unzufiedenstellende kurzfristig kommunizierte Unterrichtsverteilung

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    • unzufiedenstellende kurzfristig kommunizierte Unterrichtsverteilung

      Hallo zusammen,

      habe ein Problem: Habe eine neuen Stundenplan erhalten und einen 13-LK ohne Vorankündigung zugeteilt bekommen.

      Das dieser Batzen Mehrarbeit, den ich nun kurzfritig (ABI-Thema, Vorabi-Klausur etc.) stemmen muss, mir nicht sondderlich in den Kram passt, kann man sich wohl denken. Vor allem da mir dies in familiärer Hinsicht dieses Jahr echt wirklich sehr sehr schwer fällt. Bitte nicht missverstehen: Ich drücke mich selten vor Arbeit und bin auch im außerunterrichtlichen Bereich sehr aktiv. Bei einer eindeutigen Kommunikation vorab hätte ich eben ein Teil der Ferien zähneknirchend für entlastende Vorarbeiten genutzt.

      Ein konstruktives Gespräch hat bereits stattgefunden und vielleicht ändert sich diese Zuteilung noch. Aber was soll ich machen, wenn das nicht mehr geht?

      Konkret - auch für die Zukunft - gefragt: Welche Möglichkeiten habe ich in dieser Situation solch eine Zuteilung abzuwenden?

      Beste Grüße und danke für eure Hilfe
    • Odysseus schrieb:

      Ein konstruktives Gespräch hat bereits stattgefunden und vielleicht ändert sich diese Zuteilung noch. Aber was soll ich machen, wenn das nicht mehr geht?

      Konkret - auch für die Zukunft - gefragt: Welche Möglichkeiten habe ich in dieser Situation solch eine Zuteilung abzuwenden?
      Sorry, wenn das etwas pampig klingt. Aber als Sek II Lehrkraft (als die du letztlich auch bezahlt wirst) musst du wohl damit rechnen und der Dienstanweisung folgen, wenn du auch mal einen Leistungskurs zugeteilt bekommst. Wenn du es darauf anlegst, kannst du natürlich eine total miese Arbeit dabei leisten und hoffen, nie wieder so eingesetzt zu werden. Abwenden kannst du das ggf. auch je nach Bundesland durch eine freiwillige Abordnung ( so denn vorgesehen) an eine Schulform, die nur Sek I unterrichtet oder eine entsprechende Versetzung. In Frage kommen da ggf. Gesamtschulen ohne gymnasiale Oberstufe.

      Möglicherweise geht es dir aber auch nur um die sehr kurzfristige Bekanntgabe. Der Batzen Mehrarbeit relativiert sich gegen Ende des Schuljahres, wenn die Q2-Schüler gar keinen Unterricht mehr haben und die Abiturprüfungen zu einem guten Teil abgeschlossen sind. Die Einarbeitung in entsprechende Themen fällt auch bei anderen Jahrgängen an und ganz ehrlich...die Vorabiturklausur erstelle ich persönlich sicher nicht in der Sommerpause und auch noch nicht in den Herbstferien, sondern situativ passend zum entsprechenden Klausurtermin. Insofern stresst mich eine kurzfristige Übernahme eher weniger. Ich gebe aber zu, dass bei erstmaliger Übernahme eines Leistungskurses das Eindenken in die jeweiligen Themen und Arbeitsweisen sicher mehr Arbeit macht, als bei anderen Jahrgängen. Das relativiert sich aber nach 1-2x Durchlauf des entsprechenden Jahrgangs.

      Gut war sicherlich die Suche nach einem persönlichen Gespräch, welches oft hilfreich ist. Einen Anspruch auch Nichtzuteilung eines Sek II Kurses hast du aber nicht.
    • Hm, wie sieht denn der Stundenplan ansonsten aus? Ist er "kritisch", so dass man deswegen noch was erreichen könnte? Über den Lehrerrat.
      In NRW hätte der Lehrerrat die Aufgabe, den Schulleiter in Bezug auf den Stundenplan zu beraten. (Z.B. auf kritische Zusammenstellungen im Sinne der Lehrer hinzuweisen)

      Für die Zukunft könnte man also den Lehrerrat bitten, da ein Auge draufzuwerfen.
      Für jetzt: der Schulleiter entscheidet über die Unterrichtsverteilung. Und zwar so, wie sie für den Unterricht notwendig ist. Damit kannst du wohl im Nachhinein nicht mehr viel machen, sondern musst damit leben.

