Mich kotzt die ewige Stimmungsmache gegen die Lehrer mittlerweile nur noch an

  • Dass man mit bewusstem Konsumverhalten die Welt ein klein bisschen besser machen könnte ist der Claim der Bio- u. Fair-Trade Werbung.
    Dabei wird in diesem Geschäftszweig (und das ist ein Geschäftszweig) genau nach den gleichen Prinzipien gewirtschaft wie überall: maximaler Profit.

    Es geht ja auch um Mindeststandards. Dass irgendwer verdienen muss ist doch logisch und okay?



    ...


    Anstatt dass die Ware dann zu den billigen Verarbeitern reisen muss (z.B. Nordseekrabben nach Marokko) reisen dann eben die billigen Verarbeiter zur Ware (z.B. Saison/Wanderarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland) usw.
    Das Prinzip ist immer gleich: maximaler Profit - und das bringt so einiges mit sich für Mensch und Umwelt.

    Was ist denn dein Schluss daraus? Dass es egal ist, was und wie man konsumiert?


    Es gibt z.B. Gemeinschaftsgärtnereien und regionale Biohöfe. Dass die z.T. auch am Existenzminimum rumkrepeln heißt für mich, dass man sie unterstützen muss, in dem man dort kauft. Ein "ist sowieso alles scheiße" bringt doch auch keinen weiter.

  • Es geht ja auch um Mindeststandards. Dass irgendwer verdienen muss ist doch logisch und okay?

    "Mindeststandards" werden nicht aus moralischen Gründen (wie Schutz von Mensch u. Natur), als Selbstzweck, einführt, sondern sind stets ein Mittel zum Zweck; hier: der Konkurrenz zwischen Staaten und Unternehmen.
    Man denke nur an das Kinderarbeitsverbot oder aktuell der Streit um die CO2 Grenzwerte der EU.


    Jaein. Für mich persönlich kommt darauf an, was mit "Verdienen" gemeint ist.
    Wie schon gesagt: dass ein Arbeitnehmer verdient, so, dass für sich und ggfs. seine Familie aufkommen kann, ist nicht der Zweck seiner Einstellung, nicht mal ein Kriterium dabei.
    Es richtet sich einzig und allein danach, ob er fremden Reichtum vermehrt - und das noch in ausreichendem Maße.


    Was ist denn dein Schluss daraus? Dass es egal ist, was und wie man konsumiert?


    Es gibt z.B. Gemeinschaftsgärtnereien und regionale Biohöfe. Dass die z.T. auch am Existenzminimum rumkrepeln heißt für mich, dass man sie unterstützen muss, in dem man dort kauft. Ein "ist sowieso alles scheiße" bringt doch auch keinen weiter.

    Was und wie man konsumiert, ist insofern egal, als dass es nichts an der kapitalistischen Produktionsweise ändert.


    Wer sich selbst versorgt ("Gemeinschaftsgärtnereien") produziert nicht nach dem Prinzip des maximalen Profits. Dabei wird unmittelbar niemand ausgebeutet, es gibt keine Interessensgegensätze, die aufeinander treffen.
    Aber: wer versorgt sich schon selbst? Das meinte ich mit "im Wald unter einem Stein leben".
    Diejenigen, die sich teilweise selbst versorgen, z.B. in einem Garten Gemüse anbauen, sich ein Schaf halten und aus der Wolle einen Pulli stricken oder was auch immer - müssen aber immer noch für Lohn arbeiten, also Ihre Arbeitskraft verkaufen und stehen dabei in Konkurrenz zu ihresgleichen und im Interessensgegensatz zu Arbeitgebern.


    Ist diese teilweise Selbstversorgung nun tatsächlich ein Stückweit Ausstieg aus dem Kapitalismus oder nur die Illusion davon?
    Mir persönlich scheint es so, dass solange für Lohn gearbeitet werden muss, es kein Ausstieg ist - auch kein kleines Stück - sondern nur der Traum oder Hoffnung davon.


