Özil als Symbol eines tieferliegenden Problems?

  • Man sollte nicht vergessen, dass Özil nur wegen des eigenen Geldbeutels sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden hat.
    Der ist halt Türke und hat damals einfach die falsche Entscheidung getroffen bzw. auf seinen Berater gehört. Das war einfach dumm gelaufen und ich bin froh, dass ich dem nicht mehr zuschauen muss.
    Wenn jetzt noch Grindel, Löw und Bierhoff den Abflug machen, könnte das mit dem deutschen Fußball wieder was werden...

  • Meine hinsichtlich des Ergebnisses völlig offene Frage ist nun, wie unsere Gesellschaft mit dem Phänomen, dass Menschen wie Özil offenbar zwischen den Kulturen gefangen sind dies ganz offensichtlich früher oder später zu erheblichen interkulturellen Konflikten führt, künftig umgehen soll.

    Ist das so? Muss es immer interkulturelle Konflikte geben? Ich kann nur erahnen wie es ist, in zwei Kulturen Wurzeln zu haben. Das größte Dilemma wird doch aber dadurch provoziert, dass das sehr oft nicht als Bereicherung bewertet wird, sondern als Problem.


    Ich möchte jedenfalls nicht in seiner Haut stecken, von türkischen Fans ausgepfiffen, von deutschen ebenfalls, persönliche Angriffe, Entzug von Werbeverträgen... sein Verhalten war sicher mäßig durchdacht allerdings sind Fußballspieler auch nicht gerade für politische Analysen berühmt.


    Viele Türken finden Erdogan super, das Problem liegt wohl eher woanders, als in mangelnder „Integration“.

  • Ist das so? Muss es immer interkulturelle Konflikte geben? Ich kann nur erahnen wie es ist, in zwei Kulturen Wurzeln zu haben. Das größte Dilemma wird doch aber dadurch provoziert, dass das sehr oft nicht als Bereicherung bewertet wird, sondern als Problem.

    Nö, es muss nicht immer zu Konflikten führen, Wurzeln in zwei Kulturen zu haben. Wenn wir über solche Integrationsprobleme diskutieren, haben wir in aller Regel keine Ostasiaten im Blick oder Inder oder Spanier oder Polen oder usw., sondern hauptsächlich Gruppen aus einem bestimmten Kulturkreis.

  • Es gab immer wieder verschiedene Texte für die spanische Hymne.

    Ich weiss, mein Kommentar war ironisch zu verstehen. Das Gewese um die Hymne finde ich einigermassen lächerlich. Ich frage mich gerade, wie viele von euch wohl spontan die deutsche Nationalhymne singen könnten? Ich könnte jedenfalls, auch die 1. Strophe der bayrische Hymne würde ich hinbekommen. Den schweizer Psalm dagegen kann ich nicht singen, obwohl ich mich dem Land, in dem ich lebe, durchaus verbunden fühle. Weiterhin frage ich mich, wie eigentlich ein Volk, das sich selbst so wenig Nationalbewusstsein zugesteht, wie die Deutschen, sich anmassen kann über einen wie Özil zu schimpfen?



    In den USA bist du dann US- Bürger, wenn du dort geboren bist. Es gibt dort ab 18 keine doppelte Staatsbürgeschaft - da musst du dich entscheiden.

    Das stimmt so nicht. US-Amerikanern im Ausland wird durchaus die Doppelbürgerschaft zugestanden. Ich kenne sogar mehrere US-amerikanische Doppelbürger. Ein interessantes Konzept verfolgen übrigens die Brasilianer. Da bekommst Du den Pass ebenfalls per Geburt, hast aber keine Chance, ihn wieder loszuwerden. Entscheiden müssen sich z. B. die Japaner, die geben ihren japanischen Pass ab, sobald sie eine neue Staatsbürgerschaft annehmen.



    So lange es eine doppelte Staatsbürgeschaft gibt, man hier keine Einwanderungspolitik betreibt und man das Wahlrecht hat für einen Staat, in dem man gar nicht lebt

    Ja nun. Auch auslandsdeutsche Doppelbürger behalten das Wahlrecht für Deutschland. So ist das eben mit der doppelten Staatsbürgerschaft. Aber weisst Du was ... ich finde in der Tat, Deutschland sollte die doppelte Staatsbürgerschaft wieder abschaffen. Ich würde dann meinen deutschen Pass sogar abgeben. Auch ein Mesut Özil sollte den deutschen Pass abgeben. Er ist Türke, der den deutschen Pass nur hat um viel Geld zu verdienen. Das kann er aber auch in irgendeinem Verein, dafür hätte er nicht in der deutschen Nationalmannschaft spielen müssen. Ob er dann wohl für Arsenal noch spielen könnte? Wie ist das denn mit der Arbeitserlaubnis für so einen Fussballspieler? Darüber habe ich noch nie nachgedacht ...