      Noch ein Wort zu dem "ohne viel Vorankündigung" - im Idealfall sollten Lehrer natürlich frühzeitig (vor den Ferien) über die Unterrichtsverteilung informiert werden. Wenn dann der Stundenplan geplant wird, kann es aber passieren, dass die angedachte Verteilung nicht möglich ist. Dann wird die Verteilung notfalls noch einmal geändert. Ist für den einzelnen vielleicht doof - ist aber so.

      kl. gr. frosch
      [img]http://www.tibet-initiative.de/images/tibetflag-ani.gif[/img]Free Tibet!!
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    • Der 13-LK bestand ja wohl auch schon im letzten Schuljahr als 12-LK. Im Allgemeinen werden solche Kurse doch so geplant, dass eine Lehrkraft diese durchgängig bis zum Abitur unterrichtet. Wenn nun kurz vor Schuljahresbeginn ein Wechsel der Lehrkraft stattfindet, dann bedeutet das meistens, dass irgendwas schief gegangen ist (Krankheit o.ä. der eigentlich vorgesehenen Lehrkraft).
      Und dann sucht die Schule nach jemanden, der das (mit Blick auf das gesamte System!) halbwegs verträglich übernehmen kann. Andere Kollegen können vielleicht aufgrund ihrer Fächerkombination nicht so leicht verschoben werden, sind bereits mit anderen Fächern im Abitur o.ä.
      Das ist für einen selbst natürlich eine Belastung - solange solche und ähnliche Belastungen über die Jahre hinweg auf mehrere Schultern verteilt werden, muss man eben auch mal in den sauren Apfel beißen. Du hast mitgeteilt, dass das für dich jetzt eine Belastung ist. Wenn es das nächste mal "Überraschungen" zu verteilen gibt, wirst du wahrscheinlich weiter unten auf der Liste der möglichen Kandidaten stehen.

      (Dass solche spontanen Belastungen entstehen und durch Kollegen übernommen werden, bekommt man als "normale" Lehrkraft manchmal gar nicht so mit. Es unterliegt ja vieles dem Datenschutz. Z.B. die noch nicht sichtbare schwangere Kollegin teilt mit, dass sie nach den Herbstferien aussteigen wird -> spontaner Fachlehrerwechsel im LK, damit da der Unterricht kontinuierlich stattfindet & die "Staffelübergabe" nicht im laufenden Schuljahr passiert. Kollege hatte Unfall o.ä. & hat jetzt einen entsprechenden GbB mit Verringerung der Stundenanzahl oder Vorgaben bzgl. Einsatz -> Verteilung der jetzt nicht mehr versorgten Klassen. ... Diese Umverteilungen in der Unterrichtsverteilung & die dazugehörigen Begründungen werden sicherlich nicht im Detail im größeren Rahmen vorgestellt und erläutert...)
    • Ich kann deine Verärgerung total nachvollziehen, außer es handelt es sich um die von Bear angeführten Gründe. Bei spontanen Veränderungen ist es klar, dass man einspringen muss. Handelt es sich aber um fehlende Planungsfähigkeiten der SL, würde ich mich auch aufregen. Ich bereite nämlich lieber einen Großteil in den Ferien vor als während des Schuljahres
    • Ich hatte meinen Stundenplan bisher nie vor den Ferien schon. Jetzt auch nicht, für mich ist noch gar nix geplant, weil ich einerseits nur noch 4 Wochen nach den Ferien da bin (wenn kein Wunder passiert) und andererseits die Schule auch nicht wissen konnte, ob ich noch da bin, da ich mich aufgrund der Situation natürlich zum Beginn des Schuljahres anderweitig bewerbe. Es könnte immer noch sein, dass ich zum Schuljahresbeginn schon woanders bin. Bin also auch mal gespannt, wie der Plan dann aussieht (schätze Vertretungsbereitschaft...).