    Das halte ich auch für den Denkfehler dabei: dass man sich dem Prinzip (des maximalen Profits) ein Stückchen entziehen könnte. Oder den Kapitalismus ein bisschen verbessern, ein Stückweit abmildern, etwas entschärften könnte, durch Maßnahmen wie Mindestlohn, Mietbreisbremse usw. Ich halte das für einen Fehler.


    Was aus idealistischen Politikern oder gar Unternehmen - Idealismus in dem Sinn, dass sich innerhalb dieses Systems (!) (also in dieser Konkurrenz von Parteien und Unternehmen) gegen den Vorrang des maximalen Profits stellen - im Laufe der Zeit wird, weiß jeder, der Zeitung liest.
    Inwiefern die Ideale echt waren oder sind, oder nur Marketing, ein Mittel zum Zweck, spielt dabei gar keine Rolle.

  • Ja nun, wir leben halt in diesem System. Und offenbar hatte bisher keiner einen besseren Plan, DDR war leider auch nicht gerade doll...


    Und dass das aktuelle irgendwann zusammenbricht bezweifele ich nicht, solange es aber besteht, kann ich mich für Fairtradekaffee entscheiden oder dagegen. Für zertifizierte Klamotten oder dagegen. Für Fairphone oder dagegen. Wir können es uns dankbarerweise leisten.

  • @Morse Das stimmt so schon nicht ganz, was Du schreibst. Es macht sehr wohl einen Unterschied ob ich 350 g Hackfleisch für 8 CHF bei Coop kaufe oder über die Grenze fahre und 500 g bei Lidl für 2.49 € hole. Im ersten Fall unterstütze ich die schweizer Bauern, die nach erheblich höheren Standards Fleisch produzieren (es gibt hier faktisch keine Massentierhaltun) im anderen Fall schädige ich zum einen die Wirtschaft des Landes in dem ich lebe und ich unterstütze die Perversion der Massentierhaltung. Natürlich geht es in beiden Fällen um Profit aber unter völlig anderen Bedingungen.

  • Ja nun, wir leben halt in diesem System. Und offenbar hatte bisher keiner einen besseren Plan, DDR war leider auch nicht gerade doll...


    Und dass das aktuelle irgendwann zusammenbricht bezweifele ich nicht, solange es aber besteht, kann ich mich für Fairtradekaffee entscheiden oder dagegen. Für zertifizierte Klamotten oder dagegen. Für Fairphone oder dagegen. Wir können es uns dankbarerweise leisten.

    Zu diesem Scheitern von Alternativen zum Kapitalismus braucht man nicht mal zur DDR zurück, da liefert Bolivien gerade ein aktuelles Beispiel. Auch hier meint(e) man, den Kapitalismus dadurch zu überwinden, dass man sich ihn teilweise (!) zu Nutze machen könnte. Nur ein bisschen maximaler Profit, oder - wie bei bewussten Konsumieren - nur ein bisschen maximaler Profit weniger... Mir scheint das der gleiche Denkfehler zu sein.


    Bevor ich das große Fass zumache, möchte ich noch darauf hinweisen, dass China ein echt spannender Fall ist. Dort hat sich das Land dem Westen "geöffnet", aber zur Überraschung der westlichen Welt sich nicht peu à peu zu deren politischem System transformiert, wie andere Länder zuvor. China schickt sich ja an als "kommunistisches" Land eine ernstzunehmende kapitalistische (!) Konkurrenz-Macht zu werden, vor allem gg. die USA, und diese sozusagen mit ihren eigenen Waffen in Handelskriegen, Ausshandelsbilanz etc., zu schlagen. Man darf gespannt sein, wie das ausgehen wird...



    Wg. Alternativen:
    Es ist, wie Du es gesagt hast: "wir leben halt in diesem System". Aber gut finden muss man es deshalb ja nun nicht, ganz egal, ob es irgendwelche Alternativen gäbe oder nicht. Diese ändern ja nichts an den Tatsachen.

