Chemnitz

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      Wirtschaftsflüchtlinge haben kein Recht auf Asyl.

      Fest steht: In Deutschland stammte im ersten Halbjahr 2015 fast jeder fünfte Asylbewerber aus Syrien. Dort herrscht Krieg. Fest steht aber auch: Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe stammte aus dem Kosovo, die drittgrößte aus Albanien. Diese Länder werden von vielen als sichere Drittstaaten wahrgenommen - es gibt den Vorwurf, dass die Flüchtlinge von dort aus rein ökonomischen Motiven zuwandern.

      google.de/amp/s/www.merkur.de/…tencheck-5272361.amp.html

      Was die Ausgaben angeht:

      google.de/amp/s/amp.welt.de/wi…ie-Investitionsruine.html
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      a) (nicht nur) ich empfinde den Begriff "Wirtschaftsflüchtling" als abwertend.

      b) sueddeutsche.de/politik/fakten…n-vorurteile-1.2613913-5: "Anders als in Syrien herrscht auf dem Balkan kein Krieg. Aber fliehen deshalb alle Flüchtlinge von dort vor der Armut? Der Begriff "Flüchtlinge vom Balkan" bezieht sich überwiegend auf Roma. Diese Bevölkerungsgruppe leidet in ihren Herkunfstländern unter menschenunwürdiger Diskriminierung. Das hat auch die EU-Kommission wiederholt festgestellt. Wie das Leben der Roma beispielweise in Albanien oder Kosovo aussieht, haben SZ-Korrespondenten hier aufgeschrieben."
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      Aber dann müsstest du alle unterdrückten Minderheiten oder wirtschaftlich Abgehängten aufnehmen.
      Kannst ja mal mit den Rohingya anfangen. Oder nehmen wir nur Menschen auf, die ihr Leben auf dem Mittelmeer riskieren und dann vor unserer Tür stehen? Also darwinsche Selektion; nur die die es zu uns schaffen nehmen wir auf.
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      Farbenfroh schrieb:

      Ich denke es macht für viele Bürger schon einen grossen Unterschied, ob ein Verbrechen von einem Deutschen verübt wird oder von einem Menschen, [...]

      Diesen großen Unterschied macht der Staat selbst.

      Der Nationalstaat unterscheidet ganz grundsätzlich zwischen denen, die dazu gehören, für die andere Gesetze gelten als für die, die nicht dazu gehören.
      Dass hierzulande und anderswo immer wieder gezündelt wird, ist doch nur eine Fußnote dieses Prinzips.
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      Die Albaner haben einfach das Pech, dass sie (noch) nicht in der EU sind. Natürlich gehen die aus ökonomischen Gründen zu Hause weg, da herrscht desaströse Arbeitslosigkeit. Mir wäre aber neu, dass speziell Albaner gehäuft in irgendwelche Gewaltdelikte verwickelt sind. Die Schweiz hat während der Balkan-Kriege überproportional viele Kosovaren aufgenommen, das sind eigentlich vollkommen unproblematische Leute, wenn man so will. Das mit den angeblich "rechtsfreien Räumen" in Albanien ist doch sehr verkürzt dargestellt. Zitat aus dem SZ-Artikel:

      "Die Denktradition des Kanun erkennt zudem Frauen kaum Rechte zu. Fälle von häuslicher Gewalt werden in Albanien daher so gut wie nie zur Anzeige gebracht und den Frauen wird entsprechend wenig Schutz gewährt."

      Das ist schlicht und ergreifend falsch, der Kanun schliesst Gewalt gegen Frauen explizit aus. Aber das ist wohl ziemlich OT jetzt.
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      Yummi schrieb:

      Fest steht: In Deutschland stammte im ersten Halbjahr 2015 fast jeder fünfte Asylbewerber aus Syrien. Dort herrscht Krieg.
      Naja, aber die meisten Syrer sind Binnenflüchtlinge, die einfach aus umkämpften Städten/Gebieten in die befriedeten Städte/Gebiete geflohen sind. Tatsächlich sind grosse Teile Syriens (z.B. die ganze Mittelmeerküste) durchgehend befriedet gewesen.

      Von den ins Ausland geflüchteten Syrern befinden sich die meisten in den unmittelbaren Nachbarländern zu Syrien wie Jordanien, Libanon oder die Türkei.

      Berlin - Damaskus sind Luftlinie ca. 3000 Kilometer. Dazwischen liegt ein gutes Dutzend sicherer Staaten.

      Also man kann schon mit gutem Grund hinterfragen, ob es für vom Kriegsgeschehen in Syrien betroffene Menschen notwendig und sinnvoll ist, in das tausende Kilometer entfernte Deutschland zu kommen, meistens mit Hilfe krimineller Schlepperbanden.