  • Man sollte nicht vergessen, dass Özil nur wegen des eigenen Geldbeutels sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden hat.

    Er ist Türke, der den deutschen Pass nur hat um viel Geld zu verdienen. Das kann er aber auch in irgendeinem Verein, dafür hätte er nicht in der deutschen Nationalmannschaft spielen müssen.


    Ist das bei Euch eine Feststellung, oder eine Kritik, dass er des Geldes wg. in der dt. Nationalelf spielt?

  • Ich weiss nicht recht. Ich finde es einfach eine seltsame Sache aus rein ökonomischen Gründen eine bestimmte Nationalität anzunehmen. Ebenso seltsam finde ich es, dass für solche Leute erleichterte Einbürgerungsbedingungen gelten, der entsprechende Staat seine Pässe also auch unter ökonomischen Gesichtspunkten vergibt. Ich weiss ja nicht wie das in Deutschland ist (abgesehen von den erleichterten Einbürgerungsbedingungen), aber den schweizer Pass kann man sich offiziell auch kaufen.

  • Ich finde es einfach eine seltsame Sache aus rein ökonomischen Gründen eine bestimmte Nationalität anzunehmen.

    Ok. Warum seltsam? In der Geschichte der Staatsbürgerschaft bzw. des Bürgerrechts ist das doch ganz normal. Man denke nur mal an das antike römische Bürgerrecht.
    Dass jemand aus anderen Gründen eine bestimmte Nationalität annimmt, ist meines Erachtens die seltene Ausnahme.


    Ebenso seltsam finde ich es, dass für solche Leute erleichterte Einbürgerungsbedingungen gelten, der entsprechende Staat seine Pässe also auch unter ökonomischen Gesichtspunkten vergibt. Ich weiss ja nicht wie das in Deutschland ist (abgesehen von den erleichterten Einbürgerungsbedingungen), aber den schweizer Pass kann man sich offiziell auch kaufen.

    Z.B. Ende der Neunziger gab es Sean Dundee, der per "Eilverfahren" in die dt. Elf eingebürgert wurde.
    Den Preis für eine dt. Staatsbürgerschaft habe ich auf Anhieb nichts gefunden, aber mit genügend Geld geht letztlich alles.
    "Auf Zypern sind es zwei Millionen Euro, auf Malta 1,15 Millionen, in Bulgarien eine Million, in Portugal, dem Pass-Discounter , reichen schon 500.000 Euro."
    (https://www.tagesschau.de/ausland/passhandel-101.html)

  • Ok. Warum seltsam? In der Geschichte der Staatsbürgerschaft bzw. des Bürgerrechts ist das doch ganz normal.

    Wenn das so ist, warum nur haben dann ungefähr alle Nationen dieser Welt so ein emotionales Problem mit der Einbürgerung ausländischer Mitbürger? Warum muss man dann im Regelfall eine Staatskundeprüfung ablegen und Sprachkenntnisse auf einem bestimmten Niveau vorweisen können? Es würde dann ja die berufliche Qualifikation völlig ausreichen um dem Staat nützlich zu sein und so den entsprechenden Pass zu bekommen.



    Wenn wir über solche Integrationsprobleme diskutieren, haben wir in aller Regel keine Ostasiaten im Blick oder Inder oder Spanier oder Polen oder usw., sondern hauptsächlich Gruppen aus einem bestimmten Kulturkreis.

    Du glaubst ja nicht, wie viele praktisch gar nicht integrierte Inder und Chinesen mir in Deutschland so untergekommen sind. Meine am schlechtesten integrierte Elternklientel hier in der Schweiz sind die Tamiler. Geschimpft wird aber am meisten über die Kosovaren. Komisch.

  • Wenn das so ist, warum nur haben dann ungefähr alle Nationen dieser Welt so ein emotionales Problem mit der Einbürgerung ausländischer Mitbürger? Warum muss man dann im Regelfall eine Staatskundeprüfung ablegen und Sprachkenntnisse auf einem bestimmten Niveau vorweisen können? Es würde dann ja die berufliche Qualifikation völlig ausreichen um dem Staat nützlich zu sein und so den entsprechenden Pass zu bekommen.


