Wozu Kopfnote "Mitarbeit?"

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    • Wozu Kopfnote "Mitarbeit?"

      Hier mal eine Frage als Mutter: Die wichtigste Information der ganzen Fachlehrer, die ich auf den Elternabenden meiner Kinder immer erhalte, ist, wenn die einzelnen Lehrer nacheinander erscheinen, sich kurz vorstellen und verkünden, wie viel bei ihnen jeweils mündlich zu schriftlich zählt (bezieht sich jetzt auf Gymnasium BaWü). Meistens geht es so: "Hallo, ich bin der Herr sowieso, ich unterrichte ihre Kinder in Mathe. Mündlich zu schriftlich zählt bei mir ...." Meistens ist es ist es 40:60.

      Mündliche Note beinhaltet in meinen Augen Mitarbeit, also qualitativ gesehen gute Beiträge, Hausaufgaben, Engagement. Wozu gibt es noch zusätzlich die Kopfnote Mitarbeit? Und die ist oft besser, als die mündliche Note.
      Be happy for this moment. This moment is your life.
    • Also bei mir beinhaltet die mündliche Note nicht die Mitarbeit, weil die Mitarbeitsnote eben am Ende des Jahres als Kopfnote erteilt wird.

      Ich erhebe mündliche Noten auch nur noch in Form von Einzelleistungen.

      Daher finde ich die Mitarbeitsnote als Kopfnote schon gerechtfertigt.

      Bin auch in BW, allerdings am BG.
    • MrsPace schrieb:

      Also bei mir beinhaltet die mündliche Note nicht die Mitarbeit, weil die Mitarbeitsnote eben am Ende des Jahres als Kopfnote erteilt wird.

      Ich erhebe mündliche Noten auch nur noch in Form von Einzelleistungen.

      Daher finde ich die Mitarbeitsnote als Kopfnote schon gerechtfertigt.

      Bin auch in BW, allerdings am BG.
      Wie erhebst du die zum Beispiel? Gezieltes Abfragen?



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    • lamaison2 schrieb:

      MrsPace schrieb:

      Also bei mir beinhaltet die mündliche Note nicht die Mitarbeit, weil die Mitarbeitsnote eben am Ende des Jahres als Kopfnote erteilt wird.

      Ich erhebe mündliche Noten auch nur noch in Form von Einzelleistungen.

      Daher finde ich die Mitarbeitsnote als Kopfnote schon gerechtfertigt.

      Bin auch in BW, allerdings am BG.
      Wie erhebst du die zum Beispiel? Gezieltes Abfragen?



      Kurzvorträge, Referate, mündliche Prüfungen, Abfragen, Vorstellung der Hausaufgaben, Lesenoten

      Mit Tablets: Voice-Overs über vorgegebene Bilder-Strecke, Erklärvideos, Lernvideos; auch hier Lesenote in der Form, dass die Schüler eine Audiodatei mit ihrem vorgelesenen Text abgeben müssen; ich lasse Kurzvorträge auch Filmen, damit ich sie mir öfter anschauen kann.

      In der Oberstufe muss zum Beispiel jeder Schüler einmal im Jahr einen Kurzvortrag über die Woche bei CNN 10 machen. Weiterhin ist mindestens ein Referat pro Jahr fällig, manchmal auch mehr. Eine mündliche Prüfung (auch mal im Tandem) ist in der Regel auch drin. Und dann sind das schon drei mündliche Noten pro Jahr. Das reicht mir in der Regel um zu einer Gesamteinschätzung zu kommen.
    • Ich wollte nicht gefilmt werden....Hört sich nach viel Arbeit an. Ich bekomme schon auch mit, dass das bei verschiedenen LuL mit mehr oder weniger Aufwand betrieben wird.

      Interessant finde ich immer noch, wie dann die Mitarbeitsnote zu Stande kommt. Stimmen die LuL ab? Geht es tatsächlich um Quantität?
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    • lamaison2 schrieb:

      Ich wollte nicht gefilmt werden....Hört sich nach viel Arbeit an. Ich bekomme schon auch mit, dass das bei verschiedenen LuL mit mehr oder weniger Aufwand betrieben wird.