  • @Morse Das stimmt so schon nicht ganz, was Du schreibst. Es macht sehr wohl einen Unterschied ob ich 350 g Hackfleisch für 8 CHF bei Coop kaufe oder über die Grenze fahre und 500 g bei Lidl für 2.49 € hole. Im ersten Fall unterstütze ich die schweizer Bauern, die nach erheblich höheren Standards Fleisch produzieren (es gibt hier faktisch keine Massentierhaltun) im anderen Fall schädige ich zum einen die Wirtschaft des Landes in dem ich lebe und ich unterstütze die Perversion der Massentierhaltung. Natürlich geht es in beiden Fällen um Profit aber unter völlig anderen Bedingungen.

    Hüben wie drüben wird nach dem Prinzip des maximalen Profits gewirtschaftet.


    Dass die Bedingungen, unter denen so gewirtschaftet wird, sich je nach Standort unterscheiden, wurde ja schon besprochen.

  • Du behauptest aber, dass das Konsumverhalten des Einzelnen keinen Einfluss aufs System hat und das ist falsch.

  • Auch das ist falsch. Der schweizer Bauer hätte noch viel mehr Profit würde er mehr Vieh unter schlechteren Bedingungen halten. Der Staat subventioniert aber z. B. Muttertierhaltung nur so lange, wie ausreichend viele Konsumenten bereit sind, hohe Preise dafür zu zahlen. Das kann ich, weil ich nen Arsch voll Geld verdiene. Das kann mir der Staat aber nur so lange zahlen, wie ich bereit bin, das System mitzutragen.

  • Auch das ist falsch. Der schweizer Bauer hätte noch viel mehr Profit würde er mehr Vieh unter schlechteren Bedingungen halten. Der Staat subventioniert aber z. B. Muttertierhaltung nur so lange, wie ausreichend viele Konsumenten bereit sind, hohe Preise dafür zu zahlen. Das kann ich, weil ich nen Arsch voll Geld verdiene. Das kann mir der Staat aber nur so lange zahlen, wie ich bereit bin, das System mitzutragen.

    Glaubst Du wirklich, dass Unternehmer freiwillig auf Profite verzichten?


    Ich stelle nochmals meine These auf:
    Das Warenangebot richtet sich nicht nach der Nachfrage, sondern nach dem Bedarf - also durch Kaufkraft gestützte Nachfrage.
    Einfacher formuliert: für jeden Geldbeutel gibt es das passende Angebot. Wer keinen Geldbeutel hat, für den gibt's auch kein Angebot, da kann die Nachfrage noch so groß sein. (Z.B. Nahrungsmittel in der Sahelzone.)


    Wer will schon leidende Tiere? Wer will in einer winzigen schäbigen Wohnung hausen? Wer will, dass Arbeiter in T-Shirt oder Chipfabriken verbrennen oder Selbstmord begehen?
    Das will niemand und trotzdem ist dies Teil des Warenangebots und nicht mal ein kleines. Warum: weil eben der Geldbeutel bestimmt, was überhaupt gekauft werden kann.
    Die allermeisten Menschen konsumieren bewusst - bewusst in dem Sinn, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht. Oder umgekehrt, so wie Du es sagst: "Das kann ich, weil ich nen Arsch voll Geld verdiene."


    Übrigens: die meisten Bio-Produkte werden aus dem Ausland importiert, z.B. auch aus Marokko, Ägypten, Ukraine, Kasachstan. Wie passt das zusammen? Ganz einfach: maximaler Profit.
    Dass z.B. bei manchen Anwohnern in heißen Ländern das Trinkwasser knapp wird, weil deren Trinkwasser zur Bewässerung der Bio-Produkte gebraucht wird, ist da nur eine Randnotiz.


    Der Arbeitnehmer muss arbeiten und hat deshalb in der Konkurrenz um möglichst billige Löhne schlechte Karten.
    Aus den so zustandegekommenen Löhnen ergibt sich das Warenangebot.


