Von Einstellungschancen, Noten, Verbeamtung, Altersgrenzen und Sinnhaftigkeit

  • Liebes Forum,


    Noch bin ich nicht im Ref, aber kurz vorm Abschluss meines Lehramtsstudiums (Englisch & Deutsch). Mein vorraussichtlicher erster Stex-Schnitt wird so zwischen 1,4 (bestenfalls) und 1,8 schlechtestenfalls liegen, also für MEIN persönliches Notenverständnis ziemlich gut.


    Allerdings musste ich jüngst lernen, dass mein persönliches Notenverständnis wohl nicht allzu viel zu zählen scheint:
    Eine enge Freundin hat gerade das Ref in BaWü mit Chemie & Erdkunde beendet. Gesamtendnote 1,8. Wieder für MEIN Verständnis ein toller Schnitt.


    Jetzt hat sie sich an allg und beruflichen Schulen in ganz BaWü beworben, aber nirgendwo etwas gekriegt, weshalb sie jetzt für 1 Jahr an eine deutsche Schule in Bulgarien geht, und es dann das Schuljahr darauf wieder in BaWü versuchen will mit Bewerbungen.


    Mich hat das ziemlich schockiert. Zwar war ich nicht so leichtgläubig, nicht zu wissen, dass es zurzeit für Gymnasien nicht gut aussieht, doch dachte ich, dass das mit Erdkunde (und vor allem Chemie) für sie doch sicher besser sein wird als für mich mit Deutsch & Englisch.


    Jedenfalls hat sie mir ein bisschen was erzählt, was sie und ihre Mit-Referendare so alles mitbekommen haben bezüglich Aussichten und der einzige aus der Truppe, der gleich eine Stelle mit Aussicht auf Verbeamtung bekommen hat, war einer mit Kombination Physik/Mathe.


    Alle anderen sind (trotz zum Teil wirklich guter Endnoten) nur in Angestelltenverträgen bzw. befristeten Verträgen untergekommen.


    Ich mache mir hier nun ehrlich gesagt um meine eigene Laufbahn so langsam Sorgen. Englisch / Deutsch ist noch schlimmer. Habe das mal auf der Seite des KuMi eingegeben und es gab in ganz BaWü nur EINE einzige Schule, die exakt meine Kombi gesucht hat.


    Wenn ich davon ausgehe, dass ich im Ref vielleicht nicht unbedingt mit ner glatten 1,0 abschließen werde, dann wird mein finaler Endschnitt sicherlich schlechter als das erste Stex zwischen 1,5 und 1,8 sein. Meine Freundin meinte, alles, was nicht ne 1 vorm Komma hat, könnte ich (zumindest noch bei meiner Kombi) eh vergessen.


    Mich treibt das gerade ein wenig in eine kleine Sinnkrise - denn ich zweifel so langsam etwas die Sinnhaftigkeit meines eingeschlagenen Wegs ernsthaft an, wenn man jenseits der 1,5 ohnehin mehr oder weniger in die Röhre schauen kann. Ich persönlich finde eine 2,0 oder selbst eine 2,3 auch noch in Ordnung für ein abgeschlossenes Lehramt. Aber was weiß ich schon...


    Auch stehe ich gerade vor der Entscheidung (das habe ich aber in einem anderen Thread schon erwähnt), teilweise aufgrund meiner schlechten Kombi, teilweise auch wegen persönlicher Leidenschaft das Fach "Musik" noch im Anschluss an mein jetziges Studium dranzuhängen.


    Mit Musik sähen die Karten wohl etwas besser aus, so sagte man mir, allerdings treibt mich dann mein hohes Alter um, das ich beim Abschluss vom Musikstudium haben werde. Ich bin jetzt bereits 28. Ein komplettes Musikstudium wären nochmal laut Regelstudienzeit 12 Semester.


    Da würde ich mit ca 35/36 erst ins Ref starten können. Die Altersgrenze für Verbeamtungen in BaWü liegt bei 42 Jahren. Wenn ich davon ausgehen muss, dass man nach dem Ref ja gar nicht unbedingt gleich Stellen mit Aussicht auf Verbeamtung angeboten bekommt, sondern reine Angestelltenverträge, dann habe ich bis 42 gar nicht so arg viel Puffer mehr und würde es, je wie das Schicksal es will, vielleicht gar nicht mehr schaffen.


    Natürlich ist eine Verbeamtung nicht alles, aber doch ein nicht unerheblicher Teil beim Wunschziel Lehramt.