      Wer so argumentiert ist kein Nazi. Nicht mal "rechts". Kritische Bürger gegen diese Politik wurden aber von Anfang an in diese Ecke gestellt. Die AfD ist halt nur das Ventil, über das diese Bürger ihrem Unmut nun Luft machen.
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      Farbenfroh schrieb:

      Yummi schrieb:

      Fest steht: In Deutschland stammte im ersten Halbjahr 2015 fast jeder fünfte Asylbewerber aus Syrien. Dort herrscht Krieg.
      Naja, aber die meisten Syrer sind Binnenflüchtlinge, die einfach aus umkämpften Städten/Gebieten in die befriedeten Städte/Gebiete geflohen sind. Tatsächlich sind grosse Teile Syriens (z.B. die ganze Mittelmeerküste) durchgehend befriedet gewesen.
      Von den ins Ausland geflüchteten Syrern befinden sich die meisten in den unmittelbaren Nachbarländern zu Syrien wie Jordanien, Libanon oder die Türkei.

      Berlin - Damaskus sind Luftlinie ca. 3000 Kilometer. Dazwischen liegt ein gutes Dutzend sicherer Staaten.

      Also man kann schon mit gutem Grund hinterfragen, ob es für vom Kriegsgeschehen in Syrien betroffene Menschen notwendig und sinnvoll ist, in das tausende Kilometer entfernte Deutschland zu kommen, meistens mit Hilfe krimineller Schlepperbanden.

      Wer so argumentiert ist kein Nazi. Nicht mal "rechts". Kritische Bürger gegen diese Politik wurden aber von Anfang an in diese Ecke gestellt. Die AfD ist halt nur das Ventil, über das diese Bürger ihrem Unmut nun Luft machen.
      Achso ... internationale Solidarität bedeutet also, dass 3000 Kilometer weit weg Krieg ist und die Anrainerstaaten - die ja oft weiß Gott genug eigene Probleme haben - sollen sich um die Flüchtlinge kümmern, wir sind da ja fein raus? Schreib jetzt nicht, man könne die Türkei/Jordanien und den Libanon ja finanziell unterstützen, damit die uns das Flüchtlingsproblem abnehmen.
      Erstens geschieht das ja bereits zum Teil, zweitens wird ja dann auch ach so viel Geld für die Flüchtlinge ausgegeben und drittens läufst Du Gefahr, dass dieses Geld nicht bei den Flüchtlingen landet, sondern bei diversen Machthabern. Das gilt auch für eine ganze Reihe des "guten Dutzend sicherer Staaten".

      Und: spätestens (!) seit Chemnitz sollte den "kritischen" Bürgern klar sein, dass man sich ein anderes Ventil für den Unmut suchen muss als die AfD, denn sonst stellt man sich selbst in die Ecke (und bevor Du fragst warum: Mit wem sind die dort demonstrierenden AfD Leute gleich nochmal Arm in Arm marschiert?).
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      Farbenfroh schrieb:

      ...
      Berlin - Damaskus sind Luftlinie ca. 3000 Kilometer. Dazwischen liegt ein gutes Dutzend sicherer Staaten.

      ...
      Meinst du das ernst? Schau dir doch einfach mal die Flüchtlingslager im Libanon an und setze deren Einwohnerzahl und Flüchtlingsanzahl in Relation zueinander.

      Ist schon praktisch, dass Deutschland so hübsch in der Mitte liegt. Das ist aber kein Grund, z.B. die Mittelmeeranrainer alleinzulassen.
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      Krabappel schrieb:

      Wie war das mit dem miteinander reden? Schau dir das mal an, v.a. die letzte Szene auf der Frankfurter Buchmesse und dann gib mir Bescheid, wie du dir den Dialog vorstellst @Wollsocken80
      Merci für den link, fand das Video sehr spannend. Leider sehe ich die Probleme ungefähr gleich gross auf beiden Seiten. Es ist eine wirklich festgefahrene Situation, das sieht man hier auch im Forum. Die Argumente sind immer die gleichen und sie kommen immer gleich wenig auf der Gegenseite an.
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      Hallo Deadpoet,
      die Uno sieht ganz selbstverständlich vor, dass vor Krieg Flüchtende in den Nachbarstaaten unterkommen, da dort die eigene Sprache idr verstanden wird und man sich auch kulturell nahe steht. Diese Länder sollen durch die Gemeinschaft der Völker finanziell unterstützt werden (woran es hapert).

      Hallo kleiner grüner Frosch, ich bitte dich doch sehr, einen Unterschied zu machen zwischen Menschen mit einem Aufenthaltsstatus und Menschen, die sich hier illegal aufhalten.
      Und es macht einen Unterschied, ob ein Mitbürger (mit legalem Aufenthalt) einen Mord begeht oder jemand, der gar nicht hier sein dürfte.