      Den Plan erst nach den Ferien kriegen sehe ich aber generell als normal an, das betraf uns im Ref jedenfalls alle. Es finden ja auch Neueinstellungen teilweise noch kurzfristig in den Ferien statt. Ich seh das eher positiv, so kann ich die Ferien genießen und alles was ich mach ist meinen Arbeitsbereich ausmisten.
    • Ein LK spontan zu übernehmen ist sicherlich nicht toll, aber als S'II Lehrkraft muss man damit rechnen. Und ein LK hat den Vorteil, dass man mit 5 Stunden in dem Kurs ist und die SuS schnell besser kennenlernt. I.g. hat man so weniger Lerngruppen, was den Zeitaufwand auch minimieren kann. Ich habe lieber 5 Lerngruppen (mit 3 oder 5 stündigem Unterricht) als 10 Lerngruppen mit 2 stündigem Unterricht (selbst wenn es z.T. Parallelkurse sind).
      Und im Gegensatz zu einem Q2 GK muss man i.d.R. auch nicht so viele mdl. Abiprüfungen abnehmen (manche Fächer sind für mdl. Prüfungen ja prädestiniert).
      Außerdem ist es doch auch schön mal eine neue Herausforderung (einen LK) zu bekommen, mit dem man auch mal auf einem fachlich höheren Niveau arbeiten kann und im Idealfall auch motiviertete SuS hat als in einem GK (die z.B. Physik nur als "Notlösung" haben (besser als Chemie oder Bio, aber eigentlich null Interesse am Fach haben). Und etwas Neues zu machen ist doch auch genial.

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    • Odysseus schrieb:

      Welche Möglichkeiten habe ich in dieser Situation solch eine Zuteilung abzuwenden?
      Was meinst Du denn eigentlich mit "dieser Situation"? Ich vermute mal, dass es da um die von Dir vage erwähnte "schwierige familiäre Situation" geht? Sowas würde ich meiner Schulleitung einfach rechtzeitig kommunizieren und dann würde das zumindest bei uns fürs kommende Schuljahr berücksichtigt werden. Wenn Deine Schulleitung nun nicht wusste, dass es bei Dir zu Hause vielleicht gerade brennt, kann man ihr auch keinen Vorwurf machen, wenn sie spontan noch einen LK zuteilt. Klingt ja - wie bereits erwähnt - danach, als sei da ein Kollege unvorhergesehen ausgefallen oder sowas.

      Ansonsten ... Mir hat man vor 4 Jahren als damals noch Berufsanfängerin drei Schwerpunktfachkurse (vergleichbar mi einem LK) zugeteilt, letztes Schuljahr hatte ich dann noch einen vierten maturprüfungsrelevanten Kurs und hatte am Ende 54 schriftliche Arbeiten à 15 Seiten zur Korrektur. Sagen wir so ... ich bin in den 4 Jahren beruflich gesehen um sicher 10 Jahre gealtert. Ich finde das gut so. Wenn ich andere Kollegen so sehe, die nach 10 Jahren immer noch nur halb so viel Erfahrung haben wie ich ... Dann lieber so rum. Nimm so schnell wie möglich alles mit, was geht, dann hast Du später ein gechilltes Leben! :rose:
    • Nen LK hat zumindest schon einmal 5 Stunden und ist eine Vorbereitung und eine (für Englisch) meist angenehme Korrektur. Die SL sieht dich dann doch als einen Kollegen, der einen LK handeln kann, sonst würdest du da nicht eingesetzt werden. Des Weiteren hast du dann nach den Osterferien 5 Stunden weniger auf dem Konto. Immer positiv sehen, finde ich ;)
      "If you never try, then you'll never know" - Coldplay
    • TheChris schrieb:

      Des Weiteren hast du dann nach den Osterferien 5 Stunden weniger auf dem Konto
      Ich habe gerade mal nachgesehen. Bei uns sind es max 5 Wochen, in denen die 13er weg sind. In diesen Zeiten bekommen wir Vertretungsstunden. So wahnsinnig viel fällt für die Kollegen bei uns nicht aus, daher überzeugt mich das Argument eher wenig.

      Edit: Was ich noch vergessen habe: Die x Prüfungskonferenzen, an denen man als LK Lehrer teilnehmen muss, sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen.
    • Alterra schrieb:

      TheChris schrieb:

      Des Weiteren hast du dann nach den Osterferien 5 Stunden weniger auf dem Konto
      Ich habe gerade mal nachgesehen. Bei uns sind es max 5 Wochen, in denen die 13er weg sind. In diesen Zeiten bekommen wir Vertretungsstunden. So wahnsinnig viel fällt für die Kollegen bei uns nicht aus, daher überzeugt mich das Argument eher wenig.
      Edit: Was ich noch vergessen habe: Die x Prüfungskonferenzen, an denen man als LK Lehrer teilnehmen muss, sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen.
      Gut, mit den Prüfungskonferenzen gebe ich dir recht, wenngleich bei uns jeder bei diesen teilnehmen muss, da man ja auch mal spontan durch Krankheit in eine mdl. Prüfung muss bzw. mit ins Abi eingebunden wird.