    All diese Aspekte machen mich gerade sehr unsicher. Einerseits weiß ich nicht, ob ich Musik noch anpacken soll (vorausgesetzt, ich schaffe es überhaupt, die Aufnahmeprüfungen zu bestehen) und nochmal so viele Jahre ins Land fließen zu lassen - andererseits weiß ich, dass ich mit Englisch & Deutsch, wenn ich nicht gerade ein 1,0-Abschluss im Ref hinlege, in die Röhre schauen werde.


    Und ich bezweifle, dass ich auf so eine Endnote kommen werde. Eigentlich sehe ich mich eher so im schlechtestenfalls 2,0er Bereich, was für mich selber immer noch super toll wäre.


    Jedenfalls beginne ich gerade so ein wenig zu realisieren, dass es wohl doch schlechter aussieht, als ich vermutet habe, wenn sogar meine Bekannte mit Chemie jetzt schon ins Ausland muss.



    Was meint ihr?

  • Erstmal du bist sehr gut wenn du solche Noten geschaft hast. Das du wahrscheinlich keine Stelle bekommen wirst, hängt nicht davon ab weil du zu "schlecht" warst, sondern das es einfach keinen Bedarf an deiner Fächerkombi gibt. Diesen Bedarf kann es aber in anderen Bundesländern geben (wie yestoerty anspricht) besonders wenn du nicht darauf bestehst am Gymnasium arbeiten zu müssen, sondern es dir auch vorstellen könntest an beruflichen Schulen oder Gesamtschulen zu arbeiten.


    Und deine Idee mit Musik ist doch gut, das ist denke ich auch in BAWÜ sehr gesucht. Müsstest du da unbedingt nochmal ins Referendariat? Bei uns in Bayern wäre das eine nachträgliche Erweiterung im gleichen Lehramt, wofür man nicht nochmal ins Referendariat muss.

  • Auf langfristige Sicht hin wäre mir das schon lieb.

    Gibt es bei dir die Möglichkeit dass du als fertiger Gymnasiallehrer an anderen Schularten, die hohen Bedarf haben, arbeiten kannst in BAWÜ? Oder "Umschulungsmaßnahmen"? Bei uns in Bayern kann man sich "umschulen" lassen zum Grund- oder Mittelschullehrer, behält aber seine Lehrbefähigung fürs Gymnasium und darf sich später immer wieder dafür bewerben.

  • Warum fragt man sich dass nicht wenn man mit der Fächerauswahl zu beginnt?


    Naja, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Was tun?
    Definitiv auch im beruflichen Schulwesen sich umschauen. Aktuell gibt es tatsächlich noch eine Stelle für Deutsch an der Gewerbeschule in Rottweil. Allerdings nur mit Zweitfach GK oder Religion. Aber immerhin zeigt es, dass eine Stelle für deine Fächerkombi schwierig aber nicht unmöglich ist.

  • Zählt die Note denn überhaupt irgendwas? Es kommt doch hauptsächlich darauf an, ob die Kombo gefragt ist oder nicht?!


    Mit Chemie/Erdkunde ist sie halt für die allermeisten BBS uninteressant. Chemie ist in der Regel nur zweistündig. Erdkunde gibt es gar nicht an den BBS.


    Deutsch/Englisch ist was ganz Anderes. Diese Fächer werden in jeder Schulart unterrichtet, sind daher sehr gefragt.


    Ich würde jetzt mal die Füße still halten und ganz normal Ref an den BBS machen. Da kommst du am ehesten unter, weil da eben der Bedarf da ist.


    (Bei uns würden sie dich mit Kusshand nehmen. Es mangelt laufend an Englisch!)

  • - du könntest auch ins Ausland gehen, das ist keine Notlösung, sondern eine gewinnbringende Erfahrung
    - du könntest in ein anderes Bundesland wechseln, es gibt viele, die dringend LehrerInnen suchen
    - du könntest die Schulart wechseln
    - du könntest einfach mal abwarten und dich bewerben, kein Mensch kann in die Zukunft gucken
    - du könntest Musik studieren, wenn das schon immer dein Traum war
    - du könntest die Verbeamtung innerlich ad acta legen: wenn’s klappt (sind ja noch 14 (!) Jahre), schön, wenn nicht, dann ist dein Leben auch nicht verwirkt


    Du hattest ja nach anderen Meinungen gefragt, meine ist: das Leben ist nur begrenzt planbar, es kommen immer neue Möglichkeiten und man darf von zu Hause ausziehen, wenn man erwachsen ist. Also physisch, aber auch psychisch. Das Leben beginnt doch gerade erst :zahnluecke:

  • Warum fragt man sich dass nicht wenn man mit der Fächerauswahl zu beginnt?


