtopic, aber mit den mitunter durchaus großzügigen Trinkgeldern und der Bereitschaft, abends auch mal länger zu bleiben, war das mit der bestbezahlteste Nebenjob, den ich je hatte...
      Bei uns waren die Kellnerjobs rar gesäht und man flog sehr schnell wenn man mehr als 4,50€/h verlangt hat. Hab halt einfachste viele Studenten auf zu wenig stellen.
      Ob ein Weg sich lohnt gegangen zu werden weiß man erst wenn man ihn gegangen ist. - Peregrinatio maiores Weisheit

      1. Wenn dir Jammern hilft, ist das in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, das du bei der ganzen Jammerei Eines nicht vergisst: Es interessiert niemanden. Beweg dich oder bleib stehen, aber gib niemals jemand anderen die Schuld für deinen Stillstand. (Kapa)
    • lamaison2 schrieb:

      Was war die schönste Zeit in meinem Leben? Die Studentenzeit. Und die wäre in meinem Kinderzimmer sicher anders ausgefallen.
      Das habe ich nie verstanden. Gut, du erwähntest die 3 Uhr morgens und deinen Vater.
      Aber für viele war das Studentenleben eine Zeit zum Party machen. Das ist wohl ein Mentalitätsunterschied. Für mich war studieren wie ein Job der erledigt werden musste, so schnell wie möglich.

      Das Problem mit den hohen Mietpreisen wird in den Uni-Städten ja nicht besser. Aber dies ist ja vor allem eine politische Frage, die nicht die Eltern ausbaden sollen.

      Wenn unsere Kinder in die Fußstapfen der Eltern treten, dann können sie die Fächer auch an der FernUni studieren. Manchmal muss man sich auch an die Gegebenheiten anpassen.
    • Fakt ist einfach, dass die Eltern immer am längeren Hebel sitzen. Zumindest, solange man noch finanziell von ihnen abhängig ist. Ich stelle mir vor, was passiert wäre, wenn ich meine Eltern wegen 120€ mehr im Monat verklagt hätte... (Wie viel die Eltern Unterhalt zahlen müssen, hängt nämlich unter Anderem vom Einkommen ab (Düsseldorfer Tabelle)! Es sind nicht pauschal 700€, wie weiter oben behauptet wurde...)

      Da wäre der Geldhahn von heute auf morgen zu gewesen... Zumal man sich als frisch gebackener Abiturient nicht unbedingt einen Anwalt leisten kann... Außerdem haben Eltern auch andere Mittel und Wege, sich durchzusetzen... Wer das nie erfahren hat, hat/hatte wohl Eltern die schon in Kinder- und Jugendzeiten nie Grenzen gesetzt haben... Auf der anderen Seite braucht man sich dann aber auch nicht wundern, wenn man Kinder hat, die derart moralisch verdorben sind, dass sie ihre eigenen Eltern verklagen würden...
    • Hat nicht unbedingt was mit moralisch verdorben zu tun.
      Gesetz den Fall das du als Student keinen Job findest um dich über Wasser zu halten und deine Eltern dich auch im geringsten nicht unterstützen wollen, ist die Chance doch recht hoch das man dann den verzweifelten Schritt geht und klagt. Vor allem dann wenn dies der einzige Ausweg zu seien scheint.
      Ein Freund von mir musste diesen Weg nehmen, da die Eltern ihm das Studium verwehren wollten. Er sollte erst eine Ausbildung zum Tischler machen um später das Familienunternehmen zu übernehmen. Wollte er aber nicht da er nicht nur handwerklich ungeschickt war sondern Medizin studieren wollte. Bafögamt hatte ihm dann mitgeteilt das er nichts kriegt. Er hat nach Studentenjobs gesucht aber keinen gefunden den er hätte ausüben können. Ohne räumliches sehen gegen hakt einige Sachen schwer bis gar nicht. Kellnern zB fiel deswegen flach.
      Weit von zu Hause war er nicht weg, die Eltern wollten aber 450€ Miete pro Monat, hatten ihm auch schon einen eigenen Kühlschrank ins Zimmer gestellt damit er nicht auf die Idee kommt “sich zu bedienen”. Die ersten zwei Semester hat er im Studienort bei Freunden übernachtet, das war ihm nicht nur unheimlich peinlich sondern auch sehr schwer für die Freunde weil er außer Lernen nur noch an Medikamentenstudien teilgenommen hatte um wenigstens ein bisschen beisteuern zu können. Nach dem zweiten Semester ohne Unterstützung und Hoffnung auf Besserung der Situation hat er dann geklagt, ein Freund der Familie hatte ihn kostenlos vertreten. Mittlerweile ist er Assistenzarzt und macht nen guten Job.
      Ob ein Weg sich lohnt gegangen zu werden weiß man erst wenn man ihn gegangen ist. - Peregrinatio maiores Weisheit