      Die Sicherheit der Bürger ist der Job des Staates, der Staat hat das Gewaltmonopol, wir nicht. Wir lassen uns schützen. Das ist der deal. Und der ist gut.
      Wenn der Staat dem Job nicht mehr ausreichend nachkommt, wird der Bürger anfangen, sich selbst zu schützen und sich bewaffnen.

      Solche Verhältnisse (die man in jedem failing state beobachten kann) möchte ich nicht hierzulande haben. Ich mag auch nicht überlegen müssen, ob ich ein Spray oder ein Messer auf einen Spaziergang mitnehmen muss.
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      Hallo kleiner grüner Frosch, ich bitte dich doch sehr, einen Unterschied zu machen zwischen Menschen mit einem Aufenthaltsstatus und Menschen, die sich hier illegal aufhalten.
      Und es macht einen Unterschied, ob ein Mitbürger (mit legalem Aufenthalt) einen Mord begeht oder jemand, der gar nicht hier sein dürfte.
      Und weil jemand, "der gar nicht hier sein dürfte", einen Mord begeht, darf man pauschalisierend "Ausländer raus" rufen? Logisch. Nicht.

      kl. gr. frosch
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      Dann muss sie mal genauer sagen, wie sie das meint, was sie geschrieben hat.

      Ach, egal. Ich glaube, ich klinke mich so langsam hier aus.

      Wie man mit straffälligen Flüchtlingen umgehen sollte, regelt die Gesetzgebung.
      Wie man mit nicht straffälligen Flüchtlingen umgehen sollte, regelt ...der gesunde, moralische Menschenverstand.
      Auch wenn der ein oder andere das als verbohrt bezeichnen würde.
      Ich bin was das angeht lieber verbohrt als das ich ausländerfeindliches Verhalten abnicken würde.

      Kl.gr.Frosch
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      Hast du den auf den zitierten folgenden Absatz gar nicht gelesen oder glaubst du einfach generell, dass Absätze in keinerlei logischem Zusammenhang stehen dürfen? Ich sehe da eine ganz brauchbare Begründung für das was sie geschrieben hat.
      The price of freedom is eternal vigilance. (Leonard H. Courtney)
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      Doch, den habe ich gelesen. Deswegen habe ich es ja auch so verstanden, dass sie sagt, dass man aufgrund von straffälliger Flüchtlingen so handeln wird.
      Und ich sage: nein, so sollte man auch dann nicht handeln. Dafür gibt es die Justiz. Aber die Reaktion wie in Chemnitz (und wir sind hier noch im Chemnitz - Thread) ist da falsch.

      Kl.gr.Frosch
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      Klar ist die falsch.
      Das Problem ist das Generalisieren.
      Einige (wenige) fallen auf, und die Masse schreit "die bösen Asylanten/Migrantwn/Ausländer/...".

      Aber das Problem zu verleugnen, also zu behaupten, es gäbe da keine Kriminellen, ist auch Blödsinn.
      Das sagen sogar "Ausländer".
      Vielleicht braucht es mehr von denen. Also "Ausländer", die mal klarstellen, wer da wer ist, und sich eben deutlich von den kriminellen Subjekten distanzieren. Und hier auch endlich mit den offiziellen zusammenarbeiten, und nicht versuchen, alles "unter sich" zu regeln.
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
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      Ein Staat sollte wissen, wer sich im Inland aufhält. Das ist sein Job. Wenn meine Familie in den Schwarwald auf den Bauernhof fährt, müssen wir von uns allen die Ausweisnummern angeben. Und wie gesagt, wir halten uns im Inland auf.

      Neben der Strafverfolgung in einem Rechtsstaat gibt es auch noch eine Prävention von Kriminalität. Und dazu gehört einerseites eine gute Integrationsarbeit für Neubürger, Bildung und Erziehung aller hier Lebenden (z.B. in den Schulen) zum Thema Zusammenleben und eine leidlich gute Versorgung aller Bürger, damit diese nicht aus Not in die Kriminalität gedrängt werden.

      Alle diese Dinge stehen weder Touristen noch sich hier illegal Aufhaltenden zur Verfügung. Wir kommen also gar nicht präventiv an diese Leute heran. Bei Touris ist das auch nicht schlimm.
      Die gehen ja wieder. Die Illegalen gehen nur zu einem kleinen Teil wieder, viele tauchen ab (übrigens auch viele meiner Schüler, die die Schule abgebrochen haben und von denen einige illegal als Tagelöhner tätig sind). Ich halte das für keinen dauerhaft gangbaren Weg, weder für die öffentliche Sicherheit noch für die Gesellschaft an sich.

      Ausländer raus-Geschwafel ist natürlich Quatsch, aber ich wäre sehr dafür, an rechtsstaatlichen Lösungen zu arbeiten. Und kein Rechtsstaat ist verpflichtet, Illegale im Land zu dulden.