    Naja, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Was tun?
    Definitiv auch im beruflichen Schulwesen sich umschauen. Aktuell gibt es tatsächlich noch eine Stelle für Deutsch an der Gewerbeschule in Rottweil. Allerdings nur mit Zweitfach GK oder Religion. Aber immerhin zeigt es, dass eine Stelle für deine Fächerkombi schwierig aber nicht unmöglich ist.

    Warum man sich das nicht fragt, wenn man mit der Fächerauswahl beginnt?
    Nun, aus dem einfachen Grunde, da ich eben nur das studieren kann, was mir liegt und ich nicht der Einstellungschancen bzw. Beliebtheit wegen Fächer studieren kann (etwa Physik/Mathe), wo ich nicht mal das erste Semester überstehen würde.


    Mir war vom ersten Studientag an bewusst, dass es mit meiner Kombi blöder aussieht als mit Physik/Mathe, aber was hätte ich tun sollen?

  • Zum Thema: Anderes Bundesland & Verbeamtung:
    Darf ich das Ref in BaWü machen und danach in ein anderes Bundesland gehen und dort verbeamtet werden? Hessen verbeamtet ja immerhin bis 50 sogar noch. Aber das werden dann wohl einige so machen, oder nicht?


    Würdest du / würdet ihr Musik noch dranpacken? Meint ihr, die zusätzliche investierte Zeit in Musik würde sich später auszahlen? Oder lieber jetzt schnell zügig fertig machen und mit Deutsch/Englisch versuchen irgendwo unterzukommen?

  • Zählt die Note denn überhaupt irgendwas? Es kommt doch hauptsächlich darauf an, ob die Kombo gefragt ist oder nicht?!

    Ich dachte, das könntet ihr mir sagen. Soweit meine Bekannte mir berichtet hat, hat die Endnote durchaus viel Einfluss, denn die Mitbewerber werden eben gemäß ihrer Endnoten genommen.


    Da werden natürlich die 1,xer zuerst mal alle genommen, bevor die 2,xer oder gar 3,xer drankommen.


    Oder liege ich da falsch?

  • Klar kann man nach dem Ref in ein anderes Bundesland. Das mag nicht für jede Kombi gehen, aber für D/E sicherlich fast überall.
    Ich habe in RLP studiert, und BW mein Ref gemacht und bin jetzt in Hessen.
    Hier sieht es mit Stellen deutlich besser aus.
    Aber nicht jeder ist so flexibel.
    Mach erstmal deine Prüfungen, dann absolviere das Ref und dann wirst du sehen wie die Lage aussieht.
    Bei Bewerbern mit der gleichen Kombi kommt es dann normalerweise auf die Note an. Aber ein Lehrer mit 1er-Examen und den Fächern Deutsch/Geschichte wird einem 2er -Kandidat mit M/Ph eher nicht die Stelle wegschnappen.
    Ich habe hier schon viel erlebt was die Einstellung angeht.
    Viel Erfolg

  • ...
    Würdest du / würdet ihr Musik noch dranpacken? Meint ihr, die zusätzliche investierte Zeit in Musik würde sich später auszahlen? Oder lieber jetzt schnell zügig fertig machen und mit Deutsch/Englisch versuchen irgendwo unterzukommen?

    Ich würde mir die Panik abgewöhnen ;)


    Was heißt denn „auszahlen“? Natürlich zahlt sich ein Musikstudium aus! Für dich, du liebst die Musik und dein Instrument. Bildung zahlt sich immer aus. Aber finanziell? Weiß der Himmel, ob in 5 Jahren jemand in Freiburg oder Heidelberg einen Musiklehrer braucht. Es gibt aber auch Erfurt, Oldenburg oder Ljubljana und es gibt 100 Unwägbarkeiten, vielleicht heiratest du eine New Yorkerin und ziehst weg? Möglicherweise stellst du irgendwann fest, dass du Musiktherapie dranhängen willst? Schock, aber: es gibt gar Leute, die im Angestelltenverhältnis arbeiten. Oder einen Autounfall haben, nie wieder laufen können und sich selbständig machen.


    Ich kenne so viele Leute mit Knicken im Lebenslauf- warte doch einfach mal ein bisschen ab, die Entscheidung fällt, wenn sie fallen muss. Was nützt es dir, dich jetzt schon verrückt zu machen?