    Du glaubst ja nicht, wie viele praktisch gar nicht integrierte Inder und Chinesen mir in Deutschland so untergekommen sind. Meine am schlechtesten integrierte Elternklientel hier in der Schweiz sind die Tamiler. Geschimpft wird aber am meisten über die Kosovaren. Komisch.

    ehrlich? So problematische Tamilen? So unterschiedlich ist das eben, ich habe hier einige, und die sind sehr gut integriert... gerade mit diversen "Asiaten", also geographisch von Sri Lanka/Indien oder auch Persien beginnend weiter nach Osten habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht...

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • ehrlich? So problematische Tamilen? So unterschiedlich ist das eben, ich habe hier einige, und die sind sehr gut integriert... gerade mit diversen "Asiaten", also geographisch von Sri Lanka/Indien oder auch Persien beginnend weiter nach Osten habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht...

    Ja, was wird denn als "problematisch" empfunden? Ich hatte schon einige tamilische Eltern vor mir stehen, die nach zig Jahren in der Schweiz kein Wort Deutsch und auch sonst keine Landessprache sprachen. In der Deutschschweiz leben auch Italiener seit 30 oder 40 Jahren und sprechen kein Wort Deutsch. Das gibt es alles. Gerade Inder und Chinesen habe ich in Deutschland an der Uni als hochproblematisch bezüglich Integration kennengelernt. Bleiben und in Deutschland für ein gutes Gehalt arbeiten wollten sie aber alle. Will man solche Leute wirklich im Land haben? Die Interessen der Staatsvertreter und der Bevölkerung scheinen mir da recht weit auseinander zu gehen.

  • ich denke da haben wir alle unterschiedliche Erfahrungen, @Wollsocken80...
    Eltern, die wirklich nach Jahren in Deutschland kein Deutsch können oder zumindest daran arbeiten habe ich fast ausschließlich aus Levante- oder Maghrebstaaten erlebt. Sicher, Manchen fällt es leichter als anderen, aber selbst bei solchen, die wirklich erhebliche Schwierigkeiten haben, kann ich Fortschritte feststellen - langsam, aber immerhin (in die Kategorie fallen vor allem einige Schwarzafrikaner).

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  • Mit Nordafrikanern habe ich nichts zu tun, da kann ich nicht mitreden. Inder und Chinesen findest Du traditionell viele an naturwissenschaftlichen Forschungsinstituten so ungefähr aller Unis dieser Welt, davon habe ich so einige kennen gelernt. Neben Deutschen und Italienern gibt es hier bei mir in der Region eben grössere Populationen an Balkanesen (vor allem Kosovaren), Kurden und Tamilern. Wobei die tamilischen Kindern an den Gymnasien sicherlich überrepräsentiert sind. Die Sache ist halt die ... Inder und Chinesen habe ich z. B. häufig als integrationsunwillig erlebt, ansonsten verhalten sich die Leute aber vollkommen unauffällig. Die leben vollkommen unspektakulär vor sich hin und keiner bekommt halt mit, dass die mitunter z. B. die Landessprache gar nicht beherrschen. Nützlich für den Staat sind sie allemal, solange sie arbeiten und Steuern zahlen. So ein Depp wie Mesut Özil hat eben den Fehler begangen, sich mit einem Herrn Erdogan fotografieren zu lassen und nun regen sich alle drüber auf. Ihr seid mir übrigens immer noch die Antwort auf die Frage schuldig, wie man sich als Deutscher über sowas so übel aufregen kann, wenn man selber doch auch gar kein deutsches Nationalbewusstsein pflegt.

    • Offizieller Beitrag

    Ich glaube, mit unserem eigenen Nationalbewusstsein hat das nichts zu tun.
    Wer sich primär als Deutscher ansieht, kann keinem türkischen Autokraten huldigen. Wenn man sich nicht mit Deutschland identifizieren kann oder will, dann respektiere ich das. Ob man wie Özil, der sich angegriffen fühlt, dann mit der Rassismuskeule kommen muss, wage ich jedoch zu bezweifeln. Den Fehler hat ER gemacht.


    Aus den Erfahrungen mit männlichen wie weiblichen türkischstämmigen Schülern kann ich sagen, dass die türkische und die deutsche Mentalität in einigen Bereichen schlichtweg unvereinbar sind. Da kann es dann kein "sowohl als auch" geben, ohne sich komplett unglaubwürdig zu machen, Rosinen zu picken oder eben einen Shitstorm zu provozieren wie Özil.

  • ...Bleiben und in Deutschland für ein gutes Gehalt arbeiten wollten sie aber alle. Will man solche Leute wirklich im Land haben? Die Interessen der Staatsvertreter und der Bevölkerung scheinen mir da recht weit auseinander zu gehen.

