Thema Scham in der Schule

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    • Thema Scham in der Schule

      Hallo liebe Forenmitglieder,

      meine Name ist Michi und schreibe nicht ganz als Lehrer, sondern als Pädagogikstudent der Uni Köln. Ich hoffe es ist in diesem Sinne für euch okay, dass ich mich in dieses Forum zeitweise einklinke und hier etwas poste.
      Momentan beschäftigt mich das Thema Scham bei Lehrerinnen und Lehrern in der Schule - ich würde gerne im Rahmen einer Arbeit Lehrpersonen der Sek. I und II dazu befragen (möglichst in NRW), inwieweit das Thema Scham im Schulalltag für sie von Bedeutung ist.
      Das Ganze wäre selbstverständlich anonym, weshalb auch keine Namen von Institutionen oder anderen Schulen genannt würden. Wer Interesse hat kann gerne für weitere Informationen auf die Textdatei (entschuldigt die Formatierung) im Anhang klicken. Möglicherweise kennt ihr ansonsten ja auch andere Personen, die Interesse haben könnten oder habt Anregungen.
      Ich würde mich über Rückmeldungen sehr freuen, da davon auch abhängig ist, inwieweit das Projekt gelingt bzw. scheitert. :)

      Liebe Grüße und vielen Dank

      Michi
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mfujii92 ()

    • Hallo Michi, inwiefern sollte es für jemanden von Interesse sein, sich eine Stunde interviewen zu lassen? :gruebel:

      Es wäre vielleicht auch hilfreich, wenn du erst ein bisschen konkreter wirst, was du genau wie und warum rausfinden willst. Schämen im Biologieunterricht, wenn 13-jährige Jungs von mir wissen wollen, wie Mädchen eigentlich onanieren? Oder eher, wie oft man als Lehrer dafür sorgt, dass Schüler sich schämen, um sie zu disziplinieren? ja, auch sowas gibt's im Osten noch.
    • Hey Krabappel, ja klar - also mit Scham können viele Situationen gemeint sein. Zunächst geht es erst einmal allgemein um die Assoziationen mit dem Thema und ob es für die Schule überhaupt als bedeutsam angesehen wird. Situationen, die schamhaft oder unangenehm sein können, kann ich natürlich aus erster Hand nicht selbst beschreiben. Was als Beispiel infrage kommen könnte wäre z.B., von Schülern, Eltern oder Kollegium auf verletzende oder bloßstellende Weise angegangen zu werden. Klar können auch eigene Verhaltensweisen gegenüber Schülern, die von denen womöglich als beschämend wahrgenommen werden, von Bedeutung sein. Es gibt ja wiederum vlt. auch solche Situationen, wo man bei jemanden (z.B. Kollegen) etwas sieht und sich denkt, dass das einem selbst aber unangenehm gewesen wäre.
      Das "Warum" ist auf der einen Seite eben, dass es zum Thema Scham nicht viel gibt: Es werden viele Emotionen wie Freude oder auch Wut für den Unterricht in den Blick genommen. Dabei kann ja durchaus so etwas wie sich zu schämen oder beschämt zu werden sich negativ auf den Unterricht auswirken, indem z.B. die Motivation sinkt oder sich das Klassenklima verschlechtert. Das "Wie" auf der anderen Seite sind eben Interviews, also Befragungen indem es um die persönlichen Sichtweisen geht - es gibt also kein richtig und falsch. Was der eine als unangenehm wahrnimmt ist ja für den anderen möglicherweise vollkommen unproblematisch.
      Ich hoffe, ich konnte damit ein bisschen mehr Licht rein bringen - Was, Wie, Warum ist auch näher in dem Anschreiben im Anhang dargelegt. Wollte das jetzt nicht hier direkt rein posten, weil es vlt. doch auch etwas viel geworden wäre :D

      Nachtrag: Wegen des Interesses - etwas 'blauäugig' findet es vlt. ja jemand 'spannend' aufgrund eigener Erfahrungen darüber zu sprechen und sich auszutauschen. Als Thema ist es ja eher ungewöhnlich und wird womöglich auch nicht selten verschwiegen

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von mfujii92 ()

    • mfujii92 schrieb:

      ...Nachtrag: Wegen des Interesses - etwas 'blauäugig' findet es vlt. ja jemand 'spannend' aufgrund eigener Erfahrungen darüber zu sprechen und sich auszutauschen. Als Thema ist es ja eher ungewöhnlich und wird womöglich auch nicht selten verschwiegen
      Aber wo liegt denn der Austausch? Du gehst einer wissenschaftlichen Fragestellung nach, da wären deine Erfahrungen doch ganz Fehl am Platze?

      Wenn jetzt ein Buch herauskäme, "Wo die Schamgefühle herkommen, wie sie die Beziehung zu den SchülerInnen beeinflussen und was man tun könnte, um diese Gefühle zu reflektieren und zu modifzieren" wäre das ja vielleicht interessant. Aber so macht es den Eindruck auf mich, als wüsstest du selbst noch nicht genau, worüber du schreiben willst?

      Aber egal, ich drück dir die Daumen. Vielleicht findest du an Schulen in deiner Nähe ja Ansprechpartner...
    • Die Fragestellung, wie Scham im schulischen Kontext empfunden wird bzw. welches Verständnis dazu besteht gibt (oder soll) ja darüber Aufschluss geben, welche Anlässe bestehen, ob primär Abwehr von solchen Gefühlen stattfindet (was wohl mit am wahrscheinlichsten ist) etc. Vielleicht. war das wohl nicht so ganz im Beitrag herausgestellt, dass sich aus der allgemeinen Fragestellungen solche spezifischen Aspekte entwickeln können bzw. sollen - das hängt aber natürlich ganz von dem Empfinden und auch der Auskunftsbereitschaft der Befragten ab. Inwieweit die Beziehung zu Kollegen, Schülern usw. beeinflusst wird und welche weiteren Auswirkungen bestimmte Umgänge haben könnten gehört in dem Sinne auch dazu.
      Das mit dem ungleichen Austausch stimmt und würde sich in dialogischer Form nach der wissenschaftlichen Aufnahme anbieten.
      Ja genau, also ich hoffe natürlich auch noch, Ansprechpartner in der Nähe zu finden, über weitere Kontakte etc. :) Dankeschön!