    • Offizieller Beitrag

    Grundständiges Studium in RLP, Erweiterungsstudium in NRW, Ref in NDS, Planstelle in NRW.
    Selbstverständlich geht ein Wechsel. Noch bist du kein Leibeigener. (Erst NACH der Verbeamtung :-D)


    1) Du wusstest von Anfang an, dass du nicht DIE Mörderkombi hast (könnte aber schlimmer sein, 2 "Nebenfächer außerhalb der Naturwissenschaften...), hast dich trotzdem darauf eingelassen.
    2) Es gibt nicht nur die Verbeamtung im Leben, nimm es lockerer und dann klappt es erst recht.
    3) Woher kommt dieser Gedanke einer ganzen Generation, dass es so "unverschämt" sei (nicht auf dich gemünzt, sondern eine allgemeine Beobachtung unserer Refi-Jahrgänge und hier im Netz), dass man nicht sofort eine Planstelle auf Lebenszeit bekäme. Klar wäre es schöner und klar spart der Staat/das Land dadurch, aber mein Gott, einen Anspruch auf unbefristete, sichere Arbeitsstellen hat kein Mensch direkt nach dem Studium / der Ausbildung. Man kann es so sehen: würde es einen solchen Anspruch geben, würde die Hürde zum Ref existieren. Dann kann man jetzt froh sein.
    Realistischerweise: wieviele (halbflexible) Menschen haben tatsächlich 2-3 Jahre nach dem Ref keine Stelle? und wieviele konnten sich nicht selbst ernähren, weil sie keine Vertretungsstelle hatten?
    4) Flexibilität ist immer notwendig. Entweder raus aus BaWü oder durch einen Schulformwechsel...


    5) Versuche es mit Musik. Nimm es locker. Wenn du die Zulassung bekommst, dann sicher nicht ohne Grund.

  • Auf langfristige Sicht hin wäre mir das schon lieb.

    Wir sind nicht bei Wünsch dir was. Du wirst in den ersten Jahren Abstriche machen müssen. Viel Spaß in Berlin.

    Auch stehe ich gerade vor der Entscheidung (das habe ich aber in einem anderen Thread schon erwähnt), teilweise aufgrund meiner schlechten Kombi, teilweise auch wegen persönlicher Leidenschaft das Fach "Musik" noch im Anschluss an mein jetziges Studium dranzuhängen.
    Mit Musik sähen die Karten wohl etwas besser aus, so sagte man mir, allerdings treibt mich dann mein hohes Alter um, das ich beim Abschluss vom Musikstudium haben werde. Ich bin jetzt bereits 28. Ein komplettes Musikstudium wären nochmal laut Regelstudienzeit 12 Semester.

    Warum willst du mit fast 30 ein weiteres Studium anfangen? Reichen für ein Drittfach nicht ein paar ECTS-Punkte aus, um den Notenbonus zu bekommen?

  • Wir sind nicht bei Wünsch dir was. Du wirst in den ersten Jahren Abstriche machen müssen. Viel Spaß in Berlin.

    Warum willst du mit fast 30 ein weiteres Studium anfangen? Reichen für ein Drittfach nicht ein paar ECTS-Punkte aus, um den Notenbonus zu bekommen?

    Wir sind gewiss nicht bei "Wünsch Dir Was", allerdings auch nicht in Berlin. Vorher gehe selbst ich auch vorübergehend für kurze Zeit ins Ausland - das soll jetzt keine Abwertung an Berlin sein, aber ich habe schon das Interesse, längerfristig in der Heimat zu bleiben. Ich habe hier auch gewisse Verpflichtungen, insbesondere auch mit älter werdenden Eltern, für die irgendwann gesorgt sein will.


    Warum ich ein weiteres Studium anfangen will/muss? Nun, da man nur mit abgeschlossenem Studium die Befähigung haben wird, ein Fach vollständig und uneingeschränkt zu unterrichten. Sollte ja logisch sein. Und Musik kann nicht als Neben/Beifach studiert werden, das ist immer Hauptfach.


    Es geht hierbei weniger um einen Notenbonus, oder Schnitt zu verbessern, sondern eher darum, dass ich auf längerfristige Sicht schon eher gerne noch Musik als Fach dabei hätte und es zudem ja auch sehr gefragt ist. Soweit ich das überblicke, führt also wohl oder übel kein Weg an einem Musikstudium vorbei.

  • Ich dachte, das könntet ihr mir sagen. Soweit meine Bekannte mir berichtet hat, hat die Endnote durchaus viel Einfluss, denn die Mitbewerber werden eben gemäß ihrer Endnoten genommen.
    Da werden natürlich die 1,xer zuerst mal alle genommen, bevor die 2,xer oder gar 3,xer drankommen.


