Zweifel am Lehrerberuf

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    • Kann es durchaus...
      wieder nur meine Erfahrung, aber die Klientel "behütete Dorfschule" wäre zB so gar nicht meine. Was wem liegt, ist eben unterschiedlich.
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    • Morse schrieb:

      Also zumindest in B.-W. scheint das so zu sein. Urbanisierung ist ja aber ein allgemeiner Trend, auch in Deutschland, wo 'sogar' Familien mit Kindern in die Städte abwandern.
      Das ist schon ein Trend, der sich auch derzeit in den Schulen bemerkbar macht. Die Klassen in meiner Stadt sind rammelvoll, teilweise sogar über dem Teiler, weil gar kein weiterer Klassenraum zur Verfügung stünde. Da wird zwar mittelfristig etwas angebaut, teilweise auf Kosten des Pausenhofs, aber ein grundsätzliches Ende ist da nicht absehbar. Irgendwann wird es von der Grundschule, wo es sich derzeit meiner Ansicht nach besonders abzeichnet, hoch in die weiterführenden Schulen schwappen.
      Dann schaue ich mir mal die ganzen Dorfgrundschulen an, an denen ich mich so überwiegend tummel. Da hat man auch mal eine Klasse mit 24 SuS oder eine schwierige Klasse dazwischen, aber auch oftmals Klassen von nur 15 SuS mit recht guten Manieren. Das ist sehr angenehm.
    • StudentXYZ schrieb:

      Hallo Forum,

      ...
      Vorneweg: Meine Motivation, Lehrer zu sein, entstand nicht durch die üblichen idiotischen Klischee-Gründe a la Verbeamtung, Pension, Ferien, etc. Das nur zur Klarstellung. Ich wollte Lehrer werden, weil ich zum einen gerne einen Beruf ausüben möchte, der einen "Sinn" hat, also einen gesellschaftlichen Nutzen (Ich könnte zB niemals etwas machen, bei dem es rein um irgendwelche wirtschaftlichen Interessen geht). Zum anderen glaube ich, dass ich durchaus ein paar Voraussetzungen für den Job habe. Ich habe Spaß daran, Wissen weiterzugeben. Ich bin gelassen, humorvoll und arbeite gern mit Menschen. ...

      Ich will dir als Erstes sagen, dass ich das die beste Motivation für den Lehrerberuf finde (die andere gibt es leider auch). Insofern fände ich schade, wenn du hinschmeißt.

      Deshalb will ich dir als Zweites sagen, dass zwar viele der von dir genannten negativen Seiten des Lehrerberufs stimmen, dass aber erstens jeder Beruf seine Schattenseiten hat und dass man zweitens auch durch diese "Missstände" seinen Weg finden kann. Das sind jedoch sehr viele Faktoren, die eine Rolle spielen, was ich hier nicht alles referieren kann. Eine Schulleitung, die hinter dir steht, ist schon mal die halbe Miete.

      Was ich allerdings auch wiederholt erlebt habe, sind Kollegen (grundständige Lehrer und Seiteneinsteiger gleichermaßen), die an den Schülern scheitern. Auch hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Ein gut vorbereiteter Unterricht ist hier die halbe Miete. Nur unterscheiden sich auch da schon die Vorstellungen, was ein guter Unterricht überhaupt sei - auch und gerade zwischen Studienseminar und erfahrenen Kollegen vor Ort, die alle auch nie die gleiche Meinung dazu haben. Was ich aber eigentlich sagen wollte, ist, dass ich oft mit Kollegen gesprochen habe, die Probleme mit Schülern haben und irgendwie hat es nie gefruchtet. Deshalb glaube ich einerseits, dass es irgendwie eine Art "Lehrerpersönlichkeit" gibt, die man hat oder nicht und andererseits, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss und manche ihn leider nicht finden.

      Wie das bei dir ist, weiß ich nicht. Da will ich nur sagen: Gib nicht so schnell auf !!! Ich bin im Referendariat in einigen Klassen noch hoffnungslos verloren gewesen. Das passiert mir jetzt (eigentlich) nicht mehr. ;)
      Für alles gibt es ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.