      Naja- als Gegenargument. Ich spreche nun btw. für ein Hauptfach, welches sowieso jeder Schüler schriftlich belegen muss. Es ist sicher so, dass es riesen Unterschiede zwischen einem GK und einem LK Erdkunde gibt (hinsichtlich Korrekturbelastung). Da tut sich ein LK mit einem GK nicht viel, was die Korrektur angeht, eher gehe ich soweit zu sagen, dass der GK da mehr Korrekturzeit frisst, da das Sprachniveau der Schüler geringer sein sollte und die GKS in der Regel -genau wie die LKS- riesig sind. Und zu. den 5 Wochen (bei uns waren es dieses Jahr 11 Wochen, wo natürlich die Korrekturen zu erledigen sind sowie diverse Prüfungen) - eine Vertretungsstunde ist meines Erachtens mit einer gut geplanten Stunde nicht gleichzusetzen - außer du vertrittst natürlich eine erkrankte Kollegin. Dies spiegelt jedoch - wie alles obige - nur meine eigene Meinung dar ;)
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    • Lemon28 schrieb:

      Den Plan erst nach den Ferien kriegen sehe ich aber generell als normal an, das betraf uns im Ref jedenfalls alle. Es finden ja auch Neueinstellungen teilweise noch kurzfristig in den Ferien statt. Ich seh das eher positiv, so kann ich die Ferien genießen und alles was ich mach ist meinen Arbeitsbereich ausmisten.
      Das würde ich nicht unbedingt so positiv sehen. Wenn man an einer Schule arbeitet, an der nur morgens Unterricht stattfindet, mag das alles schön sein, aber bei einem Ganztagsbetrieb werden fehlende bzw. sehr spät erscheinende Dienstpläne schon echt nervig, weil man sein Privatleben ja um den Plan drumherum baut.

      Oder wie würde es Dir gefallen, wenn der Stundenplaner sagt: "Ja, den Stundenplan bekommen sie erst nach den Ferien, halten sie sich schon einmal grundsätzlich die Zeit Mo-Fr 7.30-21 Uhr und Sa 7.30-16 Uhr für Einsätze frei."
      Ich denke, daß die Meisten hier dann im Quadrat springen würden. ;)
    • Lemon28 schrieb:


      Den Plan erst nach den Ferien kriegen sehe ich aber generell als normal an, das betraf uns im Ref jedenfalls alle. Es finden ja auch Neueinstellungen teilweise noch kurzfristig in den Ferien statt. Ich seh das eher positiv, so kann ich die Ferien genießen und alles was ich mach ist meinen Arbeitsbereich ausmisten.
      Ich würde es schwierig finden. Ich nutze die Ferien (und damit alle Ferien) in der Regel, um meinen Unterricht vernünftig vorzubereiten, um mich dann im Schuljahr zu entlasten. Habe meist eine hohe Korrekturbelastung und somit mach ich mir das Leben dann leichter. Ohne Druck macht das auch Spaß, kreativ an die Sache gehen zu können.
      "If you never try, then you'll never know" - Coldplay
    • Ich hatte meine Stundenzuteilung bereits im Februar und meinen Stundenplan im Mai. Neue Kollegen werden bei uns in der Regel zum Semesterwechsel und dann aufs kommende Schuljahr unter Vertrag genommen. Selten kommt es mal vor, dass jemand krankheitsbedingt ausfällt, dann muss die Stellvertretung eben den bestehenden Stundenplan übernehmen. Es gibt einiges, das durch die frühe Kommunikation des Arbeitsauftrages überhaupt erst möglich wird. So benötigen unsere Biologen z. B. fürs Praktikum Organe, die rechtzeitig beim Schlachthof bestellt werden müssen. Eine frühzeitige Terminierung der Praktika ist dafür unerlässlich. Ich wüsste auch nicht, wie wir unser Selbstlernsemester für die 3. Klassen organisieren sollten, wenn im gleichen Semester noch zwei weitere Jahrgangsstufen Sonderwochen haben, die geplant werden wollen. Das Lagerhaus für meine 1. Klasse hatte ich auch im März schon gebucht. Jetzt bekäme ich schlichtweg keins mehr.
    • TheChris schrieb:

      Gut, mit den Prüfungskonferenzen gebe ich dir recht, wenngleich bei uns jeder bei diesen teilnehmen muss, da man ja auch mal spontan durch Krankheit in eine mdl. Prüfung muss bzw. mit ins Abi eingebunden wird.
      Bei uns müssen nur die LK-Lehrer teilnehmen, bei euch alle im Abi Involvierten? Dann zieht mein Argument wirklich nicht bei euch :)