    Oder liege ich da falsch?

    Also das habe ich noch nie gehört. Die letzte Referendarin die ich betreut hatte, hat ihre Stelle über Liste bekommen und da wurde nicht nach Notendurchschnitt ausgesucht sondern da hat quasi der Schulleiter der Schule entschieden, wer die jeweilige Stelle bekommt. Es gibt ja auch noch ein Vorstellungsgespräch und das könnte man sich ja sparen, wenn es "nackt" nach Noten entschieden würde...

  • Ich dachte, das könntet ihr mir sagen. Soweit meine Bekannte mir berichtet hat, hat die Endnote durchaus viel Einfluss, denn die Mitbewerber werden eben gemäß ihrer Endnoten genommen.
    Da werden natürlich die 1,xer zuerst mal alle genommen, bevor die 2,xer oder gar 3,xer drankommen.


    Oder liege ich da falsch?


    Also in NRW gibt es entsprechend der Noten (Abschluss 1. und 2. Staatsex) eine Ordnungsgruppe und bei Vorstellungsgesprächen wird in der Rangfolge der Liste eingeladen, aber das heißt nicht, dass nummer 1 die stelle bekommt.
    Zuallererst kommt es eh auf deine Fächer an, bzw was gesucht/ausgeschrieben ist, denn nur darauf kannst du dich bewerben.


    Mach das Ref, da kann man ja Kontakten knüpfen, an die Uni zurück wäre ja ggf auch danach noch eine Option um ein Fach nachzustudieren oder zu promovieren oder was auch immer.
    Wer weiß, wie es bis dahin aussieht.


    Und zum Thema Eltern: Was wäre deinen Eltern lieber? Dass du in einem anderen Bundesland deinem gewählten Beruf nachgehen kannst oder dass du als 1€ Jobber vor der Tür für sie verfügbar bist? (Überspitzt!)

  • Warum ich ein weiteres Studium anfangen will/muss? Nun, da man nur mit abgeschlossenem Studium die Befähigung haben wird, ein Fach vollständig und uneingeschränkt zu unterrichten. Sollte ja logisch sein. Und Musik kann nicht als Neben/Beifach studiert werden, das ist immer Hauptfach.
    Es geht hierbei weniger um einen Notenbonus, oder Schnitt zu verbessern, sondern eher darum, dass ich auf längerfristige Sicht schon eher gerne noch Musik als Fach dabei hätte und es zudem ja auch sehr gefragt ist. Soweit ich das überblicke, führt also wohl oder übel kein Weg an einem Musikstudium vorbei.

    Musik kann man in einigen Bundesländer als Erweiterungsfach studieren.

    Würdest du / würdet ihr Musik noch dranpacken? Meint ihr, die zusätzliche investierte Zeit in Musik würde sich später auszahlen? Oder lieber jetzt schnell zügig fertig machen und mit Deutsch/Englisch versuchen irgendwo unterzukommen?

    Auszahlen in welcher Form? Hast du keine Verpflichtungen? Kinder? Eigenheim? Ein komplettes Zweitstudium kostet dich gut und gerne eine viertel Million.

  • Musik dauert keine 12 Semester. Die 12 Semester stehen da nur, weil man Musik normalerweise nicht gleichzeitig mit seinem Zweitfach studiert, sondern "Vollzeit". Daher 8 Semester Musik + 4 Semester Beifach (kleine Facultas) = 12 Semester.


    Da Du schon das Beifach hast, sollte es "nur" 8 Semester dauern.


    Noten: Bei den Schulscharfen Stellen hier ist es so, dass man eine 1 vorm Komma haben sollte. Dann kann man sicher sein, eingeladen zu werden, selbst wenn ein 1,0er dabei ist. Bis zu einer Note schlechter wird noch eingeladen.


    Dann zählt das Vorstellungsgespräch und das Beiblatt und im Zweifelsfall vielleicht die Note.


    Musik ist eines der klassischen Mangelfächer überhaupt. Wenn Du die Aufnahmeprüfung schaffst, dann immer los. Wenn Du dann vorher einen Ref-Platz bekommst kannst Du ja immer noch abbrechen. Selbst ein begonnenes Musikstudium wird für viele Schulleiter attraktiv sein, weil Du dann Musik zumindest in den unteren Klassen unterrichten kannst.


    Übrigens: Ich wusste damals, dass ich mindestens eine 1,5 im ersten Staatsexamen brauche, um einen Ref-Platz zu bekommen, da habe ich mich dann halt angestrengt ;)

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