    Dass es auch Reiche gibt, für die es ein anderes Warenangebot gibt, bestreite ich nicht.
    Im Gegenteil: das gibt es - und auch diese Waren werden nach demselben Prinzip produziert. (Der ein oder andere Kunde soll ja überrascht gewesen sein, dass auch Luxus-Produkte aus den selben Sweat-Shops wie die der "Geiz ist Geil"-Ketten kommen.)
    Dort, wo Arbeiter mit Brief und Siegel besser bezahlt werden als bei der Konkurrenz (ob es unterm Strich stimmt, sei mal dahingestellt) - werden alle anderen Mittel zur Profitsteigerung ausgeschöpft. Auch dort ist das Prinzip der Produktion dasselbe. Leider können nicht alle Konsumenten reich sein.

  • Wer will schon leidende Tiere? [...] Wer will, dass Arbeiter in T-Shirt oder Chipfabriken verbrennen oder Selbstmord begehen?

    Die meisten Leute interessieren sich einen Scheiss für das Tier das sie essen und vor allem interessieren sie sich umso weniger, je schlechter es ihnen selbst geht. Auch für die Arbeiter in T-Shirt-Fabriken interessiert sich im tiefsten Innern nur eine Minderheit. Das ist alles weit weg von uns und in der Regel endet die Empathie der meisten Menschen vor der eigenen Haustüre.



    Übrigens: die meisten Bio-Produkte werden aus dem Ausland importiert, z.B. auch aus Marokko, Ägypten, Ukraine, Kasachstan. Wie passt das zusammen? Ganz einfach: maximaler Profit.

    Ich schrieb nicht über Bio-Produkte. Das erwähnte Hackfleisch hat überhaupt kein Bio-Label nach EG-Öko-Verordnung weil wir hier gar nicht in der EU sind. Es stammt garantiert von schweizer Bauern und ist damit garantiert nach schweizer Tierschutzgesetz produziert worden. Natürlich haben wir hier auch Mangos und Bananen mit irgendeinem Fairtrade-Label weil die bei uns nunmal nicht wachsen.



    Dass es auch Reiche gibt, für die es ein anderes Warenangebot gibt, bestreite ich nicht.

    Ich bin hier nicht "reich", da der Lebensstandard im ganzen Land sehr viel höher ist als in den allermeisten übrigen Ländern der Welt. Im Gegensatz zu Staaten wie Dubai oder so, in denen nur eine kleine Minderheit das komplette Vermögen besitzt, geht es bei uns aber den meisten Leuten gut. Das funktioniert aber nur - ich wiederhole es gerne - wenn die Mehrheit ihr Geld hier im Land auch wieder ausgibt und eben nicht nach "maximalem Profit" handelt und das Geld über die Grenze trägt. Diese Mehrheit schrumpft leider stetig und das ist in der Tat ein Problem.



    Glaubst Du wirklich, dass Unternehmer freiwillig auf Profite verzichten?

    Ich kenne Unternehmer, die das tun.

    Einmal editiert, zuletzt von Wollsocken80 ()


  • Wieso glaubst du, dass ich möchte, dass Lehrer-Beamte auf ihre guten Pensionen verzichten? Der Weg könnte auch sein, angestellten Lehrern einen Ausgleich zu verschaffen, aber du weißt ja schon, mehr Gehalt ist eh nicht mein Thema.


    Wie verstreue ich jetzt Hass auf alle anderen, weil ich frage, was von den Darstellungen in dem Artikel, den nicht ich, sondern Mikael hierher verlinkt hat, stimmt?!?


    (Kannst du bitte sachlich argumentieren, @lamaison?)

    Es gibt für alles ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

  • Es soll ja auch Leute geben, die sich nicht verbeamten lassen können und somit keineswegs die „freie Wahl“ haben.


    Ich wurde beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht verbeamtet.


    Und ja, ich finde die Schere bei Gehalt und Pension ungerecht.


    @lamaison, gelesen?


    Und den Beitrag von Conni danach auch? Und andere, sehe gerade, da kam ja noch mehr ...


    Verbreiten wir alle Hass, weil wir nachhaken oder etwas ungerecht finden?