    Wie meinst du das? Wer hier verdient, zahlt auch hier Steuern, das ist die Hauptsache. Was tun denn Deutsche für ihr Land?


    Und Özil ist hier geboren, selbst sein Vater ist in Deutschland geboren. Was soll man denn machen, um sich zu integrieren?



    ...oder wie Herr Özil mal sagte: „Ich habe in meinem Leben mehr Zeit in Spanien als in der Türkei verbracht – bin ich dann ein deutsch-türkischer Spanier oder ein spanischer Deutsch-Türke? Warum denken wir immer so in Grenzen? Ich will als Fußballer gemessen werden – und Fußball ist international, das hat nichts mit den Wurzeln der Familie zu tun.“

    Einmal editiert, zuletzt von Krabappel ()

  • Wie meinst du das? Wer hier verdient, zahlt auch hier Steuern, das ist die Hauptsache. Was tun denn Deutsche für ihr Land?


    Und Özil ist hier geboren, selbst sein Vater ist in Deutschland geboren. Was soll man denn machen, um sich zu integrieren?

    Ja, genau das sind eben die Fragen, die ich mir ja auch stelle. Warum regt ganz Deutschland sich so über Özil auf? Gibt es überhaupt das "tieferliegende Problem", das @Bolzbold hier anspricht? Oder haben einige nur unberechtigte Befindlichkeiten? Reicht es einfach da zu sein und Steuern zu zahlen ohne an irgendeiner Art von Sozialleben teilzuhaben? Gilt das nur für Migranten oder gilt das eigentlich auch für Deutsche? Auch ein Mesut Özil spricht übrigens nicht fehlerfrei Deutsch. Ich frage mich, ob er wohl fehlerfrei Türkisch spricht?

  • ich glaube das problem ist nicht, ob Özil Türke, Deutscher oder sonstwas ist, sondern die Tatsache, sich mit einem solchen menschenverachtenden Arschloch wie Erdogan "positiv" ablichten zu lassen.
    Ich halte jeden, der sowas tut, für schlicht dämlich. Und die Aktion für unverantwortlich, wenn derjenige jemand ist, den irgendjemand als Vorbild sehen könnte.
    So.
    Daran ist nichts "national" oder sonstwas.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Ich glaube, mit unserem eigenen Nationalbewusstsein hat das nichts zu tun.

    Doch, das glaube ich schon und ich meine, das geht schon aus Deinem nächsten Satz hervor:



    Wer sich primär als Deutscher ansieht, kann keinem türkischen Autokraten huldigen.

    Die Deutschen tun sich aber nun mal schwer mit dem Deutschsein. Kann man da einem Mesut Özil abverlangen, dass er sich primär als Deutscher sieht, nur weil er einen deutschen Pass hat?



    Aus den Erfahrungen mit männlichen wie weiblichen türkischstämmigen Schülern kann ich sagen, dass die türkische und die deutsche Mentalität in einigen Bereichen schlichtweg unvereinbar sind.

    Meine Erfahrungen beschränken sich mehrheitlich auf türkischstämmige Kurden und die erlebe ich wiederum als sehr gut integriert. Wenn Du nun aber diese gravierenden Mentalitätsunterschiede beobachtest, was soll denn Deiner Meinung nach mit solchen Leuten geschehen? Sollen die den deutschen Pass abgeben oder reicht es eben im Zweifelsfall doch unintegriert Steuern zu zahlen?

  • ich glaube das problem ist nicht, ob Özil Türke, Deutscher oder sonstwas ist, sondern die Tatsache, sich mit einem solchen menschenverachtenden Arschloch wie Erdogan "positiv" ablichten zu lassen.
    Ich halte jeden, der sowas tut, für schlicht dämlich. Und die Aktion für unverantwortlich, wenn derjenige jemand ist, den irgendjemand als Vorbild sehen könnte.
    So.
    Daran ist nichts "national" oder sonstwas.

    Nein, ich glaube diese Sichtweise ist zu naiv. Ich bin durchaus Bolzbolds Meinung, dass Özil selbst vielleicht das mit dem Autokraten gar nicht recht überreisst. Dem ging es primär um die Sache mit dem Respekt gegenüber dem türkischen Staatsoberhaupt. Und zumindest in den deutschen Medien wird es so dargestellt, als sei das für die deutsche Fussballnationalmannschaft ein Problem gewesen. Weil ein Fussballnationalspieler offenbar in irgendeiner Art und Weise das Land repräsentiert, für das er auf dem Rasen rumläuft. Ich finde das ja per se absurd, aber so wird es in der Presse eben dargestellt.

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