      1. Wenn dir Jammern hilft, ist das in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, das du bei der ganzen Jammerei Eines nicht vergisst: Es interessiert niemanden. Beweg dich oder bleib stehen, aber gib niemals jemand anderen die Schuld für deinen Stillstand. (Kapa)
    • Oh Mann... "moralisch verdorben" - in welcher Welt lebst du?
      Was sind dann "Eltern", die Kinder "produzieren", um Kindergeld zu erhalten (und "nicht arbeiten zu müssen")?
      Und... vermutlich kennst du solche Fälle nicht bis kaum, aber häufig passiert es gerade bei eher bildungsfernen/ländlichen Familienstrukturen, in denen es bisher keine Akademiker gab... da ist Null Verständnis, wie man solche "Rosinen im Kopf" haben kann, man mache gefälligst eine Lehre (oder heirate), und Schluss... was für zivilisierte Menschen vorvorgestrig klingt, ist mitten in Deutschland durchaus noch Realität.
      Wenn du daraus ausbrechen willst, insbesondere als Frau, hast du ggf nur den Staat als Verbündeten, und damit eben den Rechtsweg...

      Kapa schrieb:


      Scooby schrieb:


      Miss Jones schrieb:

      also nix a la Kellnern, da stimt das Lohn/Zeit-Verhältnis nicht
      Jetzt wird's zwar etwas offtopic, aber mit den mitunter durchaus großzügigen Trinkgeldern und der Bereitschaft, abends auch mal länger zu bleiben, war das mit der bestbezahlteste Nebenjob, den ich je hatte...
      Bei uns waren die Kellnerjobs rar gesäht und man flog sehr schnell wenn man mehr als 4,50€/h verlangt hat. Hab halt einfachste viele Studenten auf zu wenig stellen.
      ...dafür wäre ich nicht aufgestanden.
      Rechne mal eher mit Stundenlöhnen ab 40 DM...
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • MrsPace schrieb:

      700€ hätten meine Eltern im Leben nicht monatlich abdrücken können! Hätte ich auch niemals nicht verlangt!
      Wenn Du richtig liest, wirst Du sehen, dass das hier auch niemand von den Eltern verlangt, wenn die es nicht leisten können. Die ca. 700 € sind aber nun mal schlicht der Bedarf eines Studenten. Und zwar knapp gerechnet - aber immerhin gerechnet und nicht aus dem Kaffeesatz gelesen.
      Manch einer hält sich viel zugute auf seine aufrechte Haltung - und hat doch nur einen Stock im A...
    • Kapa schrieb:

      Hab halt einfachste viele Studenten auf zu wenig stellen.
      Dunkel Sinn Rede Deiner ist.
      Manch einer hält sich viel zugute auf seine aufrechte Haltung - und hat doch nur einen Stock im A...
    • MrsPace schrieb:

      wenn man Kinder hat, die derart moralisch verdorben sind, dass sie ihre eigenen Eltern verklagen würden...
      Kommt bitte mal von Euren hehren Mittelschichtidealen ein bisschen runter, von wegen viertes Gebot und so. Es spricht in der Tat für Euch und Euer Verhältnis zu den Eltern, wenn Ihr es Euch so gar nicht vorstellen könnt, die eigenen Eltern zu verklagen. Manchmal geht es aber nicht anders. Ich hatte im Studium mehrere Bekannte, die diesen Weg gehen mussten und (in Eurer Vorstellung wohl) moralisch verkommen genug waren, das auch zu tun. Es ging in allen diesen Fällen nicht darum, dass die Eltern nicht zahlen konnten, sondern dass sie nicht wollten; es handelte sich um zwei Ärzte und einen Unternehmer.
      Aber zugegeben: Wenn es soweit kommt, dann ist das Verhältnis vorher schon nicht viel wert.
      Manch einer hält sich viel zugute auf seine aufrechte Haltung - und hat doch nur einen Stock im A...
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