    Es gibt für alles ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

  • @sofawolf:

    Ich persönlich finde es auch ungerecht und überflüssig, dass es 2 Schienen gibt.
    Genauso ungerecht finde ich es, dass Grundschullehrer (Hauptschullehrer nach altem System auch) weniger verdienen, als alle anderen. Da in BaWü die Grundschullehrer auch in der Hauptschule eingesetzt werden können, arbeiten auch viele heutzutage an den Gemeinschaftsschulen mit Realschullehrern, Förderschuöllehrern und Gymnasiallehrern und die werden nach höheren Gehaltsstufen bezahlt, auch für die gleiche Arbeit mit den gleichen Schülern.

  • Heißt das im Umkehrschkuss, dass es dich glücklicher macht, wenn es anderen schlechter geht?
    Gruß !


    Ich habe gerade im Fernsehen gehört, dass die Durchschnittsrente rund 860,- Euro beträgt. Hier sind die Zahlen zumindest ähnlich.


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    Die Durchschnittsrente von Frauen / Männern
    Kommen wir nun zur Durchschnittsrente von Frauen und Männern in Deutschland (2017). Auch hierzu gibt die Deutsche Rentenversicherung im Jahresbericht „Rentenversicherung in Zahlen 2017“ – allerdings ziemlich versteckt! – Auskunft. Das Ergebnis für die 18,13 Millionen Bezieher von Altersrenten ist ziemlich ernüchternd und Altersarmut ist in vielen Fällen vorprogrammiert:

    Alte Bundesländer Neue Bundesländer
    Männer 1 078 Euro 1.171 Euro
    Frauen 606 Euro 894 Euro


    Quelle: Rentenversicherung in Zahlen 2017. Durchschnittlicher Rentenzahlbetrag für „Renten wegen Alters“, zu finden auf den Seiten 34 bis 36. Online in Internet: http://www.deutsche-rentenvers…/01_rv_in_zahlen_2013.pdf


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    Geht es uns daran gemessen nicht gut? Gibt es auch eine Durchschnittsrente/-pension bei Lehrern? Die Daten im Eingangsbeitrag von über 3100,- Euro sollen ja ein Maximum sein.

    Es gibt für alles ein Publikum und für jede Meinung das passende Argument.

  • Der Durchschnitt der Rentenempfänger ist überhaupt nicht vergleichbar mit den Pensionären. Alleine der Anteil der Akafemiker sollte als Erklärung schon ausreichen.


    Wenn alleine diese Schlagzeile schon genügt, dass Lehrer jeglichen Sachverstand vergessen, lässt mir jegliche Hoffnung für den Rest der Gesellschaft

  • Mein Vater hätte eine ähnliche Rente gehabt, schloss aber frühzeitig noch etwas Zusätzliches ab und hat jetzt mehr als doppelt so viel. Das machen viele Leute, wenn sie sich denn darum kümmern. Auf die Firmenrente allein verlässt man sich nicht.


    Ich spare auch noch etwas anderes an. Man weiß nie.

  • Das Ergebnis für die 18,13 Millionen Bezieher von Altersrenten ist ziemlich ernüchternd und Altersarmut ist in vielen Fällen vorprogrammiert:


    Nein, es ist nicht vorprogrammiert
    Weil die durchschnittlichen Renten wenig aussagen. Relevanter sind die Zahlen des Bezugs von Grundsicherung im Alter.


    Durchschnittliche Renten sagen wenig aus, weil


    a) Betriebsrenten nicht mit eingerechnet werden
    b) private Vorsorge, nicht mit eingerechnet wird.
    c) Auch Leute, die irgendwann aus der Renteneinzahlung ausgestiegen sind (Soldaten, Richter, Beamte, Selbstständige usw) auch häufig aus einer vorherigen Tätigkeit noch einen Rentenanspruch haben
    d) Bei Frauen mit wenig Rente man die Rente des Mannes noch einbeziehen müsste, weil in der Ehe ist man zur Versorgung verpflichtet
    d1) Im Falle einer Scheidung ein Versorgungsausgleich stattfindet.

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