      Interessant finde ich immer noch, wie dann die Mitarbeitsnote zu Stande kommt. Stimmen die LuL ab? Geht es tatsächlich um Quantität?
      Also ich finde, die Arbeit hält sich in Grenzen. Sagen wir mal so ein Voice-Over geht pro Schüler drei Minuten. Dann bin ich bei 30 Schülern bei ca. 90 Minuten reine Hörzeit.

      Ich habe sehr detailierte Deskriptoren und ordne die Schüler dann da ein. Geht eigentlich relativ fix. Zwei Stunden, zweieinhalb Stunden maximal.

      Bei Referaten ist es noch komfortabler. Da stelle ich die Note quasi on the spot fest.

      Die Schüler erkennen sehr schnell, dass Ihnen so ein detailiertes Feedback zum Video sehr viel hilft und machen das dann gerne. :)

      Bei der Mitarbeitsnote geht es bei mir nicht nur um Quantität. Ich beobachte auch ob jemand seine Materialien dabei hat, im Unterricht aufmerksam oder abgelenkt ist, etc.

      Bei uns läuft das so, dass jeder Kollege seine Mitarbeitsnote in eine Vorschlagsliste einträgt und der Klassenlehrer dann die Gesamtnote festlegt.
    • Morse schrieb:

      Gibt es irgendeine Schulart irgendeines Bundeslandes, in dem die Kopfnoten mehr sind als eine Info für Eltern und Betriebe, also z.B. im Abschlusszeugnis genannt werden oder in einen Schnitt einfließen?
      In Niedersachsen auch. Arbeits- und Sozialverhalten tauchen im Abschluss- und Jahreszeugnis auf, ggf. mit einer Erläuterung in den Bemerkungen (bei Ausreissern nach oben/unten).
      Bei "selbst schuld" wird nicht gepustet!
    • Berufsschule93 schrieb:

      In Bayern aufjedenfall
      Gymnasium
      FOS/BOS
      Ich unterrichte seit mehr als drei Jahrzehnten an einem bayerischen Gymnasium. Was sind Kopfnoten? Auf unseren Zeugnissen steht nur ein kurzer Textbaustein.

      Marie Curie 2 schrieb:

      Das eine bewertet die Qualität, das andere die Quantität der mündlichen Beiträge.
      Ihr bewertet die Quantität der mündlichen Beiträge? Ich gebe sehr guten Schülern gerne 15 Punkte, selbst wenn sie sich nur auf Nachfrage beteiligen. Mich interessiert es nicht, ob Schüler ihre Materialien dabei haben und im Unterricht aufmerksam sind, solange sie die Leistung in der Klausur auf das Papier bringen.
    • Kopfnoten - Abschlusszeugnis: hm, war es nicht bei dem Kopfnoten-Versuch in NRW so, dass die Kopfnoten auf den Zeugnissen der Klasse 10 nicht stehen durften? Irgendwie ist mir so.

      kl. gr. frosch
      [img]http://www.tibet-initiative.de/images/tibetflag-ani.gif[/img]Free Tibet!!
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      Die meisten meiner Beiträge entstehen auf einer tablet-Tastatur. Da es dort kein haptisches Feedback gibt, schleichen sich schneller Tippfehler ein. Sorry.
    • "Gibt es irgendeine Schulart irgendeines Bundeslandes, in dem die Kopfnoten mehr sind als eine Info für Eltern und Betriebe, also z.B. im Abschlusszeugnis genannt werden oder in einen Schnitt einfließen?"


      "In Bayern aufjedenfall"

      ? echt?
      zu meiner bayerischen Zeit wurden völlig nichtssagende, extrem euphemistische Textbausteine für die Beurteilung der Kopfnoten herangezogen.
      Die Abstufungen waren dermaßen subtil, dass kaum ein Elternteil sich tatsächlich ein Bild machen konnte. Ist aber auch schon 7 Jahre her
      pingo, ergo sum